In der vorliegenden Arbeit wird ein Kommunikationskonzept für eine kleine Eventagentur erarbeitet. Schwerpunkt dieses Konzepts ist die Popularisierung von jungen Künstlerinnen und Künstler, welche unter anderem bereits von der Agentur gehostet werden und dadurch den Kreativen zu Auftritten, auf den von der Eventagentur organisierten Kulturveranstaltungen, verhilft.
Im Rahmen dieser Arbeit werden passende Kommunikationsmodelle sowie Theorieansätze geprüft und aufgezeigt. Des Weiteren findet eine praktische Anwendung, anhand der in der Aufgabenstellung beschriebenen Eventagentur, statt.
Zu erwähnen ist dabei, dass die Eventagentur wenig Budget im Bereich der Kulturevents zur Verfügung hat, aber dennoch das maximale Potenzial der kommunikativen Möglichkeiten ausschöpfen möchte, um die Künstler besser in der Öffentlichkeit zu platzieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Beschreibung der Modelle
2.1. Agenda Surfing
2.2. Vier-Seiten-Modell
2.3. Two-Step-Flow
3. Praktische Anwendung der Modelle
3.1. Agenda Surfing
3.2. Vier-Seiten-Modell
3.3. Two-Step-Flow
4. Fazit
Zielsetzung und Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Erarbeitung eines effektiven Kommunikationskonzepts für eine kleine Eventagentur mit begrenztem Budget, um die Bekanntheit der betreuten Künstlerinnen und Künstler zu steigern. Dabei steht die Untersuchung und praktische Anwendung theoretischer Kommunikationsmodelle im Vordergrund, um trotz knapper Ressourcen eine maximale öffentliche Präsenz zu erzielen.
- Analyse theoretischer Kommunikationsmodelle
- Praktische Anwendung von Agenda Surfing
- Einsatz des Vier-Seiten-Modells zur Botschaftsgestaltung
- Nutzung des Two-Step-Flow durch Opinion Leader
- Optimierung der Öffentlichkeitsarbeit für Künstler
Auszug aus dem Buch
2.1. Agenda Surfing
Der Vollständigkeit werden vorerst die Begrifflichkeiten des Agenda Settings erklärt. Durch den amerikanische Medienwissenschaftler Maxwell McCombs sowie durch seinen Forscherkollegen Donald Shaw entwickelte sich 1972 die Theorie des Agenda Settings. Für ihre Hypothese, dass die Medien eine Thematisierungsfunktion haben, dass bedeutet, dass sie bestimmen, über welchen Content bzw. Themen die Leser/innen informiert werden, haben sie dafür den US-Präsidentenschafswahlkampf 1968 angesehen und im Nachgang ausgewertet (vgl. Althaus et al. 2005: 99).
Die Medien-Agenda (Themen der Medienagenda) sowie die Einstufung der Wichtigkeit der Themen in der Gesellschaft stehen dabei in einer Wechselbeziehung zueinander (vgl. Althaus et al. 2005: 99). Die Medien tangieren allerdings nicht die Meinungen der Leser, sondern sind ausschließlich dafür mitverantwortlich, über welche Themen die Bevölkerung spricht.
The mass media force intention to certain issues. They build up public images of political figures. They are constantly presenting objects suggesting what individuals in the mass media should think about, know about, have feelings about. (Lang/ Lang 1966: 468)
Innerhalb des Agenda Setting gibt es diverse Modelle, um Themen in den Medien zu platzieren bzw. zu beeinflussen, welche Themen an Relevanz für Medien gewinnen.
Agenda Surfing ist eine Möglichkeit, um eigene Themen in den Massenmedien zu platzieren. Wie der Name bereits assoziiert, „surft“ man auf einem Thema. Das bedeutet, dass ein Thema bereits in den Medien ist und man auf dieses Thema aufspringt, um eine Verknüpfung für seine eigene Botschaft zu erhalten. Die Voraussetzung für Agenda Surfing ist u. a. das Knowledge über die Medienlandschaft – inklusive der Medienbeobachtung sowie -auswertung -und Analyse.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Erarbeitung eines Kommunikationskonzepts für eine Eventagentur, um die Bekanntheit von Newcomer-Künstlern mit geringem Budget zu steigern.
2. Beschreibung der Modelle: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der Modelle Agenda Surfing, das Vier-Seiten-Modell nach Schulz von Thun sowie der Two-Step-Flow definiert und historisch eingeordnet.
3. Praktische Anwendung der Modelle: Hier wird die Anwendung der zuvor vorgestellten theoretischen Modelle am konkreten Fallbeispiel der Eventagentur im Kontext der „Night of Light“-Aktion aufgezeigt.
4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Modelle kurzfristig zu einer gesteigerten Bekanntheit beigetragen haben, weist jedoch darauf hin, dass für langfristigen Erfolg eine weiterführende Strategie notwendig ist.
Schlüsselwörter
Eventkommunikation, Kommunikationskonzept, Agenda Surfing, Vier-Seiten-Modell, Two-Step-Flow, Opinion Leader, Künstlervermarktung, Öffentlichkeitsarbeit, Night of Light, Medienwissenschaft, Eventagentur, Kommunikationsstrategie, Newcomer, Medien-Agenda, Krisenkommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Kommunikationskonzepts für eine kleine Eventagentur, um Künstlerinnen und Künstler trotz begrenzter finanzieller Mittel bekannter zu machen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Anwendung von Kommunikationsmodellen in der Praxis, der strategischen Öffentlichkeitsarbeit und der Vermarktung von kulturellen Events.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist die Erhöhung der Bekanntheit der Künstler durch die gezielte Nutzung moderner Kommunikationsmodelle und die Analyse deren praktischer Wirksamkeit.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf der theoretischen Aufarbeitung bekannter Kommunikationsmodelle und deren praktischer Anwendung in Form einer Fallstudie (Case Study) innerhalb der Eventbranche.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition der Modelle und deren spezifische praktische Umsetzung anhand der „Night of Light“-Aktion, um Themen in den Medien zu platzieren.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Agenda Surfing, Vier-Seiten-Modell, Two-Step-Flow, Eventmarketing und Influencer-Kooperationen geprägt.
Wie wurde das „Agenda Surfing“ in der Praxis konkret umgesetzt?
Die Agentur nutzte die mediale Aufmerksamkeit rund um die Aktion „Night of Light“, um die eigenen Künstler durch passende Inhalte und Social-Media-Aktivitäten an dieses bestehende Thema anzukoppeln.
Welche Rolle spielten „Opinion Leader“ in der Strategie?
Durch die Zusammenarbeit mit einem regionalen Kulturblogger, einer Musik-Bloggerin und einem Fachredakteur konnten die Künstler durch Multiplikatoren authentisch in der Öffentlichkeit platziert werden.
Welche Erkenntnis lässt sich aus dem „Vier-Seiten-Modell“ für die Eventkommunikation ziehen?
Die Analyse zeigt, dass eine bewusste Gestaltung der Botschaften über die Sach-, Selbstkundgabe-, Appell- und Beziehungsebene essenziell ist, um Sympathie zu gewinnen und Dialoge anzuregen.
- Arbeit zitieren
- Nicole Schweinberg (Autor:in), 2020, Popularisierung von jungen Künstlern. Ein Kommunikationskonzept, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1146708