Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich besonders mit der Bedeutung von Gesundheit in der Gerontologie, da sich besonders Menschen im höheren Alter mit einer verschlechternden Gesundheit konfrontiert fühlen. Mit der Fragestellung "Der Zusammenhang zwischen dem subjektiven und objektiven Gesundheitszustand im Verlauf der zweiten Lebenshälfte“ soll geklärt werden, ob ein Zusammenhang zwischen der subjektiven Bewertung und der objektiven Gesundheit
besteht und wie dieser mit bestimmten Faktoren wie der funktionalen Gesundheit, depressiven Symptomen und chronischen Erkrankungen korreliert.
Inhaltsverzeichnis
2. Einleitung und Fragestellung
2. Methode
3. Theoretischer Hintergrund
3.1. Definitionen von Gesundheit
3.2. Das Salutogenese-Modell
4. Aktueller Forschungsstand
4.1. Subjektive und objektive Gesundheit und deren Forschungsansätze
4.2. Gesundheit in Deutschland aktuell (GEDA 2014/2015-EHIS)
4.3. Deutscher Alterssurvey (DEAS 1996, 2002, 2008 und 2014)
4.3.1. Zur funktionalen Gesundheit
5. Diskussion und Praxisbezug
6. Literaturverzeichnis
6.1. Internetquellen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der subjektiven Einschätzung des eigenen Gesundheitszustands und objektiven Gesundheitsindikatoren bei Menschen in der zweiten Lebenshälfte. Dabei wird analysiert, inwieweit Faktoren wie funktionale Gesundheit, chronische Erkrankungen und depressive Symptome die Selbstwahrnehmung beeinflussen.
- Bedeutung von Gesundheit im Alter und gerontologische Perspektiven
- Vergleich zwischen subjektiver Selbsteinschätzung und objektiven Parametern
- Analyse der Daten aus den Studien GEDA und dem Deutschen Alterssurvey (DEAS)
- Einfluss von sozioökonomischen Faktoren wie Bildung auf das Gesundheitserleben
- Diskussion von geschlechtsspezifischen Unterschieden im Gesundheitsverständnis
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung und Fragestellung
Was stellt für Menschen das wichtigste im Leben dar? Laut dem Werte-Index 2020 ist es für die Meisten die Gesundheit. Je älter der Mensch wird, desto wichtiger scheint der Wert der Gesundheit zu werden (vgl. Wippermann, Krüger, 2020). Dabei definiert jedes Individuum Gesundheit anders und bewertet sie anhand des eigenen Wohlbefindens, der Lebenszufriedenheit und der körperlichen, sowie der psychischen Verfassung. Selbst wenn die äußeren Lebensbedingungen nahezu perfekt sind, kann sich eine Person trotzdem subjektiv krank fühlen. Unterschiedliche Individuen können auch bei gleicher vorhandener Krankheit, den eigenen Gesundheitszustand divergent bewerten. Zwar korreliert eine gute Gesundheit mit einer höheren Lebenszufriedenheit, jedoch ist nicht jede (chronisch) erkrankte Person zwangsläufig unglücklich (vgl. Bergmann, Wiegel, 2020, o.S.).
Selbst für sämtliche Wissenschaftsdisziplinen, die sich mit dem menschlichen Leben befassen, stellt Gesundheit einen zentralen Aspekt dar. Insbesondere durch die stetige Bevölkerungsalterung beschäftigen sich diverse Studien mit Fragen der individuellen und gesellschaftlichen Gesundheit. Der Fokus liegt dabei meistens bei Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit und zur Verlängerung einer gesunden Lebenszeit (z.B. Brandt et al. 2012; Hank et al. 2013; Deindl et al. 2016; Kaschowitz & Brandt 2017). Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich besonders mit der Bedeutung von Gesundheit in der Gerontologie, da sich besonders Menschen im höheren Alter mit einer verschlechternden Gesundheit konfrontiert fühlen (vgl. Lazarevič, 2019, S.1).
Zusammenfassung der Kapitel
2. Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel führt in die Relevanz des Gesundheitsbegriffs ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach dem Zusammenhang von subjektiver und objektiver Gesundheit.
2. Methode: Hier wird das Vorgehen bei der Literaturrecherche und der Analyse der verwendeten Quellen während des Zeitraums der Corona-Pandemie dargelegt.
3. Theoretischer Hintergrund: Dieser Abschnitt erläutert verschiedene Gesundheitsdefinitionen, insbesondere der WHO, sowie das salutogenetische Modell nach Aaron Antonovsky.
4. Aktueller Forschungsstand: Das Kapitel gibt einen Überblick über Forschungsansätze zur subjektiven Gesundheit und stellt Ergebnisse aktueller Studien wie GEDA und DEAS vor.
5. Diskussion und Praxisbezug: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, wobei besonders der Einfluss von Bildung und geschlechtsspezifischen Unterschieden auf die subjektive Wahrnehmung beleuchtet wird.
6. Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Fachbücher und wissenschaftlichen Quellen.
Schlüsselwörter
Gesundheitspsychologie, Subjektive Gesundheit, Objektive Gesundheit, Zweite Lebenshälfte, Salutogenese, GEDA, Deutscher Alterssurvey, Funktionale Gesundheit, Lebenszufriedenheit, Gerontologie, Chronische Erkrankungen, Sozioökonomischer Status, Gesundheitsförderung, Response Shift, Lebensqualität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Menschen in der zweiten Lebenshälfte ihren Gesundheitszustand bewerten und wie dieser mit objektiven körperlichen Parametern sowie funktionalen Einschränkungen korreliert.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten gehören das Salutogenese-Modell, die Bedeutung von Bildung für das Gesundheitserleben und die Analyse repräsentativer Gesundheitsstudien wie der DEAS und der GEDA-Studie.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es zu klären, ob ein signifikanter Zusammenhang zwischen der subjektiven Selbsteinschätzung und der objektiven Gesundheit besteht und welche Faktoren diesen Zusammenhang beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse unter Einbeziehung relevanter Datenbanken und aktueller gerontologischer Forschungsergebnisse.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Fundierung durch das Salutogenese-Modell sowie der detaillierten Auswertung von Forschungsdaten zur Gesundheit in Deutschland im Altersverlauf.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Gesundheitspsychologie, subjektive/objektive Gesundheit, funktionale Gesundheit und der Deutsche Alterssurvey.
Wie unterscheidet sich die Einschätzung der Gesundheit zwischen den Geschlechtern?
Frauen schätzen ihre Gesundheit oft geringfügig schlechter ein als Männer, wobei dies stärker mit der funktionalen Gesundheit korreliert und durch unterschiedliche Gesundheitsverständnisse geprägt sein kann.
Welche Rolle spielt die Bildung für das Gesundheitserleben?
Bildung wirkt als zentrale Gesundheitsressource; Personen mit höherem Bildungsgrad berichten häufiger von einer guten subjektiven Gesundheit, selbst wenn objektive Einschränkungen vorliegen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Der Zusammenhang zwischen dem subjektiven und objektiven Gesundheitszustand im Verlauf der zweiten Lebenshälfte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1147677