Diese Arbeit sieht vor, einen beliebigen Entwicklungstest mit einem Kind durchzuführen, auszuwerten und zu interpretieren. In dieser Arbeit wurde ein Kind im Alter von drei Jahren und sechs Monaten ausgewählt. Mithilfe des non-verbalen Intelligenztestes SON-R 2.5-7 (nach Snjider-Oomen) wurde die Testung durchgeführt und es wurde ein Förder- und Behandlungsplan erarbeitet. Bei dem Testverfahren SON-R 2.5-7 handelt es sich um einen nonverbalen Intelligenztest, der für Kinder zwischen zweieinhalb und sieben Jahren geeignet ist.
Zu Beginn wird das Testverfahren in dieser Studienarbeit genauer beschrieben. Im Anschluss daran werden unter anderem die Testdurchführung sowie die Testauswertung detailliert beschrieben und erläutert. Am Ende wird ein Förder- und Behandlungsplan unter Berücksichtigung der Ergebnisse und der ICF-CY orientierten Grobziele erstellt.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Der SON-R 2.5 – 7
Testaufbau des SON-R 2.5 – 7
Durchführung
1. Interpretation und Auswertung
Testdurchführung (SON-R 2.5 – 7)
Beschreibung der IST-Situation
Das Setting
Die Auswertung
ICF-CY orientierte Grobziele
Arbeitshypothesen
Smarte Feinziele
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die praktische Anwendung, Auswertung und Interpretation des nonverbalen Intelligenztestes SON-R 2.5 – 7 bei einem dreieinhalbjährigen Kind, um daraus einen fundierten Förder- und Behandlungsplan abzuleiten.
- Methodische Durchführung von Intelligenztests bei Kleinkindern
- Anwendung des nonverbalen Testverfahrens SON-R 2.5 – 7
- Verhaltensbeobachtung und Interpretation von Testergebnissen
- Ableitung ICF-CY orientierter Grobziele
- Erstellung konkreter Förder- und Behandlungspläne (Smarte Feinziele)
Auszug aus dem Buch
Der SON-R 2.5 – 7
Bei dem SON-R 2.5 – 7 nach Snijder-Oomen handelt es sich um einen sprachfreien Intelligenztest für Kinder im Alter zwischen zweieinhalb und sieben Jahren (Tellegen, Laros & Petermann, 2007). Sowohl die den Test durchführende Person als auch das zu testende Kind müssen weder sprechen noch schreiben. Das Testmaterial besitzt keine verbale Komponente (Laschkowski et al., 2000; Tellegen et al., 2007).
Somit eignet sich der Test optimal für die Untersuchung von Personen mit eingeschränkten kommunikativen Fähigkeiten, mit eingeschränkten Deutschkenntnissen oder mit bestimmten Verhaltensauffälligkeiten (Tellegen et al., 2007). Der SON-R 2.5 – 7 beinhaltet die sechs Untertests: Mosaike, Kategorien, Puzzles, Analogien, Situationen und Zeichenmuster (Tellegen et al., 2007).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Vorstellung des Kontextes der Studienarbeit im Rahmen des Studiengangs Transdisziplinäre Frühförderung und der Zielsetzung der Testdurchführung.
Der SON-R 2.5 – 7: Theoretische Einführung in das sprachfreie Testverfahren und dessen Eignung für spezielle Zielgruppen.
Testaufbau des SON-R 2.5 – 7: Beschreibung der sechs Untertests und der methodischen Vorgehensweise bei der Testkonstruktion.
Durchführung: Erläuterung der Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Testung, inklusive der Interaktionsregeln für den Testleiter.
1. Interpretation und Auswertung: Erläuterung der statistischen Kennwerte, insbesondere des SON-IQ und der Handhabung der Bewertungsformulare.
Testdurchführung (SON-R 2.5 – 7): Dokumentation der praktischen Testung am Kind inklusive der Ist-Situation.
Beschreibung der IST-Situation: Darstellung der persönlichen Voraussetzungen und des Entwicklungsstandes des Probanden.
Das Setting: Beschreibung der diagnostischen Rahmenbedingungen im häuslichen Umfeld.
Die Auswertung: Analyse der erzielten Testergebnisse und Beobachtung der Verhaltensweisen während der Testphase.
ICF-CY orientierte Grobziele: Definition übergeordneter Förderziele unter Verwendung der ICF-CY Klassifikation.
Arbeitshypothesen: Verknüpfung beobachteter Ressourcen mit konkreten Maßnahmen und zu erwerbenden Kompetenzen.
Smarte Feinziele: Operationalisierung der Förderziele in konkrete, zeitlich definierte Schritte für verschiedene Bereiche.
Schlüsselwörter
SON-R 2.5 – 7, Frühförderung, Intelligenztest, Förderdiagnostik, Nonverbaler Test, ICF-CY, Förderplan, Kindesentwicklung, Verhaltensbeobachtung, Testauswertung, Snijder-Oomen, Konzentration, Stiftführung, Pädagogische Diagnostik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?
Die Arbeit dokumentiert die Durchführung und Auswertung eines Intelligenztestes (SON-R 2.5 – 7) bei einem dreieinhalbjährigen Kind im Rahmen des Moduls "Der Prozess der Frühförderung".
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Förderdiagnostik, der methodischen Anwendung sprachfreier Testverfahren und der anschließenden Erstellung eines individuellen Förder- und Behandlungsplans.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Entwicklungsstand des Kindes mittels eines standardisierten Verfahrens objektiv zu erfassen und auf Basis der Ergebnisse spezifische, ICF-CY-orientierte Förderziele zu formulieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Verwendet wird das Testverfahren SON-R 2.5 – 7, ergänzt durch strukturierte Verhaltensbeobachtung und eine fallbezogene Förderplanung.
Was umfasst der inhaltliche Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Vorstellung des Tests, die detaillierte Dokumentation des Settings, die Auswertung der Testergebnisse sowie die Ableitung von Arbeitshypothesen und feinzielorientierten Maßnahmen.
Wodurch lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit zeichnet sich durch den Praxisbezug der Frühförderung, die direkte Anwendung an einem Fallbeispiel und die konsequente Ausrichtung an ICF-CY-Kriterien aus.
Wie reagierte das Kind auf die Testung in seinem Zuhause?
Das Kind zeigte zu Beginn eine ausgeprägte Neugier und Freude am Testmaterial, wobei die Motivation im Verlauf der anspruchsvoller werdenden Aufgaben schwankte, was durch Pausen und Interventionen des Testleiters aufgefangen wurde.
Welche Auffälligkeiten wurden bei der Stiftführung identifiziert?
Das Kind zeigte Defizite in der Feinmotorik, insbesondere beim Greifen des Stifts mit den Fingerspitzen sowie bei der Durchführung präziser waagerechter, senkrechter und kreisender Linienführungen.
Welchen Stellenwert nimmt die ICF-CY Klassifikation in dieser Arbeit ein?
Die ICF-CY dient als wissenschaftlicher Rahmen, um die Grobziele der Förderung präzise zu definieren und eine internationale Vergleichbarkeit der funktionalen Gesundheit des Kindes zu gewährleisten.
- Arbeit zitieren
- Finn-Hendrik Stegen (Autor:in), 2020, Förder- und Behandlungsplan mit dem SON-R 2.5-7 nach Snjider-Oomen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1147651