Diese wissenschaftliche Arbeit beschäftigt sich mit der sozialpädagogischen Familienhilfe, ihrem methodischen Handeln und der Institutionengeschichte.
Aktuell ist bekannt, dass sich die Kinder- und Jugendhilfe und die dazugehörige sozialpädagogische Familienhilfe in den letzten Jahrzehnten stetig verändert haben, bis sie zur heutigen Kinder- und Jugendhilfe und Bildungsförderung geworden sind.
Veränderungen des Wohlergehens von Kindern und Jugendlichen werden ständig von der "gesellschaftspolitischen Geschichte" der Herrschaft beeinflusst, jedoch lassen sich gewisse Entwicklungsstadien feststellen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Geschichtliche Entwicklung der Kinder- und Jugendhilfe
2.1 Die Ära der Jugendhilfe
2.2 Der Einfluss des Nationalsozialismus (1933-1945)
2.3 Die Entwicklung der Sozialpolitik nach dem Krieg (nach 1945)
2.4 Die Einführung des Kinder- und Jugendhilfegesetz
3. Organisation der Sozialpädagogischen Familienhilfe
3.1 Rechtliche Einordnung/ Rahmenbedingungen
3.2 Sozialpädagogische FamilienhelferInnen
3.3 Familie als Adressatinnen
3.4 Träger und Finanzierung
3.5 Ziele, Entwicklung und Perspektiven
4. Methodisches Handeln
4.1 Hilfeplanverfahren
4.1.1 Vom ersten Kontakt zur Hilfeplanung
4.1.2 Die Hilfeplangespräche
4.1.3 Der Abschlussbericht
4.2 Sozialpädagogische Familiendiagnose
4.2.1 Die Arbeitsvorgänge
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) in ihrer historischen Entwicklung, ihrer organisatorischen Einbettung sowie ihren zentralen methodischen Ansätzen, um aufzuzeigen, wie diese Form der ambulanten Erziehungshilfe zur Stärkung von Familiensystemen beiträgt.
- Historische Genese der Kinder- und Jugendhilfe von der Gründerzeit bis zur Gegenwart
- Struktur und rechtliche Rahmenbedingungen der Sozialpädagogischen Familienhilfe
- Methodik des Hilfeplanverfahrens als zentrales Instrument der Steuerung
- Anwendung der sozialpädagogischen Familiendiagnose zur Analyse familiärer Lebenswelten
- Qualitätsanforderungen und Rollenbilder für Sozialpädagogische FamilienhelferInnen
Auszug aus dem Buch
4.1 Hilfeplanverfahren
Das Hilfeplanverfahren erfolgt nach festgelegten Grundsätzen aus dem § 36 des SGB VIII hervorzuheben. Sie sind unerlässlich für die Sozialpädagogische Familienhilfe und betreibt eine Alltäglichkeit im Beruf (Flösser/ Oechler, 2010, S. 118) Mit dem Hilfeplanverfahren werden Rahmenbedingungen und Ziele der Familienhilfe festgelegt und welche Hilfe erfolgen soll. Familien werden hinsichtlich wünsche der Hilfe beraten. Betroffene von Hilfe zur Erziehung haben im Hilfeplanverfahren das Recht den Träger, sozialpädagogische Einrichtungen und Dienste frei zu wählen und auch ein Mitspracherecht zur Ausgestaltung der Hilfe. Nach Rothe (2017) nutzt das Hilfeplanverfahren den Familienmitgliedern bei der Bestimmung der Ziele. Dadurch wird eine Mitarbeit gewährleistet und die FamilienhelferInnen erwirken die Hilfe zur Selbsthilfe, die bewirkt wiederum eine schnellere Erfolgsaussicht (S. 73). Der Hilfeplan ist eine Vereinbarung zwischen den Träger, Dienstleister, Jugendamt und Familie (Rothe, 2015, S. 22).
Das Hilfeplanverfahren ist in drei Schritte eingeteilt. Im ersten Schritt (4.1.1) wird der erzieherische Bedarf geprüft und die Erziehungsform in Form von Erziehungshilfe ausgewählt. Nachdem wird die Erziehungshilfeart bestimmt in der festgehalten wird, welche Schritte für die Durchführung der Erziehungshilfe erfolgen. Im Verlauf der Erziehungshilfe wird der Hilfeplan fortgeführt oder gegeben falls in Hilfeplangesprächen (HPG) angepasst, welche den zweiten Schritt des Hilfeplanverfahrens darstellen (4.1.2). Zum Abschluss wird vom Familienhelfer nach Beendigung der Hilfe ein Abschlussbericht verfasst, welcher den aktuellen Stand der Familie für das Jugendamt zusammenfasst und in 4.1.3 erklärt wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über die sozialpädagogische Familienhilfe, ihre historische Entwicklung, methodische Ansätze und institutionelle Strukturen.
2. Geschichtliche Entwicklung der Kinder- und Jugendhilfe: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung von der frühen Jugendfürsorge über den Einfluss des Nationalsozialismus bis hin zur Etablierung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes nach.
3. Organisation der Sozialpädagogischen Familienhilfe: Hier werden die rechtlichen Grundlagen, die Rolle der Fachkräfte, die Zielgruppen sowie die Träger- und Finanzierungsstrukturen der SPFH erläutert.
4. Methodisches Handeln: Dieses Kapitel detailliert die praktischen Methoden der SPFH, insbesondere das Hilfeplanverfahren und die sozialpädagogische Familiendiagnose als zentrale Instrumente der Fallarbeit.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der SPFH als unverzichtbare ambulante Erziehungshilfe zusammen und betont die Notwendigkeit ihrer qualitätsorientierten Weiterentwicklung.
Schlüsselwörter
Sozialpädagogische Familienhilfe, SPFH, Kinder- und Jugendhilfe, SGB VIII, Hilfeplanverfahren, Familiendiagnose, Erziehungshilfe, Kindeswohl, Sozialpädagogik, Lebensweltorientierung, Hilfe zur Erziehung, Jugendamt, Fallarbeit, Professionalität, Familienintervention
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH), ihrer historischen Entstehung, ihrer organisatorischen Verankerung im deutschen Sozialsystem und den methodischen Ansätzen zur Unterstützung von Familien in Krisensituationen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themenfelder umfassen die Geschichte der Jugendhilfe, rechtliche Rahmenbedingungen wie das SGB VIII, das Hilfeplanverfahren, die professionelle Rolle der FamilienhelferInnen sowie die Anwendung diagnostischer Verfahren zur Erzielung nachhaltiger Hilfeerfolge.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel besteht darin, darzustellen, wie die SPFH methodisch und organisatorisch so gestaltet ist, dass sie Familien in schwierigen Lebenslagen effektiv unterstützen und Kindeswohlgefährdungen vorbeugen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der systematischen Aufarbeitung bestehender Theorien, Gesetzesgrundlagen und fachlicher Konzepte zur Sozialpädagogischen Familienhilfe.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die historische Entwicklung der Kinder- und Jugendhilfe, die organisationale Struktur der SPFH sowie konkrete methodische Vorgehensweisen, namentlich das Hilfeplanverfahren und die sozialpädagogische Familiendiagnose, detailliert beschrieben.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sozialpädagogische Familienhilfe, Hilfeplanverfahren, Familiendiagnose, Erziehungshilfe, Kindeswohl und SGB VIII charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die SPFH von anderen Erziehungshilfen laut dem Dokument?
Die SPFH zeichnet sich durch ihre aufsuchende Form aus, bei der die Familie in ihrem eigenen Lebensraum unterstützt wird, um Defizite anzugehen und die Selbsthilfekompetenzen innerhalb des gesamten Familiensystems zu stärken.
Welche Rolle spielt das Hilfeplanverfahren bei der Durchführung der Hilfe?
Das Hilfeplanverfahren dient als zentrales steuerndes Instrument, das Transparenz schafft, die Beteiligung der Familie sicherstellt und die Qualität sowie Zielgenauigkeit der Hilfeleistungen für das Jugendamt dokumentiert.
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- Anonym (Author), 2021, Familienhilfe. Ihre Geschichte, Organisation und Methoden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1146214