Borderline Persönlichkeitsstörung der Mutter. Darstellung von Ursachen und Auswirkungen auf die Entwicklung ihres Kindes im Säuglings- und Kleinkindalter


Hausarbeit (Hauptseminar), 2021

17 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

I Inhaltsverzeichnis

II Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Borderline-Persönlichkeitsstörung
2.1 Definition
2.2 Diagnostik

3 Ursachen
3.1 Konzeptbeispiele
3.2 Säuglingsforschung

4 Auswirkungen
4.1 Einfluss der Erkrankung der Mutter auf (Klein-)Kinder
4.2 Gefährdung

5 Fazit

III Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

„Well, I've been afraid of changin' 'Cause I've built my life around you. But time makes you bolder Even children get older And I'm getting older too.“ (Stevie Nicks:„Landslide“ by Fleetwood Mac. Album: Live becoming a landslide, 1975)

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen borderline erkrankter Mütter auf deren Nachwuchs im Säuglings- und (Klein-)Kindalter. Oft ist bei den betroffenen Familien eine allgegenwärtige Hilflosigkeit zu erkennen. Diese wird durch mangelnde Aufklärung, einer fehlenden oder unpassenden therapeutischen Anbindung begünstigt. Die Ursachen und Symptome sind facettenreich, vielschichtig und in häufigen Fällen nicht eindeutig von anderen Persönlichkeitsthematiken abgrenzbar. Dies kann schwerwiegende Folgen auf die Entwicklung des Kindes mit sich führen. Die BPS ist mit einem weitreichenden Aufwand in Hinblick auf Anamnese und Hilfeform verbunden. Aufgrund der hohen Anzahl von Persönlichkeitsstörung­Diagnosen dieser Art ist das Ziel dieser Arbeit eine zusammengefasste Darstellung der Ursachen und Auswirkungen der BPS bezogen auf die frühe Kindheit. Dem Lesenden soll ein Verständnis der Thematik, mithilfe unterschiedlicher Ansätze, vermittelt werden, um die Begleitung der betroffenen Mitmenschen, KlientInnen oder PatientInnen zu fördern. Dadurch kann ein Bewusstsein für den Umgang mit der Symptomatik geschaffen werden, was dazu beitragen kann einen differenzierteren Blick auf die Erkrankung selbst und die schwerwiegenden Auswirkungen auf die Lebensqualität der Mütter und deren Kinder zu schaffen. Fortführend kann ein geschärfter Blick auf die Verhaltensweisen unserer Mitmenschen in Hinblick auf Persönlichkeits- und Identitätsstörungen dazu führen, dass wir diverse Anzeichen besser erkennen und somit unterstützen können. Für die Recherchen wurden unterschiedliche Literaturformen aus verschiedenen Epochen zu Hilfe gezogen, um ein ganzheitliches Bild der Forschungsergebnisse aufzuweisen. Zu Beginn wird der Begriff der Borderline-Persönlichkeitsstörung einschließlich des aktuellen diagnostischen Verfahrens erläutert. Anschließend werden im Hauptteil ursachenbezogene Konzepte und die Ergebnisse des Entwicklungspsychologen Daniel Sterns im Bereich der Säuglingsforschung vorgestellt. Daraufhin wird auf die entsprechenden Auswirkungen der jeweiligen mütterlichen Verhaltensweisen eingegangen. Zum Schluss findet eine Auseinandersetzung mit der Gefährdung des Kindeswohls in Hinblick auf die Persönlichkeitsentwicklung statt. Zu diesen Zwecken wurden die Datenbanken des Springer- und des Oldenbourg-Verlags nach geeigneten Artikeln und Studien durchsucht. In den Literaturrecherchen stellte sich heraus, dass es weder zu den Ursachen, noch zu den Auswirkungen der BPS auf das männliche Geschlecht ausreichende, gehaltvolle Forschungsergebnisse gibt. Aus diesem Grund wird nachfolgend primär auf die betroffenen Mütter eingegangen. Bei den Auswirkungen auf deren Kinder wurden in den Studien, auf die Bezug genommen wird, keine geschlechterspezifischen Unterscheidungen getroffen.

2 Borderline-Persönlichkeitsstörung

2.1 Definition

Durch die Arbeiten Otto F Kernberg's in den 1970er Jahren wurde der Begriff „Borderline-Störung“ als eigenständige Einheit aufgefasst und dazugehörige Behandlungskonzepte im Rahmen der psychomotorischen Theorie erstellt. Bis zu diesem Zeitpunkt galt die Psychotherapie nur für Patienten mit Neurosen und die Diagnose „Borderline-Störung“ als Restkategorie für Fälle, welche aufgrund abwechselnder neurotischer und zusätzlich psychotischer Symptome, unklar waren (vgl. Eckert 2014, S.238). Laut APA (1994, S.650) wird die BPS u.a. durch ein Muster der Instabilität der Zwischenmenschlichen Beziehungen, des Selbstbildes und einer ausgeprägten Impulsivität definiert. „Border“ bedeutet ins Deutsche übersetzt „Grenze“, was darauf hinweist, dass sich die Betroffenen klinisch gesehen auf der Grenze zwischen gesunden und verrückten Verhalten bewegen. Die Autorin der vorliegenden Arbeit konnotiert hierbei das Wort „verrückt“ völlig wertfrei. Die BPS ist die verbreitetste Persönlichkeitsstörung weltweit (vgl. Lawson 2018, S. 11).

Die Forschungsergebnisse von Martin Bohus (Bohus 2009) weisen auf, dass trotz einer Missbrauchsrate über 60% der befragten Patientinnen, bisher kein Zusammenhang zwischen erlebter Traumatisierung und der Entwicklung einer BPS geklärt sei. Die Annahme bei einer BPS handele es sich um eine „chronifizierte posttraumatische Belastungserfahrung“ sei klinisch und wissenschaftlich zu wenig fundiert. Im Zuge der Befragungen (Bohus) stellte sich heraus, dass die Patientinnen häufiger angaben, in bestimmten Situationen (wie dem Vorlesen einer berührenden Geschichte), intensive Emotionen zu erleben. Borderline-Patientinnen setzen bei undifferenzierten intensiven aversiven Anspannungszuständen selbstverletzendes Verhalten ein, um diese zu beenden. Sie haben Schwierigkeiten in derartigen Situationen Emotionen zu differenzieren. Laut den neusten Forschungsergebnissen können unter anderen „ chronischer Stress oder erhebliche Verwahrlosungserlebnisse in der Kindheit zur Beeinträchtigung neurobiologischer Reifungsprozesse und damit zu assoziierten kognitiven und emotionalen Störungen führen“ (vgl. Bohus 2009, S.537). Nach Sendera (2016) steht als Kriterium zum Erfassen einer Borderline- Theamtik an oberster Stelle ein verzweifeltes Bemühen das Verlassenwerden zu vermeiden. Zusammenfassend könne behauptet werden, dass die Beziehungsmuster von wiederkehrenden Trennungs- und Annäherungsprozessen und einer ausgeprägten Angst vor dem Alleinsein geprägt seien. Dies seien destruktive Beziehungsmuster, welche, u.a., durch Idealisierung und Entwertung, Spaltung und Projektion definiert werden. Diese destruktiven Strategien, so könne angenommen werden, könnten den Betroffenen in bestimmten Lebenssituationen geholfen haben. Eben diese werden, laut Sendera, in Otto Kernberg's psychoanalytischen Literatur ausführlich beschrieben. A. & M. Sendera weisen in diesem Zug daraufhin, dass diese Beschreibungsversuche allerdings oft stigmatisierende Beschreibungen über die Aggressivität, die Unberechenbarkeit, das Misstrauen, die Depressivität und das manipulative Verhalten beinhalten.

-„Ich bin nichts wert“.
-„Allein bin ich schwach und hilflos. Andere Menschen sind gefährlich und wollen mich verletzen“.
-„Ich muss mich anpassen und verstellen, um geliebt zu werden. Wenn jemand erfährt, wie ich wirklich bin, wird er mich sofort verlassen“. (vgl. Sendera 2016, S.20)

Dies seien Überzeugungen, welche aus vergangenen Erfahrungen resultieren und, auch wenn nicht mehr aktuell, auf die gegenwärtige Lebenswelt übertragen werden. Dies bedinge die Suche nach einem verständnisvollen Partner, der die innere Leere fülle und Stabilität gäbe. Borderline-PatientInnen nehmen die eigenen Emotionen mangelhaft wahr. Sie trauen diesen Gefühlswahrnehmungen nicht, interpretieren diese falsch oder unterdrücken sie. Sie vermeiden weitere Traumatisierungen durch Schutzmechani smen, wie: „ magische Rituale, Zwänge, psychosomatische Symptome, depressive Verstimmung, pathologische Regression“, Kontrollversuche und Selbstverletzung (Voitsmeier 2001 In: Sendera 2016, S. 22). Hierbei, so schlussfolgert die Autorin der vorliegenden Arbeit, sei es von Bedeutung die, von Sendera aufgelisteten, positiven Eigenschaften, die „andere Seite“ der Theamtik zu erwähnen. Diese seien die Offenheit, die Fähigkeit zur Leidenschaft, der ausgeprägte Gerechtigkeitssinn und das gute Gespür für zwischenmenschliche und emotionale Prozesse. Von Borderline betroffen bedeute ebenfalls enorm sensibel, besonders emotional, sehr einfühlvermögend und den Menschen, die das Vertrauen gewonnen haben, sehr loyal gegenüber zu sein. Hinzu käme, u.a., besondere Kreativität, Sprachgewandtheit, Hilfsbereitschaft, Flexibilität, eine oftmals überdurchschnittliche Intelligenz und das Talent den Kern einer Sache sofort zu erfassen. Es gäbe demnach (traumatisierte) Menschen mit diesem Krankheitsbild, welche im sozialen Leben integriert und nicht auffällig seien. Zu der Borderlinethematik gehöre schlussfolgernd ein facettenreiches Persönlichkeitsbild (vgl. Sendera 2016, S.20-23).

2.2 Diagnostik

Die Faustregel „Wenn ein Patient in seiner Krankenakte mehr als drei unterschiedliche psychiatrische Diagnosen hat, dann wird eine Borderline-Störung vorliegen.“ ist, nach Eckert, veraltet und wird aktuell durch eine umfangreichere Diagnosenvielfalt ersetzt. (Eckert 2014, S. 238). Im “Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders“ ,einem Klassifikationssystem der Psychiatrie, wird die BPS-Diagnostik in neun Kriterien zusammengefasst. Jüngst kamen Instrumente zur Schweregradbestimmung hinzu (Bohus 2009, S.535). Noch vor wenigen Jahren war die diesbezügliche Diagnostik „unscharf“ und von der individuellen Ausbildung des jeweiligen Therapeuten abhängig. Bohus empfiehlt als Leitfaden im Alltag einen Algorithmus, der aus 1. Leitsymptom (intensive aversive Anspannung); 2. Operationalisierte Diagnostik (Diagnostisches Interview für DSM-IV-Persönlichkeitsstörungen); 3. Schweregradeinteilung (Borderline-Symptom-Liste) und 4. Komorbidität (Strukturiertes klinisches Interview für DSM-IV) besteht. Es müssen mindestens fünf der neun DSM-IV-Kriterien erfüllt sein, um eine BPS zu diagnostizieren. Diese Kriterien lauten wie folgt:

Affektivität: - Unangemessene starke Wut oder Schwierigkeiten, Wut oder Ärger zu kontrollieren (z. B. häufige Wutausbrüche, andauernder Ärger, wiederholte Prügeleien)

- Affektive Instabilität, die durch eine ausgeprägte Orientierung an der aktuellen Stimmung gekennzeichnet ist

- Chronisches Gefühl der Leere

Impulsivität: - Impulsivität in mindestens zwei potenziell selbstschädigenden Bereichen (z. B. Sexualität, Substanzmissbrauch, rücksichtsloses Fahren, Fressanfälle)

- Wiederkehrende Suiziddrohungen, -andeutungen oder -versuche oder selbstschädigendes Verhalten

Kognition - Vorübergehende stressabhängige paranoide Vorstellungen oder schwere dissoziative Symptome

- Identitätsstörungen: ausgeprägte Instabilität des Selbstbildes oder des Gefühls für sich selbst

Interpersoneller Bereich - Verzweifeltes Bemühen, reales oder imaginäres Alleinsein zu verhindern

- Muster von instabilen und intensiven zwischenmenschlichen Beziehungen (vgl. Bohus 2009, S. 535)

3 Ursachen

3.1 Konzeptbeispiele

Aus Sicht der Autorin ist es hier unerlässlich eine Auswahl an Konzepten für den Le­senden zur Verfügung zu stellen, da sich bei diesem facettenreichen Thema im Laufe des letzten Jahrhunderts nicht nur ein Ansatz oder eine Wahrheit, sondern mehrere Er­klärungsansätze etabliert haben. Nach Sendera beschreibt Daniel Stern (1938) eine Pa­thologie der Borderlinethematik, welche sich psychoanalytisch orientiert und grundle­gend für spätere Konzepte war. In seinen Beobachtungen beschreibe er, unter anderem, Episoden psychotischer Natur, Überidealisierung, Entwertung und die Entwicklung von starken Ängsten. Stern ziehe zu dieser Zeit schon Parallelen zu einer frühkindlichen Störung der Mutter-Kind-Interaktion. Nach diesem Konzept können die Gefühle Hass und Liebe nur getrennt voneinander wahrgenommen werden und die Bezugspersonen somit entweder idealisiert und ohne Makel oder als extrem „böse“ deklariert werden. Auf deckungsgleiche Forschungsergebnisse wird in Kapitel 4 eingegangen.

Winnicot's Ansatz legt den Fokus auf das Wechselspiel zwischen äußerer und innerer Welt und dem damit einhergehenden Zwischenbereich. Dieser Zwischenbereich ist illu­sorisch und zugleich Grundlage des Erlebens. Dieser steht für Situationen, in denen zwischen der Innen- und Außenwelt nicht zu unterscheiden ist. Eine Mutter habe die Aufgabe ihrem Kind zu helfen die äußere Welt zu verstehen und zwischen diesen Wel­ten zu vermitteln (...). Das Kind beginne zwischen Ich und Nicht-Ich zu unterscheiden. Das Kind fängt an (in einer adäquaten Entwicklung) zu verstehen, dass die Mutter der Außenwelt angehört und nicht immer vom eigenem Selbst kontrolliert werden kann. Hierbei helfen, so Winnicot, Objekte dabei, diese Abnabelung zu akzeptieren. Diese Übergangsobjekte können beispielsweise in Form eines Kuscheltiers realisiert werden und somit im Zwischenraum zwischen dem Objekt und dem Selbst liegen und dem Kind dabei helfen, sich von der Mutter zu trennen. Dieser Zwischenbereich ist ent­scheidend für die Selbst-, Kreativitäts- und Phantasieentwicklung. Menschen mit einer Borderlinethematik haben diesen Zwischenraum nicht kennengelernt und müssen sich schon sehr früh an der äußeren Welt orientieren und seien somit gezwungen sich anzu­passen. Der sichere Beziehungsraum zwischen Mutter und Kind könne sich somit nicht entwickeln. Dieser frühe Anpassungszwang führe später zu der Unfähigkeit Beziehun­gen einzugehen. Dies führe zu Defiziten in der Entwicklung, da hier ein andauernder Zustand der Existenznot und Angst herrsche und dies Kognition, Physis und Psyche beeinträchtige.

Auch Otto Kernbergs psychodynamische Konzepte gehen auf inadäquate Entwick­lungsbedingungen in der frühen Kindheit zurück. Nach seiner Auffassung überdauern damit einhergehende Impuls- und Affektregulierungsstörungen, eine eingeschränkte Wahrnehmung der Realität und antisoziales Verhalten bis in das Erwachsenenalter. Er hingegen führt diese Störung auf eine angeborene Fehleinteilung von Wut als Grundaf­fekt und chronischer Aggression in der frühen Entwicklung.

Das multifaktorielle Modell nach Zanarini und Frankenburg zeigt ebenso mehrere As­pekte für die Entstehung dieser Störung auf. Ursache sei hierbei eine Kombination aus verschiedenen Risikofaktoren, wie einem angeborenen Temperament, schwierige Kindheitserfahrungen und „relativ subtilen Formen neurologischer und/oder biochemischer Dysfunktionen“, welche die Folgen einer angeborenen Verwundbarkeit oder dieser Kindheitserfahrungen darstellen können (vgl. Sendera 2001, S.97). Nach Eckert, empfehlen die Autoren und Autorinnen des „Handbuch der Borderline-Störung“ (Dulz 2011) sich für einen Ansatz und für ein vorrangiges Symptom (siehe Punkt 2.2 Diagnostik) zu entscheiden (vgl. Eckert 2011, S. 238).

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Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Borderline Persönlichkeitsstörung der Mutter. Darstellung von Ursachen und Auswirkungen auf die Entwicklung ihres Kindes im Säuglings- und Kleinkindalter
Hochschule
DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen; Abt. Leipzig
Note
1,0
Autor
Jahr
2021
Seiten
17
Katalognummer
V1146855
ISBN (eBook)
9783346525604
ISBN (Buch)
9783346525611
Sprache
Deutsch
Schlagworte
borderline, persönlichkeitsstörung, mutter, darstellung, ursachen, auswirkungen, entwicklung, kindes, säuglings-, kleinkindalter
Arbeit zitieren
Andrea Pfeiffer (Autor:in), 2021, Borderline Persönlichkeitsstörung der Mutter. Darstellung von Ursachen und Auswirkungen auf die Entwicklung ihres Kindes im Säuglings- und Kleinkindalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1146855

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