Waren Brogues schon immer ein Zeichen des gepflegten Äußeren und ein Modeschuh? Welche Geschichte liegt hinter den Schuhen? Wie kommen die Löcher in die Schuhe und erfüllen sie einen gewissen Zweck? Welche Assoziationen werden mit Brogues heute und welche wurden mit ihnen früher in Verbindung gebracht?
Zunächst werden Begriffe geklärt, um für einen identischen Wissensstand zu sorgen. Dann wird auf Schuhmodelle und daran anschließend auf Brogues im Speziellen, eingegangen, wobei auch auf Assoziationen bezüglich Brogues eingegangen wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definitionen
2.1 Loch
2.2 Notwendigkeitsgeschmack
3. Schuhmodelle
4. Brogues
4.1 Geschichte
4.2 Vergleich der Assoziationen früher und heute
5. Fazit
6. Bibliographie
6.1 Literaturquellen
6.2 Internetquellen
7. Anhang
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und den funktionalen Wandel von Brogues, wobei der Fokus auf der Bedeutung der Lochverzierung sowie der Veränderung ihrer gesellschaftlichen Wahrnehmung und Assoziation von einem funktionalen Bauernschuh hin zu einem modischen Accessoire liegt.
- Materielle Kultur und nonverbale Kommunikation durch Kleidung
- Soziologische Betrachtung des Geschmacks nach Pierre Bourdieu
- Technische Unterscheidungsmerkmale von Schuhmodellen
- Historische Evolution des Brogues (vom Bauern- zum Modeschuh)
- Empirische Einblicke in die heutige Nutzung und Kundenstruktur
Auszug aus dem Buch
Der Bauernschuh
Die ersten Brogues wurden von Hirten in Irland und Schottland getragen (vgl. Pattison / Cawthorne 1998: 84). Sie bestanden „aus dickem, ungegerbtem Rindsleder und wurde[n] mit Lederriemen geschnürt“ (ebd.). Um einen Wundrieb der Füße durch das harte Leder zu verhindern, stopften die Hirten ihre Schuhe mit Stroh oder Heu aus (vgl. ebd.). Aufgrund des sumpfigen Bodens sammelte sich Wasser in den Schuhen an. Um dieses schnell abfließen und die Schuhe schneller trocknen zu lassen, wurde das Leder mit Löchern versehen (vgl. McDowell 1989: 124).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die theoretische Relevanz von Alltagsgegenständen als Teil der materiellen Kultur und definiert die Forschungsfrage nach der Entwicklung des Brogues.
2. Definitionen: Hier werden grundlegende Begriffe wie das "Loch" und Bourdieus Konzept des "Notwendigkeitsgeschmacks" erarbeitet, um ein gemeinsames Verständnis für die weitere Analyse zu schaffen.
3. Schuhmodelle: Der Abschnitt klassifiziert Halbschuhe anhand von Kriterien wie Schnürung, Schaftkonstruktion und Lochmuster.
4. Brogues: Dieses Kapitel detailliert die historische Genese des Brogues und vergleicht dessen Bedeutungswandel in verschiedenen sozialen Kontexten von der Vergangenheit bis heute.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese über den Wandel des Brogues vom funktionalen Zweckschuh zum ästhetischen Statussymbol.
6. Bibliographie: Dieses Verzeichnis listet sämtliche verwendete Literatur- und Internetquellen auf.
7. Anhang: Der Anhang enthält die Mitschriften des Experteninterviews, das zusätzliche Einblicke in die heutige Marktsituation bietet.
Schlüsselwörter
Brogues, Materielle Kultur, Notwendigkeitsgeschmack, Pierre Bourdieu, Schuhgeschichte, Lochmuster, Halbschuhe, Funktionsschuh, Modegeschichte, Sozialer Wandel, Experteninterview, Identität, Kleidung, Ästhetik, Konsumverhalten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die soziokulturelle Entwicklung des Brogue-Schuhs und dessen Wandel von einem funktionalen Arbeitsschuh zu einem modischen Klassiker.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Arbeit behandelt die Theorie der materiellen Kultur, soziologische Geschmacksbegriffe nach Bourdieu, technische Schuhkunde sowie historische Aspekt der Schuhmode.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Ziel ist es zu ergründen, warum Brogues ihre Bedeutung gewandelt haben und ob sie schon immer ein Zeichen für gepflegtes Äußeres waren oder ob ein Bedeutungswandel stattgefunden hat.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine Kombination aus Literaturrecherche zur historischen Einordnung und einem Experteninterview mit einem Schuster zur Erhebung aktueller Kundendaten durchgeführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsdefinition, eine technische Einordnung von Schuhmodellen sowie eine detaillierte historische und assoziative Analyse der Entwicklung des Brogues.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Brogues, Notwendigkeitsgeschmack, Materielle Kultur, Lochmuster, Identität und historischer Wandel.
Wie unterscheidet sich der Notwendigkeitsgeschmack vom Luxusgeschmack bei Schuhen?
Der Notwendigkeitsgeschmack fokussiert sich auf die reine Funktion zur Bewältigung von Lebensnotwendigkeiten, während der Luxusgeschmack primär Ästhetik und Stilisierung in den Vordergrund stellt.
Welche Funktion hatten die Löcher im Brogue ursprünglich?
Ursprünglich dienten die Löcher als Abflussmöglichkeit für Wasser, damit die Schuhe nach dem Tragen in sumpfigem Gelände schneller trocknen konnten.
Wie sieht die heutige Kundschaft für Brogues laut dem Experteninterview aus?
Der Experte beschreibt die Kundschaft hauptsächlich als männlich und über 40 Jahre alt, wobei die Schuhe heute eher als Freizeitschuh und nicht als klassischer Anzugschuh wahrgenommen werden.
Warum wird der Brogue als Phänomen der „bottom-up“-Bewegung bezeichnet?
Weil er ursprünglich in den unteren sozialen Klassen als praktischer Bauernschuh entstand und erst im Laufe der Zeit von den höheren Klassen als modisches Element adaptiert wurde.
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- Anonym (Author), 2018, Brogues-Schuhe. Vergleich der Assoziationen früher und heute, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1149726