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Gesellschaftliche Ausschließung und Partizipation, Integration und Exklusion

Titel: Gesellschaftliche Ausschließung und Partizipation, Integration und Exklusion

Hausarbeit , 2020 , 6 Seiten , Note: 2.0

Autor:in: Samira Kluge (Autor:in)

Pädagogik - Integration
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Dieses Thesenpapier diskutiert unterschiedliche Thesen zu gesellschaftliche Ausschließung und Partizipation. In seinem Beitrag “Warum sich gerade jetzt mit sozialer Ausschließung befassen?” beschreibt Heinz Steinert zu Beginn, weshalb die Thematik rund um soziale Ausschließung eine solch hohe Bedeutung für die Soziale Arbeit und deren Sozialwissenschaften trägt. Diese Relevanz begründet er damit, dass gesellschaftlicher Ausschluss immer über eine gewisse Aktualität verfügt, wodurch wir, zumindest partiell, dauerhaft davon betroffen sind. Als konkretes Beispiel für diese bestehende Bedeutung nennen sowohl Cremer-Schäfer als auch Steinert die sogenannte “Flüchtlingskrise” und wie es dazu kommen kann, dass bestimmte Menschen kategorisch aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden sollen. Aus diesem Grund eines wiederkehrenden gemeinsamen Anschauungsbeispiels ist eine Kombination der hier verwendeten Beiträge auch besonders hilfreich für ein besseres Verständnis der Thematik.

These 1: Die gesellschaftliche, sowie politische Anwendung von Kategorisierung, also dem Erstellen bestimmter symbolischer Gruppen beziehungsweise Kategorien von Menschen, sowie das anschließende Einfügen bestimmter Gesellschaftsmitglieder*innen in eben diese ist ursächlich für eine Grenzziehung zwischen Adressat*innen innerhalb und
außerhalb dieser Kategorien.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Sozialer Ausschluss in der Gesellschaft und dessen Relevanz für die Sozialwissenschaften

2. Darstellung von Thesen zum Thema Integration und Exklusion

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Mechanismen gesellschaftlicher Ausschließung und deren Bedeutung für die Soziale Arbeit. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, wie Kategorisierung und politische Steuerungsprozesse zur Exklusion bestimmter Bevölkerungsgruppen beitragen und welche Funktion diese Ausschlussmechanismen für die Aufrechterhaltung gesellschaftlicher Stabilität oder politischer Macht ausüben.

  • Aktualität und Beständigkeit sozialer Ausschließung
  • Die Rolle der Kategorisierung und Etikettierung
  • Die zirkuläre Verbindung zwischen Integration und Exklusion
  • Politischer Nutzen von "Krisen" und sozialer Kontrolle
  • Legitimation von institutioneller Ausgrenzung

Auszug aus dem Buch

Darstellung von Thesen zum Thema Integration und Exklusion

These 1: Die gesellschaftliche, sowie politische Anwendung von Kategorisierung, also dem Erstellen bestimmter symbolischer Gruppen beziehungsweise Kategorien von Menschen, sowie das anschließende Einfügen bestimmter Gesellschaftsmitglieder in eben diese ist ursächlich für eine Grenzziehung zwischen Adressaten innerhalb und außerhalb dieser Kategorien.

Wie bereits kurz erläutert ist Kategorisierung oder auch Etikettierung der Vorgang, durch den bestimmte Gesellschaftsmitglieder einer spezifischen Kategorie, erstellt durch die Politik und deren Organisationen, zugeordnet werden. Dabei werden sie beispielsweise je nach ähnlichem sozialen Hintergrund, ähnlicher Lebensweisen oder auch Bewältigungsstrategien der (vermeintlich) passenden Gruppe zugeordnet, was in der Sozialen Arbeit beispielsweise den Vorteil hat, dass nicht für jeden Adressaten gesonderte Maßnahmen erstellt werden müssen, sondern diese bereits Gruppenspezifisch erstellt wurden und lediglich noch angewandt werden müssen, sie spart also Interventionsmaßnahmen.

Für die Betroffenen entsteht durch diese Zuordnung jedoch eine deutlich negativere Folge, so erfolgt dadurch unmittelbar eine Art Grenzziehung - Helga Cremer-Schäfer bezeichnet diesen Vorgang hier als “Aufspaltung” der Gesellschaft (zit. Cremer-Schäfer, 2019, S.68) - zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen. Als Anschauungsbeispiel für diesen Vorgang nennen sowohl Steinert als auch Cremer-Schäfer das Beispiel der “Flüchtlingskrise”, an dem diese Grenzziehung besonders deutlich zu werden scheint.

Durch Kategorisierung wird hier ein gesellschaftliches Denken von “Wir (also in diesem Fall die in Deutschland geborenen Menschen) gegen die Anderen” (hier also die sogenannten Flüchtlinge) oder auch in besonders extremen Fällen von “Freund gegen Feind” (zit. Cremer-Schäfer, 2019, S. 68) erzeugt, wodurch sich unmittelbar voneinander abgegrenzt wird. Diese drastische Distanzierung voneinander entsteht dabei meistens, wenn eine Kategorie zusätzlich eine negative Assoziation zugewiesen bekommt, was die Denkweise von “gut und schlecht” noch zusätzlich verstärkt.

Kategorisierung stellt somit zumindest immer eine Begleiterscheinung von sozialem Ausschluss dar (vgl. Steinert, 2000, S. 16f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Sozialer Ausschluss in der Gesellschaft und dessen Relevanz für die Sozialwissenschaften: Dieses Kapitel erläutert die hohe Bedeutung des Themas soziale Ausschließung für die Soziale Arbeit und diskutiert die Aktualität des Begriffs anhand aktueller gesellschaftlicher Phänomene.

2. Darstellung von Thesen zum Thema Integration und Exklusion: Hier werden vier zentrale Thesen aufgestellt und analysiert, die den Zusammenhang zwischen Kategorisierung, politischer Steuerung, sozialer Kontrolle und dem zirkulären Verhältnis von Inklusion und Exklusion beleuchten.

Schlüsselwörter

Sozialer Ausschluss, Exklusion, Integration, Kategorisierung, Etikettierung, Soziale Arbeit, Flüchtlingskrise, Gesellschaftliche Spaltung, Politische Steuerung, Soziale Kontrolle, Machtausübung, Innere Verbannung, Kriminalisierung, TINA-Prinzip, Globalisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Hintergründen und den gesellschaftlichen Mechanismen von sozialer Ausschließung und deren enger Verknüpfung mit Integrationsprozessen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind Kategorisierung, die politische Instrumentalisierung von Krisen, die Rolle von Institutionen bei der sozialen Kontrolle und die wechselseitige Abhängigkeit von Inklusion und Exklusion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, mittels Thesen aus der Fachliteratur zu zeigen, dass soziale Exklusion kein bloßes Fehlverhalten Einzelner ist, sondern ein systematisches Werkzeug der politischen und institutionellen Steuerung.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit nutzt eine thesenbasierte Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Texten von Heinz Steinert und Helga Cremer-Schäfer, um theoretische Konzepte auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen anzuwenden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden vier Thesen zur Kategorisierung, zum zirkulären Zusammenhang von Integration und Ausschluss sowie zum politischen und institutionellen Nutzen von Exklusion detailliert hergeleitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Kategorisierung, soziale Kontrolle, Exklusion und der politische Handlungsspielraum bei der Konstruktion gesellschaftlicher Krisen.

Warum spielt die sogenannte "Flüchtlingskrise" eine Rolle in der Argumentation?

Das Beispiel dient als konkreter Anschauungsfall, um zu verdeutlichen, wie durch politische Kategorisierung und Etikettierung eine gesellschaftliche Grenzziehung zwischen einem "Wir" und den "Anderen" forciert wird.

Inwiefern ist Integration laut der Arbeit ein Widerspruch in sich?

Die Arbeit argumentiert, dass Integrationsmaßnahmen erst dann notwendig werden, wenn zuvor eine Kategorie von "Ausgeschlossenen" definiert wurde, womit Integration und Exklusion als zirkulärer Prozess betrachtet werden.

Was bedeutet der Begriff der "inneren Verbannung"?

Dieser Begriff beschreibt die Unterbringung von Menschen in Institutionen mit einsperrendem Charakter, wie etwa Gefängnissen, um sie dort mittels Stigmatisierung sozial zu kontrollieren.

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Details

Titel
Gesellschaftliche Ausschließung und Partizipation, Integration und Exklusion
Note
2.0
Autor
Samira Kluge (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
6
Katalognummer
V1147444
ISBN (eBook)
9783346527196
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Inklusion Exklusion gesellschaftliche Teilhabe Partizipation Soziale Arbeit Thesenpapier
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Samira Kluge (Autor:in), 2020, Gesellschaftliche Ausschließung und Partizipation, Integration und Exklusion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1147444
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Leseprobe aus  6  Seiten
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