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Göttliche Güte, menschliche Freiheit und der Ursprung des Bösen in der Theodizee nach Leibniz

Titel: Göttliche Güte, menschliche Freiheit und der Ursprung des Bösen in der Theodizee nach Leibniz

Hausarbeit , 2020 , 6 Seiten , Note: 2

Autor:in: Katrin Simon (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Theodizee-Frage fragt nach der Gerechtigkeit beziehungsweise Rechtfertigung Gottes in Hinblick auf die Übel in der Welt. Die Theodizee beschäftigt sich also mit der Frage, inwiefern sich die allgemeine Vorstellung Gottes als allmächtiges, allwissendes und allgütiges Wesen mit den tatsächlichen Übeln in der Welt vereinbaren lässt. Kurz gesagt: Wie kann ein allmächtiges, allwissendes und allgütiges Wesen zulassen, dass seine Schöpfung leidet? Im Zentrum dieser Problematik stehen die göttliche Güte, die menschliche Freiheit und der Ursprung des Bösen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Zu Leibniz’ Theodizee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Theodizee-Problematik bei Gottfried Wilhelm Leibniz und analysiert, wie die Existenz von Übel in der Welt mit der Annahme eines allmächtigen, allwissenden und allgütigen Gottes vereinbar ist.

  • Leibniz’ Theorie der "besten aller möglichen Welten"
  • Die Unterscheidung zwischen moralischem, physischem und metaphysischem Übel
  • Die Rolle der menschlichen Freiheit und der göttlichen Zulassung von Leid
  • Harmonie und Mannigfaltigkeit als zentrale Pfeiler der Schöpfung
  • Das Verhältnis von göttlicher Vollkommenheit und weltlicher Unvollkommenheit

Auszug aus dem Buch

Zu Leibniz’ Theodizee

Ich möchte mich im Folgenden im Zuge meiner abschließenden Arbeit mit der Theodizee-Frage bei Leibniz beschäftigen. Die Theodizee-Frage fragt nach der Gerechtigkeit beziehungsweise Rechtfertigung Gottes in Hinblick auf die Übel in der Welt. Die Theodizee beschäftigt sich also mit der Frage inwiefern sich die allgemeine Vorstellung Gottes als allmächtiges, allwissendes und allgütiges Wesen mit den tatsächlichen Übeln in der Welt vereinbaren lässt. Kurz gesagt: Wie kann ein allmächtiges, allwissendes und allgütiges Wesen zulassen, dass seine Schöpfung leidet? Im Zentrum dieser Problematik stehen die göttliche Güte, die menschliche Freiheit und der Ursprung des Bösen.

Obgleich diese Frage wohl bereits so alt wie die Menschheit ist, ist Leibniz als derjenige anzusehen, der dieser Überlegung den Namen „Theodizee“ gab. Leibniz sucht nach einer Erklärung für das Übel in einem größeren Zusammenhang, anstatt sich auf individuelles Leid zu fokussieren.

Gott ist vollkommen und er ist dies als einziges Wesen zur Gänze. (Vgl. Leibniz 2014, 3) Er wird durch drei Vollkommenheits-Attribute ausgezeichnet: Macht, Weisheit und Gerechtigkeit. Gott ist Leibniz’ Vorstellung nach also allmächtig, allwissend und allgütig, was Ausdruck seiner Vollkommenheit ist. Nun könnte man annehmen, dass eine von einem vollkommenen Wesen geschaffene Welt ebenso vollkommen sein müsste wie jenes selbst. Doch Leibniz gibt an, dass man hierbei einen Fehler begehen würde, wenn man das Werk in seinen Eigenschaften gleichsetzen würde mit jenen des Erschaffers. Die Unvollkommenheit der Welt widerspricht der Vollkommenheit Gottes keinen Falls. Gott als Schöpfer der Welt ist von ihr, seiner Schöpfung, durchaus zu unterscheiden, weshalb es nur logisch erscheint, dass die Welt unvollkommen ist und Übel enthält.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zu Leibniz’ Theodizee: Dieses Kapitel führt in die Theodizee-Problematik ein und erläutert die göttlichen Attribute sowie Leibniz’ grundlegende Unterscheidung zwischen dem Schöpfer und seiner unvollkommenen Schöpfung.

Schlüsselwörter

Theodizee, Leibniz, Gott, Übel, Moral, Metaphysik, Freiheit, Vollkommenheit, Schöpfung, Harmonie, Mannigfaltigkeit, Gerechtigkeit, Vorsehung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem philosophischen Problem der Theodizee nach Leibniz und der Frage, wie die Existenz des Bösen mit einem vollkommenen Gott in Einklang zu bringen ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Theorie der besten aller möglichen Welten, die Kategorisierung des Übels sowie die Bedeutung der menschlichen Willensfreiheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Leibniz’ Verteidigung der göttlichen Gerechtigkeit durch die Einbettung des Übels in den weiteren Kontext der weltlichen Ordnung nachzuvollziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die philosophische Textanalyse und Interpretation der zentralen Werke von Gottfried Wilhelm Leibniz zur Theodizee und Metaphysik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Konzeption der besten aller möglichen Welten, die Unterscheidung von moralischem, physischem und metaphysischem Übel sowie die Funktion des Übels zur Erhaltung der Welt-Harmonie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Theodizee, mögliche Welten, göttliche Vollkommenheit und Willensfreiheit beschreiben.

Warum ist das metaphysische Übel laut Leibniz für die Welt notwendig?

Es ist aufgrund der notwendigen Endlichkeit und Unvollkommenheit der Welt unvermeidbar; ohne es gäbe keinen Raum für die anderen Arten des Übels und somit keine Mannigfaltigkeit.

Wie unterscheidet Leibniz das moralische vom physischen Übel?

Das moralische Übel entspringt der menschlichen Freiheit und der Entscheidung zum Sündigen, während das physische Übel sich als Leiden und Schmerz manifestiert, das aus der endlichen Materie hervorgeht.

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Göttliche Güte, menschliche Freiheit und der Ursprung des Bösen in der Theodizee nach Leibniz
Hochschule
Universität Wien  (Philosophie)
Veranstaltung
Leibniz: Discours de Métaphysique
Note
2
Autor
Katrin Simon (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
6
Katalognummer
V1149339
ISBN (eBook)
9783346532282
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Leibniz Theodizee Gott Gottesbeweis Philosophie Übel Gottfried Wilhelm Leibniz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katrin Simon (Autor:in), 2020, Göttliche Güte, menschliche Freiheit und der Ursprung des Bösen in der Theodizee nach Leibniz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1149339
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Leseprobe aus  6  Seiten
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