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Die vermögensverwaltende GmbH als steuerliches Gestaltungsinstrument der Kapitalanlage

Eine ertragssteuerliche Aktienanalyse

Titel: Die vermögensverwaltende GmbH als steuerliches Gestaltungsinstrument der Kapitalanlage

Masterarbeit , 2021 , 71 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Richard Grün (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Es soll in der nachstehenden Arbeit untersucht werden, wann bzw. unter welchen Umständen die ertragsteuerlichen Vorteile der Investition von Aktien über eine vermögensverwaltende GmbH, im Vergleich zur Direktanlage im Privatvermögen, die einhergehenden Nachteile und Konsequenzen, welche durch die GmbH-Gründung entstehen, überwiegen lassen.

Nach den einleitenden Worten über die Problemstellung und dem Aufbau der vorliegenden Arbeit befasst sich das zweite Kapitel mit der differenzierten Betrachtung der privaten Vermögensverwaltung im Kontrast zu der Begrifflichkeit des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes. Hier soll grundsätzlich gezeigt werden, welche Eigenschaften für die private Vermögensverwaltung sprechen und wie diese abzugrenzen sind.

All die genannten Gründe zeigen, dass alternative Investmentmöglichkeiten auch in Zukunft sehr gefragt sein werden. Insbesondere die diversifizierte Vermögensstreuung in Immobilien, Rohstoffen, Edelmetallen, sowie Aktien stellen echte Lösungsmöglichkeiten dar, um zum einen Sicherheit zu erlangen und zur anderen Rendite zu generieren.

Dabei zählt die steuerliche Gestaltungsform in der Ausprägung einer vermögensverwaltenden GmbH (umgangssprachlich auch Spardosen GmbH genannt) schon seit Jahrzehnten zu den möglichen Alternativen, besonders im Vergleich zur privaten Verwaltung von Immobilienvermögen wie auch Aktien. Durch die steuerlichen Besonderheiten des §8b KStG ist es möglich, Gewinne bei der Anlage von Aktien oder laufende Mieteinnahmen bei Immobilen unter einer geringen ertragsteuerlichen Belastung langfristig zu reinvestieren. Dadurch kann der Investor durch die Steuerersparnis, sowie dem Zinseszinseffekt kontinuierlich und schneller sein Vermögen vergrößern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

2. Die Abgrenzung des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs zur privaten Vermögensverwaltung

3. Die Besteuerung von Aktien in Anbetracht der beteiligten Person

3.1 Aktien im Privatvermögen einer natürlichen Person

3.1.1 Die ertragssteuerliche Behandlung inländischer Aktienbeteiligungen

3.1.1.1 Behandlung von Veräußerungsgewinnen und Dividenden

3.1.1.2 Günstigerprüfung, Sparer-Pauschbetrag sowie begrenzte Verlustverrechnungssystematik

3.1.2 Die steuerliche Behandlung ausländischer Aktienbeteiligungen

3.2 Aktien im Betriebsvermögen einer vermögensverwaltenden GmbH

3.2.1 Die Bilanzierung von Aktien

3.2.1.1 Bilanzierungsgrundsätze nach HGB

3.2.1.2 Bilanzierungsgrundsätze nach EStG

3.2.1.3 Die Auswirkungen der Bilanzierung im Anbetracht der alten und neuen Fassung des § 8b VII KStG

3.2.2 Die Besteuerung auf Ebene der GmbH

3.2.2.1 Mindestkriterien für die Freistellung von Dividendenerträgen im KStG und GewStG

3.2.2.2 Freistellung der Veräußerungsgewinne im KStG und GewStG

3.2.3 Die Besteuerung bei Gewinnausschüttung an den Gesellschafter

4. Analyse der Vorteilhaftigkeit einer vermögensverwaltenden GmbH

4.1 Formalitäten und Kosten für die Gründung sowie Führung einer GmbH

4.2 Die Parameter Anlagebetrag, Rendite, Anlagehorizont sowie Thesaurierung

4.3 Vergleichsrechnungen unter verschiedenen Annahmen

5. Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht unter welchen steuerlichen Prämissen eine vermögensverwaltende GmbH als Instrument der Kapitalanlage im Vergleich zur privaten Vermögensverwaltung vorteilhaft ist, unter besonderer Berücksichtigung der Besteuerung von Aktien.

  • Analyse der ertragssteuerlichen Behandlung von Aktien im Privat- und Betriebsvermögen.
  • Untersuchung der Bilanzierungsvorschriften und Auswirkungen von § 8b KStG.
  • Bewertung der Kosten und Formalitäten bei Gründung und Führung einer vermögensverwaltenden GmbH.
  • Durchführung von Vergleichsrechnungen unter variierenden Parametern wie Anlagebetrag und Rendite.
  • Erörterung des Thesaurierungseffekts und der steuerlichen Auswirkungen von Gewinnausschüttungen.

Auszug aus dem Buch

3.1.1.1 Behandlung von Veräußerungsgewinnen und Dividenden

Um die möglichen steuerlichen Vorteile der Aktienanlage über eine vermögensverwaltende GmbH bewerten zu können, ist es zunächst sinnvoll die grundlegenden Merkmale der ertragsteuerlichen Behandlung von Aktienbeteiligungen im Privatvermögen zu erörtern. Aus diesem Grund wird letztgenannte Besteuerungssystematik in Kapitel 3.1, nach einem kurzen Rückblick in die Historie, dargestellt.

Genauso wie zur gegenwärtigen Zeit zählten Dividenden vor 2009 zu den Einkünften aus Kapitalvermögen (§ 20 I Nr. 1 EStG a.F.).30 Die Besteuerung erfolgte mit dem sog. Halbeinkünfteverfahren, bei welchem 50 % dieser steuerfrei gestellt wurden (§ 20 I Nr. 1 i.V.m. § 3 Nr. 40 S. 1 lit. d EStG a.F.).31 Die andere Hälfte wurde auf Basis des persönlichen Einkommensteuersatzes erhoben.32 Hingegen waren Veräußerungsgewinne, nicht wie gegenwärtig als Einkünfte aus Kapitalvermögen, sondern als privates Veräußerungsgeschäft zu behandeln.33 Insofern folgte auch die Zurechnung zu den sonstigen Einkünften, womit die progressive Besteuerung einherging (§ 22 Nr. 2 i.V.m. § 23 I S. 1 Nr. 2 EStG a.F.).34

Ein elementarer Unterschied im Vergleich zur heutigen Behandlung war die steuerfreie Realisation von Aktiengewinnen, sofern zwischen dem An- und Verkauf ein komplettes Jahr verstrichen war (sog. Spekulationsfrist, § 23 I S. 1 Nr. 2 EStG a.F.). Steuerlich relevant kann diese frühere Besteuerungssystematik für alldiejenigen sein, welche Aktien seit einem Erwerb vor 2009 bis heute nicht verkauft haben (sog. „Grandfathering“).35

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt das aktuelle Niedrigzinsumfeld und die daraus resultierende Relevanz alternativer Anlageformen wie Aktien sowie das Ziel der Arbeit.

2. Die Abgrenzung des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs zur privaten Vermögensverwaltung: Erläutert die steuerrechtliche Abgrenzung zwischen privater Vermögensverwaltung und gewerblicher Tätigkeit.

3. Die Besteuerung von Aktien in Anbetracht der beteiligten Person: Analysiert die Besteuerung von Aktien im Privatvermögen sowie im Betriebsvermögen einer GmbH unter Berücksichtigung der Bilanzierung und des § 8b KStG.

4. Analyse der Vorteilhaftigkeit einer vermögensverwaltenden GmbH: Bewertet die Kosten und Faktoren, die über die Sinnhaftigkeit einer GmbH als Holding-Struktur für die private Vermögensverwaltung entscheiden.

5. Thesenförmige Zusammenfassung: Fasst die zentralen Erkenntnisse der Analyse in prägnanten Leitzsätzen zusammen.

Schlüsselwörter

Vermögensverwaltende GmbH, Aktien, § 8b KStG, Kapitalertragsteuer, Privatvermögen, Betriebsvermögen, Thesaurierung, Zinseszinseffekt, Veräußerungsgewinne, Dividenden, Doppelbesteuerung, Steuerbelastung, Streubesitzdividenden, Bilanzierung, Steuerersparnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die steuerliche Vorteilhaftigkeit der Verwaltung von Aktienvermögen in einer vermögensverwaltenden GmbH im Vergleich zur Direktanlage im Privatvermögen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Körperschaftsteuerrecht (insb. § 8b KStG), die Bilanzierung von Aktien, die steuerliche Abgrenzung zum Gewerbebetrieb und die Durchführung von Wirtschaftlichkeitsvergleichen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Prämissen aufzuzeigen, unter denen eine vermögensverwaltende GmbH finanziell attraktiver ist als eine private Aktienanlage, und dem Anleger Entscheidungshilfen an die Hand zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte Analyse der geltenden Steuergesetze sowie eine modellbasierte Vergleichsrechnung unter verschiedenen fiktiven Annahmen (Anlagehorizont, Rendite, Kapitalvolumen).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die rechtlichen Grundlagen der Vermögensverwaltung, die spezifische Besteuerung von Dividenden und Veräußerungsgewinnen in einer GmbH und vergleicht diese mit den steuerlichen Gegebenheiten für Privatanleger.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie vermögensverwaltende GmbH, Aktien, § 8b KStG, Thesaurierung und Steuerbelastung geprägt.

Warum ist die Höhe des Anlagebetrags für die GmbH-Gründung so relevant?

Da eine GmbH jährliche Fixkosten für Buchhaltung und Jahresabschluss verursacht, müssen die steuerlichen Vorteile, die sich aus der reinvestierten Thesaurierung ergeben, diese Kosten übersteigen, was bei geringem Kapital oft nicht der Fall ist.

Spielt die Art der Aktien (Wachstum vs. Dividende) eine Rolle für die GmbH?

Ja, da Veräußerungsgewinne bei Wachstumsaktien in der GmbH steuerbegünstigt sind, während Dividendenerträge bei der späteren Ausschüttung an den Gesellschafter einer zusätzlichen Steuerbelastung unterliegen können.

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Details

Titel
Die vermögensverwaltende GmbH als steuerliches Gestaltungsinstrument der Kapitalanlage
Untertitel
Eine ertragssteuerliche Aktienanalyse
Hochschule
Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg
Note
2,3
Autor
Richard Grün (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
71
Katalognummer
V1146857
ISBN (eBook)
9783346527493
ISBN (Buch)
9783346527509
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vermögensverwaltende GmbH
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Richard Grün (Autor:in), 2021, Die vermögensverwaltende GmbH als steuerliches Gestaltungsinstrument der Kapitalanlage, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1146857
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Leseprobe aus  71  Seiten
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