Wie wirkt sich der im Neorealismus begründete strukturelle Anarchismus auf internationale Systeme aus?


Essay, 2006
11 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Die Theorie des Neoreapsmus nach Kenneth N. Waltz
1.1 Das Theorieverständnis von Waltz

1.2 Rolle und das Umfeld der Staaten

2. Die anarchischen Strukturen der Weltpoptik
2.1 Die Strukturen des internationalen Systems

3. Internationale Poptik aus neoreapstischer Perspektive
3.1 Welche Konsequenzen ergeben sich aus der Anarchie des internationalen Systems?
3.2 Welche Probleme entstehen daraus für die internationale Kooperation?

Fazit

Literaturverzeichnis

Einleitung

Der 1979 von Kenneth N. Waltz begründete Neoreapsmus sieht in seiner Theorie die Strukuren des internationalen Systems als anarchisch an. Im vorpegenden Essay soll, mit Schwerpunkt auf das Theorieverständnis von Kenneth N. Waltz, dessen Theorie des Neoreapsmus in vereinfachter Form erklärt werden. Anschpeßend werden die anarchischen Strukturen der Weltpoptik genau untersucht, bevor schpeßpch die Fragen beantwortet werden soll, welche Konsequenzen sich aus der Anarchie des internationalen Systems ergeben und inwiefern es nach Aussagen der reapstischen Theorie Probleme in der internationalen Kooperation gibt.

1. Die Theorie des Neoreapsmus nach Kenneth N. Waltz

1979 sorgte Kenneth N. Waltz mit seinem Werk „International Poptics Theory“ für großes Aufsehen auf dem Gebiet der internationalen Poptik. Hauptmerkmal der Theorie ist der systemische Ansatz. Bei der Analyse internationaler Vorgänge steht das internationale System, welches durch seine Struktur definiert ist, im Vordergrund. Sowohl die Ebene des Individuums als auch die der Nationalstaaten bleibt dabei unberücksichtigt. Die Überlegung die dahinter steckt ist wie folgt: Wenn das Verhalten eines Staates im internationalen System allein oder hauptsächpch von dessen Konzeption abhinge, so müssten sich laut Waltz, gleich konzipierte Staaten gleich verhalten und unterschiedpch konzipierte Staaten unterschiedpch. Dies ist aber nicht der Fall, wie Waltz in zwei Gegenbeispielen beweist. Die Ursache für das Handeln von Nationalstaaten ist also nicht in ihrer Beschaffenheit, sondern in den Kräften und Zwängen zu suchen, die auf sie wirken.[1]

1.1 Das Theorieverständnis von Waltz

Nach Waltz soll eine Theorie vor allem erklären können. Für ihn ist nicht ein mögpchst reaptätsgetreues Abbild der Wirkpchkeit mit verändertem Maßstab das Ziel, denn dies wäre seiner Ansicht nach widersinnig. Es stünde der Reaptät an Komplexität in nichts nach und könnte somit komppzierte Vorgänge genau so wenig erklären wie die Reaptät selbst. Eine Theorie muss also abstrahierend sein. Dazu werden Annahmen getroffen, die zur Vereinfachung beitragen sollen. Anschpeßend werden nicht relevante Elemente ignoriert und relevante Elemente auf Eigenschaften reduziert, die für den Untersuchungsgegenstand der Theorie wichtig sind. Man kann also sagen, dass Waltz ein durchaus abstraktes Theorieverständnis hat, wobei die Ableitung von Gesetzen nicht in erster Linie durch empirische Beobachtung sondern durch Überlegung kommt. Natürpch hat die Empirie einen gewissen Stellenwert, denn Waltz will ja Beobachtbares erklären. Aber die Gewichtung pegt nicht darauf, die Reaptät zu beschreiben, sondern ein Modell zu entwerfen, das die gleichen Ursache-Wirkung Mechanismen wie die Reaptät aufweist, diese jedoch vereinfacht beschreibt.

1.2 Rolle und Umfeld der Staaten

Der Neoreapsmus geht von Staaten als Hauptakteure in einem anarchischen Umfeld aus. Es gibt ihm zufolge keine übergeordnete Instanz, welche imstande wäre, Entscheidungen zu treffen und diese dann auch durchzusetzen. Waltz definiert das ganze folgendermaßen: „The difference between national and international poptics pes not in the use of force, but in the different modes of organisation doing something about it.“[2] Dieser Unterschied sieht nach ihm folgendermaßen aus: “A government has no monopoly on the use of force, as is all too evident. An effective government, however, has a monopoly on the legitimate use of force, and legitimate here means that pubpc agents are organized to prevent and to counter the private use of force. Citizens need not to prevent themselves. Pubpc agencies do that. A national system is not one of self-help. The international system is.”[3]

Waltz geht damit auf das vorpegende self-help System ein, das er wie folgt definiert:

“A self-help system is one in which those who do not help themselves, or who do so less effectively than others, will fail to prosper, will lay themselves open dangers, will suffer. Fear of such unwanted consequences stimulates states to behave in the way that tend toward the creation of balances of power.”[4] Demnach sind die einzelnen Staaten gezwungen, selbst für ihre Sicherheit und ihr Überleben zu sorgen. Dies kann sich als äußerst schwierig erweisen, denn laut Waltz besteht jederzeit die Mögpchkeit eines Überfalls. „Because some states may at any time use force, all states must be prepared to do so.“[5]

[...]


[1] Waltz, Kenneth (1979): Theorie of International Poptics. New York. McGraw-Hill.

[2] Waltz, Kenneth N. (1979): Theorie of International Poptics. New York. McGraw-Hill, S.103.

[3] Waltz, Kenneth N. (1979): Theorie of International Poptics. New York. McGraw-Hill, S.103 f.

[4] Waltz, Kenneth N. (1979): Theorie of International Poptics. New York. McGraw-Hill., S.118.

[5] Waltz, Kenneth N. (1979): Theorie of International Poptics. New York. McGraw-Hill., S.102.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Wie wirkt sich der im Neorealismus begründete strukturelle Anarchismus auf internationale Systeme aus?
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Veranstaltung
Proseminar Internationale Politik
Note
1,3
Autor
Jahr
2006
Seiten
11
Katalognummer
V114892
ISBN (eBook)
9783640160686
ISBN (Buch)
9783640161256
Dateigröße
386 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Neorealismus, Anarchismus, Systeme, Proseminar, Internationale, Politik
Arbeit zitieren
Carolin Münzel (Autor), 2006, Wie wirkt sich der im Neorealismus begründete strukturelle Anarchismus auf internationale Systeme aus?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114892

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