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Licht und Farbe im Filmmusical "La La Land" zur Emotionalisierung der Figur Mia

Titel: Licht und Farbe im Filmmusical "La La Land" zur Emotionalisierung der Figur Mia

Hausarbeit , 2017 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Falk Neubert (Autor:in)

Filmwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit befasst sich mit der Figur Mia aus "La La Land". Es handelt sich hier um ein postmodernes Filmmusical, das Emotionen und die Charaktere dementsprechend in gesättigten, bunten Farben und mit einer besonderen Spektakularität inszeniert. Wie werden Licht und Farbe im Film eingesetzt, um dem Rezipienten Mias Emotionen zu vermitteln? Die Verwirklichung von Träumen steht bei La La Land thematisch im Vordergrund. Wie wird in La La Land das Verträumte, Hoffnungsvolle und im Kontrast dazu das Scheitern dargestellt?

Mia erlebt im Laufe der Handlung einige Dinge, die dazu führen, dass sie ihren Traum, eine berühmte und erfolgreiche Schauspielerin zu werden, aufgeben möchte. Sowohl ihre Hoffnung und Träume, als eben auch ihr Aufgeben werden durch den unterschiedlichen Einsatz von Licht und Farbe in ihrer Wirkung auf den Betrachter intensiviert. Um dies zu belegen, werden in dieser Hausarbeit drei Szenen analysiert, die genau diesen Kontrast zwischen Träumen und Scheitern im Film darstellen.

Um die Verwendung von Licht und Farbe im Film jedoch besser einordnen zu können, werden in einem kurzen Theorieteil zunächst die Eigenschaften eines postmodernen Musicalfilms in Bezug darauf dargestellt. Anschließend folgt die vergleichende Analyse der Szenen, durch welche deutlich werden soll, dass Licht und Farbe tatsächlich gezielt eingesetzt werden, um die Wirkung der Emotionen der Figur Mia auf den Zuschauer/die Zuschauerin zu verstärken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Postmoderne

2.1 Merkmale des postmodernen Films

2.2 Farbe im Filmmusical

3. Analyse

3.1. Erste Szene: Mia und Seb auf dem Weg zum Auto

3.2 Zweite Szene: Mia nach dem Theater

3.3. Dritte Szene: Mia wird von Seb besucht

4. Film und Farbe im postmodernen Filmmusical

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Hausarbeit untersucht die emotionale Wirkung von Licht- und Farbgestaltung auf die Zuschauer anhand der Figur Mia im postmodernen Filmmusical La La Land. Ziel ist es, durch die Analyse ausgewählter Schlüsselszenen den bewussten Einsatz filmischer Mittel als Werkzeug zur Darstellung innerer Zustände und emotionaler Wendepunkte zu belegen.

  • Analyse der Merkmale des postmodernen Kinos und des Filmmusicals.
  • Untersuchung der kontrastreichen Licht- und Farbsetzung in Nachtszenen.
  • Vergleich zwischen den Zuständen des Traums und des Scheiterns.
  • Interpretation der symbolischen Bedeutung von Farben wie Blau, Gelb und Rot.
  • Verbindung von filmästhetischen Entscheidungen mit narrativen Inhalten.

Auszug aus dem Buch

3.1. Erste Szene: Mia und Seb auf dem Weg zum Auto

Die Szene startet bei TC 00:31:06. Mia und Seb kommen spät von einer Party und sind auf der Suche nach ihren Autos. Bei TC 00:31:58 laufen die beiden in einen im Vergleich zum Rest auffällig hell ausgeleuchteten Bereich der Straße. Die Straßenlaternen sollen hier für den Rezipienten als natürliche Lichtquelle erscheinen. Die plötzlich deutlich hellere Beleuchtung der Szene weist jedoch darauf hin, dass hier zusätzliche Beleuchtung eingesetzt wurde. Der Effekt der helleren Beleuchtung ist, dass die Farbkontraste deutlich intensiver erscheinen. Ab hier erfolgt nun die genauere Analyse:

Mit dem Betreten der hell ausgeleuchteten Szene öffnet sich auch der Blick auf den Abendhimmel, dieser war in den vorherigen Kameraeinstellungen noch von Bäumen verdeckt (Abb. 1). Die plötzlich deutlich stärker ausgeleuchtete Szene in Verbindung mit dem Blick auf den violetten Abendhimmel verfolgt den Zweck, einen Komplementärkontrast zu Mias gelbem Kleid zu erzeugen. Susanne Marschall definiert diesen ihrem Buch Farbe im Kino als eine von sieben Kontrastwirkungen. Farben, die komplementär zueinander sind, heben sich deutlich voneinander ab – ein gelb/orangener Farbton ist die Komplementärfarbe zu einem blau/lila Farbton (vgl. Abb 2/Marschall 2005, 128). Der Kontrast wird durch die Beleuchtung verstärkt: Während der Hintergrund in einer für eine Nachtszene natürlichen Dunkelheit erscheint, werden die Straße und die Charaktere mit hellem, weißen Licht beleuchtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Films und der Forschungsfrage, die sich mit der emotionalisierenden Wirkung von Farbe und Licht auf die Figur Mia befasst.

2. Postmoderne: Theoretische Herleitung der Merkmale des postmodernen Kinos sowie der spezifischen Bedeutung der Farbe innerhalb des Filmmusicals.

3. Analyse: Detaillierte Untersuchung dreier ausgewählter Szenen hinsichtlich ihrer Lichtführung, Farbgestaltung und der korrespondierenden emotionalen Entwicklung Mias.

4. Film und Farbe im postmodernen Filmmusical: Synthese der Analyseergebnisse im Kontext der zuvor erarbeiteten filmwissenschaftlichen Theorien.

5. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Bestätigung der bewusst eingesetzten ästhetischen Mittel zur Emotionalisierung des Zuschauers.

Schlüsselwörter

La La Land, Postmoderne, Filmmusical, Farbdramaturgie, Lichtsetzung, Emotion, Mia, Idealdiegese, Realdiegese, Komplementärkontrast, Kalt-Warm-Kontrast, Spektakularität, Ästhetisierung, Filmwissenschaft, Bildgestaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie Licht und Farbe im Filmmusical La La Land eingesetzt werden, um die emotionalen Zustände der Protagonistin Mia für das Publikum intensiv und nachvollziehbar zu gestalten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Ästhetik des postmodernen Films, die spezifische Funktion der Farbgestaltung im Filmmusical sowie die psychologische Wirkung von Lichtkontrasten auf den Zuschauer.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass der Einsatz von Licht und Farbe im Film kein Zufallsprodukt ist, sondern eine bewusste Regieentscheidung, um Mias Entwicklung zwischen Hoffnung und Scheitern zu unterstreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung genutzt?

Es wird eine filmwissenschaftliche Analyse von drei ausgewählten Nachtszenen durchgeführt, wobei die theoretischen Konzepte von Autoren wie Susanne Marschall, Jens Eder und Marcel Göken zur Anwendung kommen.

Was wird im Hauptteil des Dokuments detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert drei spezifische Szenen: den Weg zum Auto nach einer Party, das Gespräch nach dem Theaterstück und das Treffen in Boulder City, wobei jeweils Beleuchtung und Farbsättigung interpretiert werden.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Postmoderne, Komplementärkontrast, Idealdiegese, Farbsättigung und die gezielte Emotionalisierung durch filmische Mittel.

Wie unterscheidet sich die Farbgestaltung in den analysierten Szenen?

Die Analyse zeigt einen Kontrast zwischen warmen, gesättigten Farben in optimistischen Momenten und einer kalten, bläulichen Ausleuchtung in Situationen des Scheiterns und der emotionalen Distanz.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Realdiegese und Idealdiegese eine so große Rolle?

Diese Unterscheidung ist entscheidend, da das Filmmusical traditionell die Idealdiegese durch eine gesteigerte Farbwahl und Lichtsetzung hervorhebt, um emotionale Höhepunkte für das Publikum erfahrbar zu machen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Licht und Farbe im Filmmusical "La La Land" zur Emotionalisierung der Figur Mia
Hochschule
Universität zu Köln  (Institut für Medienkultur und Theater)
Note
1,7
Autor
Falk Neubert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
20
Katalognummer
V1148163
ISBN (eBook)
9783346528179
ISBN (Buch)
9783346528186
Sprache
Deutsch
Schlagworte
licht farbe filmmusical land emotionalisierung figur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Falk Neubert (Autor:in), 2017, Licht und Farbe im Filmmusical "La La Land" zur Emotionalisierung der Figur Mia, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1148163
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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