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Die Soziolinguistik

Title: Die Soziolinguistik

Seminar Paper , 1994 , 20 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Simone Ernst (Author)

Romance Studies - Interdisciplinary
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Summary Excerpt Details

Diese Seminararbeit gibt eine Einführung in die sprachwissenschaftliche Disziplin der Soziolinguistik mit vielen konkreten Anwendungsbeispielen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung:Was ist Soziolinguistik?

Hauptteil:

1. Womit beschäftigt sich die Soziolinguistik?

1.1. Gegenstandsbereiche der französischen Soziolinguistik

2. Problemstellung

3. Wissenschaftsgeschichte

3.1. Soziolinguistik in Nordamerika

3.2. Soziolinguistik in England

3.3. Soziolinguistische Sonderentwicklung in Frankreich

4. Sprache und Generationen am Beispiel des Französischen

4.1. Altersspezifische Varietäten

4.2. Kommunikation zwischen verschiedenen Altersgruppen

Schlußteil: Perspektiven

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Konzepte und Anwendungsfelder der Soziolinguistik, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der spezifischen Entwicklung dieser Disziplin im französischen Kontext sowie dem Zusammenhang zwischen sprachlichen Varietäten und Generationen liegt.

  • Grundlagen der soziolinguistischen Disziplin und Definition des Forschungsfeldes.
  • Wechselwirkungen zwischen Sprache und Gesellschaft.
  • Wissenschaftsgeschichtliche Vergleiche zwischen den USA, England und Frankreich.
  • Analyse sprachlicher Phänomene in Bezug auf Alter und Generationen.
  • Identitätsstiftende Funktionen von Sprache innerhalb sozialer Gruppen.

Auszug aus dem Buch

3.1. Soziolinguistik in Nordamerika

Die USA mit ihren vielen ethnischen und somit auch sprachlichen Minderheiten bieten sich als soziolinguistisches Forschungsgebiet geradezu an. Für Wissenschaftler besonders interessant ist die Frage, warum einige kleinere und auch größere Einwanderungsgruppen ihre Muttersprache nach einer oder spätestens nach drei Generationen aufgeben, andere sie jedoch beharrlich bewahren. In diesem Zusammenhang spricht Joshua Fishman von language shift, also die Aufgabe der Sprache, und language maintenance (=Beibehaltung der Sprache). In "Language Loyality in the United States" gibt Fishman verschiedene ausschlaggebende Faktoren für die Aufrechterhaltung einer Sprache an.

Seiner Meinung nach sind vor allem bestimmte Wertvorstellungen (attitudes), die von denen der amerikanischen Gesellschaft abweichen, maßgeblich dafür, daß sich eine Minderheitengruppe durch Sprache von der Gesellschaft abgrenzt. Hierbei nimmt vor allem die Rolle der Religionsgemeinschaften einen wesentlichen Stellenwert ein. Für die ethnischen Minderheiten ist die Aufrechterhaltung der Muttersprache ein Zeichen der sozialen Desintegration und Solidarität untereinander. Die beiden größten Gruppen, die sich auch heute noch deutlich von der sprachlich homogenisierten Standardbevölkerung abheben, sind nach Schlieben-Lange Hispanics und Schwarze. Aud diesem Grunde gerieten diese auch in den Mittelpunkt soziolinguistischer Forschung.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung:Was ist Soziolinguistik?: Diese Einleitung definiert Soziolinguistik als junge Disziplin, die die Verflechtung von Sprache und sozialer Struktur untersucht, wobei auch die theoretischen Grundlagen nach de Saussure beleuchtet werden.

1. Womit beschäftigt sich die Soziolinguistik?: Hier wird das Spektrum der Disziplin dargestellt, von sozialen Schichten und Sprachcodes bis hin zu regionalen Varietäten und dem Sprachgebrauch in spezifischen Institutionen.

1.1. Gegenstandsbereiche der französischen Soziolinguistik: Dieses Kapitel thematisiert die Analyse diatopischer Varietäten in Frankreich und den Einfluss des zentralistischen Staatsverständnisses auf den Status regionaler Sprachen.

2. Problemstellung: Es wird die philosophische Gleichursprünglichkeit von Sprache und Gesellschaft erörtert und untersucht, wie beide einander wechselseitig bedingen.

3. Wissenschaftsgeschichte: Ein Überblick über die Entstehung der Soziolinguistik als Teildisziplin in den 1960er Jahren, unterteilt in die Entwicklungen in Nordamerika, England und Frankreich.

3.1. Soziolinguistik in Nordamerika: Untersuchung der Faktoren für Sprachbeibehaltung oder Sprachaufgabe bei Minderheiten in den USA, insbesondere unter Berücksichtigung von Einwanderergruppen.

3.2. Soziolinguistik in England: Vorstellung der Hypothesen Basil Bernsteins zu elaborierten und restringierten Sprachcodes und deren soziale sowie rollentheoretische Implikationen.

3.3. Soziolinguistische Sonderentwicklung in Frankreich: Analyse der Gründe, warum die Soziolinguistik in Frankreich aufgrund von Strukturalismus und politischer Ideologisierung einen anderen Weg einschlug als im anglo-amerikanischen Raum.

4. Sprache und Generationen am Beispiel des Französischen: Betrachtung generationsbedingter Sprachunterschiede als soziales Phänomen und Einordnung von Altersgruppen als soziolinguistische Variablen.

4.1. Altersspezifische Varietäten: Fokus auf die Sprache der Jugend als Abgrenzungs- und Identitätsmerkmal gegenüber der Erwachsenenwelt.

4.2. Kommunikation zwischen verschiedenen Altersgruppen: Untersuchung von Machtverhältnissen und Kommunikationsformen wie der Ammensprache oder der Lehrer-Schüler-Interaktion.

Schlußteil: Perspektiven: Fazit zur Notwendigkeit einer praxisorientierten Soziolinguistik, die besonders zur Integration ethnischer Minderheiten beitragen sollte.

Schlüsselwörter

Soziolinguistik, Sprache, Gesellschaft, Frankreich, Sprachvarietäten, Generationen, Basil Bernstein, Minderheiten, Sprachcodes, Identität, Sprachentwicklung, Sprachgeographie, Dialektologie, Altersspezifische Sprache, Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine Einführung in die Soziolinguistik, erläutert deren Forschungsbereiche und beleuchtet die wechselseitige Abhängigkeit von Sprache und Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen, die Wissenschaftsgeschichte im internationalen Vergleich sowie die Untersuchung von Sprache in Bezug auf soziale Schichten und Altersgruppen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die soziolinguistische Perspektive auf das Französische zu veranschaulichen und aufzuzeigen, wie Sprachforschung zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender soziolinguistischer Theorien, wie etwa der Bernsteinhypothesen oder sprachgeschichtlicher Ansätze, um diese auf den französischen Kontext anzuwenden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Fachbereichs, die internationale Wissenschaftsgeschichte, die Sonderstellung Frankreichs sowie die Analyse sprachlicher Unterschiede zwischen Generationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Soziolinguistik, soziale Schichtung, Sprachcodes, Minderheitenforschung, Generationenkonflikt und Identitätsfunktion.

Wie unterscheidet sich die Entwicklung der Soziolinguistik in Frankreich von den USA?

Während in den USA ein pragmatischer Ansatz zur sozialen Integration von Minderheiten dominierte, war die französische Entwicklung stark vom Strukturalismus und einer zentralistischen Sprachpolitik geprägt.

Welche Rolle spielt die Sprache der Jugend in der Argumentation der Autorin?

Die Jugendsprache wird als Ausdruck eines Generationenkonflikts und als Mittel zur Identitätsbildung durch Abgrenzung von der Erwachsenenwelt analysiert.

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Details

Title
Die Soziolinguistik
College
University of Paderborn  (Romanistik)
Course
Einführung in die romanische Sprachwissenschaft
Grade
sehr gut
Author
Simone Ernst (Author)
Publication Year
1994
Pages
20
Catalog Number
V11462
ISBN (eBook)
9783638176200
ISBN (Book)
9783638757454
Language
German
Tags
Soziolinguistik Einführung Sprachwissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simone Ernst (Author), 1994, Die Soziolinguistik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11462
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