Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Psychologie - Persönlichkeitspsychologie

Borderline Persönlichkeitsstörung der Mutter. Darstellung von Ursachen und Auswirkungen auf die Entwicklung ihres Kindes im Säuglings- und Kleinkindalter

Titel: Borderline Persönlichkeitsstörung der Mutter. Darstellung von Ursachen und Auswirkungen auf die Entwicklung ihres Kindes im Säuglings- und Kleinkindalter

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2021 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Andrea Pfeiffer (Autor:in)

Psychologie - Persönlichkeitspsychologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Hausarbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen borderline erkrankter Mütter auf deren Nachwuchs im Säuglings- und (Klein-)Kindalter. Oft ist bei den betroffenen Familien eine allgegenwärtige Hilflosigkeit zu erkennen. Diese wird durch mangelnde Aufklärung, einer fehlenden oder unpassenden therapeutischen Anbindung begünstigt. Die Ursachen und Symptome sind facettenreich, vielschichtig und in häufigen Fällen nicht eindeutig von anderen Persönlichkeitsthematiken abgrenzbar. Dies kann schwerwiegende Folgen auf die Entwicklung des Kindes mit sich führen. Die BPS ist mit einem weitreichenden Aufwand in Hinblick auf Anamnese und Hilfeform verbunden.

Aufgrund der hohen Anzahl von Persönlichkeitsstörung-Diagnosen dieser Art ist das Ziel dieser Arbeit eine zusammengefasste Darstellung der Ursachen und Auswirkungen der BPS bezogen auf die frühe Kindheit. Dem Lesenden soll ein Verständnis der Thematik, mithilfe unterschiedlicher Ansätze, vermittelt werden, um die Begleitung der betroffenen Mitmenschen, KlientInnen oder PatientInnen zu fördern. Dadurch kann ein Bewusstsein für den Umgang mit der Symptomatik geschaffen werden, was dazu beitragen kann, einen differenzierteren Blick auf die Erkrankung selbst und die schwerwiegenden Auswirkungen auf die Lebensqualität der Mütter und deren Kinder zu schaffen. Fortführend kann ein geschärfter Blick auf die Verhaltensweisen unserer Mitmenschen in Hinblick auf Persönlichkeits- und Identitätsstörungen dazu führen, dass wir diverse Anzeichen besser erkennen und somit unterstützen können.

Zu Beginn wird der Begriff der Borderline-Persönlichkeitsstörung einschließlich des aktuellen diagnostischen Verfahrens erläutert. Anschließend werden im Hauptteil ursachenbezogene Konzepte und die Ergebnisse des Entwicklungspsychologen Daniel Sterns im Bereich der Säuglingsforschung vorgestellt. Daraufhin wird auf die entsprechenden Auswirkungen der jeweiligen mütterlichen Verhaltensweisen eingegangen. Zum Schluss findet eine Auseinandersetzung mit der Gefährdung des Kindeswohls in Hinblick auf die Persönlichkeitsentwicklung statt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Borderline-Persönlichkeitsstörung

2.1 Definition

2.2 Diagnostik

3 Ursachen

3.1 Konzeptbeispiele

3.2 Säuglingsforschung

4 Auswirkungen

4.1 Einfluss der Erkrankung der Mutter auf (Klein-)Kinder

4.2 Gefährdung

5 Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, Ursachen und Auswirkungen der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) bei Müttern auf die Entwicklung ihrer Kinder im Säuglings- und Kleinkindalter zusammenfassend darzustellen, um so das Verständnis für die Problematik zu fördern und die Begleitung betroffener Familien zu unterstützen.

  • Theoretische Grundlagen und aktuelle diagnostische Verfahren der Borderline-Persönlichkeitsstörung.
  • Ursachenbezogene Konzepte und deren Bedeutung für die Mutter-Kind-Interaktion.
  • Erkenntnisse der Säuglingsforschung nach Daniel Stern im Kontext der Identitätsentwicklung.
  • Auswirkungen mütterlicher Verhaltensweisen auf die sozial-emotionale Entwicklung des Kindes.
  • Risiken für das Kindeswohl und Ansätze zur präventiven Unterstützung.

Auszug aus dem Buch

3.2 Säuglingsforschung

Im Bereich der Säuglingsforschung ist Daniel N. Stern (geboren 1934 in New York) ein bedeutender Autor in Bezug auf die psychoanalytische Entwicklungspsychologie. Er vertritt die These, dass ein Säugling kurz nach der Geburt in der Lage sei zwischen dem eigenem „Selbst“, dem „Objekt“ (meist die Kindesmutter) und den damit verbundenen Empfindungen zu unterscheiden. Dies führte Stern zu der Schlussfolgerung, dass der Säugling die Objekte um sich herum und sich selbst als zusammenhängend und nicht getrennt voneinander betrachte. Der Säugling könne sich selbst und die Mutter als existierende, differenzierte Personen wahrnehmen (Stumm G., Pritz, A., Gumhalter, P., Nemeskeri, N., Voracek, M.: Personenlexikon der Psychotherapie 2005: S. 457).

In „Die Lebenserfahrung eines Säuglings“ (New York 1985) lautet ebenfalls eine seiner führenden Hypothesen, dass sich das Selbstempfinden eines Menschen viel früher entwickelt, als u.a. Selbstbewusstheit. Die Selbstempfindung entwickelt sich vom „auftauchendem Selbst“ (0.-2. Monat) zum „Kern-Selbst“ (3.-7. Monat) zum „subjektiven Selbst“ (8.-16. Monat) und dann zum „verbalen Selbst“. In der Phase vom 09. Bis zum 18. Monat sucht und strebt das Kind, laut Stern, nach dem Bezug zu einem anderen Menschen, durch „geteilte Wahrnehmungs-, Erlebens- und Gefühlsqualitäten“ und rückt zugleich von der primären Bezugsperson ab (Stern, D.: Die Lebenserfahrung des Säuglings. In: Pritz A.: Einhundert Meisterwerke der Psychotherapie 2008: S. 184). In diesen Phasen (bis hin zum Jugendalter) kommt es nach Stern, so Hofmann, zu der Identitätsentwicklung. Wenn es in diesen verschiedenen Phasen der Identitätsentwicklung zu Störungen komme, würde die Entwicklung des Kindes nachhaltig beeinflusst werden, was darauf schließen ließe, dass in diesem Zeitraum eine Borderline-Persönlichkeitsstörung entstehen könne.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz der Thematik für die Soziale Arbeit und beschreibt das Ziel, die Ursachen und Auswirkungen der BPS bei Müttern auf die frühe Kindheit darzustellen.

2 Borderline-Persönlichkeitsstörung: Dieses Kapitel definiert die BPS als Persönlichkeitsstörung, beschreibt ihre klinischen Merkmale und erläutert die aktuellen diagnostischen Standards.

3 Ursachen: Hier werden verschiedene psychodynamische und entwicklungstheoretische Konzepte sowie Erkenntnisse der Säuglingsforschung vorgestellt, um die Entstehung der Störung zu beleuchten.

4 Auswirkungen: Das Kapitel analysiert die komplexen Folgen der mütterlichen Erkrankung für die Interaktion mit dem Kind sowie die daraus resultierenden Gefährdungen für dessen Entwicklung.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die zentrale Bedeutung einer sicheren Mutter-Kind-Bindung sowie die Notwendigkeit unterstützender Hilfsangebote für betroffene Familien.

Schlüsselwörter

Borderline-Persönlichkeitsstörung, BPS, Mutter-Kind-Interaktion, Säuglingsforschung, Identitätsentwicklung, Bindung, Entwicklungspsychologie, Trauma, emotionale Instabilität, Kindeswohl, Elternschaft, psychische Erkrankung, Sozialpädagogik, Prävention, Selbstregulation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen einer Borderline-Persönlichkeitsstörung der Mutter auf die Entwicklung ihres Kindes im Säuglings- und Kleinkindalter.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Definition und Diagnostik der BPS, ursachenbezogene Konzepte, Erkenntnisse der Säuglingsforschung zur Identitätsentwicklung sowie die Auswirkungen der mütterlichen Erkrankung auf das Kind.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein Verständnis für die Thematik zu vermitteln, um die Begleitung und Unterstützung betroffener Mütter, Klienten und deren Kinder in der Sozialen Arbeit zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse, für die relevante Datenbanken nach Studien und Artikeln durchsucht wurden, um ein ganzheitliches Bild der Forschungsergebnisse zu zeichnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Diagnostik der BPS, die Darstellung theoretischer Ursachenkonzepte, die psychologische Säuglingsforschung sowie die Analyse konkreter Auswirkungen auf das Kindeswohl.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Borderline-Persönlichkeitsstörung, Mutter-Kind-Bindung, Säuglingsforschung, Identitätsentwicklung, psychische Erkrankung und Prävention.

Welche Rolle spielt die Bindung in der frühen Kindheit laut der Arbeit?

Die Arbeit betont, dass eine bindungsrelevante Sicherheit in den ersten Lebensmonaten entscheidend ist, um die sozial-emotionale Entwicklung des Kindes nicht zu gefährden.

Wie beschreibt die Arbeit das „verlorene Kind“ als Auswirkungsform?

„Das verlorene Kind“ ist ein von Lawson geprägter Begriff für Kinder von BPS-Müttern, die versuchen zu überleben, indem sie sich von Beziehungen distanzieren, ihre Identität verbergen und Schwierigkeiten haben, Verpflichtungen einzugehen.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Borderline Persönlichkeitsstörung der Mutter. Darstellung von Ursachen und Auswirkungen auf die Entwicklung ihres Kindes im Säuglings- und Kleinkindalter
Hochschule
DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen; Abt. Leipzig
Note
1,0
Autor
Andrea Pfeiffer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
17
Katalognummer
V1146855
ISBN (eBook)
9783346525604
ISBN (Buch)
9783346525611
Sprache
Deutsch
Schlagworte
borderline persönlichkeitsstörung mutter darstellung ursachen auswirkungen entwicklung kindes säuglings- kleinkindalter
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andrea Pfeiffer (Autor:in), 2021, Borderline Persönlichkeitsstörung der Mutter. Darstellung von Ursachen und Auswirkungen auf die Entwicklung ihres Kindes im Säuglings- und Kleinkindalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1146855
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  17  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum