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Zerstörung von Netzwerken als Sonderfall des Netzwerkmanagments. Bausteine für den sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Diskurs

Title: Zerstörung von Netzwerken als Sonderfall des Netzwerkmanagments. Bausteine für den sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Diskurs

Diploma Thesis , 2002 , 113 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Steffen Roth (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Zerstörung netzförmiger Organisationen, wählt also einen bislang beispiellosen und vor allem unpopulären Zugang zum Thema Netzwerk: In den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften gilt Vernetzung fast ausschließlich als Ermöglichungshorizont. Dennoch kann gezeigt werden, dass es sowohl notwendig als auch fruchtbar ist, sich mit der Zerstörung von Netzwerken auseinander zu setzen. Zum einen aus Gründen der Prävention. In der Hauptsache aber, weil der Fokus auf Zerstörung zu einer ganz eigenen Form von Präzision zwingt: Die Arbeit präsentiert daher ein zyklisches Phasenmodell der Vernetzung, in dessen Rahmen dann phasenspezifische Ansatzpunkte für Zerstörungsabsichten identifiziert werden, an denen entsprechende Strategien ansetzen können. Am Beispiel der Deutschen Hanse werden das Phasenmodell sowie die identifizierten Zerstörungsstrategien schließlich historisch validiert.

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Inhaltsverzeichnis

1. Netzwerke zwischen plapperndem Bazar und strukturpolitischer Intervention

2. Zerstörung von Netzwerken als Stiefkind der sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Netzwerkdebatte

2.1. Warum sich mit der Zerstörung von Netzwerken beschäftigen?

2.2. Zerstörung von Netzwerken und disziplinäre Netzwerkperspektiven

3. Was sind Netzwerke überhaupt?

3.1. Ursprünge des sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Netzwerkdenkens

3.2. Weiterer des Verlauf sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Netzwerkdiskurses

3.3. Netzwerke als Mikro-Makro-Scharnier

3.4. Netzwerke und Transaktionskostentheorie

3.5. Netzwerke zwischen Markt und Hierarchie

3.6. Netzwerke und Clans

3.7. Unternehmensnetzwerke

3.7.1. Horizontale Unternehmensvernetzung

3.7.2. Vertikale Unternehmensvernetzung

3.7.3. Regionale Unternehmensvernetzung

3.7.4. Global Cities und Vernetzung

4. Das Konzept der hierarchielosen regionalen Vernetzung des SFB 457 an der Technischen Universität Chemnitz

4.1. Modell der 2-Ebenen-Kooperation

4.2. Voraussetzungen und Entstehung von Netzwerkorganisationen

4.3. Netzwerk- und Projektbetrieb

5. Zerstörung von Netzwerken

5.1. Das Modell der Zwei-Ebenen-Kooperation und die Zerstörung von Netzwerken

5.1.1. Zentrale Aufgaben des Netzwerkmanagements

5.1.2 Die Zerstörung von Netzwerken als Sonderfall des Netzwerkmanagements

5.1.3 Definition und Abgrenzung des Zerstörungsbegriffs

5.1.4 Typologie der Szenarien der Zerstörung von Netzwerken

5.1.5 Grundstrategien der Zerstörung von Netzwerken

5.2. Zerstörungsstrategien im Kontext des Niedergangs der Hanse

5.2.1. Kurze Entstehungsgeschichte der Hanse

5.2.2. Die Hanse als Modell der Städtevernetzung

5.2.3. Faktoren des Niedergangs der Hanse

5.2.4. Zerstörungsstrategien im Zuge des Niedergangs der Hanse

6. Netzwerke jenseits von Kultivierung und Einbettung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Zerstörung von Netzwerken als notwendigen Gegenpol zur gängigen Netzwerk-Euphorie. Ziel ist es, ein Modell für das Netzwerkmanagement zu entwickeln, das nicht nur der Etablierung und Steuerung, sondern explizit auch der bewussten Zerstörung von Netzwerken dient, um so managementtheoretische Lücken in der sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Forschung zu schließen.

  • Kritische Analyse der aktuellen Netzwerkdebatte und ihrer theoretischen Defizite.
  • Entwicklung eines netzwerktheoretischen Modells zur Steuerung und Zerstörung von Netzwerken.
  • Untersuchung der Zerstörung von Netzwerken als aktives Managementinstrument.
  • Empirische Fallstudie zum Niedergang der historischen Hanse als Modell für Netzwerkzerfall und -zerstörung.

Auszug aus dem Buch

Netzwerke zwischen plapperndem Bazar und strukturpolitischer Intervention

Auch über den wissenschaftlichen Diskurs hinausgehend stehen Netzwerke für Informationsfluss, Synergieeffekte, Partizipation und Identitätsstiftung; in jedem Fall unbestritten ist die allgemeine „... Konjunktur der Idee, dass Netzwerke Problemlösungen zustande bringen, die anderen organisatorischen Arrangements oder institutionellen Strukturen überlegen sind ...“ (Weyer 2000, 1). Egal, ob dabei ganz allgemein Kompetenzverbesserung und Effizienzsteigerung als Vorteile von Vernetzung (Reiss 1996, 198f) oder konkreter partizipatorische Aspekte einer Electronic Democracy (Winkel 2000, 19) zur Diskussion stehen: die größtenteils positive Konnotation des Netzwerkbegriffes scheint der kleinste gemeinsame Nenner einer ansonsten von Unübersichtlichkeit und Theoriedefiziten geprägten Debatte zu sein (vgl. etwa Tacke 2001, 40f).

Wer sich mit der Zerstörung von Netzwerken beschäftigt, erregt daher leicht den Verdacht, den Minimalkonsens einer äußerst kontroversen Debatte angreifen zu wollen. Dass die „... meisten z.T. lebenswichtigen Infrastrukturen - ob Bahn oder Sprach und Datennetze, Energieversorgung oder Rettungsdienste, Banken oder Krankenhäuser – (...) heute in hohem Maße von Informationstechnik und Vernetzung abhängig“ (Hutter 2000, 31) sind, mag den Ruch des sprichwörtlich subversiven Anliegens noch verstärken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Netzwerke zwischen plapperndem Bazar und strukturpolitischer Intervention: Das Kapitel führt in die aktuelle, primär positive Netzwerkdebatte ein und stellt die provokante These auf, dass die Beschäftigung mit Netzwerkzerstörung trotz ihrer vermeintlichen Subversivität notwendig ist.

2. Zerstörung von Netzwerken als Stiefkind der sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Netzwerkdebatte: Hier werden die Gründe für die Vernachlässigung der Zerstörungsthematik untersucht und die Notwendigkeit begründet, Netzwerke als steuerbare und potenziell zerstörbare Organisationen zu betrachten.

3. Was sind Netzwerke überhaupt?: Dieser Abschnitt leistet die theoretische Grundarbeit, indem er verschiedene wissenschaftliche Perspektiven (Soziologie, Ökonomie, Anthropologie) auf Netzwerke vergleicht und integriert.

4. Das Konzept der hierarchielosen regionalen Vernetzung des SFB 457 an der Technischen Universität Chemnitz: Das Kapitel stellt ein spezifisches Netzwerkmodell vor, das als Grundlage für die spätere theoretische Ableitung von Zerstörungsstrategien dient.

5. Zerstörung von Netzwerken: Das zentrale Kapitel führt die Zerstörung als Sonderfall des Netzwerkmanagements ein, typologisiert Szenarien und entwickelt Strategien, die anhand des historischen Beispiels der Hanse validiert werden.

6. Netzwerke jenseits von Kultivierung und Einbettung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass Netzwerkmanagement mehr ist als reines Wachstum und Konservierung, sondern auch aktive Grenzgestaltung und Destabilisierung umfasst.

Schlüsselwörter

Netzwerkmanagement, Netzwerkzerstörung, Hanse, Organisationstheorie, Vernetzung, Systemtheorie, Projektzyklus, Kooperation, institutionelle Stabilität, Strukturwandel, Grenzmanagement, Strategie, Unternehmensnetzwerke, regionale Netzwerke, Fehlsteuerung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Modellierung der Zerstörung von Netzwerken, um ein bisher vernachlässigtes Gegenstück zur einseitig positiven Netzwerkforschung zu liefern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verbindet Netzwerktheorie, Managementlehre, Organisationssoziologie und historische Analyse, um das Phänomen Netzwerkzerfall und -zerstörung ganzheitlich zu erfassen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Zerstörung von Netzwerken als legitimen und notwendigen Sonderfall des modernen Netzwerkmanagements zu etablieren und operabel zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-deduktive Modellbildung, die durch eine historische Fallstudie zur Hanse empirisch plausibilisiert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil entwickelt ein Zwei-Ebenen-Modell zur Kooperation, leitet daraus verschiedene Zerstörungsszenarien ab und systematisierte diese in einem Strategiekatalog für Netzwerkmanager.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben dem Netzwerkmanagement stehen Begriffe wie Zerstörungsszenarien, Hanse, Organisationsgrenzen, Projektzyklus und Systemvertrauen im Zentrum.

Warum wird die Hanse als Fallbeispiel herangezogen?

Die Hanse dient als historisch über einen langen Zeitraum dokumentiertes Städtenetzwerk, an dem sich Prozesse der Entstehung, des Strukturwandels und schließlich des Zerfalls hervorragend rekonstruieren lassen.

Ist die Zerstörung von Netzwerken immer negativ zu bewerten?

Die Arbeit argumentiert, dass Zerstörung in bestimmten Situationen systemerhaltend wirken kann, etwa um ineffiziente Strukturen aufzubrechen oder unplausible Machtverhältnisse zu reorganisieren.

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Details

Title
Zerstörung von Netzwerken als Sonderfall des Netzwerkmanagments. Bausteine für den sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Diskurs
College
Technical University of Chemnitz
Grade
1.0
Author
Steffen Roth (Author)
Publication Year
2002
Pages
113
Catalog Number
V114807
ISBN (eBook)
9783640149544
ISBN (Book)
9783640149155
Language
German
Tags
Zerstörung Netzwerken Sonderfall Netzwerkmanagments Bausteine Diskurs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steffen Roth (Author), 2002, Zerstörung von Netzwerken als Sonderfall des Netzwerkmanagments. Bausteine für den sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Diskurs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114807
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