Pädagogisches Handeln in Zeiten des Social Distancing


Hausarbeit, 2021

14 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Pädagogisches Handeln
2.1 Merkmale pädagogischen Handelns
2.2 Grundformen des pädagogischen Handelns

3. Die Corona Krise in Kindertageseinrichtungen

4. Eingewöhnungen während der Pandemie
4.1 Neue Herausforderungen einer Eingewöhnung
4.2 Chancen der Eingewöhnung
4.3 Inwiefern hat sich das pädagogische Handeln während der Eingewöhnung geändert?

5. Bezugsfachkraft – ist das während der Krise noch möglich?
5.1 Herausforderungen als Bezugsfachkraft während Corona
5.2 Entstehende Chancen
5.3 Das pädagogische Handeln der Bezugsfachkraft

6. Fazit

Literaturverzeichnis

Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Die Corona-Krise bring einige Hindernisse mit sich. Eines davon, welches jeden betrifft, ist das „Social Distancing“, auf Deutsch, die Kontakte zu verringern, um das Ausmaß der Pandemie einzudämmen. Es stellt nicht nur für das private Leben eine Herausforderung dar, sondern auch Unternehmen, Schulen, wie auch Kindertageseinrichtungen haben damit zu kämpfen und waren auf diese außergewöhnliche Situation, die nun bereits seit einem Jahr weltweit herrscht, nicht vorbereitet. Die Krise betrifft somit auch die jüngsten unter uns. Durch die Pandemie kommt es nicht nur zu „Lockdowns“, der Schließung aller nicht Lebensnotwendigen Einrichtungen, und „Social Distancing“, auch die Rahmenbedingungen und Strukturen des Alltages in Kindertageseinrichtungen mussten sich an die neue Situation anpassen. Angrenzend an diese Änderungen stellt sich auch die Frage, inwiefern sich das Social Distancing auf das pädagogische Handeln von Fachkräften in Kindertageseinrichtungen auswirkt.

Im Folgenden sollen zunächst zentrale Aspekte des pädagogischen Handelns dargestellt werden, um im weiteren Verlauf darzulegen, inwiefern sich dieses möglicherweise einem Wandeln durchzogen hat, aufgrund der aktuellen Corona Krise. Dies wird anhand von Zentralen Merkmalen im Alltag einer Kindertageseinrichtung erörtert.

2. Pädagogisches Handeln

Zu Beginn sollte das Thema des pädagogischen Handelns und Verstehens näher betrachtet werden, um schließlich Veränderungen der Corona-Krise darzustellen. Neuß wie auch Giesecke, haben sich ausführlich mit der Thematik des pädagogischen Handelns und Verstehens auseinandergesetzt. Um den Begriff des pädagogischen Handelns und Verstehens genauer zu definieren, wird im Folgenden zuerst auf die Merkmale eingegangen, um ein besseres Verständnis für die Thematik herzustellen. Folgend darauf werden die Grundformen nach Prange/Strobel-Eisele dargelegt.

2.1 Merkmale pädagogischen Handelns

Hinter pädagogischem Handeln und Verstehen, steckt mehr als die reine Förderung des Lernens und einer persönlichen Entwicklung. Das pädagogische Handeln besitzt eine innere Struktur, welche dargelegt und somit verstanden werden muss. Hermann Giesecke (2013) grenzt den Begriff „pädagogisches Handeln“ in seinem Werk „Pädagogik als Beruf“ ein und betitelt es als ein soziales Handeln. Charakteristisch hierfür ist die zu Grunde liegende Wechselseitigkeit, wodurch eine Interaktion der Handelnden entsteht. Daraus kann wiederum erschlossen werden, dass es in bestimmten pädagogischen Situationen immer mehrere Möglichkeiten gibt zu agieren, je nachdem, wie sich der Interaktionspartner verhält. Grundlegend wird somit deutlich, dass es kein „richtiges“, sondern nur ein Situatives Handeln gibt. Ein Handeln, welches angemessen, vernünftig und zielorientiert ausgerichtet ist, wird unter pädagogischem Handeln verstanden. (vgl. ebd. 2013, S. 21f/43f.) Außerdem wird im Allgemeinen die Pädagogik so verstanden, Menschen „Erziehung und Bildung zu ermöglichen“ (vgl. ebd. S.45ff) und sie zudem „in ihrer Entwicklung positiv zu fördern“ (ebd. S.45). Aus Sicht der pädagogischen Fachkraft, soll demgemäß aus einer lehrenden Haltung heraus gehandelt werden, um folglich dem Kind Erziehung aber auch Bildung zu ermöglichen. Demgemäß wird das Kind nicht nur in der Entwicklung gefördert, es wird auch durch die Ausbildung der Resilienz auf schädliche Einflüsse vorbereitet. Bildung bezieht sich somit auf das Lernen des Kindes, um das Lernbedürfnis zu stillen und die Erziehung gleicht unter diesen Umständen einem Lernangebot. Allgemein gesagt, umfasst das pädagogische Handeln also alle erzieherischen Tätigkeiten, welche sich auf das Lernen des Gegenübers beziehen (vgl. ebd. S.72ff).

Dies wird nicht nur durch eine explizite Situation verursacht, sondern sollte dauernd und stetig passieren. Geht man zunächst nach der Definition von Giesecke, so gelingt das pädagogische Handeln nur, wenn der Handelnde sich im Umkehrschluss stetig in einem ständigen Reflexionsprozess befindet. Denn nur so kann dementsprechend pädagogisch gehandelt werden. Im Wesentlichen unterscheidet Giesecke somit in fünf Abschnitte des pädagogischen Handelns. Der Festlegung der Ziele, der Diagnose einer Situation, in welche hineingehandelt werden soll, einer Antizipation, der Prüfung der Ergebnisse und gegebenenfalls einer Korrektur des Lernprozesses (vgl. Giesecke, 2007).

Gleichwohl betrachtete auch Neuß das pädagogische Handeln genauer und arbeitete explizite Merkmale dessen heraus. Wie auch Giesecke, bezeichnet Neuß als ein zentrales Merkmal um pädagogisch zu handeln, das pädagogische Verständnis, ohne welches es nicht möglich wäre, in pädagogischen Situationen vernünftig zu Handeln (vgl. Neuß 2013 S.82). Neuß ist zudem der Auffassung, dass pädagogisches Handeln ausschließlich in Institutionen stattfindet, da diese einer relativen Autonomie entsprechen (vgl. ebd. S.87). Sie bieten also Schutz und Fürsorge, welche zu dem pädagogischen Handeln zählen. Durch Beratungen, Beobachtungen wie auch Dokumentationen und Informationen nimmt die Prävention einen großen Platz in Institutionen ein, welche ein Ziel des pädagogischen Handelns darstellt (vgl. ebd. S.92). Wenn auch in genannten Institutionen eine relative Autonomie geboten wird, zählt noch mehr dazu, um pädagogisch zu Handeln. Denn pädagogisches Handeln ist ferner normativ. Es findet beständig statt, wenn Kindern Verhaltensregeln oder Wertvorstellungen vermittelt werden. Aber auch durch einnehmendes Loben oder Verwarnen, gegenüber des Kindes wird pädagogisch gehandelt, unabhängig davon, ob es ausgehend von einer pädagogischen Fachkraft geschieht oder den Eltern außerhalb einer Institution (vgl. ebd. S.87). Pädagogisches Handeln kann unter diesen Umständen sonach Daheim in den eigenen vier Wänden geschehen. Mit Hilfe des pädagogischen Handelns soll das Kind zu einer mündigen Person gebildet werden. Es soll folglich selbst die Gesellschaft aber auch die Welt verstehen, um dementsprechend Entscheidungen zu treffen, welche selbstbestimmt sind. Durch das pädagogische Handeln von Fachkräften, kann diese Mündigkeit explizit beeinflusst werden, wenn Kinder eigene Ideen und Entscheidungen in den Tagesablauf integrieren dürfen (vgl. ebd. S.89). Die Mündigkeit zählt zu einem von insgesamt vier Spannungsfeldern nach Neuß (S.89ff). Angrenzend daran stehen die Selbstständigkeit und Lenkung, das Nähe-Distanz-Verhältnis, welches in Punkt 5.1. aufgegriffen wird, wie auch die Zielorientierung und Situationsorientierung. Zudem sollten pädagogische Fachkräfte, wenn sie nach Neuß‘ Verständnis pädagogisch Handeln, Kommunikationshürden, wie Befehle, belehren, beschämen und weitere, im negativen Sinne vermeiden (vgl. ebd. S.91).

Resümierend lässt sich sagen, dass pädagogisches Handeln hauptsächlich eines ist: ein soziales Handeln, welches immer an dem Interesse des Gegenübers angelehnt ist. Dadurch erhält es nicht nur seine Individualität, sondern auch die Eigenschaften, dass es dadurch unwiederholbar und einmalig ist. Durch Bildungspläne wird Institutionen ein Rahmen gegeben, an dem sich Orientiert werden sollte. Unabhängig davon ist es jedoch unabdingbar, dass sich die Person, welche pädagogisch handelt, immer einem Reflexionsprozess unterzieht, um dadurch optimal, im pädagogischen Sinne, zu handeln.

2.2 Grundformen des pädagogischen Handelns

Vorweg sei gesagt, dass es eine Vielfalt an Klassifikationsversuchen gibt, welche sich über mehrere Jahrhunderte erstreckt, um das pädagogische Handeln in seine essentiell wichtigen Einzelteile zu separieren. Von Rousseaus Dreigliederung, über Kant, bis hin zu Giesecke und auch Prange/Strobel- Eisele, gibt es viele Einordnungen, welche Grundbausteine das pädagogische Handeln besitzt. Im weiteren Verlauf wird auf die Grundformen welche Prange darstellte eingegangen.

Prange/Strobel-Eisele (2006, S.103ff) nennen als Bausteine des pädagogischen Handelns das Arrangement, das Spiel, die Arbeit, das Erlebnis, die Strafe als komplexe Formen, des Handelns. Die Elementare Form, ist dennoch das Zeigen. Letzteres ist nach den Autoren die Grundform pädagogischen Handelns, da es sich bei dem Zeigen um die Darstellung der Welt handelt. Sie gehen davon aus, dass die Grundlage der Erziehung aus pädagogischen Operationen besteht und deren Kern das Zeigen sei (vgl. Prange/Strobel-Eisele S.40ff). Die Verfasser machen sehr deutlich, dass ein gemeinsames Lernen oder Erziehen von dem Zeigen geprägt ist. Das Zeigen ist die allererste Handlung, wenn es um pädagogisches Handeln geht. Sei es, dass man zeigt wie man richtig einen Stift in der Hand hält oder dass ein Eichhörnchen auf dem Baum ist. Mit dem Zeigen macht man das Kind auf etwas aufmerksam und regt es zum Denken an. Es lässt sich also sagen, dass überall wo erzogen oder gelehrt wird, etwas gezeigt wird. Kurz - ohne Zeigen gibt es keine Erziehung, denn das Zeigen begleitet das Tun. (vgl. ebd. S.44f) Es handelt sich hierbei nicht nur um das Aufmerksam machen, sondern auch um das praktische Vormachen. Hierbei wird sich immer so verhalten, dass man dem Kind etwas deutlich zeigt. Es liegt also in der Logik des pädagogischen Handelns, dass man bei dem „Zeige Akt“ alles klar und verständlich darstellt. Das gezeigte verfestigt sich dann bei dem Kind, in dem es immer wieder wiederholt wird und es Variationen des Gezeigten gibt. Wichtig hierbei ist, dass wenn etwas gezeigt wird, eine soziale Beziehung existiert, da sonst keine Aufmerksamkeit auf dem gezeigten liegt. Zum anderen wird durch den Beobachter geprüft, ob der Erzieher „richtig“ zeigt. Lernt das Kind dabei etwas war die Zeigeoperation erfolgreich. Prange und Strobel-Eisele unterscheiden das Zeigen in drei verschiedene Varianten. Es handelt sich hierbei um das ostensive Zeigen, das repräsentative Zeigen, das direkte Zeigen und das reaktive Zeigen (vgl. ebd. S.46f). Zusätzlich ist das Zeigen in der aktuellen Situation ein immens wichtiger Faktor, welcher im weiteren Verlauf aufgegriffen wird.

3. Die Corona Krise in Kindertageseinrichtungen

„Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verzögern, bleiben alle Schulen, Kindergärten und Einrichtungen der Kindertagespflege in Baden-Württemberg ab Dienstag den, 17.März.2020, bis zum Ende der Osterferien geschlossen. Das hat die Landesregierung beschlossen.“

- Pressemitteilung, Baden-Württemberg.de, 13.03.2020

Dies ist nur eine von vielen Pressemitteilungen, welche die Bevölkerung erreichte und somit den endgültigen Beginn der Pandemie markierte. Die Dynamische Entwicklung des neuartigen Coronavirus konnte keiner Vorhersehen und so wurde nicht nur das Privatleben deutlich durch Maßnahmen von Seiten der Regierung eingeschränkt, auch Schulen und Kitas müssen mit den Maßnahmen zurechtkommen. Durch das Social Distancing, sollen die zwischenmenschlichen Kontakte reduziert werden und dazu soll auch die Schließung von den genannten Institutionen beitragen. Eine Ausnahme stellt die Notfallbetreuung für Kinder von Beschäftigten in kritischen Infrastrukturen, wie etwa der Feuerwehr, medizinisches Personal oder auch dem Lebensmitteleinzelhandels, dar. Durch die Einschränkungen und Regelungen, müssen Kinder nicht nur daheim privat betreut werden, sie verlieren zudem ihre Spielpartner und den regelmäßigen Alltag in der Kindertageseinrichtung. Desgleichen müssen die Einrichtungen mit der neuen Situation vertraut werden. Fachkräfte müssen während eines „Lockdowns“, also der kompletten Schließung aller Einrichtungen in das „Homeoffice“, um sich dort verwalterischen Tätigkeiten wie z.B. Portfolios der Kinder zu widmen. Zusätzlich müssen Einrichtungen mit einem steigendem Fachkräftemangel rechnen. Aufgrund von Risikopatienten, welche nicht arbeiten dürfen, Quarantäne und Krankheitsfällen. Wenngleich pädagogische Arbeit seit der Corona-Krise mehr Anerkennung bekommt, stell die Pandemie auch einige Hürden für pädagogisches Fachpersonal dar. Der Tagesablauf muss den Hygienevorschriften angepasst werden, Kooperationen, wie zum Beispiel mit Lesetaten, müssen untersagt werden. Kurz, die Rahmenbedingungen einer Kindertageseinrichtung haben sich einem Wandel durchzogen.

Im weiteren Verlauf wird anhand des Schwerpunktes der Eingewöhnung und der Bezugsfachkraft erörtert, ob sich neben den Rahmenbedingungen auch das pädagogische Handeln durch die Pandemie geändert hat. Darüber hinaus, soll Anhand der Erkenntnisse und Veränderungen festgestellt werden, welche möglichen Veränderungen eine Chance für die Zukunft darstellen und somit weiterhin Kindertageseinrichtungen begleiten werden, wenn die Pandemie vorüber ist.

4. Eingewöhnungen während der Pandemie

Nicht nur ein Kita-Besuch an sich, ist förderlich für die kindliche Entwicklung, sondern auch die dort erlebte Qualität des pädagogischen Handelns und der Beziehungsgestaltung. Dazu zählt als erster Schritt die professionelle Eingewöhnung von Seiten der pädagogischen Fachkräfte für die Kinder. Im Folgenden soll erörtert werden, inwiefern eine Eingewöhnung unter Pandemie Bedingungen gewährleistet werden kann, um abschließend das pädagogische Handeln in dieser wichtigen Situation zu reflektieren.

4.1 Neue Herausforderungen einer Eingewöhnung

Qualitätsmerkmale wie der Fachkraft-Kind-Schlüssel, die Gruppengröße, die Qualifikation des Personals und auch die Arbeit nach einem anerkannten Eingewöhnungsmodell, dürfen aufgrund der Pandemie nicht sinken, sondern müssen beibehalten werden. (vgl. Dreyer 2020) Denn nur so kann gewährleistet werden, dass die Betreuungsqualität ausreichend ist, um frühkindliche Regulationsstörungen, anhaltende Trennungsangst, Verlustangst oder gar sozialen Rückzug vorzubeugen (vgl. Hédervári-Heller, 2011 S.78ff). Wichtiger Bestandteil einer Eingewöhnung ist es, unabhängig davon nach welchem Eingewöhnungsmodell gearbeitet wird, dass ein Elternteil oder eine enge Bezugsperson des Kindes, dabei ist. In der Pandemie sollen Kontakte jedoch reduziert werden, dass die Eltern deshalb kein Teil mehr der Eingewöhnung sind, kommt dennoch nicht in Frage. Laewen`s Studie an der FU Berlin führte bereits 1989 zu den Erkenntnissen, dass Kinder, welche professionell eingewöhnt werden und in den ersten Tagen durch einen Elternteil begleitet wurden, ohne in den ersten drei Tagen getrennt zu werden, weniger häufig erkranken als Kinder, bei denen in den ersten drei Tagen eine Trennung zum Elternteil stattgefunden hat. So konnte die Studie ebenfalls nachweisen, dass Kinder ohne eine optimale Eingewöhnung deutliche Entwicklungsrückstände nach sieben Monaten Krippenbesuch aufweisen. Ferner entwickeln Kinder ihrer Mutter gegenüber starke Verunsicherungen, im Bezug zur Bindung nach nur sechs Monaten in der Krippe. Demgemäß muss auch unter Corona Bedingungen gewährleistet werden, dass eine Eingewöhnung orientiert an den individuellen Bedürfnissen des Kindes ausreichend lang in Begleitung einer Bezugsperson stattfinden kann und die Eingewöhnung nicht verkürzt wird. Die Begleitperson des Kindes sollte folglich genügend Zeit einplanen, da möglicherweise auch Krankheitsfälle auftreten können. Denn eine Eingewöhnung die weniger als eine Woche dauert und unterbrochen wird, ähnelt bei der Rückkehr meist einem Neubeginn. (vgl. Dreyer, 2017, S.140ff). Die Eingewöhnung folgt nicht nur einem professionellen Modell, auch die Fachkräfte müssen eine hohe Professionalität in der Gestaltung der aktuellen Situation aufweisen. Hierbei sind Handlungskompetenzen, Selbst- wie auch fachliche Reflexionen und die Kommunikationsfähigkeit wichtiger Bestandteil. Bekanntlich besteht die Eingewöhnung nicht nur aus der Einführung des Kindes in die Kindertageseinrichtung, sondern ebenso aus der Zusammenarbeit mit den Eltern, an denen das Kind nicht aktiv Teil nimmt. Diese Zusammenarbeit gestaltet sich Aufgrund der Maßnahmen jedoch deutlich schwieriger als vor der Pandemie. Denn nur durch das Einhalten der Hygienestandards, kann eine Bekämpfung der Pandemie gelingen. Nichtsdestoweniger müssen diese aber immer in passender Relation zu den pädagogischen wie auch entwicklungspsychologischen Bedürfnissen eines Kindes umgesetzt werden. So ist es für Kinder nicht nur wichtig, ihre Bezugsperson dabei zu haben, sondern auch dessen Mimik wahrzunehmen, welches sich durch das Tragen der Masken als sehr schwierig erweist (vgl. Dreyer 2020). Räumliche Gegebenheiten stellen eine Herausforderung dar, wenn zu wenig Platz ist, um Abstand zu halten. In Situationen wie dem Wickeln oder dem Mittagessen könnte es sehr eng werden. Trotz den ganzen Herausforderungen, die die Pandemie mit sich bringt, sollte die Bezugsperson so lange dabei sein, bis sich das Kind bei einer Trennung von der Fachkraft trösten lässt. Aufbauend darauf können Trennungen dann verlängert werden, bis die Eingewöhnung abgeschlossen ist. Gekennzeichnet ist dies meist dadurch, dass sich das Kind nicht nur trösten lässt, sondern auch allein exploriert und auch ohne Probleme in der Einrichtung Schlafen kann.

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Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Pädagogisches Handeln in Zeiten des Social Distancing
Hochschule
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Note
1,0
Autor
Jahr
2021
Seiten
14
Katalognummer
V1145886
ISBN (eBook)
9783346522979
ISBN (Buch)
9783346522986
Sprache
Deutsch
Schlagworte
pädagogisches, handeln, zeiten, social, distancing
Arbeit zitieren
Nina Wardaschko (Autor:in), 2021, Pädagogisches Handeln in Zeiten des Social Distancing, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1145886

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