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Die Bilanzierung von Körperschaftsteuerguthaben aufgrund der Einführung des SEStEG nach HBG und IAS/IFRS

Title: Die Bilanzierung von Körperschaftsteuerguthaben aufgrund der Einführung des SEStEG nach HBG und IAS/IFRS

Term Paper , 2007 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Frank Hoffmann (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Am 13. Dezember 2006 ist das Gesetz über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vor-schriften (SEStEG) vom 7. Dezember 2006 in Kraft getreten. Das Gesetz betrifft im Wesentlichen die Neuregelung der steuerlichen Behandlung grenzüberschreitender Umstrukturierungsvorgänge. Des Weiteren enthält es Änderungen des Einkommen-, Körperschaft-, Umwandlungs- und Außensteuergesetzes. Aufgrund der Vielzahl an Neuerungen konzentrieren sich nachfolgende Ausführungen auf die Änderungen im Bereich der Realisierung von Körperschaftsteuerguthaben. Durch den Wechsel vom Anrechnungs- hin zum Endbesteuerungsverfahren beim An-teilseigner, nach dem so genannten Halbeinkünfteverfahren, hat sich das Steuerrecht für Kapitalgesellschaften grundlegend geändert. Beginnend mit dem Veranlagungszeitraum 2001 werden ausgeschüttete und thesaurierte Gewinne einheitlich mit einem Steuersatz von 25 % belegt. Zur vollständigen Realisierung des gesamten Körperschaftsteuerguthabens war teil-weise eine detaillierte Ausschüttungsplanung notwendig, da bis zum Jahr 2019 nicht realisierte Guthaben verfallen wären. Erschwert wurde die Auszahlung bis dato durch ein Moratorium. Für einen Übergangszeitraum vom 11. April 2003 bis zum 31. Dezember 2005 war es nach bisherigem Recht nicht möglich, das Körperschaftsteuerguthaben aufgrund des so genannten Körperschaftsteuermoratoriums nach § 37 Abs. 2a Nr. 1 KStG a. F. zu realisieren. Nach dessen Auslaufen war eine Realisierung über ordentliche Gewinnausschüttungen bzw. vororganschaftliche Mehrabführungen bis zu maximal einem Sechstel der Gewinnausschüttung ― beschränkt auf 1/14 des noch vorhandenen Guthabens ― möglich. Gesellschaften, welchen die Realisation des Körperschaftsteuerguthabens mittels ordentliche Gewinnausschüttungen nicht möglich war, konnten unter bestimmten Voraussetzungen über das so genannte „Leg-ein-hol-zurück-Verfahren" ihr Körperschaftsteuerguthaben realisieren.
Eine Aktivierung des Guthabens war vor der Einführung des SEStEG aufgrund der Rechtslage nicht möglich. Erst seit dessen Inkrafttreten kann das noch ausstehende Guthaben aktiviert werden. Der Bundesrat, der das bisherige Recht für ausreichend hielt, konnte sich nicht mit seiner Forderung durchsetzen, die Auszahlung weiterhin an Gewinnausschüttungen zu knüpfen.[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Praxisbeispiele anhand ausgewählter kapitalmarktorientierter Unternehmen

3 Ermittlung des Körperschaftsteuerguthabens

3.1 Ermittlungsmethoden

3.2 Anzuwendendes Wirtschaftsjahr

3.3 Besonderheiten im Insolvenzfall

3.4 Besonderheiten bei Organgesellschaften

4 Die Bilanzierung von Körperschaftsteuerguthaben im handelsrechtlichen Einzelabschluss

4.1 Entstehung des Anspruches

4.2 Bilanzielle Behandlung

4.3 Art des Vermögensgegenstandes

4.4 Aufzinsungserträge in der Folgezeit

5 Die Bilanzierung von Körperschaftsteuerguthaben im IAS/IFRS-Einzelabschluss

5.1 Entstehung des Anspruches

5.2 Bilanzielle Behandlung

5.3 Art des Vermögensgegenstandes

5.4 Aufzinsungserträge in der Folgezeit

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die bilanzielle Behandlung von Körperschaftsteuerguthaben, die durch das SEStEG neu geregelt wurde, nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie der internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS/IFRS). Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Unternehmen die Realisierung dieser Guthaben in ihren Abschlüssen korrekt abbilden und welche spezifischen methodischen Unterschiede zwischen den Rechnungslegungssystemen bestehen.

  • Auswirkungen der SEStEG-Einführung auf die steuerliche Behandlung
  • Methodik zur Ermittlung und Aktivierung von Steuerguthaben
  • Bilanzierung und Bewertung nach HGB und IAS/IFRS
  • Besonderheiten in Insolvenz- und Organschaftssituationen
  • Darstellung der zeitlichen Abzinsung und Aufzinsungserträge

Auszug aus dem Buch

4.2 Bilanzielle Behandlung

Da der Erstattungsanspruch nach dem Gesetzeswortlaut zum 31. Dezember 2006 in voller Höhe entsteht, ist dieser im Jahresabschluss des 31. Dezember 2006 erfolgswirksam zu aktivieren. Der Auszahlungsanspruch ist nach § 37 Abs. 5 Satz 5 KStG unverzinslich. Die Bewertung des Anspruches hat zum Barwert (Nettomethode) zu erfolgen, da es aufgrund der Laufzeit und der Unverzinslichkeit der Forderung sonst zu einer Vorabrealisierung des Zinseffekts käme. Für die Diskontierung ist ein „fristadäquater risikofreier Zinssatz" anzuwenden. Zur Orientierung dient dem Bilanzierenden die Verzinsung von Bundesanleihen mit gleicher Laufzeit unter Berücksichtigung der Zinsstruktur. Hieraus ergibt sich aktuell ein Zinssatz von ca. 4 %. Wirtschaftlich betrachtet kann man auch von einem zinslosen Darlehn sprechen.

Als weitere Möglichkeit der bilanziellen Behandlung wird in der Literatur die Aktivierung mit dem Nennwert (Bruttomethode) und der abschließenden erfolgswirksamen Abschreibung auf den Barwert genannt. Der Abschreibungsaufwand würde sich im Jahr der Einbuchung und Diskontierung sofort voll steuermindernd auswirken, wogegen die Aufzinsungserträge der Folgeperioden nach § 37 Abs. 7 KStG bei der Ermittlung des körperschaftsteuerlichen Einkommens gekürzt werden können. Hierdurch würde ein Steuerstundungseffekt entstehen, der nicht mit den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung vereinbar ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die gesetzlichen Neuerungen durch das SEStEG ein und erläutert die damit verbundene steuerliche Realisierung von Körperschaftsteuerguthaben.

2 Praxisbeispiele anhand ausgewählter kapitalmarktorientierter Unternehmen: Dieses Kapitel veranschaulicht anhand von Dax-Unternehmen die praktische Bedeutung aktivierter Körperschaftsteuerguthaben in Konzernabschlüssen.

3 Ermittlung des Körperschaftsteuerguthabens: Der Abschnitt erläutert die verschiedenen Methoden zur Berechnung des Guthabens sowie Besonderheiten bei abweichenden Wirtschaftsjahren, Insolvenzen und Organschaften.

4 Die Bilanzierung von Körperschaftsteuerguthaben im handelsrechtlichen Einzelabschluss: Hier werden die Entstehung des Anspruchs, die Bilanzierung, die Einordnung als Vermögensgegenstand sowie die Abzinsung nach HGB detailliert dargelegt.

5 Die Bilanzierung von Körperschaftsteuerguthaben im IAS/IFRS-Einzelabschluss: Dieses Kapitel behandelt die im Vergleich zum HGB leicht abweichende Bilanzierung nach internationalen Standards mit Fokus auf das Periodenabgrenzungsprinzip.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Auswirkungen des SEStEG zusammen und bewertet den Prozess der schrittweisen Rückführung sowie die damit verbundenen Vor- und Nachteile für Unternehmen.

Schlüsselwörter

Körperschaftsteuerguthaben, SEStEG, HGB, IAS/IFRS, Bilanzierung, Barwert, Nettomethode, Bruttomethode, Rechnungslegung, Organgesellschaft, Insolvenzfall, Aufzinsungsertrag, Steuerstundungseffekt, Auszahlungsanspruch, Jahresabschluss

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die bilanzielle Erfassung des Körperschaftsteuerguthabens, das durch die Einführung des SEStEG im Jahr 2006 entstanden ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Ermittlung der Guthaben, deren Aktivierung unter Berücksichtigung von Barwerten und den spezifischen Buchungsregeln nach deutschem HGB und internationalen IFRS-Standards.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die korrekte bilanzielle Behandlung des Steuerguthabens aufzuzeigen und die Herausforderungen bei der Umsetzung der neuen gesetzlichen Regelungen in der Unternehmenspraxis zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Kommentierungen, Fachaufsätze und gesetzlicher Vorschriften sowie der Auswertung von Praxisbeispielen aus Konzernabschlüssen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Ermittlung des Guthabens sowie die detaillierte Darstellung der Bilanzierung im HGB-Einzelabschluss und im IAS/IFRS-Einzelabschluss.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Publikation?

Wesentliche Begriffe sind Körperschaftsteuerguthaben, SEStEG, Bilanzierung, Nettomethode, Barwert, IFRS sowie der handelsrechtliche Einzelabschluss.

Wie wirkt sich die Einführung des SEStEG auf Organgesellschaften aus?

Durch das SEStEG wurde diesen Gesellschaften erstmals die Möglichkeit zur Realisation ihres Guthabens eröffnet, wobei die Aktivierung primär bei der Organgesellschaft erfolgt.

Warum gibt es bei der Barwertermittlung eine "Neun-Monats-Regel"?

Da die gesetzliche Auszahlung des Guthabens jeweils zum 30. September eines Jahres erfolgt, darf der Auszahlungsbetrag für die Barwertberechnung lediglich um neun Monate abgezinst werden.

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Details

Title
Die Bilanzierung von Körperschaftsteuerguthaben aufgrund der Einführung des SEStEG nach HBG und IAS/IFRS
College
Private University of Applied Sciences Goettingen
Grade
1,3
Author
Frank Hoffmann (Author)
Publication Year
2007
Pages
20
Catalog Number
V114802
ISBN (eBook)
9783640147502
ISBN (Book)
9783640147557
Language
German
Tags
Bilanzierung Körperschaftsteuerguthaben Einführung SEStEG IAS/IFRS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank Hoffmann (Author), 2007, Die Bilanzierung von Körperschaftsteuerguthaben aufgrund der Einführung des SEStEG nach HBG und IAS/IFRS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114802
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