Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Topic: European Union

Ausbildungsplatz Europa - Die Bildungsprogramme der Europäischen Union auf dem Prüfstand

Title: Ausbildungsplatz Europa - Die Bildungsprogramme der Europäischen Union auf dem Prüfstand

Diploma Thesis , 2007 , 150 Pages , Grade: 2

Autor:in: Mag Stefan Fersterer (Author)

Politics - Topic: European Union
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Bildung als zentraler Faktor für wirtschaftliche Entwicklung und Fortschritt – so kann vordergründig das wachsende Engagement der Europäischen Union im Bildungssektor betrachtet werden. Bestätigung erfährt diese Argumentation unter anderem durch den Lissabon-Prozess, mit dem die Gemeinschaft bis zum Jahr 2010 global zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum heranwachsen möchte. Die Voraussetzung für die Schaffung eines offenen und zugänglichen europäischen Arbeitsmarktes ist die Verbesserung der Bildung und Berufsbildung der Menschen, also die Steigerung ihres Humankapitals und in weiterer Folge ihrer Beschäftigungsfähigkeit.
Folglich sollen also in Zeiten der Verminderung von nationalen Budgets die Ausgaben für Bildung zum ökonomischen Wohle der Union beträchtlich angehoben und
nicht länger als Verbrauchsausgaben, sondern als zentrale Investitionen in Wissen angesehen werden.
Die Europäische Union gilt als relativer Neuling bei der Kreation von Bildungspolitiken, obwohl bereits die Gründungsverträge eine rechtliche Basis für die gemeinschaftliche Mitwirkung an der beruflich orientierten Bildung der Mitgliedstaaten enthalten. Das Widerstreben der Nationalstaaten, essenzielle Kompetenzen im Bildungsbereich an die gemeinschaftliche Ebene abzutreten, begleitet und charakterisiert die diversen EU-Bildungsinitiativen in ihrem aktuellen Kontext nach wie vor. Ausgehend vom ersten gemeinschaftlichen Aktionsprogramm für Berufsbildung aus dem Jahr 1976 entwickelten sich im Laufe der Zeit auch erste Maßnahmen im Allgemeinbildungssektor
(„Joint Study Programm“, „Erasmus“ etc.) und im Jugendbereich
(„Jugend für Europa“). Diese drei zentralen Bildungsstränge bilden noch immer die Eckpunkte der gemeinschaftlichen Bestrebungen im Bildungssektor.
Die Förderung der Mobilität erachtet die Europäische Union in ihren Bildungsinitiativen seit jeher als zentral, wobei hier besonders junge Leute dazu ermutigt werden, über einen Zeitraum von bis zu einem Jahr im europäischen Ausland zu studieren, zu lernen oder zu arbeiten. Die Unterstützungen aus den Mobilitätsinitiativen zielen dabei nicht nur auf die Entwicklung der persönlichen Ressourcen ab, sondern verfolgen weitere Ziele, die sich von einem transnationalen Verständnis, über die Entwicklung eines europäischen Bewusstseins bis zur Entstehung eines europäischen Bildungsraums erstrecken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I EINLEITUNG

II ÜBERSICHT ZENTRALER BEGRIFFE UND PROGRAMMENTWICKLUNG

III ENTWICKLUNGSSTUFEN DER EU-BILDUNGSPOLITIK BIS 1995

3.1 DIE GESCHICHTE DER KOMPETENZAUSWEITUNG

3.1.1 Erste Zuständigkeitsaneignungen

3.1.2 Der Europäische Gerichtshof (EuGH) als Kompetenzausweitungsorgan

3.1.3 Wirkung und Transformation dieser Programme

3.1.4 Maastricht als Expansions- und Wendepunkt

IV PROGRAMMGENERATION 1995-1999

4.1 AKTIONSPROGRAMM IN DER ALLGEMEINBILDUNG „SOKRATES“ (1995-1999)

4.1.1 Programmziele

4.1.2 Teilaktionen

4.2 AKTIONSPROGRAMM IN DER BERUFSBILDUNG „LEONARDO DA VINCI“ (1995-1999)

4.2.1 Programmziele

4.2.2 Teilaktionen

4.3 AKTIONSPROGRAMM „JUGEND FÜR EUROPA“ (1995-1999)

4.3.1 Programmziele

4.3.2 Teilaktionen

V PROGRAMMGENERATION 2000-2006

5.1 AKTIONSPROGRAMM IN DER ALLGEMEINBILDUNG „SOKRATES“ II (2000-2006)

5.1.1 Neuerungen

5.1.2 Finanzen

5.2 AKTIONSPROGRAMM IN DER BERUFSBILDUNG „LEONARDO DA VINCI“ II (2000-2006)

5.2.1 Neuerungen

5.2.2 Finanzen

5.3 AKTIONSPROGRAMM „JUGEND“ (2000-2006)

5.3.1 Aktionen

5.3.2 Finanzen

VI PROGRAMMGENERATION 2007-2013

6.1 THEORETISCHE PERSPEKTIVEN

6.1.1 Konzepte und Theorien zum Lebenslangen Lernen

6.2 AKTIONSPROGRAMM IM BEREICH „LEBENSLANGES LERNEN“ 2007-2013

6.2.1 Neuerungen

6.2.2 Das Aktionsprogramm

6.2.3 Durchführungsbestimmungen, Verwaltung und Kontrolle

6.2.4 Finanzen

6.3 AKTIONSPROGRAMM „JUGEND IN AKTION“ (2007-2013)

6.3.1 Neuerungen

6.3.2 Aktionslinien

6.3.3 Finanzen

6.4 WEITERE EUROPÄISIERUNGSENTWICKLUNGEN IM BILDUNGSBEREICH

VII LEISTUNGSFÄHIGKEIT DER EU-BILDUNGSPROGRAMME - AUFBAU UND VERWALTUNG

7.1 KONZEPTION UND AUFBAU DER PROGRAMME

7.2 VERWALTUNG DER PROGRAMME

7.2.1 Verfahren und Prozesse

7.2.2 Exkurs Österreich: Verhältnis Europäische Kommission - Nationalagenturen – Regionalstellen - Mittlerstellen

7.2.3 Evaluierung und Kontrolle

7.2.4 Verbreitung der Ergebnisse

7.2.5 Synergien und Komplementarität

7.3 FINANZIELLE AUSSTATTUNG DER PROGRAMME

VIII LEISTUNGSFÄHIGKEIT DER BILDUNGSPROGRAMME HINSICHTLICH MOBILITÄT

8.1 DISKURSE ZU MOBILITÄT

8.2 AUSWIRKUNGEN DER MOBILITÄT AUF TEILNEHMER

8.2.1 Teilnehmerzahlen

8.2.2 Motivation und Motive für Mobilität

8.2.3 Erlangte Fähigkeiten und Kenntnisse

8.2.4 Auswirkungen auf Karriere und Beruf

8.3 AUSWIRKUNGEN DER MOBILITÄT AUF ANDERE AKTEURE

8.3.1 Jugendorganisationen

8.3.2 Unternehmen

8.3.3 Hochschulen

8.3.4 Exkurs: Europäisches Bewusstsein und Europäische Bürgerschaft

8.4 MOBILITÄTSHINDERNISSE UND KÜNFTIGE HERAUSFORDERUNGEN

8.4.1 Repräsentativität der Maßnahmen

8.4.2 Rahmenbedingungen während und nach dem Mobilitätsaufenthalt

8.4.3 Sonstige Befunde, bereits getroffene Maßnahmen und weitere Empfehlungen

IX ABSCHLUSSBETRACHTUNGEN UND AUSBLICK

9.1 ERGEBNISSE

9.2 AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung, den Aufbau und die Verwaltung der Bildungsprogramme der Europäischen Union, um deren Leistungsfähigkeit und die Auswirkungen der Mobilitätsinitiativen auf Teilnehmer und Akteure kritisch zu bewerten. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich diese Programme von 1995 bis 2013 entwickelt haben, welchen Einfluss sie auf die Förderung einer europäischen Bürgerschaft haben und welche Hindernisse die Effektivität der Mobilitätsprogramme einschränken.

  • Historische Entwicklung der EU-Bildungspolitik und Kompetenzausweitung
  • Stärken-Schwächen-Analyse der Programmgenerationen (1995-2013)
  • Bewertung von Verwaltungsprozessen und Dezentralisierung
  • Analyse der Auswirkungen von Mobilität auf Teilnehmer (Karriere, Humankapital)
  • Untersuchung von Mobilitätshindernissen und Verbesserungspotentialen

Auszug aus dem Buch

Mobilität

Als Mobilität wird die „Bewegung von Personen oder Personengruppen aus einer gesellschaftlichen Position in eine andere“ bezeichnet. Mobilität bezieht sich für gewöhnlich nicht auf ganze gesellschaftliche Gruppen (kollektive Mobilität), sondern es handelt sich in der Regel um die Mobilität von Einzelpersonen - die individuelle Mobilität. (Nohlen 1998, 392-393)

Wenn die Bewegung oder Wanderung mit einem temporären oder permanenten Wechsel des Standortes verbunden ist, handelt es sich um räumliche/geographische/regionale Mobilität, die wiederum den zentralen Aspekt der horizontalen Mobilität (Positionsveränderung ohne Statusveränderung) ausmacht. Das Gegenstück dazu ist die soziale Mobilität, die mit dem Positionswechsel eine Statusveränderung verbindet. (Nohlen 1998, 392-393)

Die Mobilitätsinitiativen in den Bildungsprogrammen der Europäischen Union zielen primär auf die Förderung einer temporären, räumlich-residenziellen Mobilität ab. Diese kann einerseits zu einer permanenten Mobilität beitragen, andererseits strebt sie mittel- bis langfristig positive Auswirkungen auf die soziale Mobilität und damit auf die Arbeit, das Einkommen und den sozialen Status an.

Im EU-Kontext meint dieser Begriff also weniger die eigentliche Bewegung selbst, sondern wird als Qualifikation/Befähigung angesehen, mobil zu sein (Kristensen 2001, 421).

Insbesondere steht in den bisherigen EU-Initiativen die Förderung von jungen Menschen im Mittelpunkt, wiewohl im neuesten Programm für Lebenslanges Lernen 2007-2013 diese Festlegung etwas ausgeweitet wurde (siehe Kapitel 6.2). Auswirkungen einer Partizipation werden also naturgemäß positiv eingeschätzt. Ebenso verhält es sich mit der Konnotation der Mobilität in den Bildungsprogrammen, welche stets in einem positiven Kontext verwendet wird.

Zusammenfassung der Kapitel

I EINLEITUNG: Einführung in die Bedeutung von Bildung als zentraler Faktor für wirtschaftliche Entwicklung und die Vorstellung der Zielsetzungen der Arbeit.

II ÜBERSICHT ZENTRALER BEGRIFFE UND PROGRAMMENTWICKLUNG: Klärung der Grundbegriffe EU-Bildungspolitik, Mobilität und Humankapital im Kontext der Programme.

III ENTWICKLUNGSSTUFEN DER EU-BILDUNGSPOLITIK BIS 1995: Historischer Rückblick auf die Kompetenzausweitung der EU im Bildungsbereich.

IV PROGRAMMGENERATION 1995-1999: Analyse der Aktionsprogramme Sokrates, Leonardo da Vinci und Jugend für Europa in diesem Zeitraum.

V PROGRAMMGENERATION 2000-2006: Untersuchung der weiterentwickelten Programme Sokrates II, Leonardo da Vinci II und Jugend.

VI PROGRAMMGENERATION 2007-2013: Darstellung der neuen Struktur mit Fokus auf Lebenslanges Lernen und Jugend in Aktion.

VII LEISTUNGSFÄHIGKEIT DER EU-BILDUNGSPROGRAMME - AUFBAU UND VERWALTUNG: Kritische Bewertung der Programmverwaltung, Evaluierung und Synergien.

VIII LEISTUNGSFÄHIGKEIT DER BILDUNGSPROGRAMME HINSICHTLICH MOBILITÄT: Analyse der Auswirkungen auf Teilnehmer, Unternehmen, Hochschulen und die europäische Bürgerschaft.

IX ABSCHLUSSBETRACHTUNGEN UND AUSBLICK: Zusammenführung der Ergebnisse und Identifizierung künftiger Herausforderungen.

Schlüsselwörter

EU-Bildungspolitik, Bildungsprogramme, Europäische Union, Mobilität, Lebenslanges Lernen, Sokrates, Leonardo da Vinci, Jugend, Humankapital, Bildungsmanagement, Mobilitätshindernisse, Europäische Bürgerschaft, Arbeitsmarkt, Berufsqualifikationen, Dezentralisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung, den strukturellen Aufbau und die Verwaltung der europäischen Bildungsprogramme von 1995 bis 2013 und evaluiert deren Wirksamkeit sowie Auswirkungen auf verschiedene Akteure.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Autor?

Die Schwerpunkte liegen auf den drei Bildungssträngen Allgemeinbildung, Berufsbildung und Jugend, sowie der Analyse der Mobilitätsinitiativen innerhalb dieser Bereiche.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Hauptziel ist die Untersuchung der Faktoren, die zur Entwicklung der EU-Bildungspolitik beigetragen haben, sowie eine kritische Analyse der Verwaltung und der Auswirkungen der Mobilitätsprogramme auf Teilnehmer und beteiligte Institutionen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit angewendet?

Der Autor stützt sich primär auf eine umfassende Literaturanalyse sowie auf insgesamt fünf Experteninterviews mit Vertretern regionaler und nationaler Durchführungsstellen der Programme.

Welche inhaltlichen Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil befasst sich mit der historischen Entwicklung der Kompetenzen, dem detaillierten Aufbau der Programmgenerationen (1995-1999, 2000-2006, 2007-2013) sowie der kritischen Auseinandersetzung mit Verwaltungs-, Evaluierungs- und Kontrollmechanismen.

Welche Schlüsselbegriffe prägen diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Mobilität, Humankapital, Beschäftigungsfähigkeit (Employability), Europäisierung und das Konzept des Lebenslangen Lernens.

Wie bewertet der Autor die Dezentralisierung der EU-Programme?

Die Dezentralisierung hin zu Nationalagenturen wird grundsätzlich positiv bewertet, da sie zu einer größeren Bürgernähe und effizienteren Abwicklung führt, wenngleich sie auch zu einer höheren Arbeitsbelastung bei den beteiligten Stellen führte.

Gibt es spezifische Schlussfolgerungen zur Bedeutung des Begriffs "Mobilität"?

Ja, der Autor stellt fest, dass im EU-Kontext Mobilität weniger die bloße Bewegung meint, sondern als Qualifikation und Befähigung angesehen wird, in einem europäischen Umfeld zu agieren, und stets in einem positiven Kontext verwendet wird.

Excerpt out of 150 pages  - scroll top

Details

Title
Ausbildungsplatz Europa - Die Bildungsprogramme der Europäischen Union auf dem Prüfstand
College
University of Salzburg  (Politikwissenschaft)
Course
Schwerpunktfach Europäische Politik
Grade
2
Author
Mag Stefan Fersterer (Author)
Publication Year
2007
Pages
150
Catalog Number
V114620
ISBN (eBook)
9783640158898
Language
German
Tags
Ausbildungsplatz Europa Bildungsprogramme Europäischen Union Prüfstand Schwerpunktfach Europäische Politik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag Stefan Fersterer (Author), 2007, Ausbildungsplatz Europa - Die Bildungsprogramme der Europäischen Union auf dem Prüfstand, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114620
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  150  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint