Diese Arbeit beleuchtet die Problematik des Mobbings am Arbeitsplatz und dessen Folgen. Strategien zur Lösung und Vermeidung von Mobbing werden weiterhin aufgezeigt.
Für die meisten Menschen trägt die Arbeit einen großen Stellenwert im Leben. Einflussfaktoren wie hohes Gehalt, gute Position sowie Selbstbestimmung und sozialer Frieden tragen erheblich zu der Zufriedenheit und der Erfüllung im Leben bei. Doch jede Person, die einen Beruf ausgeübt beziehungsweise Erfahrungen im Arbeitsleben gesammelt hat weiß, dass kleine Streitigkeiten mit Kollegen oder Differenzen mit Vorgesetzten nicht selten vorkommen. Demnach kann sich die Arbeit nicht nur in positiver, sondern auch in negativer Form auf den Menschen auswirken. Die Reaktionen der Mitarbeiter auf derartige Situationen sind jedoch sehr unterschiedlich. Überall dort, wo Menschen mit unterschiedlichen Auffassungen, Meinungen und Interessen aufeinanderstoßen, entstehen Konflikte.
In einer Zeit, in der Unternehmenserfolge nicht mehr allein über technologische Entwicklungen, sondern vielmehr durch die Qualität der Mitarbeiter erzielt werden, treten die Entwicklung und die psychosoziale Befindlichkeit des einzelnen Mitarbeiters in den Vordergrund. Nicht jede kleine Streitigkeit oder Auseinandersetzung hat Mobbing zur Folge. Gerade im deutschsprachigen Raum wird mit der Verwendung dieses Begriffs häufig leichtfertig umgegangen. Es ist bereits zu einer Art Modewort herangewachsen, das seinen Gebrauch oftmals in falschem Kontext findet.
Jeder, unabhängig vom Geschlecht oder Bildungsstand, kann zur Zielscheibe werden.
Vor dem Hintergrund dieser Problematik und der daraus resultierenden Folgen, möchte ich auf das Thema Mobbing am Arbeitsplatz eingehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffserklärung „Mobbing“
3. Ursachen von Mobbing
3.1 Gesellschaftliche Ursache
3.2 Personenbedingte Ursachen
3.3 Betriebliche Ursachen
4. Auswirkungen von Mobbing
4.1 Psychische und physische Auswirkungen
4.2 Auswirkungen auf das Privatleben
4.3 Folgen für den Betrieb
5. Maßnahmen gegen Mobbing
5.1 Präventionsmaßnahmen
5.2 Interventionsmaßnahmen
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Mobbing am Arbeitsplatz, analysiert dessen vielfältige Ursachen sowie die psychischen, physischen und betriebswirtschaftlichen Folgen und leitet daraus präventive sowie interventive Strategien zur Konfliktbewältigung ab.
- Definition und wissenschaftliche Einordnung des Begriffs Mobbing
- Analyse gesellschaftlicher, personeller und betrieblicher Ursachenfelder
- Untersuchung der Auswirkungen auf das Individuum und das Unternehmen
- Strategien zur Mobbing-Prävention im betrieblichen Kontext
- Interventionsmöglichkeiten bei bestehenden Mobbingfällen
Auszug aus dem Buch
Begriffserklärung „Mobbing“
Um den Begriff des Mobbings zu verstehen und richtig einzuordnen, betrachten wir erst das Wort „Mobbing“ an sich. Herleiten kann man „Mobbing“ aus dem Englischen von dem Wort mob bzw. dem Verb to mob, was so viel bedeutet wie Pöbel, Gesindel, bedrängen, belagern. Heinz Leymann formuliert in seinem Buch Mobbing - Psychoterror am Arbeitsplatz und wie man sich dagegen wehren kann folgende allgemeine Definition: „Der Begriff Mobbing beschreibt negative kommunikative Handlungen, die gegen eine Person gerichtet sind (von einer oder mehreren anderen) und die sehr oft und über einen längeren Zeitraum hinaus vorkommen und damit die Beziehung zwischen Täter und Opfer kennzeichnen.“
Im Jahr 1995 wurde diese allgemeine Definition von ihm durch eine weitere Definition von Mobbing am Arbeitsplatz erweitert: „Unter Mobbing wird eine konfliktbelastete Kommunikation am Arbeitsplatz unter Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Untergebenen verstanden, bei der die angegriffene Person unterlegen ist und von einer oder einigen Personen systematisch, oft und während längerer Zeit mit dem Ziel oder Effekt des Ausstoßes aus dem Arbeitsverhältnis direkt oder indirekt angegriffen wird und dies als Diskriminierung empfindet.“
Aus diesen Definitionen wird deutlich, dass der Begriff des Mobbings negativ besetzt ist. Es handelt sich um langfristigen Psychoterror mit dem Ziel eine Person psychisch und physisch zu schädigen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Diese Einführung erläutert den Stellenwert der Arbeit und definiert die Relevanz des Themas Mobbing im Kontext moderner Unternehmenskultur.
Begriffserklärung „Mobbing“: Dieses Kapitel liefert eine wissenschaftliche Fundierung durch die Definitionen von Experten wie Heinz Leymann und Einarsen/Raknes.
Ursachen von Mobbing: Die Untersuchung betrachtet gesellschaftliche Rahmenbedingungen, individuelle Eigenschaften und betriebliche Strukturen als potenzielle Auslöser.
Auswirkungen von Mobbing: Hier werden die gesundheitlichen, privaten und wirtschaftlichen Konsequenzen für die betroffenen Personen und den Betrieb dargelegt.
Maßnahmen gegen Mobbing: Dieses Kapitel stellt Instrumente zur Vorbeugung sowie konkrete Interventionsstrategien wie Mediation und Supervision vor.
Fazit: Die Zusammenfassung unterstreicht die Notwendigkeit permanenter Überwachung des Betriebsklimas und der präventiven Aufklärung.
Schlüsselwörter
Mobbing, Psychoterror, Arbeitsplatz, Konfliktmanagement, Prävention, Intervention, Arbeitsklima, Supervision, Mediation, Betriebliche Gesundheit, Unternehmenskultur, Personalführung, Mobbingopfer, Mobbingtäter, Stressbelastung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Phänomen Mobbing als ernstzunehmende Störung im Arbeitsumfeld und untersucht dessen Entstehung sowie Handlungsmöglichkeiten für Unternehmen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit gliedert sich in die Bereiche Definition, Ursachenforschung, Auswirkungen auf Individuum und Betrieb sowie Maßnahmen zur Prävention und Intervention.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für Mobbing zu schaffen und aufzuzeigen, wie durch gezielte Strategien Konflikte vermieden oder gelöst werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Auswertung einschlägiger Fachliteratur und existierender Definitionen zur Mobbingforschung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden detailliert die verschiedenen Mobbingursachen, die Folgen für die Gesundheit der Betroffenen und die Kosten für Unternehmen sowie konkrete Schutzmaßnahmen erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Mobbing, Psychoterror, Prävention, Intervention, Betriebsklima und soziale Verantwortung beschreiben.
Warum spielt der Führungsstil bei der Mobbingprävention eine Rolle?
Ein autoritärer Führungsstil und unklare Hierarchien können Konflikte begünstigen, während ein kooperativer Führungsstil und Mitentscheidungsmöglichkeiten zu einem besseren Arbeitsklima führen.
Gibt es in Deutschland ein spezielles Gesetz gegen Mobbing?
Nein, ein explizites Mobbing-Gesetz existiert bisher nicht, jedoch greifen hier das Grundgesetz bezüglich der Menschenwürde und die allgemeine Fürsorgepflicht des Arbeitgebers.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Mobbing am Arbeitsplatz. Ursachen, Folgen und Präventionsmaßnahmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1146371