Interaktive Angebote und Merchandising-Produkte zu literarischen Figuren, die sich bis in die Lebensmittelbranche ausstrecken, werden laufend mehr. Literatur wird in immer mehr Medien auf den Markt gebracht. Derselbe Inhalt wird auf verschiedene Arten angeboten. Doch welchen Mehrwert erbringt so eine Vermarktung eigentlich? Was ist der Vorteil daran, denselben Inhalt mehrfach zu konsumieren? Lohnt es sich überhaupt und wie kann die Vermarktung gerechtfertigt werden?
Diese und weitere Fragen werden im Folgenden unter der Fragestellung „Kinder und Jugendliteratur im Medienverbund: Welchen Mehrwert erbringt eine crossmediale Vermarktung?“ beantwortet.
In dieser Arbeit werde ich zunächst einmal, für das Verständnis dieser Arbeit, wichtige Begriffe einführen, um im Folgenden damit arbeiten zu können. Daraufhin werde ich das Handlungssystem Literatur vorstellen, um, auf diesem aufbauend, den Mehrwert crossmedialer Vermarktung zu erläutern.
Zum Mehrwert der Rezipienten crossmedialer Vermarktung lassen sich die meisten Aspekte finden. Der Mehrwert aus Vermittlungs- und Produktionsperspektive ist bislang weniger erforscht worden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsklärungen
2.1 Medienverbund
2.2 Crossmedia
2.3 Serialisierung
2.4 Medienkonvergenz
3. Das Handlungssystem Literatur
4. Mehrwert crossmedialer Vermarktung
4.1 Rezeption
4.2 Vermittlung
4.3 Produktion
5. Fazit
6. Reflexion des Referats und der Ausarbeitung
7. Literatur
7.1 Primärliteratur
7.2 Sekundärliteratur
7.3 Internetquellen
7.4 Nicht‐schriftliche Dokumententype
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Mehrwert einer crossmedialen Vermarktung innerhalb der Kinder- und Jugendliteratur anhand des Beispiels der Figur Pippi Langstrumpf. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welchen tatsächlichen Nutzen die mehrfache Konsumation desselben Inhalts über verschiedene Medien hinweg sowohl für die Rezipienten als auch für die Vermittlungs- und Produktionsinstanzen bietet.
- Grundlagen der Begriffe Medienverbund, Crossmedia und Medienkonvergenz.
- Analyse des Handlungssystems Literatur.
- Untersuchung des Mehrwerts aus Sicht der Rezeption (Lesemotivation, Medienkompetenz).
- Betrachtung von Synergieeffekten und ökonomischen Aspekten in der Produktion.
- Reflexion über die Rolle von Literatur im Kontext der digitalen Medienwelt.
Auszug aus dem Buch
4.1 Rezeption
Ein großer Vorteil crossmedialer Vermarktung auf Seiten der Rezeption ist das Bestärken der Lesemotivation. Erstleser_innen besitzen eine größere Motivation etwas von einer Figur zu lesen, die sie bereits aus dem Fernsehen oder durch das Vorlesen kennen, da es ihren Interessen entspricht und sie somit nicht nur lesen, um ebendies zu lernen, sondern auch informativen Sinn dahinter sehen.
Haben Erstleser_innen durch den Medienverbund eine emotionale Bindung zu der Figur Pippi Langstrumpf aufgebaut, werden sie durch das Erstlesebuch Pippi plündert den Weihnachtsbaum lesemotivational bestärkt, indem sie durch den Leseprozess ein neues Abenteuer von Pippi erfahren. Auch Hörspiele, Kinderfilme und Computerspiele sind für eine Leseförderung von Vorteil, da sie eine Verbindung von Büchern und digitalen Medien herstellen.
Durch crossmediale Nutzung von Literatur werden kontrastierende Medienerfahrungen ermöglicht. Literatur kann aktiv oder passiv erfahren werden. Erweiterte Rezeptionsmöglichkeiten, wie interaktive Elemente sind ein Beispiel der fortschreitenden technologischen Entwicklung. So beinhaltet der Medienverbund rund um Pippi Langstrumpf unter anderem ein interaktives Computerspiel Apselut Spunk und eine App Kennst du Pippi Langstrumpf, in der die Kinder agierend tätig werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der crossmedialen Vermarktung von Kinder- und Jugendliteratur ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Mehrwert dieses Phänomens.
2. Begriffsklärungen: Dieses Kapitel definiert essenzielle Fachbegriffe wie Medienverbund, Crossmedia, Serialisierung und Medienkonvergenz, um eine theoretische Basis für die Untersuchung zu schaffen.
3. Das Handlungssystem Literatur: Es wird das theoretische Konstrukt des Handlungssystems Literatur erläutert und in die Teilbereiche Produktion, Vermittlung sowie Rezeption unterteilt.
4. Mehrwert crossmedialer Vermarktung: Das Kernkapitel analysiert den Mehrwert der Vermarktung anhand der Instanzen Rezeption, Vermittlung und Produktion, illustriert am Beispiel von Pippi Langstrumpf.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass crossmediale Vermarktung für alle beteiligten Instanzen erhebliche Vorteile bietet.
6. Reflexion des Referats und der Ausarbeitung: Der Autor reflektiert den Prozess der Themenfindung, die Recherche und die erarbeiteten Erkenntnisse im Hinblick auf das Studium und den späteren Beruf.
7. Literatur: Das Verzeichnis listet sämtliche verwendete Primär- und Sekundärquellen sowie Internet- und sonstige Dokumententypen auf.
Schlüsselwörter
Kinderliteratur, Jugendliteratur, Medienverbund, Crossmedia, Vermarktung, Pippi Langstrumpf, Lesemotivation, Medienkompetenz, Rezeption, Produktion, Medienkonvergenz, Literaturvermittlung, Synergieeffekte, Merchandising, Digitalisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen und dem Nutzen einer crossmedialen Vermarktung von Kinder- und Jugendliteratur.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Bereiche Medienverbund, Medienkompetenz, ökonomische Vermarktungsstrategien und die Rolle der Rezipienten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das Ziel ist es zu klären, welchen Mehrwert eine crossmediale Vermarktung von Inhalten, wie sie bei der Figur Pippi Langstrumpf praktiziert wird, tatsächlich erbringt.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer exemplarischen Untersuchung des Medienverbunds am Fallbeispiel Pippi Langstrumpf.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert den Mehrwert für Rezipienten (Lesemotivation), Vermittler (schulischer Kontext) und Produzenten (Synergieeffekte).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Medienverbund, Crossmedia, Kinderliteratur, Pippi Langstrumpf, Rezeption und Medienkompetenz.
Welche Rolle spielt die Figur Pippi Langstrumpf für die Untersuchung?
Pippi Langstrumpf dient als konkretes Fallbeispiel, um die verschiedenen medialen Umsetzungen und die crossmediale Vermarktung praxisnah zu illustrieren.
Wie bewertet der Autor die Auswirkungen auf die Lesemotivation?
Der Autor argumentiert, dass durch die emotionale Bindung an eine bekannte Figur über verschiedene Medien hinweg die Lesemotivation bei Erstlesern signifikant gesteigert wird.
Welche Herausforderungen nennt der Autor bei der Recherche?
Die Herausforderung bestand darin, eine sehr große Menge an Informationen zu sichten, die Themengebiete sinnvoll einzugrenzen und die verschiedenen Teilaspekte der Vermarktung zu gewichten.
Gibt es einen negativen Aspekt bei der crossmedialen Vermarktung?
Der Autor führt als einzigen potenziellen Kritikpunkt eine mögliche Verdrängung des Buches an, findet jedoch bei seiner Recherche kaum Belege, die eine solche Gefährdung bestätigen.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2019, Kinder- und Jugendliteratur im Medienverbund: Welchen Mehrwert erbringt eine crossmediale Vermarktung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1149709