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Die Literaturreform des 17. Jahrhunderts

Maßgebliche Barockpoetiken und deren Zielsetzungen am Beispiel des Sonetts

Title: Die Literaturreform des 17. Jahrhunderts

Presentation (Elaboration) , 2001 , 11 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: M.A. Mia Gerhardt (Author)

German Studies - Literature of History, Eras
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Summary Excerpt Details

Ziel dieser Ausarbeitung ist es, die Literaturreform des 17. Jahrhunderts am Beispiel des Sonetts zu beschreiben. Die Poetik von Martin Opitz steht dabei im Mittelpunkt. Anhand von Sonetten der "Teutschen Poemata" (1624) beziehungsweise der "Geistlichen Poemata" (1638) und der "Weltlichen Poemata" (1644) können dessen Theorien beispielhaft nachvollzogen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Einführung in das Thema: Herkunft und Aufbau des Sonetts

2.2 Volksdichtung versus deutsche Sprachrenaissance: Ursachen und Voraussetzungen der Literaturreform im 17. Jahrhundert

2.3 Ein poetischer Sonderweg: Darstellungsintention der Poetik von Martin Opitz (1597-1639) am Beispiel des Sonetts

2.4 Synthese einer Analogie: Bezugnahme auf weitere Poetiken von Philipp von Zesen (1609-1689) und August Buchner (1592-1661)

3. Nachbemerkung

4. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die tiefgreifende Literaturreform des 17. Jahrhunderts zu analysieren, wobei der Fokus exemplarisch auf der Gattung des Sonetts liegt. Dabei wird untersucht, inwiefern die theoretischen Regelwerke bedeutender Barockpoetiker die literarische Praxis prägten und wie diese Reformen zur Etablierung einer kunstvollen deutschen Nationalsprache beitrugen.

  • Historische Entwicklung und strukturelle Merkmale des Sonetts
  • Die literaturtheoretischen Grundlagen von Martin Opitz
  • Einfluss der Barockpoetik auf die deutsche Sprachrenaissance
  • Analytischer Vergleich der Poetiken von Opitz, Zesen und Buchner

Auszug aus dem Buch

2.1 Einführung in das Thema: Herkunft und Aufbau des Sonetts

Erste Erwähnung findet das Sonett Anfang des 13. Jahrhunderts in Italien. Zunächst bedeutet sonet einfach „Lied“. Bereits im 16. Jahrhundert ist das Sonett zur bevorzugten Gedichtform der europäischen Renaissance in Italien, Frankreich, Spanien, England und den Niederlanden geworden.

Die Entwicklung in Deutschland indessen kann mit der seiner Nachbarländer zunächst nicht verglichen werden. Erstmals im 16. Jahrhundert lassen sich deutsche Nachbildungen des italienischen und französischen Sonetts nachweisen. Meist sind deutsche Sonette nur im Zusammenhang mit Übersetzungen aus dem Italienischen, Französischen oder Niederländischen bekannt. Doch bleiben diese Mitte des 16. Jahrhunderts entstandenen Sonette noch ohne größere Wirkung. Die Literaturreform im 17. Jahrhundert bringt eine Wende und die Sonettdichtung in Deutschland zu ihrem Höhepunkt. Hier ist an erster Stelle Martin Opitz zu nennen, der dem Vorbild der Nachbarländer folgt.

Das Sonett besteht aus vierzehn Zeilen und ist strophisch gegliedert. Die Grundform setzt sich aus zwei Quartetten, der Oktave, und zwei darauf folgenden Terzetten, dem Sextett zusammen. Die Reimanordnung in den Quartetten ist entweder alternierend: abab abab oder umarmend: abba abba. In den Terzetten verhält es sich ähnlich: Grundformen sind cde cde; cdc dcd beziehungsweise cde dce. Im 16. und 17. Jahrhundert setzt sich auch der sechshebige Alexandriner als Standardvers der Sonettform durch.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Sektion definiert das Ziel der Arbeit, die Literaturreform des 17. Jahrhunderts unter zentraler Berücksichtigung der Poetik von Martin Opitz zu untersuchen.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die Herkunft und Struktur des Sonetts, die Ursachen der Literaturreform sowie die spezifischen Theorien von Opitz, Zesen und Buchner.

2.1 Einführung in das Thema: Herkunft und Aufbau des Sonetts: Dieses Kapitel zeichnet die historische Genese des Sonetts nach und erläutert dessen formale Grundstruktur sowie die Etablierung des Alexandriners.

2.2 Volksdichtung versus deutsche Sprachrenaissance: Ursachen und Voraussetzungen der Literaturreform im 17. Jahrhundert: Es wird erörtert, wie das gesellschaftliche Bewusstsein des 17. Jahrhunderts die Hinwendung zu einer geordneten, barocken Literatur beeinflusste.

2.3 Ein poetischer Sonderweg: Darstellungsintention der Poetik von Martin Opitz (1597-1639) am Beispiel des Sonetts: Fokus auf Martin Opitz' "Buch von der deutschen Poeterey" als maßgeblichem Regelwerk, das die deutsche Dichtung nachhaltig normierte.

2.4 Synthese einer Analogie: Bezugnahme auf weitere Poetiken von Philipp von Zesen (1609-1689) und August Buchner (1592-1661): Untersuchung der Erweiterungen und metrischen Freiheiten, die durch Zesen und Buchner in Ergänzung zur Opitzschen Lehre eingeführt wurden.

3. Nachbemerkung: Ein Resümee über die zunehmende Flexibilisierung der Sonettform nach Opitz und die wechselseitige Beeinflussung von Dichtung und theoretischer Poetik.

4. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen zur Untermauerung der wissenschaftlichen Arbeit.

Schlüsselwörter

Barock, Literaturreform, Sonett, Martin Opitz, Poetik, Alexandriner, Philipp von Zesen, August Buchner, deutsche Sprachrenaissance, Regelpoetik, Verslehre, Gattungsgeschichte, Petrarkismus, Metrik, Literaturtheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung der deutschen Literatur im 17. Jahrhundert, speziell die Reformbestrebungen innerhalb der Gattung des Sonetts durch bedeutende Barockpoetiker.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themen umfassen die historische Herkunft des Sonetts, die Etablierung der deutschen Literatursprache sowie die theoretischen Ansätze zur metrischen und formalen Gestaltung von Gedichten im Barock.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Einfluss der Poetiken von Martin Opitz, Philipp von Zesen und August Buchner auf die Struktur und die Qualität der deutschen Sonettdichtung des 17. Jahrhunderts aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer literaturgeschichtlichen Analyse, welche Primärtexte und zeitgenössische Poetiken mit wissenschaftlicher Sekundärliteratur vergleicht.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Mittelpunkt?

Im Hauptteil wird primär die Transformation des Sonetts von einer italienisch geprägten Form zu einem eigenständigen deutschen Genre unter Berücksichtigung der strengen Regelpoetik diskutiert.

Welche Keywords beschreiben den Inhalt der Publikation am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten über Begriffe wie Barock, Literaturreform, Martin Opitz, Poetik, Sonett und Alexandriner definieren.

Warum spielt Martin Opitz eine so zentrale Rolle für die deutsche Barockdichtung?

Opitz gilt als "Vater der deutschen Poesie", da sein Werk "Buch von der deutschen Poeterey" die erste systematische Poetik in deutscher Sprache darstellt und die Normen für das gesamte Barockzeitalter setzte.

Inwiefern unterscheiden sich die Auffassungen von Opitz und Zesen beim Thema Sonett?

Während Opitz strikte metrische und formale Regeln vorgab, erlaubte Philipp von Zesen in seiner Poetik eine größere Freiheit, beispielsweise bei der Verwendung von Enjambements über die Hauptfuge hinweg.

Welche Bedeutung kommt dem Alexandriner zu?

Der Alexandriner entwickelte sich durch die theoretische Unterstützung von Opitz zum Standardvers der Barockdichtung und ersetzte den als holprig empfundenen Knittelvers.

Wird das Sonett in der Arbeit nur formal betrachtet?

Nein, neben der formalen Strenge werden auch inhaltliche Aspekte, wie die Nutzung des Sonetts für Krisenerfahrungen oder religiöse Mystik, beleuchtet.

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Details

Title
Die Literaturreform des 17. Jahrhunderts
Subtitle
Maßgebliche Barockpoetiken und deren Zielsetzungen am Beispiel des Sonetts
College
University Karlsruhe (TH)  (Literaturwissenschaft)
Course
Das Sonett
Grade
1,0
Author
M.A. Mia Gerhardt (Author)
Publication Year
2001
Pages
11
Catalog Number
V114969
ISBN (eBook)
9783640162840
Language
German
Tags
Literaturreform Jahrhunderts Sonett
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Mia Gerhardt (Author), 2001, Die Literaturreform des 17. Jahrhunderts , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114969
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