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Kate Millett und die zweite Welle des Feminismus. Inwiefern dient Sexualität als politisches Instrument zur Unterdrückung der Frau?

Titel: Kate Millett und die zweite Welle des Feminismus. Inwiefern dient Sexualität als politisches Instrument zur Unterdrückung der Frau?

Hausarbeit , 2021 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Ann-Sophie Reichhart (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Inwiefern dient Sexualität als politisches Instrument zur Unterdrückung der Frau? Die Theorie nach Kate Millett ist der radikalen Feminismusströmung zuzuordnen.

Zur Beantwortung der Fragestellung ist die Hausarbeit in zwei Kapitel unterteilt. Das erste Kapitel beschäftigt sich mit der Theorie der Sexualpolitik nach Kate Millett. Sie beginnt ihre Theorie der Sexualpolitik mit der Frage, ob die Beziehung zwischen den Geschlechtern überhaupt in einem politischen Licht gesehen werden dürfe. Anschließend wird auf die Fragestellung eingegangen und analysiert, inwiefern Sexualität als politisches Instrument zur Unterdrückung dient. Dabei wird vor allem der Einfluss von Vergewaltigungen, Prostitution, aber auch Pornografie thematisiert, welche nach Millett ein Zeichen der politischen Unterdrückung sind. Abschließend wird der Bezug zur Sexualpolitik geschaffen und auf die Rolle der Sexualpolitik in der heutigen Zeit eingegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Theorie der Sexualpolitik nach Kate Millett

2.1 Ideologischer Gesichtspunkt

2.2 Biologischer Gesichtspunkt

2.3 Soziologischer Gesichtspunkt

2.4 Klasse

2.5 Wirtschaftlicher und erzieherischer Gesichtspunkt

2.6 Gewalt

2.7 Anthropologischer Gesichtspunkt

2.8 Psychologischer Gesichtspunkt

3. Sexualität als politisches Instrument zur Unterdrückung der Frau

3.1 Das Verhältnis von Sexualität und Macht nach Kate Millett

3.2 Sexualität und Gewalt

3.3 Sexualität und die Ausübung von Macht- Prostitution, Vergewaltigung, sexueller Missbrauch und Pornografie

3.4 Sexualität als politisches Instrument- Die Sexualpolitik nach Kate Millet

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht auf Basis von Kate Milletts theoretischem Werk, inwiefern Sexualität als politisches Instrument zur Unterdrückung der Frau fungiert, und analysiert dabei die Machtstrukturen und deren Auswirkungen auf die Geschlechterbeziehungen.

  • Analyse der Sexualpolitik nach Kate Millett
  • Untersuchung von Machtstrukturen im Patriarchat
  • Kritische Beleuchtung von Sexualität als Herrschaftsinstrument
  • Thematisierung von Gewalt, Prostitution und Pornografie
  • Reflektion über gesellschaftliche Rollenbilder und Sozialisierung

Auszug aus dem Buch

2.1 Ideologischer Gesichtspunkt

Wirft man einen Blick auf die verschiedenen Demokratien auf dieser Welt, sowohl aktuelle als auch veraltete, so fällt auf, dass die Machtpositionen meist von Männern dominiert werden. Dies liegt an der sogenannten ideologischen Gewöhnung, welche genau dieses Phänomen beschreibt (vgl. Millett 1970, 40). Die Machtzuschreibung geschieht zwar durch freie Zustimmung der Bevölkerung, allerdings erfolgt diese nach einer strikt patriarchalischen Sexualpolitik, sodass verschiedene Faktoren unsere Wahl beeinflussen. Die Faktoren, nach welchen der Eingliederungsprozess in die Gesellschaft folgen, sind das Temperament, die Rolle und die Rangordnung (vgl. Millett 1970, 40).

Die Rangordnung, welche man nach Millett (1970, 41) als politische Komponente bezeichnen könnte, gewährleistet dem Mann einen höheren Rang als der Frau. Dies wird durch die männliche Überlegenheitshaltung begründet, welche eng mit der stereotypen Persönlichkeitsbildung korreliert. Dies führt zu dem zweiten Faktor, das Temperament, welches die psychologische Komponente ist. Das Temperament beschreibt die Bildung der Persönlichkeit, welche nach den schablonenhaften Dogmen feminin und maskulin erfolgt. So zeigt sich auch hier, dass den Männern z.B Intelligenz, Kraft und Tüchtigkeit zugewiesen wird, welche ideale Voraussetzungen für Machtpositionen sind. Ergänzt wird dies durch die soziologische Komponente, welche die (Sex-)Rolle beschreibt. Millett (1970, 41) beschreibt dies als eine Art Kodex, welcher jegliches Verhalten und die Handlungen der Geschlechter reglementiert. Bedingt dadurch werden der Frau andere Funktionen zugeordnet als dem Mann. “Ihre Rolle engt die Frau mehr oder weniger auf ihre biologische Funktion ein. Deshalb ist jede Tätigkeit, die als für den Menschen spezifisch bezeichnet werden kann [...] primär für den Mann vorgesehen.” (Millett 1970, 41). Somit wird dem Mann eine übergeordnete Rolle zuteil, während die Frau nur dem Erhalt der Nachkommen dient.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Geschlechtergleichstellung ein und definiert die Fragestellung zur Rolle von Sexualität als politisches Unterdrückungsinstrument auf Basis von Kate Milletts Thesen.

2. Die Theorie der Sexualpolitik nach Kate Millett: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen ideologischen, biologischen, soziologischen und psychologischen Komponenten, durch die Millett die männliche Vorherrschaft und die patriarchale Rangordnung begründet.

3. Sexualität als politisches Instrument zur Unterdrückung der Frau: Hier wird analysiert, wie Sexualität gezielt als Mittel zur Machtausübung eingesetzt wird, wobei insbesondere Prostitution, Vergewaltigung und Pornografie als Instrumente der Kontrolle hervorgehoben werden.

4. Schluss: Das Fazit fasst die Kernaussagen zusammen und reflektiert die Bedeutung von Milletts radikalen Ansätzen für ein tieferes Verständnis von Feminismus und gesellschaftlichem Wandel.

Schlüsselwörter

Sexualpolitik, Kate Millett, Patriarchat, Feminismus, Machtstrukturen, Geschlechterbeziehungen, Unterdrückung, Prostitution, Sexualität, Sozialisierung, Ideologie, Herrschaft, Gewalt, Körperpolitik, Geschlechterrollen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Sexualpolitik nach Kate Millett und untersucht, ob und wie Sexualität im patriarchalen System als politisches Instrument zur Unterdrückung von Frauen dient.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die patriarchale Machtverteilung, die Konstruktion von Geschlechterrollen, der Einfluss von Ideologien sowie die Nutzung von Sexualität als Instrument zur Kontrolle durch Gewalt oder ökonomische Abhängigkeiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die theoretischen Ansätze von Kate Millett darzulegen und die daraus resultierende Frage zu beantworten, inwiefern Sexualität als politisches Machtmittel innerhalb einer Zivilisation zur Unterdrückung der Frau eingesetzt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die auf den theoretischen Schriften von Kate Millett basiert, um ein komplexes gesellschaftspolitisches Phänomen wissenschaftlich einzuordnen und zu diskutieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen der Sexualpolitik nach Millett in verschiedenen Aspekten wie Biologie, Soziologie und Psychologie erörtert, gefolgt von einer praktischen Analyse der Sexualität als Unterdrückungsinstanz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sexualpolitik, Patriarchat, Machtstrukturen, Feminismus, Geschlechterrollen, Unterdrückung, Gewalt, Prostitution und der Leitsatz "Das Private ist Politisch".

Wie unterscheidet Millett zwischen biologischen und kulturellen Faktoren im Patriarchat?

Millett argumentiert, dass vermeintlich biologische Unterschiede innerhalb des Patriarchats gezüchtet bzw. durch soziale Ideologien verstärkt werden, um die Vormachtstellung des Mannes zu legitimieren.

Warum wird die Prostitution von Millett als Kontrollmechanismus betrachtet?

Millett sieht in der Prostitution eine sexuelle Verdinglichung, bei der Männer nicht nur Sex kaufen, sondern Macht über eine Person ausüben, was zu einer enormen Abhängigkeit der Frau führt.

Welche Rolle spielt die Ideologie bei der Akzeptanz patriarchaler Macht?

Durch die ideologische Gewöhnung werden Machtverhältnisse von der Gesellschaft als gegeben und natürlich wahrgenommen, was dazu führt, dass das Patriarchat ohne ständige Anwendung physischer Gewalt bestehen kann.

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Details

Titel
Kate Millett und die zweite Welle des Feminismus. Inwiefern dient Sexualität als politisches Instrument zur Unterdrückung der Frau?
Hochschule
Universität Koblenz-Landau
Note
1,0
Autor
Ann-Sophie Reichhart (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
14
Katalognummer
V1147831
ISBN (eBook)
9783346528551
ISBN (Buch)
9783346528568
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Millett Sexualtheorie Kate Millett Politikwissenschaft Feminismus Radikalfeminismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ann-Sophie Reichhart (Autor:in), 2021, Kate Millett und die zweite Welle des Feminismus. Inwiefern dient Sexualität als politisches Instrument zur Unterdrückung der Frau?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1147831
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Leseprobe aus  14  Seiten
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