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Förderung der Zweisprachigkeit im Kindergarten

Title: Förderung der Zweisprachigkeit im Kindergarten

Term Paper , 2007 , 33 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Janine Pollert (Author), Caroline Knaup (Author)

Social Work
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Aufgrund dieser fundamentalen Bedeutung der Erstsprache und dem hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund in Kindergärten erweist es sich als erforderlich, sich mit dem Thema ‚Förderung der Zweisprachigkeit im Kindergarten’ vertieft auseinanderzusetzen. Demnach erschließt sich das Thema dieser Arbeit. aus einer wichtigen, öffentlichen, bildungspolitischen Debatte. Denn „Sprache sollte insofern […] nicht länger nur ‚beiläufig’, ‚nachrangig’ oder ‚funktional’ […] [gehandhabt werden], sondern […] als kulturelle Basis-kompetenz und […] zentrale Bildungskonstituente […], die besonderer Aufmerksamkeit und Förderung bedarf“ (zit. n. ROUX 2005, S. 13).
In dieser Ausarbeitung wird die Intention verfolgt, einen Einblick in die Möglichkeiten zur Förderung der Zweisprachigkeit im Kindergarten zu gewähren.

Zur Einführung wird im ersten Teil der Ausarbeitung ‚theoretische Grundlagen’ zunächst das Thema zum Überblick in den Rahmen der interkulturellen Pädagogik und der Sprachförderung im Elementarbereich eingeordnet, indem die Erläuterung der Notwendigkeit und der Bedeutung dieser zwei Bereiche Berücksichtigung findet. Ansetzend an diesen Ausgangspunkt schließt der erste Abschnitt mit der Erkenntnis ab, dass bei einer wirksamen Umsetzung der Interkulturellen Pädagogik Sprachförderung nur ein Teil der Gesamtkonzeption im Kindergarten sein kann.

Die nähere Betrachtung des Erstspracherwerbs und der Zweisprachigkeit trägt dazu bei, ein Hintergrundwissen von den theoretischen Grundlagen zu erlangen, um die Möglichkeiten der Förderung der Zweisprachigkeit einschätzen zu können. Während erstere einen Einblick in die vielfältigen Funktionen und die Entwicklung der Sprache beinhaltet, wird das Thema der Zweisprachigkeit durch eine Definierung und die Betrachtung des Erwerbs der Zweitsprache aufgegriffen.

Aufbauend auf diesen gewonnen theoretischen Erkenntnissen erfolgt im nächsten Abschnitt eine Erläuterung von allgemeinen Grundprinzipien zur Förderung der Zweisprachigkeit im Kindergarten, insbesondere der Bereiche der Elternarbeit, der Rolle der/des Erziehe-rin/Erziehers, der Gemeinwesenorientierung und der Raumgestaltung.

Anschließend werden zwei Projekte zur Förderung der Zweisprachigkeit, das ‚Rucksack-Projekt’ und das ‚Hocus- und Lotus-Projekt’, tiefer und breiter erfasst und durch eine kritische Würdigung expliziert. In der Schlussbetrachtung werden die wesentlichen Aspekte noch einmal zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Bedeutung der Sprachförderung als ein Bestandteil der interkulturellen Pädagogik

1.1 Bedeutung der interkulturellen Pädagogik

1.2 Bedeutung der Sprachförderung im Elementarbereich

1.3 Sprachförderung als Teil der Gesamtkonzeption

2. Die Erstsprache

2.1 Funktionen der Sprache

2.2 Der Erstspracherwerb

3. Die Zweisprachigkeit

3.1 Was ist Zweisprachigkeit?

3.2 Der Zweitspracherwerb

4. Allgemeine Grundprinzipien zur Förderung der Zweisprachigkeit im Kindergarten

4.1 Elternarbeit

4.2 Die Rolle der Erzieherin/des Erziehers

4.3 Gemeinwesenorientierung

4.4 Raumgestaltung

5. Projekte zur Förderung der Zweisprachigkeit

5.1 Elternarbeit und Sprachförderung am Beispiel des ‚Rucksack-Projekts’

5.2 Sprachlernprogramm ‚Hocus und Lotus’

5.3 Kritische Betrachtung der Projekte

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Möglichkeiten der Förderung der Zweisprachigkeit bei Kindern mit Migrationshintergrund im Kindergarten unter Berücksichtigung interkultureller pädagogischer Ansätze. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, wie Kindertageseinrichtungen durch systematische Sprachförderung und die Einbindung in eine Gesamtkonzeption Bildungschancen erhöhen und soziale Benachteiligungen abbauen können.

  • Bedeutung der interkulturellen Pädagogik im Elementarbereich
  • Theoretische Grundlagen des Erst- und Zweitspracherwerbs
  • Grundprinzipien der Förderung (Elternarbeit, Rolle der Fachkräfte, Raumgestaltung)
  • Praxisbeispiele: Rucksack-Projekt und Sprachlernprogramm Hocus und Lotus
  • Kritische Würdigung der Projektansätze in der frühpädagogischen Praxis

Auszug aus dem Buch

1.1 Bedeutung der interkulturellen Pädagogik

Der Begriff der ‚interkulturellen Erziehung’ tauchte erstmals zu Beginn der 1980er Jahre auf und löste die so genannte Ausländerpädagogik ab. Letztere machte die Migranten(-kinder) zum Problem und setzte auf Adaption anstatt auf gegenseitige Integration. In den 1980ern wurde akzeptiert, dass die ethnischen Minoritäten einen festen Bestandteil der multikulturellen Gesellschaft darstellen und nicht in ihr Herkunftsland zurückkehren. Damit wurden die einheimischen Heranwachsenden und die Vorurteile genauer betrachtet. Heute lässt sich ein Konsens der vielfältigen Disziplinen und Forschungszweige der interkulturellen Pädagogik in den Leitprinzipien der Gleichheit, der Anforderung einander zu verstehen, und des Lebensweltbezugs feststellen (vgl. AUERNHEIMER 2003, S. 34-42, 54-55).

Wesentliche Begründungen für die Notwendigkeit einer interkulturellen Pädagogik stellen zum einem die Bedeutung der Kultur für die eigene Identität und zum anderen die enorme Einwanderungsquote dar. Die Kultur dient als Orientierungshilfe im Alltag und beeinflusst die Identitätsentwicklung immens. Sie umfasst „[…] die Sprache mit ihren Begriffen und Bedeutungen […], die emotionalen Ausdrucksweisen […], die sozialen Organisationen, Rollen und Spielregeln, die das Verhalten des Mitmenschen bestimmen […], die Künste und Wissenschaften, die Weisen der geselligen Selbstdarstellung (wie z.B. Spiel und Sport, Feste und Feiern) [sowie] die religiösen Kulte“ (LOCH 1969, S. 127; Zus. v. C.K./J.P).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Bedeutung der Sprachförderung als ein Bestandteil der interkulturellen Pädagogik: Dieses Kapitel verknüpft die interkulturelle Pädagogik mit dem Bedarf an Sprachförderung im Kindergarten, um den steigenden Anforderungen einer multikulturellen Gesellschaft gerecht zu werden.

2. Die Erstsprache: Hier werden die Funktionen der Sprache sowie die Meilensteine des Erstspracherwerbs detailliert dargestellt, um die Bedeutung der Sprache für die kindliche Identitätsentwicklung zu unterstreichen.

3. Die Zweisprachigkeit: Dieses Kapitel definiert Zweisprachigkeit, erläutert die verschiedenen Formen des Erwerbs und beleuchtet die Herausforderungen beim Lernen einer Zweitsprache im Kleinkindalter.

4. Allgemeine Grundprinzipien zur Förderung der Zweisprachigkeit im Kindergarten: Hier werden zentrale Handlungsfelder wie Elternarbeit, professionelles Erzieherverhalten, Raumgestaltung und Gemeinwesenorientierung als Fundament für erfolgreiche Sprachförderung beschrieben.

5. Projekte zur Förderung der Zweisprachigkeit: Anhand des Rucksack-Projekts und des Sprachlernprogramms Hocus und Lotus werden konkrete Fördermaßnahmen vorgestellt und kritisch auf ihre Wirksamkeit geprüft.

6. Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Sprachförderung fest in die Konzeptionen der Kindertagesstätten zu integrieren.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Pädagogik, Sprachförderung, Zweisprachigkeit, Erstspracherwerb, Zweitspracherwerb, Elementarbereich, Migrationshintergrund, Rucksack-Projekt, Hocus und Lotus, Elternarbeit, Identitätsentwicklung, Sprachstrategien, Mehrsprachigkeit, Bildungschancen, Integrationspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit und die methodische Umsetzung einer effektiven Förderung der Zweisprachigkeit von Kindern mit Migrationshintergrund in Kindertageseinrichtungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Zentrum stehen die interkulturelle Pädagogik, die theoretischen Grundlagen des Erst- und Zweitspracherwerbs, verschiedene Förderprojekte und die Rolle des pädagogischen Fachpersonals.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, einen Einblick in Möglichkeiten zur Förderung der Zweisprachigkeit zu gewähren und aufzuzeigen, wie Sprachförderung als essenzieller Teil der gesamten pädagogischen Konzeption eines Kindergartens etabliert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender pädagogischer Theorien sowie der Auswertung und kritischen Betrachtung spezifischer Sprachförderprojekte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Sprache und Zweisprachigkeit sowie in die praktische Anwendung durch Elternarbeit, Raumgestaltung und konkrete Förderprojekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Interkulturelle Pädagogik, Sprachförderung, Zweisprachigkeit, Migrationshintergrund und Elternarbeit.

Warum ist laut der Arbeit eine kontinuierliche Einbindung der Eltern bei der Sprachförderung wichtig?

Eltern sind die Experten für ihre Kinder; eine enge Kooperation stellt sicher, dass die Förderung zu Hause und im Kindergarten aufeinander abgestimmt ist und die Erstsprache als Identitätsanker wertgeschätzt wird.

Inwieweit werden die Projekte „Rucksack-Projekt“ und „Hocus und Lotus“ kritisch bewertet?

Während beide Ansätze als hilfreich zur Systematisierung der Arbeit gelten, wird beim Rucksack-Projekt die Exklusivität auf Mütter kritisiert, während bei Hocus und Lotus die methodische Einseitigkeit und fehlende Berücksichtigung natürlicher Alltagssituationen moniert werden.

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Details

Title
Förderung der Zweisprachigkeit im Kindergarten
College
University of Dortmund
Grade
1,0
Authors
Janine Pollert (Author), Caroline Knaup (Author)
Publication Year
2007
Pages
33
Catalog Number
V114949
ISBN (eBook)
9783640162758
ISBN (Book)
9783640164288
Language
German
Tags
Förderung Zweisprachigkeit Kindergarten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janine Pollert (Author), Caroline Knaup (Author), 2007, Förderung der Zweisprachigkeit im Kindergarten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114949
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