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Boulevardisierung der politischen Berichterstattung in Qualitätsmedien?

Analyse und Vergleich der Onlineberichterstattung über die Hamburger G20-Proteste 2017 mithilfe des Framing Ansatzes

Title: Boulevardisierung der politischen Berichterstattung in Qualitätsmedien?

Bachelor Thesis , 2021 , 91 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
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Die Arbeit behandelt die Berichterstattung rund um die G-20 Proteste in Hamburg 2017. Hierbei wird die Berichterstattung von Boulevardzeitungen, mit denen von Qualitätsmedien verglichen. Der Arbeit liegt ein ausführliches Codebuch zum Thema Frames bei.

Am 7. und 8. Juli 2017 tagt die Gruppe der Zwanzig, bestehend aus 19 Industrie- und Schwellenländern und der Europäischen Union, das erste Mal in ihrer Geschichte auf deutschem Boden. Von massiven Protesten begleitet treffen sich die Regierungsvertreter zum Gipfel der G-20 in den Messehallen der Hansestadt Hamburg. Was dort verhandelt und beschlossen wird, tritt an diesem Wochenende meist in den Hintergrund. Berichtet wird stattdessen über eine deutsche Stadt im Ausnahmezustand, über brennende Autos, geplünderte Geschäfte, massive Polizeieinsätze und verängstigte Anwohner. Bis heute, vier Jahre später, ist nicht abschließend geklärt was während der Gipfelproteste genau geschehen ist und wer die Schuld an den Ausschreitungen trägt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Die G-20 Proteste in Hamburg – Chronologie der Ereignisse

1.2 Der aktuelle Forschungsstand

1.3 Relevanz der Arbeit und Forschungsfrage

2. Das Framing-Konzept

2.1 Die Entwicklungsgeschichte der Frameanalyse

2.2 Definition des Framing-Begriffs

2.3 Die Erfassung von Frames in der Inhaltsanalyse

3. Qualitäts- und Boulevardjournalismus im Vergleich

3.1 Einordnung der Mediengruppen

3.2 Hypothesenbildung – Annäherung an die Forschungsfrage

4. Qualitative Inhaltsanalyse

4.1 Analyseeinheit

4.2 Vorgehensweise

5. Quantitative Inhaltsanalyse

5.1 Analyseeinheit

5.2 Vorgehensweise

6. Ergebnisse

6.1 Qualitative Analyse

6.2 Quantitative Analyse

7. Fazit

7.1 Kritische Würdigung

7.2 Einordnung der Ergebnisse

7.3 Beantwortung der Forschungsfrage

8. Literaturverzeichnis

8.1 Literaturverzeichnis Primärliteratur

8.2 Literaturverzeichnis Sekundärliteratur

9. Anhang

9.1 Suchbegriffe

9.2 Liste der ausgewählten Artikel

9.3 Codebuch Einheitenbenennung

9.4 Codebuch Frame-Elemente

9.5 Codebuch Frames

9.6 Externer Anhang

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht, ob sich die Online-Berichterstattung von Qualitätsmedien und Boulevardmedien im Kontext der G-20 Proteste 2017 in Hamburg signifikant unterscheidet und ob Tendenzen zur Boulevardisierung in Qualitätsmedien oder zu einer qualitativ hochwertigen Berichterstattung in Boulevardmedien erkennbar sind.

  • Analyse und Vergleich der Online-Berichterstattung zu den Hamburger G-20 Protesten.
  • Anwendung des Framing-Konzepts zur Identifizierung von Deutungsrahmen in Medientexten.
  • Gegenüberstellung von Boulevard- und Qualitätsjournalismus hinsichtlich ihrer Berichterstattungsmuster.
  • Untersuchung der Rolle der Polizei und der Politik in der medialen Darstellung.
  • Überprüfung theoretischer Hypothesen zur politischen Orientierung und Frame-Vielfalt.

Auszug aus dem Buch

1.1 Die G-20 Proteste in Hamburg – Chronologie der Ereignisse

Am 7. und 8. Juli 2017 tagt die Gruppe der Zwanzig, bestehend aus 19 Industrie- und Schwellenländern und der Europäischen Union, das erste Mal in ihrer Geschichte auf deutschem Boden. Von massiven Protesten begleitet treffen sich die Regierungsvertreter zum Gipfel der G-20 in den Messehallen der Hansestadt Hamburg. Was dort verhandelt und beschlossen wird, tritt an diesem Wochenende meist in den Hintergrund. Berichtet wird stattdessen über eine deutsche Stadt im Ausnahmezustand, über brennende Autos, geplünderte Geschäfte, massive Polizeieinsätze und verängstigte Anwohner. Bis heute, vier Jahre später, ist nicht abschließend geklärt was während der Gipfelproteste genau geschehen ist und wer die Schuld an den Ausschreitungen trägt.

Die Konflikte zwischen Polizei und Demonstranten beginnen am Sonntag den 2. Juli. Auf der Hamburger Elb-Halbinsel Entenwerder wird ein zuvor genehmigtes Protestcamp von der Polizei geräumt. Da die Sicherheitsbehörden in den Zeltlagern der Demonstranten sowohl einen Rückzugsort als auch Brutherd für gewaltbereite Linksextreme sehen, verbieten sie das Campen in den meisten Teilen der Stadt. Die G-20 Gegner sehen in diesem Verbot eine Provokation der Polizei und fühlen sich ihrer Grundrechte beraubt. Sie kritisieren außerdem die 38 Quadratkilometer große Demonstrationsverbotszone rund um die Tagungsstätten, die einen „sichtbaren“ Protest verhindert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die G-20 Proteste in Hamburg 2017 ein und thematisiert die Relevanz der Medienberichterstattung für die öffentliche Meinungsbildung.

2. Das Framing-Konzept: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Framing-Konzepts sowie dessen Entwicklungsgeschichte und Operationalisierung für die Inhaltsanalyse dargestellt.

3. Qualitäts- und Boulevardjournalismus im Vergleich: Dieses Kapitel vergleicht die Merkmale und Qualitätsstandards von Qualitäts- und Boulevardmedien und leitet daraus Hypothesen für die Untersuchung ab.

4. Qualitative Inhaltsanalyse: Es wird das methodische Vorgehen für die qualitative Analyse beschrieben, einschließlich der Auswahl der Analyseeinheiten und der induktiven Ermittlung von Frame-Elementen.

5. Quantitative Inhaltsanalyse: Dieses Kapitel erläutert die quantitative Untersuchungsmethode und die Auswahl der untersuchten Zeitungsartikel zur Bestätigung der Hypothesen.

6. Ergebnisse: Hier werden die Resultate der qualitativen und quantitativen Analyse präsentiert, inklusive der Darstellung der gefundenen Frames.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, kritisiert das methodische Vorgehen und beantwortet abschließend die Forschungsfrage.

Schlüsselwörter

G-20 Proteste, Framing, Medienanalyse, Qualitätsjournalismus, Boulevardjournalismus, Online-Berichterstattung, Protestforschung, Medienethik, politische Kommunikation, Inhaltsanalyse, Polizei, Schuldfrage, Meinungspluralität, Nachrichtenwerte, Hamburg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Online-Berichterstattung verschiedener deutscher Zeitungen über die G-20 Proteste in Hamburg 2017 und untersucht, wie diese Medien die Ereignisse durch unterschiedliche Deutungsrahmen (Frames) darstellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die journalistische Qualität, die Einordnung von Protesten, die Rolle der Polizei und Politik bei den Eskalationen sowie die Unterschiede zwischen Boulevard- und Qualitätsmedien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob bei den G-20 Protesten eine Boulevardisierung der Qualitätsmedien oder eine qualitativ hochwertige Berichterstattung der Boulevardmedien stattgefunden hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verwendet eine Kombination aus qualitativer und quantitativer Inhaltsanalyse unter Anwendung des Framing-Konzepts nach Matthes und Entman.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Rahmenbedingungen, der Definition und Identifizierung von Frames sowie der Durchführung einer empirischen Analyse von 200 Online-Artikeln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Framing, G-20 Proteste, Boulevardjournalismus, Qualitätsmedien, Medienanalyse und Protestberichterstattung.

Wie unterscheidet sich die Berichterstattung zwischen den Medientypen?

Die Studie zeigt, dass Boulevardmedien stärker auf Gewalt und einfache Schuldzuweisungen fokussieren, während Qualitätsmedien ein breiteres Spektrum an Argumenten und eine höhere Frame-Vielfalt aufweisen.

Welche Rolle spielt die Polizei in der Berichterstattung?

Boulevardmedien äußerten sich in der Tendenz deutlich positiver über die Arbeit der Polizei als Qualitätsmedien, die die Polizeiarbeit differenzierter betrachteten und auch kritisierten.

Welche Rolle spielt die Politik?

Über alle untersuchten Medientypen hinweg wurde ein grundsätzliches Versagen der Politik in Bezug auf die Gipfelorganisation und den Umgang mit dem Linksextremismus kritisiert.

Wird die Hypothese zur Frame-Vielfalt bestätigt?

Ja, es wurde festgestellt, dass Qualitätszeitungen eine höhere Frame-Vielfalt nutzten, um die Ereignisse einzuordnen, verglichen mit der eher einseitigen Berichterstattung in Boulevardmedien.

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Details

Title
Boulevardisierung der politischen Berichterstattung in Qualitätsmedien?
Subtitle
Analyse und Vergleich der Onlineberichterstattung über die Hamburger G20-Proteste 2017 mithilfe des Framing Ansatzes
College
University of Applied Sciences Ansbach
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
91
Catalog Number
V1149719
ISBN (eBook)
9783346533975
ISBN (Book)
9783346533982
Language
German
Tags
G20 Hamburg Bild SZ FAZ Boulevard Journalismus Boulevardjournalismus Boulevardzeitung Bild Zeitung Proteste Ausschreitungen Berichterstattung Qualitätsmedien Framing Frames
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2021, Boulevardisierung der politischen Berichterstattung in Qualitätsmedien?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1149719
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