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Zum Einfluss der subjektiven Norm auf die Technologieakzeptanz im Alter. Konzeption einer empirischen Untersuchung

Titel: Zum Einfluss der subjektiven Norm auf die Technologieakzeptanz im Alter. Konzeption einer empirischen Untersuchung

Masterarbeit , 2021 , 73 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Lina Stromberg (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Zum Zwecke einer umfassenderen und genaueren Erfassung der Einflussfaktoren, welche die Erklärung sowie Vorhersage der Technologieakzeptanz älterer Personen ermöglichen, wird im Rahmen dieser Arbeit ein empirisches Design konzipiert, welches die folgende Forschungsfrage zu beantworten versucht: "Inwieweit beeinflusst die subjektive Norm die Technologieakzeptanz älterer Menschen?" Technologien sind in den meisten gesellschaftlichen Bereichen allgegenwärtig, sodass deren Einsatz unter anderem zu einem integralen Bestandteil von Arbeit, Bildung und Kommunikation geworden ist. Bedingt durch diese gesellschaftliche Omnipräsenz von Technologien und angesichts des demografischen Wandels, also der sukzessiven Alterung der Bevölkerung bleiben auch die Lebenswelten älterer Menschen davon nicht unberührt, sondern werden zunehmend durch neue Technologien geprägt. Technologien bergen dabei insbesondere für diese Personengruppe mannigfaltige Nutzenpotenziale.

Die Ausschöpfung von technologieinhärenten Nutzenpotenzialen erfordert allerdings die tatsächliche Nutzung und damit Akzeptanz eben dieser Technologien. Diese sogenannte Technologieakzeptanz ist jedoch bei älteren Menschen tendenziell geringer ausgeprägt, was sich in einer im Vergleich zu jüngeren Personen niedrigeren Nutzung von Technologien ausdrückt. Eine geringere Technologieakzeptanz hat dabei aber nicht nur zur Folge, dass älteren Menschen eine Erschließung der Potenziale verschiedener Technologien verwehrt bleibt, sondern führt darüber hinaus dazu, dass sie der Gefahr des gesellschaftlichen und sozialen Ausschlusses ausgesetzt sind, insbesondere weil die Nutzung bestimmter Technologien (z. B. Kommunikationstechnologien für soziale Interaktion) eine Grundvoraussetzung für die soziale Teilhabe und gesellschaftliche Integration darstellt.

Aus diesen Gründen kommt der Technologieakzeptanz im Alter und deren Förderung eine bedeutsame Rolle zu. Um die Technologieakzeptanz fördern zu können, bedarf es der Kenntnis über die Determinanten und Einflussfaktoren der Akzeptanz von Technologien durch die potenziellen Nutzer*innen. In empirischen Untersuchungen ist diesbezüglich bereits eine Vielzahl von Einflussfaktoren auf die Technologieakzeptanz älterer Menschen identifiziert worden. Empirische Erkenntnisse weisen dabei darauf hin, dass die subjektive Norm als eine relevante Einflussvariable für die Technologieakzeptanz älterer Menschen deklariert werden kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Technologieakzeptanz

2.2 Technology Acceptance Model

2.3 Technology Acceptance Model 2

3. Technologieakzeptanz im Alter

3.1 Praktische Relevanz

3.2 Technologienutzung und Technologieakzeptanz im Alter

3.3 Einflussfaktoren auf die Technologieakzeptanz im Alter

3.4 Subjektive Norm: Ein bislang vernachlässigter Einflussfaktor?

3.5 Hypothesen

4. Empirisches Design

5. Diskussion und Ausblick

5.1 Kritische Würdigung des konzipierten methodischen Vorgehens

5.2 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Masterarbeit untersucht den Einfluss der subjektiven Norm auf die Technologieakzeptanz älterer Menschen, um die bisherige Forschungslücke in diesem Bereich zu schließen. Das primäre Ziel ist die Konzeption eines empirischen Designs, das die Forschungsfrage beantwortet, inwieweit die subjektive Norm die Nutzungsabsicht von Technologien bei Menschen ab 65 Jahren beeinflusst und inwiefern dieser Effekt durch die Technologieerfahrung moderiert wird.

  • Analyse theoretischer Modelle zur Technologieakzeptanz (TAM & TAM 2).
  • Untersuchung der spezifischen Barrieren und Potenziale bei der Technologienutzung im Alter.
  • Operationalisierung der Variablen "subjektive Norm", "Technologieerfahrung" und "Nutzungsabsicht".
  • Entwicklung eines standardisierten Fragebogens als methodisches Instrument zur Datenerhebung.

Auszug aus dem Buch

3.4 Subjektive Norm: Ein bislang vernachlässigter Einflussfaktor?

Im vorangegangenen Kapitel ist deutlich geworden, dass hinsichtlich des sozialen Einflusses auf die Technologieakzeptanz im Alter bisher vorwiegend die Hilfe und Unterstützung durch das soziale Netzwerk der älteren Person als soziale Einflussfaktoren untersucht und identifiziert werden (vgl. Luijkx, Peek und Wouters, 2015, S. 15481). Die subjektive Norm als soziale Einflussvariable, wie sie auch im Technology Acceptance Model 2 (vgl. Venkatesh und Davis, 2000) besonders hervorgehoben wird, spielte bislang hingegen kaum eine Rolle im Rahmen empirischer Untersuchungen zur Erklärung und Vorhersage der Technologieakzeptanz älterer Menschen (vgl. Bozan, Davey und Parker, 2015, S. 518). Diese relativ geringe empirische Befundlage kann unter anderem darauf zurückgeführt werden, dass Untersuchungen zum Einfluss der subjektiven Norm auf die Technologieakzeptanz (siehe z. B. Venkatesh und Davis, 2000; Morris und Venkatesh, 2000) grundsätzlich eher im unternehmerischen bzw. organisationalen Kontext, z. B. zur Untersuchung der Technologieakzeptanz von Arbeitnehmer*innen, stattfinden (vgl. McMurtrey et al., 2011, S. 23). Da ältere Menschen in der Regel nicht mehr Teil der Erwerbsbevölkerung sind, bleiben sie folglich häufig unberücksichtigt (vgl. McMurtrey et al., 2011, S. 23).

Ferner kann im Alter tendenziell eine Abnahme der Netzwerkgröße festgestellt werden, was bedeutet, dass die Anzahl der sozialen Kontakte mit zunehmenden Alter sinkt (vgl. Wrzus et al., 2013, S. 60). Eine daraus resultierende geringere soziale Einbindung könnte zu der Auffassung führen, dass ältere Menschen einem geringeren sozialen Druck, welcher die Grundlage des Konstrukts der subjektiven Norm darstellt, unterliegen (vgl. Hsiao und Tang, 2015, S. 299). Die Unterrepräsentanz von älteren Personen in empirischen Untersuchungen zum Einfluss der subjektiven Norm auf die Technologieakzeptanz könnte also darin begründet liegen, dass die Auswirkung dieser sozialen Einflussvariable als zu gering erachtet wird und deshalb als „nicht untersuchenswert“ gilt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Technologieakzeptanz im demografischen Wandel ein und formuliert die Forschungsfrage zum Einfluss der subjektiven Norm.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert das Konstrukt der Technologieakzeptanz sowie die zentralen Akzeptanzmodelle (TAM und TAM 2) als theoretische Basis.

3. Technologieakzeptanz im Alter: Hier werden die spezifischen Herausforderungen, Potenziale und Einflussfaktoren auf die Akzeptanz von Technologien bei älteren Menschen detailliert analysiert und die Hypothesen abgeleitet.

4. Empirisches Design: Dieses Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise zur Beantwortung der Forschungsfrage durch die Konzeption eines standardisierten Fragebogens.

5. Diskussion und Ausblick: Diese Diskussion reflektiert die methodischen Stärken sowie Limitationen des Forschungsdesigns und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Technologieakzeptanz, Alter, Subjektive Norm, Technology Acceptance Model 2, TAM 2, Technologienutzung, Nutzungsabsicht, Technologieerfahrung, Soziale Einflussfaktoren, Digital Divide, Gerontotechnologie, Empirische Untersuchung, Fragebogen, Sozialer Druck, Interne Validität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung, wie die "subjektive Norm" – also der soziale Einfluss durch Bezugspersonen – die Absicht von Menschen ab 65 Jahren beeinflusst, Technologien zu nutzen oder abzulehnen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zentrale Themen sind die Technologieakzeptanz im Alter, der demografische Wandel, theoretische Akzeptanzmodelle wie das TAM 2, sowie die Rolle sozialer Netzwerke bei der Akzeptanz neuer technischer Lösungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage lautet: "Inwieweit beeinflusst die subjektive Norm die Technologieakzeptanz älterer Menschen?" Das Ziel ist die Erstellung eines empirischen Forschungsdesigns zur Beantwortung dieser Frage.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine quantitativ ausgerichtete methodische Vorgehensweise und entwickelt einen standardisierten Fragebogen, der auf bereits validierten Items aus der Akzeptanzforschung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert den theoretischen Rahmen, stellt das TAM 2 ausführlich dar, erörtert spezifische Faktoren der Technologieakzeptanz bei Senioren und leitet daraus konkrete Hypothesen für das empirische Design ab.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Technologieakzeptanz, subjektive Norm, ältere Menschen, Nutzungsabsicht, Technologieerfahrung und das Technology Acceptance Model 2 (TAM 2).

Warum wird das TAM 2 als theoretische Grundlage gewählt?

Das TAM 2 wird bevorzugt, da es im Gegensatz zum ursprünglichen TAM die Variable der "subjektiven Norm" explizit als sozialen Einflussfaktor operationalisiert und somit besser für die Fragestellung geeignet ist.

Welche Rolle spielt die "Technologieerfahrung" in der Arbeit?

Die Technologieerfahrung dient als moderierende Variable. Die Hypothese ist, dass sie den Einfluss der subjektiven Norm auf die Nutzungsabsicht beeinflusst – bei geringerer Erfahrung ist der soziale Einfluss vermutlich höher.

Warum ist die Untersuchung der "subjektiven Norm" bei Senioren bisher vernachlässigt worden?

Die bisherige Forschung konzentrierte sich meist auf Arbeitnehmer im organisationalen Kontext. Zudem wurde fälschlicherweise angenommen, Senioren unterlägen aufgrund kleinerer sozialer Netzwerke kaum sozialem Druck.

Welche methodischen Einschränkungen nennt die Autorin?

Die Autorin weist darauf hin, dass das Design prospektiv ist und aufgrund der ordinalskalierten Daten nur begrenzte statistische Auswertungsverfahren möglich sind, die keine kausalen Schlüsse zulassen.

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Details

Titel
Zum Einfluss der subjektiven Norm auf die Technologieakzeptanz im Alter. Konzeption einer empirischen Untersuchung
Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta
Note
1,0
Autor
Lina Stromberg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
73
Katalognummer
V1150491
ISBN (eBook)
9783346535108
ISBN (Buch)
9783346535115
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Subjektive Norm Technologieakzeptanz Technology Acceptance Model Alter Ältere Menschen Theory of planned behavior Davis Technology Acceptance Fragebogen Subjective Norm Sozialpsychologie Venkatesh Gender
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lina Stromberg (Autor:in), 2021, Zum Einfluss der subjektiven Norm auf die Technologieakzeptanz im Alter. Konzeption einer empirischen Untersuchung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1150491
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  73  Seiten
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