In meiner Ausarbeitung zu unserem Projekt befasse ich mich mit einer vergleichenden Analyse der Finanzierungsmöglichkeiten anhand der Beispiele BAföG, Studienkredit und Stipendium. Dabei möchte ich im Besonderen die Frage beantworten, ob die studentischen Finanzierungsmöglichkeiten eine Ressource für jeden Studierenden der Hochschule Rhein Main darstellt. Im Zuge dieser Fragestellung haben wir Umfragen getätigt, um das theoretisch fundierte Wissen in der vergleichenden Analyse mit praktischen Meinungen und Erfahrungswerten der Studierenden der Hochschule Rhein Main zu stärken. Die Wahl des Themas liegt der Tatsache zu Grunde, dass wir aus eigener Erfahrung wissen, dass die Informationen an der Hochschule Rhein Main im ersten Semester nicht ausreichend sind. Für uns war wichtig herauszuarbeiten, ob jeder Studierende zu einem Finanzierungskonzept passt. Im Rahmen dieser Arbeit möchte ich zu Beginn unsere Forschungsmethode vorstellen und grundlegend studentische Finanzierung einleiten, gestützt durch eine deutschlandweite und Hochschulinterne Umfrage der Evaluationsstelle. Darauffolgend gehe ich auf BAföG, Studienkredite und Stipendien und deren Voraussetzungen, Förderungen und Rückzahlungen, sowie deren Hürden ein. Währenddessen nehme ich immer wieder Bezug zu unseren Umfrageergebnissen und ziehe am Ende ein Fazit, um unsere Fragestellung zu beantworten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Forschungsmethode
3. Studentische Finanzierung
3.1. Kosten und Möglichkeiten der Studierenden
3.2. Ergebnisse einer deutschlandweiten und hochschulweiten Umfrage
3.3. Bekanntheit der Finanzierungsmodelle innerhalb unserer Umfrage
3.4. Das Nutzerverhalten innerhalb unserer Umfrage an der Hochschule
3.5. Erfahrungen mit den Finanzierungsmodellen – Vorteile und Nachteile
4. BAföG
4.1. Definition und Nutzerverhalten der Befragten Studierenden
4.2. Voraussetzungen zum Erhalt von BAföG
4.3. BAföG Förderung und Auszahlung
4.3.1. Förderung
4.3.2. Überschreitung der Förderungshöchstdauer und Rückzahlung
4.4. Hürden
5. Studienkredit
5.1. Definition, Formen und Ursachen
5.2. Studiendarlehen des Studentenwerks Frankfurt
5.3. Der Bildungskredit des Bundesverwaltungsamtes
5.3.1. Voraussetzungen
5.3.2. Beantragung des Bildungskredits (Abbildung 19)
5.3.3. Aus-, Rückzahlung und Hürden
5.4. KfW Kredit
5.4.1. Voraussetzung
5.4.2. Auszahlung und Rückzahlung
5.4.3. Hürden
5.5. Nothilfefonds – Darlehen zur Finanzierung des Studienabschlusses
6. Stipendium
7. Was hat den Studierenden gefehlt?
8. Fazit und Reflektion
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, ob die bestehenden studentischen Finanzierungsmöglichkeiten eine verlässliche Ressource für Studierende der Hochschule Rhein Main darstellen. Dabei wird analysiert, wie bekannt verschiedene Finanzierungsmodelle sind, wie das tatsächliche Nutzerverhalten aussieht und welche Hürden beim Zugang zu diesen Mitteln bestehen, um daraus Handlungsbedarfe abzuleiten.
- Vergleichende Analyse von BAföG, Studienkrediten und Stipendien.
- Durchführung einer quantitativen und qualitativen Umfrage an der Hochschule Rhein Main.
- Identifikation von Hürden und bürokratischen Barrieren in der Studienfinanzierung.
- Bewertung der Informationslage und Aufklärung der Studierenden.
- Ableitung der Relevanz für das Themenfeld der studentischen Finanzierung.
Auszug aus dem Buch
3.5 Erfahrungen mit den Finanzierungsmodellen – Vorteile und Nachteile
Die Studierenden der Hochschule Rhein Main geben an, dass sie sich mit den Rahmenbedingungen, vor allem von BAfög (84%) auskennen. Beim Stipendium ist es genau 50%, die das Stipendium kennen und 50% die es nicht kennen. Die Rahmenbedingungen werden innerhalb des Studiums nur wenig vermittelt. BAföG wird am besten vermittelt, das Stipendium ist allerdings zu weitgreifend, da es sehr viele Anbieter gibt. Deshalb ist es hier so, dass die Studierenden, die Interesse daran haben, auch die Rahmenbedingungen kennen (vgl. Abbildung 10). Die Studierenden machen Erfahrungen innerhalb des Studiums, wenn sie sich für ein Konzept entschieden haben. 81 % der Befragten gibt an, dass sie keine weiteren Erfahrungen mit den Finanzierungsmodellen gemacht haben. Das liegt daran, dass man zu Beginn des Studiums über die Finanzierungskonzepte nachdenkt, plant und entscheidet. Nur 19% haben weitere Erfahrungen gemacht (Vgl. Abbildung 11). Am meisten „weitere Erfahrungen“ haben die Studierenden mit BAföG gemacht (24 Befragte). Job, Familie, Kredit und Stipendium liegen mit 4-5 Studierenden nah beieinander (vgl. Abbildung 12). Wenn die Studierenden Erfahrungen mit Finanzierungsmodellen gemacht haben kam sie an Hürden (vgl. Abbildung 13) und sehen darin Vorteile (vgl. Abbildung 14) und Nachteile (Vgl. Abbildung 15). Hürden wurden vor allem im Bereich Bürokratie gesehen (Anträge, Kooperation mit dem Amt, usw.). Vorteile sehen die Studierenden vor allem im finanziellen Bereich. Klar! Sie erhalten z.B. im Bereich BAföG die Hälfte als „Geschenk“ (100 Studierende). Zudem sehen die Studierenden den Vorteil im zeitlichen. Durch einen Kredit oder BAföG muss nicht gearbeitet werden du es bliebt Zeit für Studium und Freizeit (36 Befragte). Gerade einmal 9 Studierende sehen den Vorteil in der Praxiserfahrung, wenn sie arbeiten gehen nebenher. Die Nachteile werden widersprüchlicherweise auch im Finanziellen gesehen (115). Denn trotzdem haben die Studierenden am Ende von Kredit oder BAföG Schulden, die zurückgezahlt werden müssen. 47 Studierende sehen die Bürokratie und Rahmenbedingungen als großen Nachteil. Das liegt z.B. an den schwierigen, nicht niedrigschwelligen Anforderungen und Anträgen. Somit haben die Studierenden positive, wie auch negative Erfahrungen mit verschiedensten Modellen der Finanzierung gemacht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der studentischen Finanzierung ein und begründet die Forschungsfrage, ob diese für Studierende der Hochschule Rhein Main als ausreichende Ressource dienen.
2. Forschungsmethode: In diesem Kapitel wird das methodische Vorgehen der Untersuchung erläutert, welches auf einem Fragebogen mit qualitativen und quantitativen Elementen basiert, die unter 222 Studierenden erhoben wurden.
3. Studentische Finanzierung: Es werden die Lebenshaltungskosten von Studierenden analysiert und die Ergebnisse der hochschulinternen Umfrage hinsichtlich Bekanntheit, Nutzerverhalten und Erfahrungen mit Finanzierungsmodellen vorgestellt.
4. BAföG: Das Kapitel detailliert die gesetzlichen Grundlagen, Voraussetzungen, Förderungsbedingungen sowie die häufigsten Hürden für den Erhalt von BAföG.
5. Studienkredit: Hier werden verschiedene Kreditformen wie das Studiendarlehen des Studentenwerks Frankfurt, der Bildungskredit und der KfW-Kredit hinsichtlich ihrer Anforderungen und Rückzahlungsmodalitäten analysiert.
6. Stipendium: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Bedeutung von Stipendien und verdeutlicht, dass deren Nutzung unter den Befragten eine eher untergeordnete Rolle spielt.
7. Was hat den Studierenden gefehlt?: Die Untersuchung der Wissenslücken zeigt auf, dass mangelnde Information und Orientierung die größte Barriere beim Zugang zu den gewünschten Finanzierungsmodellen darstellen.
8. Fazit und Reflektion: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion der Forschungsergebnisse und kommt zu dem Schluss, dass trotz vielfältiger Finanzierungsmöglichkeiten ein erhöhter Informationsbedarf seitens der Hochschule besteht.
Schlüsselwörter
Studienfinanzierung, BAföG, Studienkredit, Stipendium, Hochschule Rhein Main, Lebenshaltungskosten, Finanzierungsmodelle, Studierendenumfrage, Förderungsdauer, Bürokratie, Rückzahlung, Nothilfefonds, Bildungskredit, Chancengleichheit, Studienabschluss.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den vielfältigen Finanzierungsmöglichkeiten von Studierenden und untersucht, inwieweit diese für Studierende der Hochschule Rhein Main tatsächlich als tragfähige Ressource dienen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen umfassen die staatliche Ausbildungsförderung (BAföG), verschiedene Formen von Studienkrediten, Stipendien sowie die Rolle von Erwerbstätigkeit und elterlicher Unterstützung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob die derzeit verfügbaren studentischen Finanzierungsmodelle eine Ressource darstellen, die für jeden Studierenden der Hochschule Rhein Main zugänglich und passend ist.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?
Die Autorin wählte einen kombinierten quantitativen und qualitativen Forschungsansatz, indem sie einen Fragebogen in verschiedenen Fachbereichen der Hochschule Rhein Main durchführte und 222 Studierende befragte.
Was wird im inhaltlichen Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil erörtert theoretische Grundlagen zu Voraussetzungen, Förderungen, Rückzahlungsmodalitäten und bürokratischen Hürden der wichtigsten Finanzierungsmodelle, angereichert durch die empirischen Ergebnisse der eigenen Umfrage.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Studienfinanzierung, BAföG, Studienkredit, Förderungsbarrieren und studentische Lebenshaltungskosten charakterisieren.
Wie bewerten die Studierenden die bürokratischen Hürden bei der Finanzierung?
Die Umfrage ergab, dass die Bürokratie von den Studierenden als eine der größten Hürden wahrgenommen wird, insbesondere aufgrund komplexer Antragsverfahren und schwer verständlicher Rahmenbedingungen.
Welche Diskrepanz ergibt sich aus dem Kapitel "Was hat den Studierenden gefehlt?"
Es zeigt sich ein Widerspruch zwischen der Selbsteinschätzung der Studierenden, die angeben, die Finanzierungsmodelle zu kennen, und der Wahrnehmung, dass mangelndes Wissen dennoch das Haupthindernis beim Zugang zu diesen Modellen darstellt.
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- Sabrina Müller (Author), 2019, Studentischen Finanzierungsmöglichkeiten als Ressource für Studierende. BAföG, Studienkredit, Stipendium, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1148264