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Das "Antebellum Puzzle" - Gibt es eine positive Korrelation zwischen Reichtum und Körpergröße?

Reiche Akademikerkinder und arme Farmer: der Zusammenhang zwischen Einkommen, Urbanisierung und Körpergröße in den USA des 19. Jahrhunderts

Title: Das "Antebellum Puzzle" - Gibt es eine positive Korrelation zwischen Reichtum und Körpergröße?

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: M.A. Susanne Schalch (Author)

Economics - Case Scenarios
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Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit dem Mysterium des Antebellum Puzzle in
den USA. Als Antebellum Puzzle wird der Sachverhalt bezeichnet, dass die Amerikaner in einer Periode des stetigen wirtschaftlichen Wachstums körperlich geschrumpft sind. Entgegen den Erwartungen, dass ökonomisches Wachstum zu größerem Wohlstand, zu reichhaltigerer Ernährung und somit zu einem höheren biologischen Lebensstandard führt, nahm die Körpergröße der US-Amerikaner in der Zeitspanne zwischen 1830 und 1860 konstant ab. Somit scheint die Mutmaßung, dass höheres Einkommen proportional zu körperlichem Wachstum steht, widerlegt.
Dennoch ist bei Akademikern und bei Mitgliedern der oberen Bevölkerungsschichten
festzustellen, dass diese vom Rückgang der Körpergröße weniger stark betroffen
waren. Auf der anderen Seite sind aber auch Bauern, die nicht zur damaligen Oberschicht gehörten, weniger stark geschrumpft als die übrige Bevölkerung Amerikas. Wie passen diese beiden Aspekte des Antebellum Puzzle zueinander? Im Folgenden wird das Antebellum Puzzle unter diesen Gesichtspunkten betrachtet und erläutert. Der Argumentation liegt die Hypothese zugrunde, dass trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs eine relative Verschiebung zwischen Bevölkerungsgröße und der Nahrungsmittelproduktion stattfand und somit der Ernährungsstandard der breiten Bevölkerung nicht aufrechterhalten werden konnte. Diese Argumentationskette wird anhand verschiedener Texte von John Komlos, Richard Steckel und Timothy Cuff erläutert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Der biologische Lebensstandard

1.1 Das Mysterium des Antebellum Puzzle

1.2 Bevölkerungswachstum und Nahrungsmittelproduktion

2. Die Rolle des Geldes im Antebellum Puzzle

2.1 Explosion der Preise

2.2 Substitution der Nahrungsmittel

2.3 Reiche Akademikerkinder und arme Sklaven

3. Die Rolle der Urbanisierung im Antebellum Puzzle

3.1 Das epidemiologische Umfeld

3.2 Immigration

3.3 Die Autarkie der Farmer

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das sogenannte "Antebellum Puzzle", ein ökonomisches Paradoxon in den USA des 19. Jahrhunderts, bei dem trotz stetigen Wirtschaftswachstums die durchschnittliche Körpergröße der Bevölkerung sank. Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen Einkommen, Urbanisierung, Ernährungsweise und der physischen Statur zu ergründen und die Unterschiede zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu analysieren.

  • Biologischer Lebensstandard als Indikator für Wohlstand
  • Einfluss von Preisexplosionen und Nahrungssubstitution
  • Sozioökonomische Disparitäten (Akademiker vs. Sklaven)
  • Die Rolle der Urbanisierung und Bevölkerungsdichte
  • Auswirkungen der Marktintegration und Autarkie der Farmer

Auszug aus dem Buch

1.2 Bevölkerungswachstum und Nahrungsmittelproduktion

Die Bevölkerung der Vereinigten Staaten von Amerika wuchs von rund 13 Millionen im Jahre 1830 auf über 31 Millionen Menschen im Jahre 1860. Dies impliziert ein Wachstum von circa 140 Prozent in nur 30 Jahren.

Im dünn besiedelten Einwanderungsland Amerika herrschte bis ins 19. Jahrhundert ein Überfluss an Nahrung und das Verhältnis von Nahrungsmitteln zu der Anzahl der Konsumenten war relativ hoch. Ab circa 1830 jedoch wuchs die Bevölkerung mit solcher Geschwindigkeit, dass der Landwirtschaftssektor dem steigenden Bedürfnis nach Nahrung nicht mehr nachkommen konnte. Die Verfügbarkeit der Nährstoffe sank und aus diesem Grund konnte die breite Bevölkerung ihren Nahrungsmittelstandard nicht aufrechterhalten. Daraus resultierte der Rückgang der Körpergröße. Diese Hypothese ist heutzutage von vielen Wissenschaftlern geprüft und anerkannt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der biologische Lebensstandard: Einführung in die Körpergröße als Metrik für den biologischen Lebensstandard und Darstellung des Antebellum Puzzle.

1.1 Das Mysterium des Antebellum Puzzle: Detaillierte Beschreibung des Rückgangs der Körpergröße bei US-Amerikanern zwischen 1830 und 1860 trotz wirtschaftlichem Aufschwung.

1.2 Bevölkerungswachstum und Nahrungsmittelproduktion: Analyse des demografischen Wandels und dessen negativen Effekts auf die Nahrungsmittelverfügbarkeit.

2. Die Rolle des Geldes im Antebellum Puzzle: Untersuchung des Einkommenseinflusses auf die Fähigkeit, Nahrungsmittelengpässe zu kompensieren.

2.1 Explosion der Preise: Erläuterung des inflationären Preisanstiegs bei Lebensmitteln und dessen Auswirkung auf den Reallohn.

2.2 Substitution der Nahrungsmittel: Beschreibung, wie teure proteinreiche Lebensmittel durch günstigere Kalorienquellen ersetzt wurden.

2.3 Reiche Akademikerkinder und arme Sklaven: Vergleich unterschiedlicher sozialer Schichten und deren relativem Schutz vor dem Körpergrößenverlust.

3. Die Rolle der Urbanisierung im Antebellum Puzzle: Betrachtung der Land-Stadt-Diskrepanz hinsichtlich des biologischen Lebensstandards.

3.1 Das epidemiologische Umfeld: Diskussion des Einflusses von Bevölkerungsdichte und Krankheitsverbreitung.

3.2 Immigration: Analyse der Auswirkung von Massenimmigration auf Krankheitsverbreitung und Körpergröße.

3.3 Die Autarkie der Farmer: Erklärung, warum der geringere Marktzugang von Farmern zu einem besseren Ernährungsstatus führte.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Faktoren, die zum Rückgang des biologischen Lebensstandards führten.

Schlüsselwörter

Antebellum Puzzle, Körpergröße, biologischer Lebensstandard, 19. Jahrhundert, USA, Nahrungsmittelproduktion, Industrialisierung, Urbanisierung, Reallohn, Marktintegration, Ernährung, Bevölkerungsdichte, Sklaven, Farmer, Wirtschaftswachstum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Antebellum Puzzle, bei dem die Körpergröße der Amerikaner während einer wirtschaftlich prosperierenden Ära im 19. Jahrhundert abnahm.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen zählen Bevölkerungsdemografie, Nahrungsmittelökonomie, der Zusammenhang von Reallohn und Gesundheit sowie die sozioökonomische Differenzierung innerhalb der Bevölkerung.

Was ist die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, welche Faktoren für den Rückgang der Körpergröße trotz wachsenden Wohlstands verantwortlich waren und warum bestimmte Gruppen weniger stark betroffen waren.

Welche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine wissenschaftliche Analyse bestehender ökonomischer Daten, Statistiken und historischer Forschungsarbeiten von Experten wie Komlos, Steckel und Cuff.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Geldeinflusses (Preise, Substitution), der Urbanisierungseffekte (Epidemiologie, Immigration) und der Bedeutung der bäuerlichen Autarkie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Antebellum Puzzle, biologischer Lebensstandard, Bevölkerungsdichte, Nahrungsmittelknappheit und Marktabhängigkeit.

Warum schrumpften die Menschen trotz Wirtschaftswachstum?

Der Anstieg der Nahrungsmittelproduktion konnte nicht mit dem rasanten Bevölkerungswachstum Schritt halten, was zu einer Verschlechterung der Ernährungsqualität führte.

Welchen Einfluss hatten Farmer auf dieses Phänomen?

Farmer wiesen meist eine größere Statur auf, da ihre Autarkie sie vor den negativen Effekten des Marktes und der städtischen Versorgungsengpässe schützte.

Warum waren Sklaven weniger stark betroffen?

Sklavenhalter hatten ein ökonomisches Interesse am Erhalt der Arbeitskraft ihrer Sklaven und sorgten daher für eine adäquate, oft überdurchschnittliche Ernährung.

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Details

Title
Das "Antebellum Puzzle" - Gibt es eine positive Korrelation zwischen Reichtum und Körpergröße?
Subtitle
Reiche Akademikerkinder und arme Farmer: der Zusammenhang zwischen Einkommen, Urbanisierung und Körpergröße in den USA des 19. Jahrhunderts
College
LMU Munich  (VWL Lehrstuhl)
Course
Economic History of the United States
Grade
1,3
Author
M.A. Susanne Schalch (Author)
Publication Year
2007
Pages
18
Catalog Number
V114777
ISBN (eBook)
9783640162222
ISBN (Book)
9783640164011
Language
German
Tags
Antebellum Puzzle Gibt Korrelation Reichtum Körpergröße Economic History United States
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Susanne Schalch (Author), 2007, Das "Antebellum Puzzle" - Gibt es eine positive Korrelation zwischen Reichtum und Körpergröße?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114777
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