Diese Arbeit beleuchtet die Situation des Geschwisterkindes und nicht die eigentliche Behinderung beziehungsweise chronische Erkrankung eines Geschwisters. Darüber hinaus sollen mögliche Hilfsangebote der Heilpädagogischen Familienhilfe für betroffene Familien erarbeitet werden.
Sie werden als "Schattenkinder" bezeichnet – Geschwister von Kindern mit Behinderung oder chronischer Erkrankung stehen im Schatten ihres Bruders oder ihrer Schwester, die sich häufig im Mittelpunkt des Familienlebens befinden. Das Kind mit Behinderung zieht viel Aufmerksamkeit, Zuwendung und Unterstützung von seinem Umfeld auf sich, das Geschwisterkind hingegen bleibt häufig im Hintergrund.
Die Geburt eines Kindes mit Behinderung oder eine im Verlauf der Kindheit auftretende chronische Erkrankung bringt einen tiefen Einschnitt und schwerwiegende Veränderungen im Leben einer Familie mit sich. Für die Ängste und Probleme der Eltern finden sich zahlreiche Hilfsangebote und Gespräche mit Ärzten und Therapeuten richten sich häufig ausschließlich an die Eltern. Geschwister "als Helfer und zu Stützende werden […] häufig übersehen."
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Heilpädagogische Familienhilfe
- Unterschiede zur sozialpädagogischen Familienhilfe
- Leistungsempfänger
- Verlauf
- Die Situation von Geschwistern chronisch kranker oder behinderter Kinder
- Schwierigkeiten im Umgang mit dem erkrankten Geschwister
- Probleme in der Beziehung zu den Eltern
- Risiken für die Entwicklung und Gesundheit des nichtbehinderten Kindes
- Schlussfolgerung für die Heilpädagogische Familienhilfe
- Hilfsangebote für Geschwister von Kindern mit Behinderung
- Fallbeispiele
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit beleuchtet die Situation von Geschwistern von Kindern mit Behinderung oder chronischer Erkrankung, die im Schatten ihrer Geschwister stehen, und untersucht, welche Herausforderungen und Risiken für ihre Entwicklung und Gesundheit entstehen. Darüber hinaus werden mögliche Hilfsangebote der Heilpädagogischen Familienhilfe für betroffene Familien erarbeitet.
- Die Herausforderungen, denen sich Geschwister chronisch kranker oder behinderter Kinder im Familienalltag und im sozialen Umfeld stellen müssen.
- Die Auswirkungen der Behinderung eines Geschwisterkindes auf das Leben und die Entwicklung des gesunden Kindes.
- Die Risiken für die Entwicklung und Gesundheit des nichtbehinderten Kindes, insbesondere psychische Probleme wie Angst, Depression und sozialer Rückzug.
- Die Rolle und die Bedeutung der Heilpädagogischen Familienhilfe als Unterstützung für betroffene Familien.
- Die Notwendigkeit, die Bedürfnisse und Herausforderungen von Geschwistern von Kindern mit Behinderung ernst zu nehmen und ihnen angemessene Unterstützung zukommen zu lassen.
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in die Thematik ein und beschreibt die Situation von Geschwistern von Kindern mit Behinderung oder chronischer Erkrankung als „Schattenkinder“, die im Alltag häufig übersehen werden. Das zweite Kapitel stellt die Heilpädagogische Familienhilfe als ein spezifisches Hilfsangebot vor, das auf die Bedürfnisse von Familien mit Kindern mit Behinderung fokussiert.
Kapitel drei geht detailliert auf die spezifische Situation der Geschwister von Kindern mit Behinderung ein. Es werden verschiedene Schwierigkeiten im Umgang mit dem erkrankten Geschwisterkind und Probleme in der Beziehung zu den Eltern beleuchtet. Kapitel vier analysiert die Risiken für die Entwicklung und Gesundheit des nichtbehinderten Kindes, die durch die Situation in der Familie entstehen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit fokussiert auf Themen wie Heilpädagogische Familienhilfe, Geschwister von Kindern mit Behinderung, „Schattenkinder“, Entwicklung und Gesundheit, psychische Probleme, Hilfsangebote, familiäre Belastungen, elternliche Verfügbarkeit, emotionale Vernachlässigung.
Häufig gestellte Fragen
Wer sind sogenannte „Schattenkinder“?
Schattenkinder sind Geschwister von Kindern mit Behinderung oder chronischer Erkrankung, die oft weniger Aufmerksamkeit erhalten, da die Eltern stark durch das kranke Kind beansprucht sind.
Welche Risiken bestehen für die Entwicklung dieser Kinder?
Es bestehen Risiken für psychische Probleme wie Ängste, Depressionen, sozialen Rückzug und das Gefühl emotionaler Vernachlässigung.
Was leistet die Heilpädagogische Familienhilfe (HPFH)?
Die HPFH bietet spezifische Unterstützung für Familien mit behinderten Kindern und fokussiert dabei auch auf die Bedürfnisse der Geschwisterkinder.
Wie unterscheidet sich die HPFH von der sozialpädagogischen Familienhilfe?
Der wesentliche Unterschied liegt in der fachspezifischen Ausrichtung auf Behinderungen und chronische Erkrankungen sowie den daraus resultierenden heilpädagogischen Methoden.
Warum werden Geschwisterkinder oft übersehen?
Weil sie oft als „Helfer“ fungieren und im Alltag unauffällig funktionieren, während das Kind mit Behinderung im Zentrum der medizinischen und elterlichen Sorge steht.
- Quote paper
- Christina Bonfig (Author), 2020, Schattenkinder und Hilfsangebote der Heilpädagogischen Familienhilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1145871