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Sucht und Substanzabhängigkeit. Einsatz von Cannabinoiden in der Medizin

Titre: Sucht und Substanzabhängigkeit. Einsatz von Cannabinoiden in der Medizin

Dossier / Travail , 2021 , 12 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Franziska Frei (Auteur)

Médecine - Médecine sociale, médecine du travail
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Paul Watzlawick sagte 1987 in einem Vortrag: "Was, wenn die Lösung das Problem ist?" Dieser Satz gilt als Leitfrage für die vorliegende Arbeit. Eine Arbeit mit einem möglichst wertfreien Überblick über die Substanzen der Cannabinoide. Hanf gilt als eine der vielfältigsten bekannten (Kultur-)Pflanzen. So finden Hanfprodukte Anwendung in unterschiedlichsten Bereichen. Aufgrund ihrer hohen Dichte an hochwertigen Ölen, Proteinen und Vitaminen ist Hanf auch auf dem Speiseplan eine wertvolle Ergänzung. Nicht nur für den Organismus gilt Hanf daher oft als wahres Wundermittel.

In der Gesellschaft hat Hanf bisher gleichwohl keinen guten Ruf. Im Gegenteil wird es gemeinhin als Einstiegsdroge bezeichnet, lediglich dieser Aspekt betrachtet und folglich zumeist abgelehnt. Doch der Blick auf die Pflanze durchlebt mittlerweile einen erneuten Wandel. Besonders ein Produkt der Hanfpflanze erobert den Markt: Das Cannabidiol, kurz gesagt: CBD. Immer häufiger findet man es in Supermärkten, Bioläden und bis vor kurzem auch in Apotheken, zumeist in kleinen Fläschchen abgefüllt als CBD Öl. Des Weiteren kann CBD in Form von Mehl, Schokolade, Tee oder ganze Samen vielerorts legal erworben werden.

Abseits des noch immer vornehmlich schlechten Rufes stellt sich hier vor allem eine Frage: Welchen Möglichkeiten bietet der Einsatz von Cannabinoiden in der gegenwärtigen Medizin?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bezeichnung und Milieubegriffe

3. Geschichte und Verbreitung der Substanz

4. Die Inhaltsstoffe und ihre Wirkung

5. Einsatzgebiet von medizinischen Cannabinoiden

6. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen möglichst wertfreien Überblick über die Potenziale und Anwendungsmöglichkeiten von Cannabinoiden in der modernen Medizin zu geben. Basierend auf der zentralen Leitfrage „Was, wenn die Lösung das Problem ist?“ untersucht die Autorin, wie Cannabisprodukte über ihren Ruf als Rauschmittel hinaus bei verschiedenen medizinischen Indikationen als therapeutisches Mittel eingesetzt werden können.

  • Historische Entwicklung und kulturelle Bedeutung der Hanfpflanze
  • Chemische Grundlagen und Wirkungsweisen von THC und CBD
  • Anwendungsgebiete bei chronischen Schmerzen, neurologischen Erkrankungen und anderen Leiden
  • Diskussion des therapeutischen Nutzens im Vergleich zu den Risiken und Suchtpotenzialen

Auszug aus dem Buch

4. Die Inhaltsstoffe und ihre Wirkung

In Cannabis sind mehr als 480 aktive Substanzen enthalten. Zu diesen charakteristischen Inhaltsstoffen gehören 80 einzigartige Inhaltsstoffe die in der Fachsprache als Cannabinoide bezeichnet werden; diese lassen sich wiederum zehn Gruppen zuordnen. Im weiteren Verlauf werden die zwei wichtigsten Gruppen für die Medizin beleuchtet: Das Delta-9-Tetrahydrocannabinol (kurz Delta-9-THC) und das Cannabidiol (kurz: CBD).

In nahezu allen Regionen, in manchen Organen verstärkt, besitzt der menschliche Organismus spezifische Cannabinoid Rezeptoren. Zum heutigen Zeitpunkt sind davon zwei bekannt: CB1 und CB2. Aufgrund der Ähnlichkeit von Cannabinoiden und der körpereigenen Substanz Endocannabinoid kann sich das Cannabinoid mit den Rezeptoren verbinden (vgl. Lublina 2011). Endocannabinoide und das pflanzliche Cannabinoid haben dabei eine ähnliche chemische Struktur (vgl. Grotenhermen/Reckendrees 2012, S. 14). Endocannabinoide sind natürliche Botenstoffe, die den Organen Nachrichten über den Zustand des Körpers senden und in den betroffenen Zellen Reaktionen auslösen und somit unter anderem „an der Regulation des Appetits, an der Wahrnehmung von Sinneseindrücken und Schmerzen sowie der Koordination von Bewegung beteiligt“ (ebd.) sind. Das pflanzliche Cannabinoid erhält sein medizinisches Potenzial aufgrund ähnlicher Wirkungsweise, da dies die körpereigenen Cannabinoide unterstützen kann.

THC wirkt auf das zentrale Nervensystem und hat eine sedierende, antiemetisch oder relaxierende Wirkung, des Weiteren ist es Appetit anregend und kann Schmerzen mindern. Die Gefahr hierbei ist nicht auszulassen. Da THC auch psychoaktiv wirken kann, ist eine Psychose eine der Gefahren von THC. In Deutschland liegt die Grenze für den THC Gehalt bei 0,3%, in der Schweiz bei 1%, ab hier zeigt es seine berauschende Wirkung. CBD übt ähnliche bis gleiche Auswirkungen auf den Organismus aus, es wirkt entkrampfend, angstlösend, entspannend, schmerzlindernd und entzündungshemmend, allerdings nicht Psychoaktiv wie THC (vgl. Team apotheken-wissen.de).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Cannabinoide ein, stellt die Leitfrage auf und beleuchtet den Wandel der öffentlichen Wahrnehmung von der Einstiegsdroge hin zum medizinischen Therapeutikum.

2. Bezeichnung und Milieubegriffe: Dieses Kapitel erläutert die botanische Einordnung der Pflanze und widmet sich der Vielfalt an umgangssprachlichen Bezeichnungen sowie Milieubegriffen aus unterschiedlichen Epochen.

3. Geschichte und Verbreitung der Substanz: Hier wird der historische Kontext von der frühen Nutzung der Hanfpflanze bis hin zu ihrer Verbreitung in Europa und ihrem Einsatz in der Naturheilkunde durch Persönlichkeiten wie Hildegard von Bingen beschrieben.

4. Die Inhaltsstoffe und ihre Wirkung: Dieses Kapitel erklärt die chemische Zusammensetzung der Pflanze, insbesondere die Wirkung von THC und CBD sowie deren Interaktion mit den körpereigenen Cannabinoid-Rezeptoren.

5. Einsatzgebiet von medizinischen Cannabinoiden: Hier werden die vielfältigen medizinischen Indikationsgebiete – von Schmerztherapie über neurologische Symptome bis hin zu Entzugsbegleitung – basierend auf der aktuellen Studienlage dargestellt.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Notwendigkeit ärztlicher Aufsicht bei der therapeutischen Anwendung und regt eine kritische Auseinandersetzung mit dem Dosis-Wirkungs-Prinzip an.

Schlüsselwörter

Cannabinoide, Cannabis, Medizin, THC, CBD, Endocannabinoid-System, Schmerztherapie, Sucht, Hanfpflanze, therapeutischer Einsatz, Arzneimittel, Prävention, Wirkungsweise, medizinischer Fortschritt, Patientenversorgung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen objektiven Überblick über den Einsatz von Cannabinoiden als Arzneimittel und beleuchtet deren Entwicklung vom historischen Nutzen bis hin zur modernen medizinischen Verwendung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Geschichte der Hanfpflanze, der chemischen Wirkungsweise der Inhaltsstoffe THC und CBD sowie den konkreten medizinischen Anwendungsgebieten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Möglichkeiten von Cannabinoiden in der heutigen Medizin wertfrei darzustellen, unter Berücksichtigung der Leitfrage, ob die Pflanze selbst eine Lösung für medizinische Probleme bieten kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die Erkenntnisse aus Fachliteratur, Studienberichten und medizinischen Datenbanken zusammenführt und analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die botanische/kulturelle Einordnung, die Pharmakologie der Cannabinoide und die detaillierte Darstellung klinischer Einsatzbereiche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Cannabinoide, medizinische Anwendung, Schmerztherapie, THC, CBD und das Endocannabinoid-System.

Wie unterscheidet sich die Wirkung von THC und CBD medizinisch?

Während THC psychoaktiv wirkt und stark schmerzlindernd sowie appetitanregend ist, entfaltet CBD ähnliche entkrampfende und angstlösende Wirkungen, ohne jedoch einen berauschenden Effekt auszulösen.

Warum wird Cannabis heute teilweise als „Ausstiegsdroge“ betrachtet?

Aufgrund von Fallstudien wird Cannabis bei bestimmten Krankheitsbildern wie Alkohol- oder Opiatabhängigkeit eingesetzt, um körperliche Entzugssymptome zu lindern und den Patienten zu stabilisieren.

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Résumé des informations

Titre
Sucht und Substanzabhängigkeit. Einsatz von Cannabinoiden in der Medizin
Université
Cologne University of Applied Sciences  (Angewandte Sozialwissenschaft)
Note
1,0
Auteur
Franziska Frei (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
12
N° de catalogue
V1149646
ISBN (ebook)
9783346535504
ISBN (Livre)
9783346535511
Langue
allemand
mots-clé
Cannabinoide Cannabis Sozialmedizin Medizin Schmerztherapie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Franziska Frei (Auteur), 2021, Sucht und Substanzabhängigkeit. Einsatz von Cannabinoiden in der Medizin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1149646
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Extrait de  12  pages
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