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Das Overstolzenbuch. Familienbücher im Spätmittelalter

Title: Das Overstolzenbuch. Familienbücher im Spätmittelalter

Term Paper , 2007 , 12 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Martin Wiertel (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Familienbuch des Werner Overstolz. Bei der Bearbeitung dieses in vielerlei Hinsicht sehr interessanten Werkes wird der Schwerpunkt auf die historischen Rahmenbedingungen und die Geschichte der Familie Overstolz gelegt. Es wird versucht, die Frage zu beantworten, welche Gründe dazu geführt haben, dass eine der einflussreichsten Familien im Köln des Spätmittelalters ein Familienbuch angelegt hat.

Im Mittelpunkt dieser Arbeit werden bei der Untersuchung des Overstolzenbuches die fol. 21 – 22, die die Legende der 15 Familien stehen. Es wird sich zeigen, welche Bedeutung dieses Teils des Buches für die historische Forschung zum Spätmittelalter haben. Es wird außerdem versucht, die Frage nach den Gründen für die Genese der Legende zu beantworten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Historischer Kontext/Geschichte der Familie Overstolz

2. Das Overstolzenbuch

a. Die Herkunftslegende

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Familienbuch des Werner Overstolz aus dem Spätmittelalter mit dem Ziel, die historischen Rahmenbedingungen, die Geschichte der Familie sowie die Motive für die Erstellung dieses Werkes zu analysieren und einzuordnen.

  • Historische Entwicklung der Familie Overstolz in Köln
  • Aufstieg und politischer Einfluss der Overstolzen
  • Struktur und Inhalt des Overstolzenbuches
  • Analyse der herkunftslegitimierenden Legenden
  • Bedeutung von Familienbüchern zur Statussicherung

Auszug aus dem Buch

a. Die Herkunftslegende

Kommen wir nun zu einem Teil des Familienbuches, welcher sich mit der Herkunft der „vunfftzien Eidelman van den gesleichten“ befasst. Werner Overstolz versucht in diesem historiographischen Teil des Buches die Stellung der patrizischen Geschlechter, die bis 1396 die Herrschaft über die Stadt Köln innehatten mit einer Rückführung auf eine „sagenhafte Antike“ und darüber hinaus durch eine Verknüpfung mit der Christianisierung der Stadt zu verbinden. Zudem kommt noch eine Legitimation der besonderen Stellung der Overstolzen, da unter den 15 Geschlechtern zwei Zweige der Overstolzen gewesen sein sollen:

„Her nae volgent upt kurtzste herkomen der vrier eidelre Romere vunfftzien gesleichte, soe wie die yrst zo Colne und dies stat gereigeirt haynt. Under den selven vunfftzien gesleichten zwey gesleichte vamme Overstoultz waren, ind als yeder jair zo Colne van eyme schilde und gesleichte eynre to raide geynck, soe geyngen alle wege zweyn van den Overstoulssen zo raide, des id van den anderen nyeat en deide.“

Somit standen – nach Werner – den Overstolzen statt eines Sitzes im Rat zwei zu.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Arbeit führt in das Familienbuch des Werner Overstolz ein und benennt die historische Kontextualisierung der Familie als zentralen Schwerpunkt.

1. Historischer Kontext/Geschichte der Familie Overstolz: Das Kapitel zeichnet den Aufstieg der Familie vom Tuchhandel bis zur politischen Dominanz in den Kölner Führungsgremien und den späteren Niedergang nach 1396 nach.

2. Das Overstolzenbuch: Dieser Abschnitt beschreibt Entstehung, Aufbau und Funktion des Familienbuches als Medium zur Bewahrung des Prestiges und zur Legitimierung der Familiengeschichte.

a. Die Herkunftslegende: Hier wird die im Buch enthaltene Legende analysiert, die den Ursprung der Familie auf römische Adelsgeschlechter zurückführt, um den gesellschaftlichen Abstieg symbolisch zu kompensieren.

3. Fazit: Das Fazit resümiert die Bedeutung des Werkes als Versuch des Autors, das Bild seiner Familie für die Nachwelt zu idealisieren und den Familienbesitz sowie den Status zu sichern.

Schlüsselwörter

Overstolzen, Familienbuch, Werner Overstolz, Spätmittelalter, Köln, Patrizier, Herkunftslegende, Genealogie, Statussicherung, Stadtgeschichte, Richerzeche, Schöffenkollegium, politische Führungsschicht, Memoria.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Familienbuch des Werner Overstolz und beleuchtet die Geschichte der Familie Overstolz sowie deren Versuche, durch schriftliche Zeugnisse Prestige und Stellung im spätmittelalterlichen Köln zu wahren.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, einen Überblick über die historischen Rahmenbedingungen der Familie zu geben und zu klären, welche Beweggründe zur Anlegung des Familienbuches und der darin enthaltenen Herkunftslegenden führten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Geschichte der Familie Overstolz, die Funktion von Familienbüchern im Mittelalter, die Analyse der Abstammungslegenden sowie das spätmittelalterliche Selbstverständnis des Patriziats.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische Analyse, die sowohl genealogische Daten als auch eine kritische Untersuchung der Texte des Familienbuches im Kontext der zeitgenössischen Quellenlage nutzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Darstellung der Familie, die Untersuchung des Overstolzenbuches als Textgattung sowie die spezifische Analyse der Herkunftslegende der 15 Familien.

Was charakterisiert diese Arbeit inhaltlich?

Die Arbeit charakterisiert sich durch die Verknüpfung von familiärer Genealogie mit der allgemeinen städtischen Geschichte Kölns und der Untersuchung des Versuchs, den drohenden sozialen Abstieg durch Schriftkultur zu kaschieren.

Warum spielt die Schlacht an der Ulrepforte eine Rolle?

Die Schlacht an der Ulrepforte von 1268 markiert eine historische Zäsur und den Aufstieg der Overstolzen in die Machtpositionen der Stadt, was in der familieneigenen Geschichtsschreibung eine wichtige Rolle für die Legitimation einnimmt.

Welche Rolle spielt die "vunfftzien Eidelman" Legende?

Sie dient als Konstrukt, um die Overstolzen in eine direkte, sagenhafte römische Tradition zu stellen und somit ihre politische Sonderstellung gegenüber anderen Geschlechtern im Rat der Stadt Köln zu begründen.

Warum war das Buch nicht öffentlich zugänglich?

Das Buch war primär als internes Familienzeugnis für die eigene Nachkommenschaft gedacht, um Erinnerung zu stiften und das prestigeträchtige Erbe innerhalb der Familie zu bewahren.

Was passierte mit dem Geschlecht nach Werner Overstolz?

Trotz der Bemühungen Werners, das Erbe zu sichern, starb die Linie der Overstolzen von der Rheingasse kurze Zeit nach seinem Tod und dem Ableben seines Sohnes Wygant im Jahr 1453 aus.

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Details

Title
Das Overstolzenbuch. Familienbücher im Spätmittelalter
College
Ruhr-University of Bochum  (Historisches Institut)
Course
Familienbücher im deutschen Spätmittelalter
Grade
1,7
Author
Martin Wiertel (Author)
Publication Year
2007
Pages
12
Catalog Number
V1146649
ISBN (eBook)
9783346525512
ISBN (Book)
9783346525529
Language
German
Tags
overstolzenbuch familienbücher spätmittelalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Wiertel (Author), 2007, Das Overstolzenbuch. Familienbücher im Spätmittelalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1146649
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