David Chalmers – Fehlende Qualia, Schwindende Qualia, Tanzende Qualia


Referat (Ausarbeitung), 2006

6 Seiten


Leseprobe

David Chalmers – Fehlende Qualia, Schwindende Qualia, Tanzende Qualia

In der Verschriftlichung des Referates zum Thema Qualia, soll Chalmers Position zu den drei oben genannten Möglichkeiten und der Möglichkeit einer Invertierten Qualia dargestellt werden. Dazu soll vorerst der Begriff der Qualia definiert werden, um im weiteren Verlauf anhand von zwei Gedankenexperimenten Chalmers Erläuterungen zu sammeln und zu hinterfragen.

1. Qualia

Thomas Metzinger definiert Qualia als „einfache mentale Zustände, die einen ganz bestimmten phänomenalen Gehalt besitzen, (Metzinger 1995, 323) oder in anderen Worten den ganz subjektiven Anteil eines Erlebnisses, welcher nur von der Person empfunden werden kann, die gerade das Erlebnis durchlebt (Metzinger 1995, 323). Die Qualia ist daher nur schwer in Worte zu fassen und ihre Existenz ist nicht gänzlich unstrittig.

2. Chalmers Ausgangspunkt

Chalmers nimmt an, dass unter Umständen die funktionale Organisation eines physischen Systems für Qualia verantwortlich sein könnte, da bewusste Erlebnisse eine physische Basis haben (Chalmers 1995, 367). Die funktionale Organisation wiederum soll ein abstraktes Modell der kausalen Interaktion zwischen Systembestandteilen darstellen, wobei es vor allem um die Anzahl der Bestandteile und deren Abhängigkeitsrelationen geht. In seinem Aufsatz verteidigt Chalmers das Prinzip der strukturellen Invarianz, welches davon ausgeht, dass zwei Systeme mit derselben funktionalen Organisation qualitativ identische Erlebnisse haben müssen gegen die Annahmen von invertierter, schwindender, fehlender und tanzender Qualia. In der ganzen Argumentation sei es jedoch wichtig, so Chalmers, darauf hinzuweisen, dass es keine entgültigen Beweise geben kann, da im Zusammenhang mit bewusstem Erleben nur die Plausibilität der Argumente überprüfbar sei (Chalmers 1995, 371).

3. Die Gedankenexperimente

3.1 Fehlende und invertierte Qualia

Da von einigen Wissenschaftlern angenommen wird, dass Systeme in einer entsprechenden Weise biochemisch zusammengesetzt sein müssen, damit sie Bewusstsein haben können (Chalmers 1995, 369) könnte, laut Chalmers ein System in einem Roboter aus Siliziumplättchen niemals Erlebnisse habe. Andere Wissenschaftler scheinen dahingegen Bewusstsein durchaus auch auf die Organisation des Systems zurückzuführen. Jedoch gehen diese Wissenschaftler davon aus, dass solche Erlebnisse sich von menschlichen stark unterscheiden. Hier kommt das Argument der invertierten und fehlenden Qualia ins Spiel.

3.1.1 Fehlende Qualia

Argumente, die von einer fehlenden Qualia ausgehen beziehen sich meist auf Systeme, die theoretische eine korrekte funktionale Organisation haben könnten, jedoch trotzdem nicht davon ausgegangen werden kann, dass diese Systeme bewusste Erlebnisse haben. Als Beispiel wird hier die Bevölkerung Chinas angeführt. Wie bereits oben angeführt kann nur die Plausibilität von Argumenten überprüft werden und dieses Beispiel verdeutlicht die Unplausibilität einer fehlenden Qualia.

[...]

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten

Details

Titel
David Chalmers – Fehlende Qualia, Schwindende Qualia, Tanzende Qualia
Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Autor
Jahr
2006
Seiten
6
Katalognummer
V114741
ISBN (eBook)
9783640160624
Dateigröße
428 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
David, Chalmers, Fehlende, Qualia, Schwindende, Tanzende
Arbeit zitieren
Sahar Farman (Autor), 2006, David Chalmers – Fehlende Qualia, Schwindende Qualia, Tanzende Qualia, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114741

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