Fr. … möchte sich in … als Ergotherapeutin mit folgenden Therapieangeboten:
• Einzel- und Gruppentherapie
• Sensomotorisch – perzeptive Therapie
• Motorisch funktionelle Therapie
• Psychisch – funktionelle Therapie
• Hirnleistungstraining
mit einer eigenen Praxis selbstständig machen. Darüber hinaus wird sie noch Zusatzangebote in Form von Atemtherapie, Sehtraining und Entspannungstechniken anbieten. Als ausgebildete Ergotherapeutin mit diversen Praktika, Berufserfahrung und zusätzlichen Weiterbildungen im ergotherapeutischen Bereich bringt sie die entsprechenden fachlichen Voraussetzungen mit. Das Therapieangebot richtet sich an Kinder und Erwachsene.
In … und Umgebung gibt es keine Praxis für Ergotherapie, sodass Patienten auf die nächstgelegenen Städte …, … und … ausweichen müssen und dort – wie Frau … in ihrem Praktikum erkannt hat – lange Wartezeiten auf einen Therapieplatz in Kauf nehmen. Diese Unterversorgung in der Region und der stetig wachsende Bedarf dieser Therapieformen bietet somit einen optimalen Markt für das Angebot der Gründerin.
Erster Kunde - und erste Referenz - wird ihr ehemaliger Arbeitgeber sein. Dieser will sie auch beim Geschäftsaufbau unterstützen, indem er in seiner Einrichtung künftig Ergotherapie anbieten wird und die Gründerin mit den verordneten Therapien beauftragt wird.
Der Standort ist die Stadt … mit rund … Einwohnern im Landkreis ... und vielen kleinen umliegenden Dörfern. In unmittelbarer Umgebung befindet sich die Kleinstadt … mit rund … Einwohnern und einer Praxis für Ergotherapie, … hat circa … Einwohner und verfügt ebenfalls über nur eine ergotherapeutische Praxis. Zum Vergleich sind es in … acht Praxen auf rund … Einwohner
Inhaltsverzeichnis
1. Zusammenfassung
2. Gründerpersönlichkeit
2.1. Fachliche Qualifikation
2.2. Persönliche Eigenschaften
3. Geschäftsidee
3.1. Definition
3.2. Gründungsvorhaben
4. Markt und Wettbewerb
4.1. Branche
4.2. Standort
4.3. Kunden
4.4. Kundennutzen
4.5. Mitbewerber
5. Marketing und Vertrieb
6. Finanzierung
6.1. Investitionsplanung
6.2. Einnahmen - Ausgabenplanung
7. Unternehmensorganisation
7.1. Gründungsart und Rechtsform
7.2. Anmeldeformalitäten
7.3. Forderungsmanagement
8. Ausblick
9. Arbeitshilfen
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieses Businessplans ist die fundierte Darlegung der Existenzgründung einer eigenständigen ergotherapeutischen Praxis. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei auf die Realisierbarkeit unter Berücksichtigung der bestehenden Unterversorgung in der gewählten Region und der eigenen fachlichen sowie betriebswirtschaftlichen Qualifikationen der Gründerin.
- Analyse der Gründerpersönlichkeit und fachlichen Qualifikation
- Marktanalyse und Wettbewerbssituation im ergotherapeutischen Sektor
- Darstellung des Gründungsvorhabens und der Leistungsangebote
- Finanzierungs- und Investitionsplanung
- Struktur der Unternehmensorganisation und rechtliche Rahmenbedingungen
Auszug aus dem Buch
3.1. Definition
Die Ergotherapie (v. griech. ἔργον, altgr. Aussprache érgon, „Werk“, „Arbeit“ und θεραπεία, altgr. Aussprache therapeía, „Dienst“, „Behandlung“) ist ein medizinisches Heilmittel und wird bei gesundheitlich beeinträchtigten Menschen mit motorisch funktionellen, sensomotorisch-perzeptiven, neuropsychologischen, neurophysiologischen oder psychosozialen Störungen vom Arzt verschrieben.
„Ergotherapie unterstützt und begleitet Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind, bei für sie bedeutungsvollen Betätigungen mit dem Ziel, sie in der Durchführung dieser Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer persönlichen Umwelt zu stärken. Hierbei dienen spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung dazu, dem Menschen Handlungsfähigkeit im Alltag, gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu ermöglichen." (Neue Definition der Ergotherapie Feb. 2007)
Durch Verbesserung, Wiederherstellung oder Kompensation der beeinträchtigten Fähigkeiten und Funktionen soll dem Patienten eine möglichst große Selbstständigkeit und Handlungsfreiheit im Alltag ermöglicht werden. Neben geeigneten Übungen soll auch der Einsatz von Hilfsmitteln dazu beitragen, dass die verbleibenden Fähigkeiten angepasst werden und so ein Optimum an Rehabilitation erreicht wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zusammenfassung: Übersicht über das Gründungsvorhaben der Ergotherapeutin Maria Muster inklusive einer Analyse der lokalen Marktbedarfe.
2. Gründerpersönlichkeit: Dokumentation der fachlichen Qualifikationen, praktischen Erfahrungen und persönlichen Erfolgseigenschaften der Gründerin.
3. Geschäftsidee: Definition der Ergotherapie als medizinisches Heilmittel und Beschreibung der spezifischen therapeutischen Angebote des Gründungsvorhabens.
4. Markt und Wettbewerb: Analyse der Branchenentwicklung, des Standortes sowie der Zielkunden und der bestehenden Konkurrenzsituation.
5. Marketing und Vertrieb: Beschreibung der Kommunikationsstrategie und Maßnahmen zur Steigerung des Bekanntheitsgrades im Rahmen wettbewerbsrechtlicher Vorgaben.
6. Finanzierung: Detaillierte Darstellung der Investitionsplanung sowie der Einnahmen- und Ausgabenkalkulation zur Sicherung der Liquidität.
7. Unternehmensorganisation: Erläuterung der Rechtsformwahl sowie der regulatorischen Anmeldeformalitäten für Heilmittelerbringer.
8. Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung der zukünftigen Chancen des Gründungsvorhabens unter Berücksichtigung des demografischen Wandels.
9. Arbeitshilfen: Tabellarische Vorlagen zur Ermittlung des Kapitalbedarfs sowie der Liquiditäts- und Rentabilitätsplanung.
Schlüsselwörter
Ergotherapie, Existenzgründung, Businessplan, Heilmittel, Selbstständigkeit, Praxisgründung, Finanzierung, Marktbetrachtung, Gesundheitswesen, Therapiespektrum, Standortanalyse, Wirtschaftlichkeitsplanung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Businessplan grundsätzlich?
Der Businessplan dient als konzeptionelle Grundlage für die geplante Neugründung einer ergotherapeutischen Praxis durch Frau Maria Muster.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die Qualifikation der Gründerin, die Marktanalyse, das therapeutische Leistungsspektrum, die Finanzierungsstruktur sowie die rechtliche Organisation der Praxis.
Was ist das primäre Ziel des Vorhabens?
Das primäre Ziel ist die Etablierung einer professionellen ergotherapeutischen Praxis zur Deckung der regionalen Unterversorgung bei gleichzeitigem Aufbau einer soliden finanziellen Basis für die Gründerin.
Welche wissenschaftliche bzw. fachliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Marktanalyse, der Auswertung statistischer Heilmitteldaten und der Anwendung betriebswirtschaftlicher Planungsmethoden für eine Freiberufler-Praxis.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Marktanalyse (Standort, Kunden), Marketingstrategie, Finanzplanung (Investitionen, Ausgaben) und die organisatorische Abwicklung der Praxisgründung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?
Wichtige Begriffe sind Ergotherapie, Existenzgründung, Heilmittel, Standortanalyse, Rentabilitätsvorschau und Praxismanagement.
Warum ist der Standort für die Gründerin besonders attraktiv?
Der gewählte Standort weist aktuell eine Unterversorgung an ergotherapeutischen Praxen auf, wodurch Patienten lange Wartezeiten in Kauf nehmen müssen, was der Gründerin einen optimalen Markteintritt ermöglicht.
Welche rechtliche Besonderheit gilt für die Ergotherapeutin bei der Gründung?
Die Ergotherapeutin übt einen Katalogberuf als Heilmittelerbringerin aus, ist damit gewerbesteuerbefreit und unterliegt nicht der Pflichtmitgliedschaft in der IHK, was die bürokratischen Anforderungen reduziert.
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- Diplom-Betriebswirtin (FH) und Master of Systems Engineering Andrea I. Mayer (Author), 2008, Businessplan Ergotherapie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114768