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Geschlechterrollen und Geschlechterkonflikte in Goethes "Heidenröslein"

Title: Geschlechterrollen und Geschlechterkonflikte in Goethes "Heidenröslein"

Term Paper , 2021 , 12 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Patricia Schubert (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Das Gedicht "Heidenröslein" entstand um ca. 1770/1771 während Goethes Studentenzeit in Straßburg. Veröffentlicht wurde sein Werk jedoch erst im Jahre 1789. Das "Heidenröslein" ist eines der bekanntesten und am meist vertonten Werke Goethes und zählt zur Gattung Volkslieder, ist aber auch in der Rubrik der Kinder- und Liebeslieder wiederzufinden.

In der Hausarbeit geht es um die Analyse und Interpretation des Gedichtes "Heidenröslein" von Goethe. Im Vordergrund der Arbeit steht die Geschlechterbeziehung zwischen dem Knaben und dem Rösslein. Des weitere wird der Aspekt betrachtet, dass das Gedicht einen Akt der Vergewaltigung darstellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Heidenröslein“: Darstellung sexueller Gewalt

2.1. Geschlechterrolle und Geschlechterkonflikt zur Entstehungszeit von Goethes „Heidenröslein“

2.2. „Sah ein Knab ´ein Röslein stehn“

- Beginn einer sehnsuchtsvollen Liebe

2.3. „Knabe sprach: ich breche dich“

- Darstellung Täter „der Knabe“ und Opfer „das Röslein“

2.4. „Und der wilde Knabe brach“

- Akt der Vergewaltigung

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, Goethes „Heidenröslein“ einer kritischen Analyse zu unterziehen, um aufzuzeigen, dass das Werk als verschlüsselte Darstellung eines sexuellen Übergriffs zu lesen ist. Dabei wird der Fokus besonders auf die Machtverhältnisse zwischen den Protagonisten und die historischen Geschlechterrollen gelegt.

  • Analyse der Geschlechterrollen und -konflikte im 18. Jahrhundert
  • Deutung der Metaphorik im „Heidenröslein“
  • Untersuchung der Täter-Opfer-Dynamik zwischen Knabe und Röslein
  • Kritische Einordnung des Gedichtes als literarische Darstellung sexueller Gewalt

Auszug aus dem Buch

2.4. „Und der wilde Knabe brach“

Kommen wir nun zur letzten Strophe des Gedichtes in welcher der Gewaltakt durch den Knaben am Röslein vollzogen wird. Nachdem sich das Röslein in der zweiten Strophe gegen den Knaben vergeblich versucht hat zu wehren, vollzieht dieser nun sein Vorhaben und bricht das Röslein (V.15). Dabei wird er als sehr wild beschrieben. Bricht man eine Rose von ihrem dazugehörigen Strauch ab, hat dies zum einen zur Folge, dass die Rose ihre Energiezufuhr verliert und daraufhin eingeht und zum anderen man riskiert durch die Dornen verletzt zu werden. Übertragen wir dies auf das Mädchen, bedeutet es, dass sie keine neue Kraft mehr aufbringen kann, um sich aus den Fängen des Mannes zu befreien. Das Abbrechen einer Blume, in diesem Fall der Rose, steht außerdem für die ersten sexuellen Erfahrungen eines Mädchens. Jedoch lässt es sich hierbei schnell erahnen, dass dies nicht unter beiderseitigem Einverständnis erfolgt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die aktuelle Forschungsdebatte zum „Heidenröslein“ ein und stellt die These auf, dass das Gedicht eine verschlüsselte Vergewaltigung thematisiert.

2. „Heidenröslein“: Darstellung sexueller Gewalt: Dieses Kapitel analysiert das Gedicht anhand der historischen Geschlechterrollen und der zentralen Metaphorik in den verschiedenen Strophen.

2.1. Geschlechterrolle und Geschlechterkonflikt zur Entstehungszeit von Goethes „Heidenröslein“: Hier wird das Rollenverständnis des 18. Jahrhunderts beleuchtet, in dem die Frau dem Mann untergeordnet war.

2.2. „Sah ein Knab ´ein Röslein stehn“: Die Analyse dieser Strophe konzentriert sich auf die Begriffe „Knabe“ und „Röslein“ sowie den Beginn der einseitigen Annäherung.

2.3. „Knabe sprach: ich breche dich“: Dieser Abschnitt untersucht die aggressive Absicht des Knaben und den Widerstand des Rösleins als Verteidigung gegen sexuelle Gewalt.

2.4. „Und der wilde Knabe brach“: Das Kapitel behandelt den vollzogenen Akt der Gewalt und die Interpretation des „Brechens“ als erzwungenen sexuellen Übergriff.

3. Fazit: Das Fazit bestätigt die These der Arbeit und betont, dass das „Heidenröslein“ nicht als unschuldiges Kinderlied, sondern als Darstellung einer folgenlosen Straftat gelesen werden sollte.

Schlüsselwörter

Goethe, Heidenröslein, Geschlechterrollen, sexuelle Gewalt, Vergewaltigung, Metaphorik, 18. Jahrhundert, Täter, Opfer, Machtverhältnisse, Literaturanalyse, Geschlechterkonflikt, Volkslied, Weiblichkeit, Männlichkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Neuinterpretation von Johann Wolfgang von Goethes „Heidenröslein“ und prüft die These, dass das Gedicht eine verschlüsselte Darstellung von sexueller Gewalt gegen ein Mädchen ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf den Geschlechterrollen des 18. Jahrhunderts, der metaphorischen Sprache des Gedichtes sowie der Untersuchung der Machtdynamik zwischen den Protagonisten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin oder der Autor?

Ziel ist es, nachvollziehbar aufzuzeigen, dass das Handeln des Knaben nicht als Liebeswerbung, sondern als gewaltsamer Übergriff zu werten ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine textnahe Analyse der verschiedenen Strophen des Gedichtes durchgeführt, die durch Fachliteratur und historische Recherchen zu den Geschlechterverhältnissen des Entstehungszeitraums gestützt wird.

Welche inhaltlichen Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einbettung der Geschlechterrollen und eine strophische Analyse, in der die Entwicklung vom ersten „Sehen“ über die „Drohung“ bis hin zum vollzogenen „Brechen“ aufgezeigt wird.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Geschlechterkonflikt, sexuelle Gewalt, Metaphorik, Täter-Opfer-Struktur und die Dekonstruktion des „Heidenröslein“-Mythos als Kinderlied bestimmt.

Warum wird das Gedicht explizit nicht als Kinderlied eingestuft?

Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass das Gedicht Gewalt verherrlicht oder verharmlost, was ein falsches und gefährliches Bild an Kinder vermitteln könnte.

Wie wird die Rolle des Rösleins in der zweiten Strophe gedeutet?

Das Röslein wird nicht nur als Naturmetapher gesehen, sondern auch als „Burg“, deren Dornen als bewusster und gewaltsamer Verteidigungsmechanismus gegen den Angreifer interpretiert werden.

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Details

Title
Geschlechterrollen und Geschlechterkonflikte in Goethes "Heidenröslein"
College
Free University of Berlin
Grade
1,7
Author
Patricia Schubert (Author)
Publication Year
2021
Pages
12
Catalog Number
V1147685
ISBN (eBook)
9783346528278
ISBN (Book)
9783346528285
Language
German
Tags
geschlechterrollen geschlechterkonflikte goethes heidenröslein
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patricia Schubert (Author), 2021, Geschlechterrollen und Geschlechterkonflikte in Goethes "Heidenröslein", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1147685
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