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Wirtschaftsintegration Lateinamerika: Von der Importsubstitutionspolitik zur offenen regionalen Integration

Herausforderungen und Chancen lateinamerikanischer Wirtschaftsbündnisse anhand der Beispiele MERCOSUR und Andengemeinschaft

Title: Wirtschaftsintegration Lateinamerika: Von der Importsubstitutionspolitik zur offenen regionalen Integration

Seminar Paper , 2006 , 43 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Mag Stefan Fersterer (Author)

Politics - Topic: International Organisations
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich thematisch mit den regionalen und
subregionalen Integrationsbestrebungen der lateinamerikanischen Länder. Beginnend
mit der 1. Wirtschaftsintegrationsphase der 60-er und 70-er Jahre zeichnet sie
hauptsächlich den Weg und das Scheitern der ALALC (Lateinamerikanische Freihandelsvereinigung)
nach und erläutert den wirtschaftspolitischen Paradigmenwechsel,
der nach der Schuldenkrise der 80-er Jahre zum Wiedererstarken der Integrationssysteme
geführt hat.
Behandelt werden weiters das Konzept und die Ziele der 2. Integrationsphase ab den
1990-er Jahren, wobei bei der Evaluation das Augenmerk im Wesentlichen auf die
beiden dominanten südamerikanischen Wirtschaftsbündnisse, MERCOSUR und Andengemeinschaft,
gelegt wird. Diese Einschränkung wird einerseits vorgenommen,
um den Rahmen der Arbeit zu begrenzen und andererseits deshalb, weil diese bei-
den Integrationssysteme Parallelen und Überschneidungen aufweisen und sich daher
für einen Vergleich gut eignen.
Als besonders essentiell erachte ich es, Erfolge bzw. Hindernisse und Schwierigkeiten
der Wirtschaftskooperationen zu eruieren, um anschließend auf generelle Stärken
und Schwächen von lateinamerikanischen Integrationsbündnissen schließen zu
können.
Konkreter gefasst, konzentriert sich diese Seminararbeit auf die Beantwortung der
folgenden forschungsleitenden Fragestellung:
1. Welche besonderen Merkmale weisen die derzeitigen lateinamerikanischen Integrationsprozesse
auf?
2. Welche Herausforderungen können daraus für die Zukunft abgeleitet werden und
wie könnten etwaige Mängel beseitigt werden?
In Anlehnung an diese zentrale Fragestellung stellt sich der Aufbau der Arbeit folgendermaßen
dar:
Das erste, auf die Einleitung folgende Kapitel (II) widmet sich der Definition von zentralen
Begriffen, indem der Terminus „Lateinamerika“ und die verschiedenen „wirtschaftlichen
Integrationsstufen“ erläutert werden.
Darauf aufbauend folgt in Teil III die Behandlung der 1. lateinamerikanischen Integrationsphase,
wobei hier schwerpunktmäßig auf die Import-Substitutionslogik der
ALALC und die Ursachen für ihren Misserfolg eingegangen wird.
In Kapitel IV werden die Logik und die Motive für den „offenen Regionalismus“ behandelt,
der sich seit den 1990-er Jahren durchgesetzt hat. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. DEFINITION ZENTRALER BEGRIFFE

2.1. LATEINAMERIKA

2.2. GLOBALISIERUNG ANHAND VERSCHIEDENER STUFEN DER WIRTSCHAFTSINTEGRATION

III. LATEINAMERIKANISCHE INTEGRATION (1)

3.1. ALALC UND ALADI

3.2. START WEITERER INTEGRATIONSPROJEKTE

3.3. DAS SCHEITERN DER 1. INTEGRATIONSPHASE

IV. LATEINAMERIKANISCHE INTEGRATION (2)

4.1. DAS KONZEPT DER „OFFENEN INTEGRATION“

4.2. MOTIVE FÜR DEN START DER 2. INTEGRATIONSPHASE

V. MERCOSUR (MERCADO COMÚN DEL SUR)

5.1. ENTSTEHUNG UND MITGLIEDER

5.2. ZIELE DES MERCOSUR

5.3. BISHERIGE ERFOLGE DES MERCOSUR

5.4. SCHWIERIGKEITEN AUF DEM WEG ZUR INTEGRATION

a) Ankündigung vs. Realität

b) Defizite und Disparitäten im intraregionalen Handel

c) Strategische Interessensgegensätze

d) Prinzipielles Dilemma

VI. DIE ANDENGEMEINSCHAFT (COMUNIDAD ANDINA CAN)

6.1. ENTSTEHUNG & ZIELE

6.2. STÄRKEN UND ERFOLGE

6.3. SCHWÄCHEN UND HINDERNISSE

VII. FTAA & EU - EXTERNE KONKURRENTEN ODER WICHTIGE PARTNER?

7.1. DAS PROJEKT EINER GESAMTAMERIKANISCHEN FREIHANDELSZONE (FTAA/ALCA)

7.2. ASSOZIATIONSVERHANDLUNGEN MIT DER EU AM BEISPIEL DES MERCOSUR

VIII. ABSCHLUSSBEMERKUNGEN

8.1. INSTABILITÄT DER POLITISCHEN UND WIRTSCHAFTLICHEN SYSTEME

8.2. SCHWACHE INSTITUTIONEN

8.3. MAKROÖKONOMISCHE ZUSAMMENARBEIT

8.4. ANSPRUCH VS. WIRKLICHKEIT

8.5. ZIVILGESELLSCHAFTLICHE EINBINDUNG UND SOZIALE KLUFT

8.6. EXTERNE BEZIEHUNGEN

8.7. CHANCE: DIENSTLEISTUNGEN

8.8. GEFAHR DES AUSEINANDERDRIFTENS?

8.9. FEHLEN EINER GROßEN VISION ODER VERTIEFUNG DER BESTEHENDEN PROZESSE?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung regionaler und subregionaler Wirtschaftsintegrationsprozesse in Lateinamerika, wobei der Schwerpunkt auf den Bündnissen MERCOSUR und Andengemeinschaft liegt. Ziel ist es, die Merkmale der Integrationsmodelle zu analysieren, ihre Erfolge und Hindernisse zu bewerten sowie zukünftige Herausforderungen vor dem Hintergrund der globalen Wirtschaftsentwicklung und der Beziehungen zu externen Akteuren wie der EU und den USA zu identifizieren.

  • Historische Entwicklung der lateinamerikanischen Integration (von Importsubstitution zum offenen Regionalismus)
  • Vergleichende Analyse von MERCOSUR und Andengemeinschaft
  • Strukturelle Defizite und institutionelle Schwächen der Integrationsbündnisse
  • Außenpolitische Dimension: FTAA-Verhandlungen und Assoziationsgespräche mit der EU

Auszug aus dem Buch

4.1. Das Konzept der „offenen Integration“

Nachdem Lateinamerika, enttäuscht vom weitgehenden Misserfolg des „alten Regionalismus“ und zurückgeworfen durch die „verlorene Dekade“ der 80-er Jahre, langsam wieder auf den demokratischen Weg zurückgefunden hatte, verstärkten sich die Rufe nach einer neuen Art der wirtschaftspolitischen Kooperation zwischen den Staaten.

Da die Abschottung vom Weltmarkt und die Beschränkung der Integrationsbestrebungen auf eine importsubstituierte Industrieproduktion letztlich nicht im erhofften Maße fruchteten, setzte man ab Beginn der 90-er Jahre auf einen auf Offenheit orientierten Ansatz.

Das Konzept des offenen Regionalismus sollte laut CEPAL erreichen, dass intraregionale Kooperation und Integration maßgeblich zur Entwicklung der Region beiträgt und darüber hinaus den Wandel der Produktionsstrukturen vorantreibt. In diesem Kontext sollte die Integration an den spezifischen Zielen der Stärkung der Einbindung der Länder in die internationale Wirtschaft, der Förderung der Verbindung produktiver Strukturen und der Stimulierung der kreativen Interaktion zwischen öffentlichen und privaten Akteuren orientiert sein.

Zur gleichen Zeit sollte die neue Integrationslogik – außer sich in Übereinstimmung mit den Zielen der nationalen Wirtschaftspolitiken und Entwicklungsstrategien zu befinden – einerseits Netto-Gewinne für alle teilnehmenden Länder bringen, andererseits sowohl von nationalen politischen Projekten und als auch von den verschiedenen Bevölkerungsschichten getragen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Darstellung der Ausgangslage nach dem Amerika-Gipfel 2005 und Definition der Forschungsfrage.

II. DEFINITION ZENTRALER BEGRIFFE: Erläuterung des Begriffs Lateinamerika sowie der ökonomischen Stufen der Wirtschaftsintegration.

III. LATEINAMERIKANISCHE INTEGRATION (1): Analyse des Scheiterns der ALALC und der frühen Integrationsversuche der 60er/70er Jahre.

IV. LATEINAMERIKANISCHE INTEGRATION (2): Vorstellung des Paradigmenwechsels hin zum Konzept des offenen Regionalismus ab den 1990er Jahren.

V. MERCOSUR (MERCADO COMÚN DEL SUR): Detaillierte Betrachtung der Entstehung, Ziele und Erfolge sowie der internen Krisen des MERCOSUR.

VI. DIE ANDENGEMEINSCHAFT (COMUNIDAD ANDINA CAN): Evaluierung der Ziele, Stärken und strukturellen Schwächen der Andengemeinschaft.

VII. FTAA & EU - EXTERNE KONKURRENTEN ODER WICHTIGE PARTNER?: Diskussion der außenpolitischen Beziehungen zu den USA (FTAA) und zur Europäischen Union.

VIII. ABSCHLUSSBEMERKUNGEN: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage durch Identifikation zentraler Mängel und künftiger Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Lateinamerika, Wirtschaftsintegration, MERCOSUR, Andengemeinschaft, Offener Regionalismus, FTAA, Europäische Union, Handelspolitik, Subregionale Integration, Protektionismus, Außenwirtschaft, Demokratisierung, Institutionelle Stärkung, Assoziierungsabkommen, Globalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der lateinamerikanischen Wirtschaftsintegrationsprozesse von den 1960er Jahren bis in die 2000er Jahre.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Wandel vom „alten“ zum „offenen“ Regionalismus, die Funktionsweise von Bündnissen wie MERCOSUR und der Andengemeinschaft sowie die geopolitischen Interessen im FTAA-Projekt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Identifikation der Merkmale heutiger Integrationsprozesse sowie die Ableitung von Herausforderungen und Lösungsansätzen für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Region.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse auf Basis aktueller Fachliteratur und Berichte internationaler Organisationen wie der ECLAC.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Phasen der Integration, die spezifischen Modelle MERCOSUR und Andengemeinschaft sowie die externen Handelsbeziehungen zu den USA und der EU.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Wirtschaftsintegration, MERCOSUR, offener Regionalismus, FTAA, Außenabhängigkeit und institutionelle Stabilität.

Warum wird der MERCOSUR als bedeutender als die Andengemeinschaft eingestuft?

Der MERCOSUR umfasst mehr Einwohner, besitzt ein höheres Bruttoinlandsprodukt und verfügt über ein größeres politisches Gewicht auf der internationalen Bühne.

Welche Rolle spielt die EU in den lateinamerikanischen Integrationsbemühungen?

Die EU wird sowohl als wichtiger Handelspartner als auch als geostrategisches Gegengewicht zu den USA betrachtet, wobei die Verhandlungen durch Asymmetrien und Agrarprotektionismus erschwert werden.

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Details

Title
Wirtschaftsintegration Lateinamerika: Von der Importsubstitutionspolitik zur offenen regionalen Integration
Subtitle
Herausforderungen und Chancen lateinamerikanischer Wirtschaftsbündnisse anhand der Beispiele MERCOSUR und Andengemeinschaft
College
University of Salzburg  (Institut für Politikwissenschaften)
Course
Internationale Organisationen und Regime
Grade
1,0
Author
Mag Stefan Fersterer (Author)
Publication Year
2006
Pages
43
Catalog Number
V114622
ISBN (eBook)
9783640162055
ISBN (Book)
9783640163908
Language
German
Tags
Wirtschaftsintegration Lateinamerika Importsubstitutionspolitik Integration Internationale Organisationen Regime
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag Stefan Fersterer (Author), 2006, Wirtschaftsintegration Lateinamerika: Von der Importsubstitutionspolitik zur offenen regionalen Integration, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114622
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