Marketing-Mix im Weintourismus. Marktanalyse und Zielgruppen des Marketings von Weinregionen


Hausarbeit, 2021

39 Seiten, Note: 1,0

Anonym


Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen und Begriffserklärung
2.1. Definition relevanter Begriffe
2.2. Grundlagen des Marketings für Regionen

3. Der Markt des Weintourismus
3.1. Marktdefinition
3.2. Marktstruktur und relevante Marktdaten
3.3. Marktausblick

4. Zielgruppen im Weintourismus

5. Der Marketing-Mix im Weintourismus
5.1. Produktpolitik
5.2. Preispolitik
5.3. Kommunikationspolitik
5.4. Distributionspolitik

6. Zusammenfassung

Anhang

Anhangverzeichnis

Quellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

"Wer genießen kann, trinkt keinen Wein mehr, sondern kostet Geheimnisse." Das wusste schon Salvador DalL1 Die Themen Wein und Genuss gehen seit jeher Hand in Hand. Aus wirtschaftlicher Sicht, ist es daher sinnvoll die beiden Branchen, welche diese beiden Disziplinen vereinen im Zusammenhang zu betrachten; die Wein- und die Tourismusbranche. Als Symbiose daraus, lohnt es sich daher für das Marketing in Weinregionen den Weintourismus näher zu beleuchten.

Bevor der Markt des Weintourismus betrachtet werden kann, nimmt diese Seminar­arbeit Definitionen einiger wichtiger Begriffe vor und behandelt die Grundlagen des Marketings für Regionen, um der Seminararbeit einen theoretischen Rahmen zu ge­ben. Nachfolgend analysiert sie den Markt des Weintourismus. Hierfür definiert sie zuerst diesen und legt im Folgenden die Struktur und relevante Daten des Marktes dar. Abschließend werden zukünftige Entwicklungen, unter Einbeziehung der Covid- 19-Pandemie betrachtet. Für das Marketing von Weinregionen ist es fortfolgend not­wendig Zielgruppen zu definieren und ihre Merkmale näher zu betrachten. Dies be­handelt diese Seminararbeit in Gliederungspunkt (GLP) 4. Fortfolgend werden die Produkt-, Preis-, Kommunikations- und Distributionspolitik im Marketing für Weinregi­onen näher betrachtet und an Beispielen erläutert. Abschließend fasst diese Semi­nararbeit die wichtigsten Erkenntnisse zusammen.

Bei der Bearbeitung des Themas ist anzumerken, dass das vorhandene Quellenma­terial von älterem Datum ist. Zudem wird das Segment des Weintourismus in keiner amtlichen Statistik explizit erfasst.2

2. Grundlagen und Begriffserklärung

Um zu verstehen wie das Marketing in Weinregionen konsistent gestaltet werden kann, ist es zunächst notwendig relevante Begriffe zu definieren. Um dem Thema einen Rahmen zu geben, ist es zudem existenziell Besonderheiten des Marketings für Regionen im Allgemeinen zu beleuchten. Fortfolgend geht das Kapitel 2.2. auf besondere Merkmale von Weinregionen ein, welche für das Marketing relevant sind.

2.1. Definition relevanter Begriffe

In diesem Kapitel wird zunächst definiert was unter dem Produkt Wein zu verstehen ist. Anschließend wird aus der Definition für Region und Tourismus die Definition für den Weintourismus abgeleitet. An dieser Definition orientiert sich die Hausarbeit bei der Verwendung des Begriffes „Weintourismus“.

Unter dem Begriff Wein wird ein alkoholisches Getränk, welches aus fermentierten Trauben gewonnen wird, verstanden.3

Eine Region im Weiteren Sinne, definiert sich als, durch bestimmte Merkmale ge­prägtes, räumlich abgegrenztes Gebiet.4 Aus Marketingsicht kann sie ebenfalls als inhaltlich und räumlich definierte Wettbewerbseinheit gelten, welche die Bedürfnisse einer bestimmten Zielgruppe befriedigt.5 Die geographische Abgrenzung der Region ist maßgebend für die natürlichen und materiellen Ressourcen die ihr zur Verfügung stehen.6 Eine Weinregion, im engeren Sinne, ist demnach eine Region die sich durch das signifikante Merkmal des Weinbaus und der Weinproduktion auszeichnet.7

Unter Tourismus wird generell eine Kombination aus verschiedenen Leistungen, wel­che in einem bestimmten Ort, oder einer bestimmten Region angeboten werden, ver- standen.8 Eine einheitliche Definition für den Begriff Weintourismus ist in der Literatur nicht gegeben, da der Wirtschaftszweig global sehr unterschiedliche Ausprägungen genießt. Generell lässt sich jedoch feststellen, dass vorliegende definitorische Ansät­ze nachfrageorientiert sind. Auf Basis der vorangegangenen Definitionen lässt sich für den Weintourismus ableiten, dass das Reisemotiv und die in der Destination an­gebotenen Aktivitäten durch Wein geprägt und durch additive kulturelle Elemente verstärkt werden. Aus Konsumentensicht versteht sich der Weintourismus folglich als Zusammenspiel aus dem Produkt Wein, weinbezogenen Kulturellen Einflüssen und Erlebnissen.9

2.2. Grundlagen des Marketings für Regionen

Zunächst ist für das Marketing in Regionen zu erwähnen, dass es nicht von privat­wirtschaftlichen Unternehmen getragen wird. Die Träger des Marketings für Regio­nen sind meist politische Organe, welche öffentlichen Vereine oder Verwaltungen angehören. Es kommt auch vor, dass die politischen Organe selbst Gesellschafter dieser sind. Aufbauend darauf kann festgestellt werden, dass bei der Erarbeitung einer ganzheitlichen Marketingstrategie alle Interessen, der in der Region ansässigen Stakeholder zu berücksichtigen sind. Beispielsweise sind diese in den Anwohnern, den Unternehmen, den Nachfragern, der Politik und der Umwelt zu sehen. Im Ge­gensatz zu privatwirtschaftlichen Unternehmen, fehlen im öffentlichen Sektor klare Weisungsbefugnisse, da hier verschiedene Organe, wie Tourismusorganisationen, politische Behörden oder Unternehmensnetzwerke aufeinandertreffen.10 Touristische Destinationen, im Speziellen die Weinregionen, sind oft nicht Deckungsleich mit den politischen Zuständigkeiten, was die Definition klarer Weisungsbefugnisse zusätzlich erschwert.11 Speziell im Marketing für Weinregionen sind die Träger in Weinbauver- bänden12, Touristikverbänden, öffentlichen Körperschaften und Wirtschaftsförderun­gen zu suchen.13

Für ein einheitliches Marketing in der jeweiligen Region stellt die Zusammenarbeit der Gemeinden, Organisationen und branchenübergreifenden Unternehmen dem­nach eine große Herausforderung dar. Konkret ist herauszustellen, dass das Wein­tourismuskonzept unter der Voraussetzung funktioniert, dass es von allen Parteien in der Region getragen wird. Hier ist jedoch auch anzuführen, dass der Weintourismus nicht für alle Unternehmen der Region die gleiche Priorität besitzt. Der Erfolg des Konzepts hängt demnach davon ab, inwieweit sich alle Einheimischen in der Region damit identifizieren.14

Entscheidet sich eine Weinbauregion dafür gezielt Marketing zu betreiben, sieht sie sich mit einer Vielzahl eigenständiger, in Konkurrenz stehender, Unternehmen kon­frontiert. Zudem findet sie ein vielfältiges, aber unkoordiniertes touristisches Angebot vor. Weiterhin besteht die Ausgangslage darin, dass innerhalb der Weinbauregion von den verschiedenen Unternehmen ein nicht aufeinander abgestimmtes, unter­schiedliches Marketing betrieben wird.15

Aus den bisher genannten Sachverhalten geht hervor, dass ein konsistentes Marke­ting meist schwer umsetzbar ist.16 Es besteht die Möglichkeit für das Marketing in der Region eine Körperschaft des öffentlichen Rechts zu gründen, beispielsweise eine Tourismus GmbH, um klare Verantwortlichkeiten für das Marketing zu schaffen. Hier werden unter dem Dach eines einzelnen Trägers Kompetenzen gebündelt, welche für das strategische und operative Geschäft benötigt werden. So kann auch im Mar­keting für die Region flexibel auf Marktveränderungen reagiert werden. Eine umfas­sende Marktbearbeitung und Wettbewerbsorientierung können so erreicht werden.17 Als langfristiges Ziel für Weinbauregionen im Marketing kann die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit durch die Vereinigung der Weinbaubetriebe unter einem ein­heitlichen Weintourismuskonzept gelten.18 Des Weiteren stellt die konsequente Ab­stimmung der Dienstleistungskette innerhalb der Region auf die Kundenbedürfnisse ein strategisches Ziel dar.19 Als weitere Ziele können der Ausbau und die Pflege der weinbezogenen Infrastruktur, die Schaffung von Bekanntheit der Weinregion als tou­ristische Destination20, die Weiterentwicklung der Region durch ein einheitliches Qualitätsmanagement, die Errichtung professioneller Strukturen für das Marketing21, sowie die Schaffung von Kundenloyalität genannt werden.22 Bei der Entwicklung ei­nes Marketingkonzepts ist besonderes Augenmerk auf die Beziehung zwischen den Weinbauregionen und den Weinbaubetrieben zu legen.23 Die Weinbaubetriebe sind aufgrund der sinkenden Umsätze dazu gezwungen neue Absatzwege für sich zu er- schließen und diversifizieren sich schon deshalb hin zu touristischen Angeboten.24 Obgleich hier der Weintourismus als Vermarktungsinstrument für das Produkt Wein genutzt wird, wirken sich die touristischen Aktivitäten ebenfalls auf das Image der Weinregion aus. Aus Konsumentensicht lässt sich jedoch feststellen, dass der Kunde die touristischen Angebote nicht isoliert auf das jeweilige Weingut bezogen wahr­nimmt, sondern sie eher auf die gesamte Weinregion bezieht.25 Die öffentliche Wahrnehmung der Weinregion in der definierten Zielgruppe beeinflusst somit alle Unternehmen der Weinwirtschaft in der Region.26 Aus Sicht der Weinregion lässt sich zusätzlich feststellen, dass sich die touristische Infrastruktur und Kulturangebote un­mittelbar auf das Reiseerlebnis der Kunden auswirken. Die Weinbaubetriebe und die Weinbauregion an sich, beeinflussen sich also gegenseitig und können nur in Sym­biose miteinander betrachtet werden. Konkrete Synergieeffekte sind in Anhang 1 zu sehen. Desto wichtiger ist es, ein abgestimmtes Weintourismuskonzept in der Region zu entwickeln, um sich einheitlich der Zielgruppe zu präsentieren und in ihre Kaufent­scheidung miteinbezogen zu werden.27

3. Der Markt des Weintourismus

Damit Rückschlüsse auf das Marketing in einer Weinregion gezogen werden können, ist es zunächst notwendig den Markt zu betrachten, in dem sie sich bewegt. Da die Weinregion sich auf die Vermarktung von touristischen Angeboten fokussiert, wird hier der Markt für Weintourismus betrachtet. Aufgrund der dargelegten Synergien zwischen Weingut und Weinregion werden ebenfalls relevante Aspekte des Wein­marktes in die Betrachtung miteinbezogen. Im Folgenden wird zunächst der Markt definiert. Danach werden relevante Marktdaten und die Struktur des Marktes darge­legt. Abschließend erfolgt ein kurzer Marktausblick in welchen die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie miteinbezogen werden.

3.1. Marktdefinition

Die Marktdefinition erfolgt auf sachlicher, räumlicher und zeitlicher Ebene. Die sachli­che Ebene beschreibt das Produkt, die Dienstleistung beziehungsweise die Prob­lemlösung, über die der Markt definiert wird. Die räumliche Ebene legt die geographi- sche Abgrenzung des Marktes fest. Sollte der Markt zeitlich begrenz sein, wird dies ebenfalls in der Marktdefinition festgehalten. Um den Markt nicht zu eng zu fassen und frühzeitig etwaige Wettbewerber zu erkennen, wird der Markt aus Kundensicht definiert.28 In die Marktdefinition ist ebenfalls die Zielgruppe miteinzubeziehen.29 In Deutschland steigt die Nachfrage nach Kurzurlauben und Tagesausflügen. Tiefer­gehend steigt hier die Nachfrage nach Angeboten, welche Abwechslung und Erho­lung bieten und sich gleichzeitig durch Naturbelassenheit auszeichnen. Auf sachli­cher Ebene definiert sich der Weintourismus-Markt über die Problemlösung, dass er mit seinen erlebnis- & genussorientierten Angeboten, welche in Verbindung mit der durch Wein gekennzeichneten Landschaft, die obengenannte Nachfrage nach Kurz­urlauben und Tagesausflügen erfüllt.30 In geografischer Sicht begrenzt sich diese Hausarbeit auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Hinsichtlich der Ziel­gruppen werden in erste Linie die Primär- und Sekundärweintouristen identifiziert.31 Die Primärweintouristen lassen sich tiefergehend in die Gruppe der Konservativen und Kultivierten unterscheiden. Die Sekundärweintouristen hingegen spalten sich in den Mainstream und die Zielgruppe der lifestyleorientierten Weintouristen auf. Die einzelnen Merkmale der jeweiligen Zielgruppen werden in GLP 4. tiefer betrachtet. Eine zeitliche Begrenzung des Marktes liegt nicht vor.32

3.2. Marktstruktur und relevante Marktdaten

Die Marktteilnehmer setzten sich hier aus den dreizehn Weinregionen in Deutschland und den Nachfragern nach weintouristischen Angeboten dieser Regionen zusam­men. Im Markt stehen sich also wenige große Anbieter gegenüber, weshalb von ei­nem Oligopol ausgegangen werden kann. Da die primäre Wertschöpfung der Anbie­ter über den Verkauf von Pauschalreisen in die Region besteht, kann der Markt als Dienstleistungsmarkt klassifiziert werden. Daraus geht ebenfalls hervor, dass der Weintourismus aus Anbietersicht einen Absatzmarkt darstellt.33

Der Markt für Weintourismus ist durch touristische Aktivitäten, bei denen die land­schaftlichen, kulturellen und gastronomischen Merkmale von Weinbaugebieten sowie weinbezogene Aktivitäten im Vordergrund stehen gekennzeichnet.34 Generell lässt sich feststellen, dass der Markt für Weintourismus ein Nischenmarkt ist, welcher ein leichtes Wachstum verzeichnet. Um zu verstehen, wie der Weintourismus für Wein­regionen der Hebel zum Erfolg werden kann, sind zunächst die Entwicklungen näher zu betrachten, welche zur Herausbildung dieses Segments geführt haben. Zunächst ist hier anzuführen, dass die Weinbranche durch die steigende Preissensibilität der Kunden35, klimatischen und demographischen Veränderungen sowie der steigenden Anzahl an Migranten und dem Trend hin zu Single-Haushalten, einem Strukturwan­del unterliegt.36 Zudem sinken die deutschen Exporte von Wein, was zu einer Kon­zentration des Angebots auf dem inländischen Markt führt.37 Wie bereits in GLP 2.2. erwähnt sind Weinbetriebe demnach gezwungen sich zu diversifizieren.38 Im Zuge dessen schufen die Weinbaubetriebe zahlreiche erlebnis- und genussorientierte An­gebot, wie beispielsweise Weinfeste, Hofpartys oder Verkostungen. Diese Aktivitäten lassen sich nicht nur unter dem Dachmantel des Weintourismus zusammenfassen39, sondern führen, wenn sie unter dem Weintourismuskonzept der Region gebündelt werden, zu größeren Wachstumspotenzialen.40 Die dreizehn Weinregionen in Deutschland bewirtschaften insgesamt 100 000 Hektar Rebfläche.41 Diese Rebfläche wird von circa 11 500 Weibaubetrieben bewirtschaftet. Die Anzahl der Weinbaube­triebe in Deutschland ist zwar rückläufig42, dies ändert jedoch nichts daran, dass die Weinwirtschaft in Deutschland sehr kleinteilig strukturiert ist. Innerhalb der deutschen Weinwirtschaft gibt es viele unterschiedlich ausgeprägte Betriebsstrukturen. Man un­terscheidet hier zwischen Selbstvermarktern, Fassweinerzeugern, Genossen­schaftswinzern und landwirtschaftlichen Gemischtbetrieben mit Weinbau.43 Insge­samt umfasst das Segment 86 000 Arbeitsplätze.

In quantitativer Hinsicht lässt sich der Markt durch das Marktvolumen, das Marktpo­tenzial und den Marktanteil der eigenen Destination beschreiben. Laut Daten des deutschen Weininstitutes besuchten 2019 circa fünfzig Millionen Reisende die deut­schen Weinregionen.44 So konnten insgesamt 9,3 Milliarden Euro umgesetzt werden, welches dem Marktvolumen entspricht.45 Um Das Marktpotenzial zu bestimmen sind Faktoren, wie die Kaufkraft potenzieller Kunden, die Anzahl zukünftiger Nach­frager sowie die Schätzung aller möglichen Absatzmengen von Nöten.46 Da die Um­sätze im Weintourismus aus dem regionalen Tagestourismus und Kurzurlaubstou­rismus generiert werden, lässt sich allgemein feststellen, dass je höher die Kaufkraft in den einzelnen Regionen ist, desto höher sind auch die Wachstumspotenziale für den Weintourismus. Aufgrund der dünnen und teilweise älteren Datenlage lässt sich das Marktpotenzial im Weintourismus im Rahmen dieser Seminararbeit nicht be­stimmen, da dafür aktuelle Erhebungen notwendig wären. In der „Bestandsaufnahme und Bewertung des weintouristischen Angebotes in europäischen Weinbauregionen“ aus dem Jahr 2012 wurde die Kaufkraft in allen deutschen Weinregionen in der höchsten Güteklasse „Typ A“ klassifiziert. Sie lag in 2012 zwischen 150€ und 200€ je Einwohner.47 Wird die Anzahl der Weintouristen durch den Umsatz des Weintouris­mus geteilt, so ergibt sich eine durchschnittliche Kaufkraft in Höhe von 188€ pro Weintourist. Da bereits 2012 von einer maximalen Kaufkraft in Höhe von 200€ aus­gegangen wurde, kann davon ausgegangen werden, dass der Markt für Weintouris­mus noch nicht ausgeschöpft ist.48 Für die einzelne Weinregion kann der Marktanteil ermittelt werden indem das Absatzvolumen im Weintourismus der Weinregion durch das Marktvolumen geteilt wird. Aufgrund fehlender Daten können die Marktanteile der einzelnen Weinregionen Deutschlands am deutschen Gesamtmarkt nicht ermit­telt werden.49 Jedoch ist es möglich Aussagen zur Bekanntheit der einzelnen Regio­nen zu treffen. Anhang 2 zeigt die Bekanntheitsgrade der einzelnen Weinregionen in der Zielgruppe auf. In den, dieser Hausarbeit zugrunde liegenden Zielgruppen ge­nießen Rheinhessen, das Rheingau, die Pfalz, die Mosel, Franken sowie Baden mit über 80% die größte Bekanntheit.50

Es ist festzustellen, dass ca. 85% der Unternehmen der Weinwirtschaft im Weintou­rismus aktiv sind. Werden hier die einzelnen Weingüter näher betrachtet, so lässt sich feststellen, dass je kleiner das Weingut ist, desto höher fällt die Wertschöpfung durch den Weintourismus aus. Die Mehrheit der Unternehmen gab zudem an, dass die Anzahl der Weintouristen mindestens konstant geblieben, in vielen Fällen sogar gestiegen ist. Ebenfalls schätzen 61% der Befragten die Lage so ein, dass die Aktivitäten der einzelnen Unternehmen im Bereich Weintourismus steigen werden.

[...]


1 Bayer, D. (2018): www.wein-verstehen.de, 01.03.2021

2 Lammert, N. (2015): www.bmwi.de, 21.12.20, S. 1

3 Statista GmbH (2020a): www.statista.com, 10.11.2020

4 Bibliographisches Institut GmbH (2021): www.duden.de, 16.12.20

5 Vgl.: Bieger, T.; Beritelli, P. (2013): S. 53

6 Vgl.: Scheuch, F. (2003): Marketing für Regionen: Vom Grätzelfest zur Zielregion, in: Der Markt Jg. 42 Nr. 164, S. 47

7 Hanf, J. H.; Rüdiger, J. (2018): www.google.com , 10.12.2020, S. 5; nach: Strecker, V. (2011): Weintourismus: Grundlagen, Konzepte & Potenziale im Untersuchungsgebiet Südlicher Oberrhein, AV Akademikerverlag, Saarbrücken

8 Vgl.: Bieger, T.; Beritelli, P. (2013): S. 53

9 Rüdiger, J.; Hanf, J. H. (2017): www.buel.bmel.de, 10.02.2021, S. 4

10 Vgl.: Bieger, T.; Beritelli, P. (2013): S. 62 f.

11 Vgl.: Asemann, K.(2017): „Land aus Wein und Stein“: Entwicklung einer touristischen Marke für die Region Saale-Unstrut­Land, in: Wagner, D.; Mair, M.; Stöckl, A. F.; Dreyer, A. (2017): Kulinarischer Tourismus und Weintourismus, Wiesbaden, 2017, S. 135 - 144

12 Vgl.: Rüdiger, J. (2018): Wirtschaftlicher Anreiz oder Trend; in: Das deutsche Weinmagazin, Heft 15, Jg. 2018, S. 36

13 Vgl.: Saaler, K. (2018): Rhein-Hessen auf dem Weg zur Dachmarke: in: Das Deutsche Weinmagazin, Heft 8, Jg. 2018, S. 33 - 35

14 Vgl.: Steinecke, A. (2013): S. 22 - 30

15 Vgl.: Steinecke, A. (2013): S. 17

16 Vgl.: Asemann, K. (2017): „Land aus Wein und Stein“: Entwicklung einer touristischen Marke für die Region Saale-Unstrut­Land, in: Wagner, D.; Mair, M.; Stöckl, A. F.; Dreyer, A. (2017): Kulinarischer Tourismus und Weintourismus, Wiesbaden, 2017, S. 135 - 144

17 Vgl.: Steinecke, A. (2013): S. 16

18 Vgl.: Saaler, K. (2018): Rhein-Hessen auf dem Weg zur Dachmarke: in: Das Deutsche Weinmagazin, Heft 8, Jg. 2018, S. 33 - 35

19 Vgl.: Bieger, T.; Beritelli, P. (2013): S. 58

20 Vgl.: Rüdiger, J. (2018): Wirtschaftlicher Anreiz oder Trend; in: Das deutsche Weinmagazin, Heft 15, Jg. 2018, S. 36

21 Vgl.: Saaler, K. (2018): Rhein-Hessen auf dem Weg zur Dachmarke: in: Das Deutsche Weinmagazin Heft 8 Jg. 2018, S. 33 - 35

22 Vgl.: Bieger, T.; Beritelli, P. (2013): S. 143

23 Hanf, J. H.; Rüdiger, J. (2018): www.aooale.com, 10.12.2020, S. 6

24 Rüdiger, J.; Hanf, J. H. (2017): www.buel.bmel.de, 10.02.2021, S. 1

25 Stamboulis, Y. und Skayannis, P. (2003): www.academia.edu, 18.02.2021 S. 38 f.

26 Getz, D. (2008): www.academia.edu, S. 403

27 Hanf, J. H.; Rüdiger, J. (2018): www.google.com, 10.12.2020, S. 6

28 Vgl.: Meffert, H.; Burmann, C.; Kirchgeorg, M.; Eisenbaiß, M. (2019): S. 54

29 Vgl.: Pepels, W. (2012): S. 567

30 Tourismus Plan b GmbH (2017): www.bw.tourismusnetzwerk.info, 03.12.2020, S. 10 f.

31 Szolnoki, G.; Tafel, M.; Reule, M. (2019: www.hs-geisenheim.de, 03.02.2021

32 Project M GmbH (2010): www.docplayer.org, 18.02.2021, S. 18

33 Vgl.: Meffert, H.; Burmann, C.; Kirchgeorg, M.; Eisenbaiß, M. (2019): S. 52

34 o.V. (o.J.): www.glossar.wein.plus, 19.11.2020

35 Hanf, J. H.; Rüdiger, J. (2018): www.google.com, 10.12.2020; S. 2: nach Dreßler, M. (2017): Zukunftsprognosen: Ab in die Zukunft 2050! Tagungsband 70. Pfälzische Weinbautage, Januar 2017: 62-65, Neustadt.

36 Vgl.: Dreyer, A.; Antz, C.; Linne, M. (2011): Wein und Tourismus - Trends, Synergien und kooperative Vermarktung, in: Dreyer, A. (Hrsg.): Wein und Tourismus - Erfolg durch Synergien und Kooperationen, Berlin, 2011, S. 14 f.

37 Messe Düsseldorf GmbH (2017): www.prowein.de, 10.12.2020, S. 1,2

38 Hanf, J. H.; Rüdiger, J. (2018): www.google.com , 10.12.2020; S. 2: nach Dreyer, A.; Ratz, J.; Berauer, J. (2015): Weintou­rismus - Marketing für Weinregionen und Winzer, Schriftenreihe Dienstleistungsmanagement: Tourismus, Sport, Kultur, ITD- Verlag, Elmsholm, 2015

39 Szolnoki, G.; Tafel, M.; Reule, M. (2019): www.deutscheweine.de, 19.11.2020, S. 7

40 Walton, L. A. B. (2007): www.uknowledge.uky.edu, 18.02.2021, S. 20

41 Lammert, N. (2015): www.bmwi.de, 21.12.2020, S. 8f.

42 Statista GmbH (2020b): www.statista.com, 03.02.2021

43 Lammert, N. (2015): www.bmwi.de, 21.12.2020, S. 8f.

44 Deutsches Weininstitut (2019): www.deutscheweine.de, 23.11.2020

45 Szolnoki, G.; Tafel, M.; Reule, M. (2019): www.deutscheweine.de, 19.11.2020, S. 23

46 Vgl.: Meffert, H.; Burmann, C.; Kirchgeorg, M.; Eisenbaiß, M. (2019): S. 56

47 Europäisches Tourismusinstitut (2013): www.docplayer.org, 04.02.2021, S. 13

48 Szolnoki, G.; Tafel, M.; Reule, M. (2019): www.deutscheweine.de, 19.11.2020, S. 23

49 Vgl.: Meffert, H.; Burmann, C.; Kirchgeorg, M.; Eisenbaiß, M. (2019): S. 57

50 Reule, M. (2017): www.weinbauverband-sachsen.de, 10.12.2020, S. 45

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten

Details

Titel
Marketing-Mix im Weintourismus. Marktanalyse und Zielgruppen des Marketings von Weinregionen
Hochschule
Fachhochschule Erfurt  (WLV)
Veranstaltung
Markt- und Markenmanagement
Note
1,0
Jahr
2021
Seiten
39
Katalognummer
V1148577
ISBN (eBook)
9783346559722
ISBN (Buch)
9783346559739
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Weinmarketing, Marketing-Mix, Marke, Marktanalyse, Zielgruppenanalyse, Marketing, Markenmanagement
Arbeit zitieren
Anonym, 2021, Marketing-Mix im Weintourismus. Marktanalyse und Zielgruppen des Marketings von Weinregionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1148577

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