Die Frage, die in dieser Arbeit untersucht wird, lautet: Wie verhält sich eine Führungsperson, wenn sie feststellt, dass das geplante Ziel nicht erreicht wird, oder nicht erreicht werden kann und damit der erwartete Erfolg ausbleibt? Dabei wird das reale Führungshandeln in den Blick genommen, weil davon ausgegangen wird, dass es sich an die jeweils gegebene Arbeitssituation anpasst. Es sollen dabei die psychologischen Ursachen, die der Auslöser des Verhaltens sind, geklärt werden, um entsprechende Führungsmodifikationen vorzuschlagen.
Aus den Ergebnissen soll eine Hypothese entwickelt werden, die Aussagen darüber machen kann, welche Handlungsmöglichkeiten Führungspersonen wählen, um auftretenden Hindernissen zu begegnen, damit die geplanten Ziele erreicht werden können und welche psychologischen Ursachen die Auslöser hierfür sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Ziele und Erfolg der Führungsperson
1.2 Wissenschaftliche Einordnung
1.3 Forschungsfrage und Zielsetzung der Analyse
1.4 Zielpersonen der Analyse „Wissensarbeiter“
1.5 Wissen als Kompetenzgrundlage
1.6 Gliederung der Studie
2. Die Systemtheorie als Analysegrundlage
2.1 Systembegriff und Beobachter
2.2 Umweltbeziehung und Organisation
2.2.1 Ordnungsbildung in Systemen
2.2.2 Autopoiese
2.2.3 Strukturelle Kopplung
2.3 Soziale Systeme
2.3.1 Kommunikationen als basale Einheit
2.3.2 Was ist Kommunikation (Luhmann 1984)?
2.3.3 Organisation und Interaktion
2.3.4 System und Handlung
2.3.5 Intervention in Systemen
2.4 Die Rolle in der Unternehmung
2.4.1 Die Rolle: Platzhalterin der Person im Unternehmen
2.4.2 Erwartungsverteilung im Unternehmen
2.4.3 Person und Organisation
2.4.4 Übernahme von Unternehmenswerten
2.5 Die Person ein psychisches System
2.5.1 Das personale System
2.5.2 Die Entstehung der Persönlichkeit
2.5.3 Sozialisation nach Luhmann
2.5.4 Die Theorie-Praxis-Einheit von Rupert Lay
2.5.5 Persönliche Ziele der Person
2.6 Lebensraum und Verhalten
2.6.1 Das Verhalten im Lebensraum
2.6.2 Ebenen des Lebensraums
2.6.3 Bereiche
2.6.4 Spannungsfeld
2.6.5 Grenzen des Lebensraums
2.6.6 Feldtheorie als System nach Lewin (1939 -1947, 1982)
3. Das Unternehmen als zielgerichtetes, soziales System
3.1 Organisation und Funktion des Unternehmens
3.1.1 „Viability“ oder „Lebensfähigkeit“? viables Systemmanagement (VSM)
3.1.2 Grundlagen der Steuerung von Organisationen
3.1.3 Modell des lebensfähigen Systems
3.1.4 Struktur des lebenden Systems
3.1.5 Die Gesamtstruktur des lebensfähigen Systems
3.1.6 Steuerung der Unternehmung
3.1.7 Auflösung der Unternehmensziele und Abgleich der Unternehmensergebnisse
3.1.8 Unternehmung und Arbeitsteilung
3.1.9 Technische Systeme als Arbeitsumfeld
3.2 Die Person: Aufgabendurchführung
3.2.1 Auslösen der Arbeitsstrategien
3.2.2 Arbeitsdurchführung im professionellen Lebensraum
3.2.3 Das Rollen-Script als Interface zwischen Rolle und Person
3.2.4 „Arbeitsperson“, Arbeitsdurchführung und Verantwortung
3.2.5 Motive der Arbeitsperson
3.2.6 Welche Motive sind in der Organisation maßgebend?
3.2.7 Ziele als Wegweiser zum Erfolg
4. Führen in sozio-technischen Unternehmen
4.1 Das Management viabler Systeme (VSM)
4.1.1 Was bedeutet Steuerung und Management?
4.1.2 Aufgaben des Managements nach EFQM
4.2 Prinzipielle Managementfunktionen
4.2.1 Problemlösung als Führungsaufgabe
4.2.2 Zielerreichung durch Systemintervention
4.2.3 Kontrolle der Arbeitsergebnisse als Führungsaufgabe
4.3 Systemische Führung
4.3.1 Erkenntnisprogramm: Sicht der Führungskraft auf ihre Aufgaben
4.3.2 Kommunikationsprogramm: Aufbau einer Kommunikationsarchitektur
4.3.3 Operationsprogramm: Führung durch Sprache
4.3.4 Exkurs: Machtausübung durch Kommunikation
5. Geänderte Umwelt - Herausforderung durch digitale Transformation
5.1 Vom sozio-technischen System zum techno-sozialen System
5.2 Die Auswirkung der digitalen Transformation in Unternehmen
5.2.1 Informations- und Kommunikationssysteme (ITK)
5.2.2 Informatisierung der Geschäftsprozesse
5.2.3 Kommunikationsverlauf im viablen Management System (VMS)
5.2.4 Informationsflüsse innerhalb der betrachteten Gruppe
5.2.5 Ersatz von Wissensarbeit durch Digitalisierung
5.2.6 Prinzipielle Akzeptanzprobleme der Digitalisierung
5.2.7 Probleme der Systemeinführung
5.2.8 Potenzielle Auswirkungen auf Arbeitspersonen
5.2.9 Auswirkungen auf das Führungshandeln
5.2.10 Führungskraft oder Führungsperson?
5.3 Managementethik im techno-sozialen Unternehmen
5.3.1 Die Verantwortung der Führungsperson
5.3.2 Ethische Rahmenrichtlinien
5.3.3 Kontrollstrukturen
5.3.4 Fazit zur Managementethik
6. Hindernisse auf dem Weg zum Erfolg
6.1 Erkennen der Hindernisse
6.1.1 Konsistenz und Konsistenzregulation
6.1.2 Systemebene
6.1.3 Grundbedürfnisse
6.1.4 Motivationale Schemata
6.1.5 Auswirkungen der Hindernisse auf das Verhalten
6.2 Das techno-soziale System als Lebensraum
6.2.1 Führung im techno-sozialen Lebensraum
6.2.2 Hindernisse beim Führen
6.3 Stress als Ergebnis von Führung
6.4 Frustration als Stressfaktor
6.4.1 Aggressionsforschung seit 1931
6.4.2 Frustration bei Kurt Lewin
6.5 Konflikt als Stressfaktor
6.5.1 Strukturelle Ebene: der Rollenkonflikt
6.5.2 Interpersonelle Konflikte
6.5.3 Intrapsychische Konflikte
6.5.4 Konfliktverlauf
6.6 Reaktionen auf Stress
6.6.1 Die kognitiv-motivationale-relationale Emotionstheorie von Lazarus
6.6.2 Reaktion auf Frustration
6.6.3 Reaktion auf Konflikte
6.7 Führungsstrategien zur Stressbewältigung
6.7.1 Ausüben von Macht
6.7.2 Kooperation im Unternehmen
6.7.3 Bewältigungsstrategie als kommunikative Handlung
7. Zusammenfassung des theoretischen Rahmens
7.1 Theorie der sozialen Systeme
7.2 Kybernetische Steuerung im VMS
7.3 Lebensräume im Unternehmen
7.4 Führung von Systemen
8. Einführung in die Untersuchung
8.1 Konzentration auf die Person als handelndes, psychisches System
8.2 Handlung in vernetzten Lebensräumen
9. Grundlegende Überlegungen zur Erkenntnisgewinnung
9.1 Die Forschungsfrage als Problemstellung
9.2 Der „Radikale“ Konstruktivismus als Erkenntnistheorie
9.3 Das wissenschaftliche Wissen
9.4 Design und Vorgehensweise dieser Untersuchung
9.4.1 Unterscheidungsmerkmale qualitativer und quantitativer Datenerhebung
9.4.2 Sprache als Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnis
9.4.3 Warum ein qualitativer Ansatz?
9.5 Grundzüge einer Methodologie für eine qualitative Sozialforschung
9.5.1 Basistheorie zur generierenden Forschung
9.5.2 Entscheidung für „grounded theory“
9.5.3 Pragmatismus
9.5.4 Der Autor als Beobachter
9.5.5 Das Verstehen des Beobachters
9.6 Aufbau der Studie
10. Realisierung der qualitativen Untersuchung
10.1 Die Grounded Theory als Vorgehensweise
10.1.1 Daten erheben
10.1.2 Durchführung der Untersuchung
10.1.3 Beschreibung der Stichprobe
10.1.4 Relevanz der Interviews
10.1.5 Auswertung der durchgeführten Interviews
10.1.6 Matrix zum Vergleich
10.1.7 Codieren
10.1.8 Durchführung der Codierung
10.1.9 Arten der Kodierung
10.2 Ziel: eine Theorie zu konstruieren
10.2.1 Materiale und formale Theorien
10.2.2 Vergleichende Analyse – Comparative Analysis
10.3 Generierung der Hypothese durch Abduktion
10.3.1 Hypothetisches Schlussfolgern
10.3.2 Peirce und/oder Popper?
11. Beschreibung der Ergebnisse aus den Befragungen
11.1 Führungsprozesse im Untersuchungsraum
11.1.1 Von Situation zur Zielsetzung
11.1.2 Vom Ziel zur Aufgaben-/Problemstellung
11.1.3 Von der Aufgabe zum Ergebnis
11.1.4 Vom Problem zum Ergebnis (Quelle: eigene Darstellung)
11.1.5 Bearbeitung des Ergebnisses
11.1.6 Fazit der Führungsprozess-Map-Analyse
11.2 Ergebnisse der Gesamtbefragung
11.2.1 Zusammenfassung zu Kategorien:
11.2.2 Klassen zu Kategorien
11.2.3 Grafik der Kategorien, extrahiert aus den Interviews
11.3 Beispielhafte Zusammenfassung eines Interviews
11.3.1 Grafische Darstellung der Kategorien
12. Detaillierte Beschreibung der erarbeiteten Domänen
12.1 Berufsentwurf
12.1.1 Interpretation zum Berufsentwurf
12.1.2 Wirkung des Berufsentwurfes
12.2 Rollenverständnis
12.2.1 Interpretation zum Rollenverständnis
12.2.2 Wirkung des Rollenverständnisses
12.3 Führungsarbeit
12.3.1 Interpretation zur Führungsarbeit
12.4 Führungsstrategien
12.4.1 Enge Führung
12.4.2 Kooperative Führung
12.5 Wirkung der Führungsarbeit und Führungsstrategie
12.6 Beschreibung der Stressfaktoren
12.6.1 Interpretation der Stressfaktoren
12.7 Exkurs: Ergänzung der Datenerhebung in den Jahren 2010 – 2019
12.7.1 Eine Fallstudie als Simulation der Realität (Automations - GmbH)
12.7.2 Erhebung der Daten im Rahmen von Lehrveranstaltungen (2010-2019)
12.7.3 Zusatzfallstudie zum Thema „Konflikt“
12.7.4 Auswertung der Fallstudie 2
12.7.5 Zusammenfassung der zusätzlichen Ergebnisse und Gesamteinordnung
12.8 Strategien zur Stressbewältigung
12.8.1 Interpretation der Bewältigungsstrategie
12.8.2 Wirkung der Bewältigungsstrategie
12.8.3 Vorläufige Hypothese: Stressbewältigung im professionellen Lebensraum
12.8.4 Zusammenfassung der vorläufigen Ergebnisse
13. Ausarbeitung einer organisationspsychologischen Hypothese
13.1 Grundlagen der Hypothese
13.1.1 Beschreibung des Führungsraums
13.2 Leistungserbringung und Führung im VMS und seinen Umwelten
13.2.1 Beschreibung der Gruppenplanung
13.2.2 Beschreibung der Leistungserbringung
13.3 Die Führungsperson als Beobachterin
13.3.1 Beobachtungen der Führungsperson
13.3.2 Berufsentwurf als mentale Schnittstelle zum Bewusstsein
13.3.3 Führungsaufgabe
13.3.4 Auswahl der Führungsstrategie
13.3.5 Hindernisse bei der Realisierung
13.3.6 Stress durch Hindernisse bei der Realisierung
13.3.7 Auswahl der Bewältigungsstrategie
13.3.8 Machtausübung als Realisierungsstrategie
13.3.9 Prüfung von Zielen und Ergebnissen
13.3.10 Stressbewältigung durch kommunikatives Handeln
13.4 Beantwortung der Forschungsfrage
13.4.1 Definition der Bedingungen
13.4.2 Bewältigungsart als Moderatorenvariable der Führungsstrategie
13.4.3 Emotionsabbau durch Bewältigungsstrategien
13.4.4 Die Auswahl der Bewältigungsstrategie
13.4.5 Aufbau der Tabelle
13.5 Antwort auf die Forschungsfrage:
13.6 Reflexion der Datengrundlage und Forschungsmethode
13.7 Ergänzung der Datenerhebung und Forschungsschwerpunkt 2016 - heute
14. Was ergibt sich aus diesen Ergebnissen für die Führungspraxis?
14.1.1 Relevante Fragen für Unternehmen
14.1.2 Relevante Fragen für Führungspersonen
14.1.3 Relevante Fragen für die Geführten
14.2 Ausblick und weiterer Forschungsbedarf
Zielsetzung & Themen der Studie
Die Studie untersucht das Verhalten von Führungspersonen in mittleren Unternehmensebenen, wenn geplante Unternehmensziele nicht erreicht werden. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Wie verhält sich eine Führungsperson, wenn sie feststellt, dass das geplante Ziel nicht erreicht wird, oder nicht erreicht werden kann und damit der erwartete Erfolg ausbleibt?“ Dabei wird insbesondere die psychologische Komponente der Entscheidungsfindung und die Wahl zwischen machtbasierten oder kooperativen Führungsstrategien unter Stressbedingungen analysiert.
- Anwendung der Systemtheorie und der Feldtheorie nach Kurt Lewin auf Führungsprozesse.
- Untersuchung von Hindernissen, Frustration und Konflikten als Stressfaktoren für Führungspersonen.
- Qualitative Analyse von Interviews mittels der „Grounded Theory“.
- Einfluss der digitalen Transformation auf das Führungshandeln und die Managementethik.
- Erarbeitung eines Prozessmodells zur Entscheidungsfindung bei Misserfolgen im Führungsalltag.
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
Führungspersonen genießen eine, ganz besondere Aufmerksamkeit. Es sind die vermeintlich Mächtigen, um die es sich in der Berichterstattung in fast allen Medien dreht, die Erfolgreichen, ob in Wirtschaft, Politik, in Verbänden oder im Sport. Unter dem Titel „Irre erfolgreich“ beschreibt die ZEIT Nr. 34 vom 14.08.2013 (Kerstin Bund, Marcus Rohwetter), die in mehreren Studien untersuchten psychischen Defekte von erfolgreichen Führungspersonen, die gerade wegen dieser Defekte, so die Ausführung, überaus erfolgreich waren oder noch sind.
Es ist hier nicht der Platz, die Aussagen im Einzelnen zu bewerten, die Beispiele in diesem Artikel zeigen allerdings, dass von Führungspersonen Erfolg erwartet wird. Deshalb werden auch bekannte Unternehmertypen in ihrer Eigenart beschrieben. Um diesen Erfolg zu erzielen, wird den Führungspersonen in Organisationen Macht übertragen, damit sie Einfluss auf die Personen ausüben können, die sie bei der Erfolgserreichung unterstützen sollen. Diese Erfolgserwartung ist nicht nur an die obersten Führungspersonen gerichtet, sondern auch an die Personen, die ihnen zuarbeiten. Hier wird die Erfolgserwartung nicht von außen, sondern von der Organisation an die Führungspersonen herangetragen und auch ihnen wird Macht verliehen, um die Entscheidungen, die auf dem Weg zum Erfolg getroffen werden müssen, zu treffen und deren Realisierung durchzusetzen.
Damit wird das Verhältnis von Führung und Macht festgelegt. Beide bedingen sich gegenseitig. Eine Führungsposition ist nicht etwas, was einer Person zufliegt, auch wenn es hier gegenteilige Meinungen geben mag, sondern sie ist eng mit der Persönlichkeit der Person sowie der persönlichen Lebensplanung verknüpft und äußert sich in ihren persönlichen Zielen. Das bedeutet, dass letztlich der Führungserfolg mit der persönlichen Zielerreichung zusammenfallen sollte. Eine Diskrepanz zwischen den persönlichen Zielen und den Unternehmenszielen führt zu einem intrapersonalen Konflikt, der durch ein entsprechendes Führungshandeln beseitigt wird. Dieses Handeln wird nicht nur durch die Persönlichkeit der Person, sondern ganz besonders durch die Führungssituation bedingt. Diese wandelt sich ständig mit dem technologischen Wandel, in den letzten Jahrzehnten bedingt durch die, immer schneller zunehmende Digitalisierung der gesamten, globalen Gesellschaft.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Erwartungshaltung gegenüber Führungspersonen und führt das Spannungsfeld zwischen Führung, Macht und persönlicher Zielerreichung im Kontext des technologischen Wandels ein.
2 Die Systemtheorie als Analysegrundlage: Dieses Kapitel erläutert die systemtheoretischen Grundlagen, einschließlich der Konzepte von Autopoiese, sozialer Systeme und des Lebensraums nach Kurt Lewin, die als Basis für die Analyse dienen.
3 Das Unternehmen als zielgerichtetes, soziales System: Hier wird das Unternehmen als viables System beschrieben, das durch Kommunikation und Arbeitsteilung gesteuert wird, um langfristig in seiner Umwelt zu bestehen.
4 Führen in sozio-technischen Unternehmen: Das Kapitel analysiert Managementfunktionen und systemische Führung im Kontext von Unternehmen, die auf technischer Kommunikation basieren.
5 Geänderte Umwelt - Herausforderung durch digitale Transformation: Es wird diskutiert, wie die Digitalisierung die Struktur von Unternehmen und das Führungsverhalten verändert, wobei ein besonderer Fokus auf der Managementethik liegt.
6 Hindernisse auf dem Weg zum Erfolg: Dieses Kapitel analysiert Stressoren wie Frustration und Konflikte, die als Ergebnis von Hindernissen bei der Zielerreichung auftreten und das Verhalten von Führungspersonen beeinflussen.
7 Zusammenfassung des theoretischen Rahmens: Es erfolgt eine Synthese der behandelten Theorien (Systemtheorie, Feldtheorie), um den theoretischen Ausgangspunkt für die eigene Untersuchung zu festigen.
8 Einführung in die Untersuchung: Dieses Kapitel bereitet den empirischen Teil vor, indem der Fokus auf die Führungsperson als psychisches System in vernetzten Lebensräumen gelegt wird.
9 Grundlegende Überlegungen zur Erkenntnisgewinnung: Hier wird die wissenschaftstheoretische Basis (radikaler Konstruktivismus, Grounded Theory) für die Durchführung der qualitativen Untersuchung dargelegt.
10 Realisierung der qualitativen Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt den praktischen Forschungsprozess, von der Datenerhebung über das Codieren bis zur Theoriebildung.
11 Beschreibung der Ergebnisse aus den Befragungen: Die aus den Interviews extrahierten Führungsprozesse werden hier analysiert und in Kategorien überführt.
12 Detaillierte Beschreibung der erarbeiteten Domänen: Die Kategorien werden zu Domänen zusammengefasst, um die Faktoren des Führungshandelns tiefgehend zu interpretieren.
13 Ausarbeitung einer organisationspsychologischen Hypothese: In diesem Kapitel wird die Hypothese über die Stressbewältigung im professionellen Lebensraum ausgearbeitet und die Forschungsfrage beantwortet.
14 Was ergibt sich aus diesen Ergebnissen für die Führungspraxis?: Abschließend werden praktische Implikationen für Unternehmen, Führungspersonen und Geführte abgeleitet.
Schlüsselwörter
Organisationspsychologie, Systemtheorie, Führung, Macht, Kooperation, Grounded Theory, digitale Transformation, Stressbewältigung, Frustration, Konfliktmanagement, Rollenverständnis, Managementethik, Wissensarbeit, Feldtheorie, Entscheidungsprozesse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht das Verhalten von Führungspersonen, insbesondere in mittleren Managementpositionen, in Situationen, in denen geplante Ziele nicht wie erwartet erreicht werden können.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Zentrale Themen sind Führungshandeln im Kontext von Macht und Kooperation, der Einfluss von Stress und Emotionen bei Misserfolgen sowie die Auswirkungen der digitalen Transformation auf Unternehmen und deren Führungskräfte.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Die Arbeit möchte beantworten: „Wie verhält sich eine Führungsperson, wenn sie feststellt, dass das geplante Ziel nicht erreicht wird, oder nicht erreicht werden kann und damit der erwartete Erfolg ausbleibt?“
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine qualitative Studie, die auf der Methodik der „Grounded Theory“ basiert, um auf Basis von Experteninterviews eine Theorie über Führungsprozesse zu entwickeln.
Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen (Systemtheorie, Feldtheorie), der Durchführung und Auswertung der qualitativen Interviews sowie der Entwicklung einer Hypothese zur Stressbewältigung bei Führungspersonen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Kernbegriffe sind Organisationspsychologie, Führung, Macht, Kooperation, Systemtheorie, Stressbewältigung und die Grounded Theory.
Welche Rolle spielt die „Grounded Theory“ für diese Studie?
Die Grounded Theory ermöglicht es, aus den qualitativen Daten der Interviews schrittweise Konzepte und Kategorien zu bilden, um eine empirisch fundierte Hypothese über das Führungshandeln bei Misserfolg zu generieren.
Inwiefern beeinflusst die digitale Transformation das Führungshandeln?
Die Studie zeigt, dass digitale Systeme Arbeitsprozesse direktiv steuern und bei Führungspersonen neue Stressfaktoren wie Versagensfurcht auslösen können, was wiederum eine Anpassung der Führungsstrategien erfordert.
- Arbeit zitieren
- Peter Barfknecht (Autor:in), 2021, Autoritäre Führung oder Kooperation? Wie Führungspersonen Misserfolge navigieren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1149213