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Wirkungsforschung in der Kinder- und Jugendhilfe

Title: Wirkungsforschung in der Kinder- und Jugendhilfe

Term Paper , 2018 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Laura Kersten (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Wirkungsforschung in der Kinder- und Jugendhilfe. Die Wirkungsdebatte erfährt auch in der Sozialen Arbeit an zunehmender Relevanz. Ein Handlungsfeld, in welchem die Wirkungsforschung langsam voranschreitet, ist das der Kinder- und Jugendhilfe.

Die Arbeit gliedert sich in vier große Kapitel. Nach der Einleitung wird zunächst der Begriff der Wirkung definiert und von leicht zu verwechselnden Begriffen wie "Effizienz" und "Effektivität" abgegrenzt. Daraufhin wird detailliert auf Wirkungsforschung in der Kinder- und Jugendhilfe eingegangen. Exemplarisch wird hier auf ein bewährtes Forschungsdesign zurückgegriffen und mögliche Herausforderungen abgebildet. Die Arbeit endet mit einem Fazit und Ausblick.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Begriff „Wirkung“

2.1 Abgrenzung Effektivität und Effizienz

2.2 Wirkungsdimensionen

3 Wirkungsforschung in der Kinder- und Jugendhilfe

3.1 Forschungsdesign

3.2 Herausforderungen der Wirkungsforschung in der Kinder- und Jugendhilfe

4 Fazit/Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die aktuellen Konzepte der Wirkungsforschung systematisch darzustellen, ihre spezifische Umsetzung in der Kinder- und Jugendhilfe zu analysieren und dabei auftretende strukturelle sowie ethische Herausforderungen zu beleuchten, um Wege zu einem verbesserten Nachweis von Wirkungen in diesem Handlungsfeld aufzuzeigen.

  • Grundlagen des Wirkungsbegriffs und dessen Abgrenzung zu Effektivität und Effizienz.
  • Differenzierung verschiedener Wirkungsdimensionen wie Output, Effect, Impact und Outcome.
  • Analyse wissenschaftlicher Forschungsdesigns, insbesondere des randomisierten Kontrollgruppendesigns (RCT).
  • Kritische Diskussion der methodischen und ethischen Herausforderungen in der Kinder- und Jugendhilfe.
  • Bedeutung der Evidenzbasierung versus ökonomischer Steuerungsmechanismen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Forschungsdesign

Dieses Kapitel geht auf das charakteristische Forschungsdesign der Wirkungsforschung ein und hinterfragt dieses zusätzlich kritisch.

Abgeleitet von der Evidenzhierarchie, welche aus Sicht der Evidenzbasierung eine Wertung verschiedener Designs vornimmt, ist die Experimentalstudie bzw. das randomisierte Kontrollgruppendesign (RCT) das Favorisierte (McNeece & Thyer, 2004 zit. nach Micheel, 2013, S. 186). Dieses wird als „Goldstandard“ der Wirkungsforschung betitelt, da es Befunde liefern soll, die teils auch leichter verallgemeinert werden können, als Befunde anderer Designs (Buschner, 2016, S. 81). Die entscheidende Frage, die nach Micheel (2013, S. 188 ff.) mithilfe dieses Designs versucht wird zu beantworten, lautet „what works?“. Das heißt es wird geschaut, ob die bestimmte Maßnahme wirksam ist, während zusätzlich eine kausale Beschreibung aller auf die Maßnahme zurückgehenden Wirkungen stattfindet.

Die Experimentalstudie soll demnach Erkenntnisse über Wirkungen liefern über die Intervention, die in dem bestimmten Kontext und bei der konkreten Adressat*innengruppe durch die Intervention ausgelöst wurden (Albus et al., 2011, S. 248) und so herausfinden, inwiefern eine bestimmte Maßnahme wirksam ist (Ziegler, 2010, S. 195).

Die randomisierte Kontrollstudie muss, um gültige und nachvollziehbare Ergebnisse zu liefern, auch die Gütekriterien empirischer Sozialforschung beachten (vgl. Micheel, 2013, S. 184 ff.). Zusätzlich dazu, weist sie jedoch noch weitere charakteristische Merkmale auf. Im Konkreten sieht dies nach Ziegler (2010, S. 195) so aus, dass zwei Gruppen gebildet werden mit Proband*innen, die miteinander vergleichbar sind und grundsätzlich ähnlichen Bedingungen ausgesetzt sind sowie bei denen ähnlicher Handlungsbedarf besteht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Aktualität der Wirkungsdebatte in der Sozialen Arbeit ein und legt das Ziel der Arbeit sowie die zentrale Forschungsfrage zum Wirknachweis in der Kinder- und Jugendhilfe dar.

2 Der Begriff „Wirkung“: Dieses Kapitel definiert den Wirkungsbegriff, grenzt ihn von Effektivität und Effizienz ab und erläutert die verschiedenen Dimensionen wie Output, Effect, Impact und Outcome.

2.1 Abgrenzung Effektivität und Effizienz: Hier wird die Unterscheidung zwischen Wirkung und Wirksamkeit vertieft sowie die betriebswirtschaftliche Herkunft und Bedeutung von Effektivität und Effizienz für die Soziale Arbeit diskutiert.

2.2 Wirkungsdimensionen: Dieser Abschnitt differenziert Wirkungen in die Kategorien Output, Effect, Impact und Outcome, um deren Relevanz für unterschiedliche Zielgruppen und Forschungskontexte aufzuzeigen.

3 Wirkungsforschung in der Kinder- und Jugendhilfe: Das Kapitel verortet die Wirkungsforschung im Feld der Kinder- und Jugendhilfe, wobei die Spannungsfelder zwischen „neuer Steuerung“ und Evidenzbasierung analysiert werden.

3.1 Forschungsdesign: Dieses Kapitel präsentiert das randomisierte Kontrollgruppendesign als „Goldstandard“ der Wirkungsforschung und beleuchtet dessen methodische Anforderungen und Anspruch auf Validität.

3.2 Herausforderungen der Wirkungsforschung in der Kinder- und Jugendhilfe: Hier werden die professionellen, strukturellen und ethischen Barrieren thematisiert, die eine Umsetzung standardisierter Forschungsdesigns im spezifischen Kontext der Kinder- und Jugendhilfe erschweren.

4 Fazit/Ausblick: Das Fazit fasst die Komplexität der Wirkungsforschung zusammen und plädiert für eine zukünftige Orientierung an evidenzbasierten Ansätzen unter Berücksichtigung aller Wirkungsdimensionen.

Schlüsselwörter

Wirkungsforschung, Kinder- und Jugendhilfe, Soziale Arbeit, Effektivität, Effizienz, Evidenzbasierung, Forschungsdesign, RCT, Wirkungsdimensionen, Legitimationsdruck, Sozialgesetzbuch, Qualitätsentwicklung, Interventionsforschung, Neue Steuerung, Wirkungsnachweis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Thema Wirkungsforschung in der Kinder- und Jugendhilfe und untersucht die Herausforderungen, die beim Nachweis der Wirksamkeit von pädagogischen Hilfsangeboten entstehen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Begriffsbestimmung von Wirkung, die Unterscheidung zwischen Effektivität und Effizienz sowie die methodischen Anforderungen an Forschungsdesigns in diesem Feld.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Konzepte der Wirkungsforschung vorzustellen, deren praktische Anwendbarkeit in der Kinder- und Jugendhilfe kritisch zu hinterfragen und Herausforderungen zu identifizieren, um zu einer verbesserten Forschungspraxis beizutragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit verschiedenen Evaluationsmethoden, insbesondere dem randomisierten Kontrollgruppendesign (RCT).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsabgrenzung, eine detaillierte Erläuterung der Wirkungsdimensionen sowie eine intensive Auseinandersetzung mit dem Forschungsdesign und den spezifischen Herausforderungen im Feld der Jugendhilfe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wirkungsforschung, Kinder- und Jugendhilfe, Effektivität, Effizienz, Evidenzbasierung, Forschungsdesign und Wirkungsdimensionen sind die prägenden Begriffe.

Warum ist die Wirkungsforschung in der Kinder- und Jugendhilfe so schwierig?

Die Schwierigkeit ergibt sich aus der hohen Komplexität sozialer Dienstleistungen, den schwierigen Kausalzusammenhängen zwischen Intervention und Ergebnis sowie ethischen Bedenken gegenüber bestimmten Forschungsdesigns wie dem RCT.

Was unterscheidet den „Output“ von „Outcomes“?

Der Output bezeichnet den quantitativen Ausstoß oder die erbrachte Dienstleistung, während das Outcome die mittelbaren, oft gesellschaftlichen Wirkungen beschreibt, die erst zeitversetzt nach der Maßnahme sichtbar werden.

Wie bewertet der Autor den „Goldstandard“ der Wirkungsforschung?

Das randomisierte Kontrollgruppendesign wird zwar als „Goldstandard“ für die interne Validität anerkannt, der Autor betont jedoch kritisch, dass die praktische Umsetzung in der Jugendhilfe kaum möglich und ethisch oft problematisch ist.

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Details

Title
Wirkungsforschung in der Kinder- und Jugendhilfe
College
University of Applied Sciences Düsseldorf
Grade
1,0
Author
Laura Kersten (Author)
Publication Year
2018
Pages
19
Catalog Number
V1150079
ISBN (eBook)
9783346532947
ISBN (Book)
9783346532954
Language
German
Tags
Sozial Arbeit Sozialpädagogik Wirkungsforschung Kinder- und Jugendhilfe Wirkungen Effektivität Effizienz Herauforderungen Wirkungsdimensionen Wirkungsdebatte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Laura Kersten (Author), 2018, Wirkungsforschung in der Kinder- und Jugendhilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1150079
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