Zusammenfassung des Zuspielertrainings mit Hilfe von Trainern aus Brandenburg und Hessen sowie Professoren an der Universität Potsdam. Ein fertiges Skript zum Thema Zuspielertraining, das an die heutige Zeit angepasst wurde.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorbemerkungen
1.1 Vorgehensweisen
2. Theoretische Vorüberlegungen
3. Technik Oberes Zuspiel
3.1 Korrekturübungen Oberes Zuspiel
4. Kondition
4.1 Übungsvorschläge
5. Psyche
5.1 Vorüberlegungen
5.2 Spezialisierung
5.3 Psychische Leistungsfaktoren
5.4 Auswahlkriterium „Taktik"
6. Taktik
7. Praxisteil
7.1 Methodische Vorüberlegungen
7.2 Übungsformen
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Darstellung eines fundierten Ausbildungskonzepts für Volleyball-Zuspieler. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie junge Talente technisch, konditionell, psychisch und taktisch gezielt auf die Anforderungen der Zuspieler-Position vorbereitet werden können, um das Spiel situationsangemessen zu gestalten.
- Analyse des Anforderungsprofils für Zuspieler im Volleyball.
- Technikschulung und Korrekturmethoden für das Obere Zuspiel.
- Entwicklung konditioneller und koordinativer Fähigkeiten.
- Psychologische Aspekte der Talentsichtung und Spezialisierung.
- Methodik der Individualtaktik und praxisorientierte Übungsformen.
Auszug aus dem Buch
1. Vorbemerkungen
Spielentscheidende Bedeutung im Volleyball wird der Position des Zuspielers zugemessen. Egal, auf welchem Leistungsniveau ist er als Schaltstelle und Spielgestalter beim Spielaufbau aus der Ballannahme/Abwehr für (fast) jeden Spielzug verantwortlich.
Leistungsbestimmende Faktoren sind für den Zuspieler nach EICHINGER/ GASSE/NIEMCZYK/ZIEGLER (1989, S. 9)
− „die Technik,
− die Taktik,
− die Kondition und
− die Psyche."
Jedem dieser Teilkomponenten ist im langfristigen Trainingsaufbau gleichermaßen Beachtung zu schenken. An Beispielen soll dies noch deutlicher werden:
− ein Zuspieler muß bei jeder Passvariante über den gleichen neutralen Treffpunkt des Balls vorn über der Stirn verfügen, ansonsten verrät er z.B. beim Kopfpass durch einen weiter nach hinten verlagerten Treffpunkt die Zuspielrichtung (s. Technik),
− ein Zuspieler sollte stressfest und willensstark sein, wird er allerdings beim Spielstand von 13:13 zum „Hasenfuß“, so sind durchaus Fehler bei der Talentsuche in Bezug auf innere psychische Faktoren nachzuweisen (s. Psyche).
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Frage nach der Ausbildung eines Zuspielers nicht mit Übungssammlungen beginnt, sondern Fragen aufwirft, die die o.g. Teilkomponenten betreffen:
− welche technischen Anforderungen sind aus dem Spiel an meinen Zuspieler abzuleiten bzw. was muss er daraus resultierend leisten können?
− in welches angemessene taktische Zuspielkonzept binde ich ihn in Bezug auf meine Mannschaft ein?
− welche konditionellen und koordinativen Fähigkeiten sind besonders auszubilden?
− welche Entscheidungshilfen habe ich, einen talentierten Jugendlichen als Zuspieler zu spezialisieren?
− wie erkenne ich ein Zuspieltalent und welche Testverfahren gibt es?
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorbemerkungen: Einleitung in die Bedeutung des Zuspielers als zentrale Schaltstelle und Definition der vier leistungsbestimmenden Hauptkomponenten.
1.1 Vorgehensweisen: Darstellung der methodischen Orientierung an der Spielstruktur des Volleyballs für die Trainingsgestaltung.
2. Theoretische Vorüberlegungen: Erläuterung der Notwendigkeit, Spielsituationen unter Zeitdruck zu analysieren und situationsangemessen zu gestalten.
3. Technik Oberes Zuspiel: Fokus auf die Basistechnik des Oberen Zuspiels mit speziellem Blick auf Arm- und Fingerhaltung.
3.1 Korrekturübungen Oberes Zuspiel: Vorstellung eines Katalogs von Übungen zur Stabilisierung und Korrektur der technischen Bewegungsmerkmale.
4. Kondition: Betonung der koordinativen Fähigkeiten im Vergleich zu reinen konditionellen Faktoren für Zuspieler.
4.1 Übungsvorschläge: Konkrete praktische Übungsformen zur Schulung von Fußkoordination und Ballgeschicklichkeit.
5. Psyche: Diskussion der psychischen Anforderungen an einen Spielmacher und Herausforderungen bei der Talentsichtung.
5.1 Vorüberlegungen: Einführung in die psychologische Komponente der Ausbildung und die Begrenztheit des Trainereinflusses.
5.2 Spezialisierung: Empfehlungen zum optimalen Zeitpunkt und zur Art der Spezialisierung auf die Zuspielerposition.
5.3 Psychische Leistungsfaktoren: Analyse von Eigenschaften wie Lernfähigkeit, Erfolgsorientierung und Selbstbewusstsein als Kriterien für Talent.
5.4 Auswahlkriterium „Taktik": Beschreibung der Nutzung spielnaher Übungsformen zur taktischen Beurteilung von Talenten.
6. Taktik: Vertiefung der Individualtaktik als Kernkompetenz zur erfolgreichen Steuerung des Spielaufbaus.
7. Praxisteil: Zusammenführung der theoretischen Anforderungen in ein methodisches Trainingskonzept für die Praxis.
7.1 Methodische Vorüberlegungen: Erörterung der Bedeutung von Antizipation und selbständigem Denken im Trainingsprozess.
7.2 Übungsformen: Umfangreiche Sammlung spezifischer Praxisübungen zur Umsetzung der erarbeiteten Anforderungen.
Schlüsselwörter
Volleyball, Zuspieler, Training, Technik, Taktik, Kondition, Psyche, Koordination, Talentsichtung, Spielstruktur, Individualtaktik, Ballgeschicklichkeit, Ausbildungskonzept, Sportpsychologie, Praxisübungen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?
Das Buch bietet einen strukturierten Leitfaden für die Ausbildung von Zuspielern im Volleyball, basierend auf den vier Säulen Technik, Taktik, Kondition und Psyche.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die technische Basisschulung, die Entwicklung koordinativer Fähigkeiten, die psychologische Profilierung von Talenten und die Förderung der individuellen taktischen Entscheidungsfindung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Trainern ein Ausbildungskonzept an die Hand zu geben, das jungen Spielern hilft, die hochkomplexen Anforderungen an die Zuspieler-Position systematisch zu erlernen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse des Anforderungsprofils aus der Spielstruktur heraus, kombiniert mit fachliteraturbasierten Ansätzen und praktischen Übungskatalogen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Technik, Kondition und Psyche vor allem zahlreiche methodisch aufgebaute Übungsformen für das Mannschaftstraining vorgestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Zuspieler-Ausbildung, Spielstruktur, koordinative Fähigkeiten, Individualtaktik und psychologische Leistungsfaktoren definiert.
Welche Bedeutung kommt der "Psyche" bei der Auswahl zu?
Die Psyche ist ein kritischer Bereich, da der Zuspieler als Spielmacher unter hohem Druck agieren muss; der Autor empfiehlt, den Fokus auf Lernfähigkeit, Stressfestigkeit und eine realistische Erfolgserwartung zu legen.
Wie unterscheidet der Autor zwischen taktischen Anforderungen bei verschiedenen Leistungsniveaus?
Während auf niedrigem Niveau der Fokus auf eigenen Fähigkeiten liegt, erweitert sich das Spektrum auf höherem Niveau hin zur gezielten Beobachtung und Ausnutzung gegnerischer Schwächen und Blockverhalten.
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- Andy Schneider (Author), 2008, Zuspielertraining im Volleyball, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115040