Im frühen Englischunterricht ist es wichtig, dass die Kinder bei ihrem prinzipiellen Bedürfnis nach Kommunikation und ihrer positiven Haltung gegenüber Sprachen abgeholt werden. Hierbei lernen sie rezeptive, produktive und interaktive Strategien kennen, die es ihnen ermöglichen, sich zunehmend verständlich zu machen und englische Anweisungen und Inhalte zu verstehen. Hierfür müssen den Kindern geeignete und abwechslungsreiche Sprachangebote im Unterricht gemacht werden.
In der beschriebenen Stunde soll folgendes Grobziel erreicht werden:
Die Kinder lernen die neuen Wörter hinsichtlich ihres Klangbildes, der Bedeutung und der Aussprache kennen, indem sie die Wörter im Kontext hören, diese nachsprechen und in Sprachspielen anwenden.
Unter diesem Grobziel lassen sich noch weitere Teilziele fördern:
Die Kinder können englischsprachigen Anweisungen der Lehrkraft folgen, indem sie auf Mimik und Gestik achten und darauf adäquat reagieren.
Die Kinder können der Erzählung der Lehrkraft folgen und zeigen ihr Hör- und Sehverstehen, indem sie die neuen Wörter pantomimisch darstellen.
Die Kinder festigen die Bedeutung und Aussprache der neuen Wörter, indem sie diese produktiv in Sprachspielen anwenden.
Die Kinder können in der Zielsprache interagieren, indem sie sich mithilfe der Sprachstruktur „Do you like…?“ gegenseitig zu den einzelnen Zootieren befragen.
Inhaltsverzeichnis
1. Ausgangslage des Unterrichts
1.1 Institutionelle Bedingungen
1.2 Anthropologische Bedingungen
1.2.1 Reflexion der Lerngruppe
1.2.2 Sachstruktureller Entwicklungsstand
1.2.3 Beschreibung einzelner Kinder
2. Sachanalyse
2.1 Wortschatzarbeit
2.2 Ausgewählte Zootiere
3. Didaktische Analyse
4. Zu erreichende Ziele und Kompetenzen
4.1 Bezug zum Bildungsplan
4.2 Ziele
5. Methodische Überlegungen
5.1 Warming up
5.2 Sprachaufnahme
5.3 Sprachverarbeitung
5.4 Sprachanwendung & Abschluss
6. Unterrichtsskizze
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit widmet sich der systematischen Einführung eines neuen englischen Wortschatzes zum Thema "Zoo animals" in einer zweiten Grundschulklasse. Ziel ist es, den Schülern die neuen Begriffe methodisch vielfältig und handlungsorientiert zu vermitteln, wobei der Fokus auf dem Aufbau rezeptiver, produktiver und interaktiver Kompetenzen innerhalb eines motivierenden, lebensweltnahen Kontexts liegt.
- Systematische Wortschatzarbeit und Semantisierungstechniken
- Handlungsorientierter Fremdsprachenunterricht durch "Total Physical Response"
- Einsatz von ritualisierten Einstiegen und motivierenden Hilfsmitteln wie Handpuppen
- Förderung der mündlichen Interaktion durch partnerzentrierte Sprachspiele
Auszug aus dem Buch
2.1 Wortschatzarbeit
Die Wortschatzarbeit im Englischunterricht der Grundschule erfolgt systematisch und orientiert sich an grundlegenden Prinzipien, um die Kinder bei der Semantisierung der neuen Wörter zu unterstützen. Die Kinder sollen sowohl die Form (Aussprache, Orthographie), die Bedeutung als auch den Gebrauch des Wortmaterials in unterschiedlichen Kontexten beherrschen können.
Zu diesen grundlegenden Prinzipien der Wortschatzvermittlung gehört, dass die zu erlernenden Wörter nicht isoliert, sondern in sinnhaften Wortfeldern angeboten werden. Dabei ist zu beachten, dass die Wortfelder bzw. Themengebiete aus der unmittelbaren Lebens- und Erfahrungswelt der Kinder hervorgehen. Dadurch werden die Wörter persönlich bedeutsam. Des Weiteren sollte drauf geachtet werden, dass der neue Wortschatz emotional ansprechend dargeboten wird und möglichst verschiedene Wahrnehmungskanäle anspricht. Durch dieses multisensorische Lernen können Wörter besser und vor allem nachhaltiger im mentalen Lexikon gespeichert werden.
Die Wortschatzarbeit lässt sich in vier aufeinanderfolgende Phasen unterteilen. Zu Beginn wird der neue Wortschatz eingeführt. Hierbei gilt es darauf zu achten, dass die Lehrkraft geeignete Wörter für die jeweilige Lerngruppe auswählt. In der fachdidaktischen Literatur wird in diesem Zusammenhang von der Lernlast, also dem Schwierigkeitsgrad, eines Wortes gesprochen. Entscheidungskriterien sind beispielsweise die Wortlänge, die Ähnlichkeit zum Deutschen und bekannte Anglizismen. Bei der Präsentation des neuen Wortschatzes gibt es zahlreiche Semantisierungstechniken, die bei der Bedeutungsvermittlung hilfreich sind. Semantisierung durch Gegenstände, Bilder, Mimik und Gestik, Erschließung aus dem Kontext und Vormachen sind nur einige Beispiele.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Ausgangslage des Unterrichts: Analyse der institutionellen Rahmenbedingungen der Schule sowie der anthropologischen Voraussetzungen der Lerngruppe.
2. Sachanalyse: Theoretische Fundierung der Wortschatzarbeit und detaillierte fachliche Informationen zu den im Unterricht behandelten Zootieren.
3. Didaktische Analyse: Begründung der Themenwahl sowie Einordnung der Unterrichtsstunde in den Bildungsplan unter Berücksichtigung der kindgemäßen Lernbedürfnisse.
4. Zu erreichende Ziele und Kompetenzen: Definition von Grob- und Teilzielen, die auf die kommunikativen Strategien und sprachlichen Mittel der Kinder abzielen.
5. Methodische Überlegungen: Detaillierte Darstellung der Unterrichtsphasen von der Begrüßung bis zum Abschluss unter Einsatz spezifischer methodischer Verfahren.
6. Unterrichtsskizze: Zusammenfassende tabellarische Übersicht des zeitlichen Ablaufs, der Sozialformen und der eingesetzten Medien.
Schlüsselwörter
Englischunterricht, Grundschule, Wortschatzarbeit, Semantisierung, Zootiere, Handlungs- und Spielorientierung, Kommunikative Strategien, Hörverstehen, Sprachproduktion, Multisensorisches Lernen, Total Physical Response, Didaktische Analyse, Sprachspiele, Interaktion, Lehrkraft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterrichtsplanung grundsätzlich?
Die Arbeit beschreibt die methodische Konzeption und Durchführung einer Englischstunde in einer zweiten Grundschulklasse, in der ein neuer Wortschatz zum Thema "Zoo animals" eingeführt wird.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der systematischen Wortschatzvermittlung, der didaktischen Begründung von Sprachlernprozessen und der praktischen Umsetzung durch handlungs- und spielorientierte Methoden.
Welches primäre Ziel verfolgt die geplante Unterrichtseinheit?
Das Hauptziel ist, dass die Kinder die neuen Wörter hinsichtlich ihrer Aussprache und Bedeutung in einem situativen Kontext erfassen und diese in Sprachspielen aktiv anwenden können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden Ansätze des multisensorischen Lernens sowie Prinzipien der "Total Physical Response" genutzt, um den Wortschatz durch Mimik, Gestik und körperliche Bewegung nachhaltig im Langzeitgedächtnis zu verankern.
Welche inhaltlichen Schwerpunkte deckt der Hauptteil ab?
Der Hauptteil analysiert die fachdidaktischen Grundlagen, erläutert die Bedeutung der Wortschatzarbeit in vier Phasen und beschreibt die konkrete methodische Umsetzung in der Klasse.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich diese Arbeit am besten charakterisieren?
Die wichtigsten Schlagworte sind Englischunterricht, Grundschule, Wortschatzarbeit, Semantisierung, Zootiere und handlungsorientiertes Lernen.
Welche Rolle spielt die Handpuppe "Toby" im Unterrichtsgeschehen?
Toby dient als motivierendes Element, das den Kindern neue Sprachstrukturen in einem dialogischen Kontext näherbringt und als "Person" den Sprachanwendungsphasen einen realen Bezugsrahmen gibt.
Wie wird mit Schülern umgegangen, die Schwierigkeiten beim Verständnis haben?
Die Lehrkraft setzt verstärkt auf nonverbale Hilfsmittel wie Mimik, Gestik und den situativen Kontext sowie auf Partnerarbeit, in der sich Kinder gegenseitig stützen können.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2015, Wortschatzeinführung "Zoo animals" in der Grundschule (2. Klasse Englisch), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1146430