Die Deckungsbeitragsrechnung ist grundsätzlich in der Anwendung mit der einstufigen und der mehrstufigen Verfahrensweise – hier bestehen die meisten und transparenten Möglichkeiten, um unterste Preisniveaus zu berechnen und um die Fixkosten transparent sichtbar zu machen.
Unter den Kostenrechnungssystemen auf Teilkostenbasis werden diejenigen Verfahren der Kostenrechnung zusammengefasst, bei denen nicht alle Kosten den Leistungseinheiten zugerechnet werden. Der Verzicht auf die Zurechnung der gesamten Kosten ist das entscheidende Merkmal dieser Kostenrechnungssysteme.
Die Teilkostenrechnungssysteme können auf der Basis von Istkosten, Normalkosten oder Plankosten durchgeführt werden. Die Aufspaltung der Kosten in fixe und variable Teile stellt hierbei eine zentrale Rolle dar. Weiterhin müssen die Kostenrechnungen (insbesondere die Kostenstellenrechnung) die Aufspaltungen der fixen und variablen Kostenanteile in zielgerichteter Weise aufteilen und darstellen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung und grundlegende Darstellung der Teilkostenrechnung
2 Anwendungen der Deckungsbeitragsrechnung
2.1 Einstufige Deckungsbeitragsrechnung
2.1.1 Voraussetzung und Inhalt der einstufigen DB
2.1.2 Anwendungen der DB
2.2 Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung
2.3 Deckungsbeitragsrechnung mit relativen Einzelkosten
3 Praxisfälle der Deckungsbeitragsrechnung
3.1 Fall 1: Schreinerbetrieb
3.2 Fall 2: Kiosk
4 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der Anwendung von Teilkostenrechnungssystemen im betrieblichen Umfeld, um durch eine verursachungsgerechte Kostenanalyse fundierte unternehmerische Entscheidungen zu ermöglichen. Die zentrale Forschungsfrage liegt darin, wie Deckungsbeitragsrechnungen zur Preisoptimierung, zur Erfolgsanalyse und zur Steuerung von Betriebsprozessen in unterschiedlichen Unternehmenskontexten eingesetzt werden können.
- Grundlagen und Aufgaben der Teilkostenrechnung
- Methodik der einstufigen Deckungsbeitragsrechnung (Direct Costing)
- Anwendung der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung (Fixkostendeckungsrechnung)
- Konzepte der Deckungsbeitragsrechnung mit relativen Einzelkosten
- Praktische Umsetzung in Fallbeispielen (Schreinerbetrieb, Kiosk)
Auszug aus dem Buch
2.1.2.3 Gewinnschwellen‐Analyse
Die Aufteilung der Gesamtkosten in fixe und variable Kosten ermöglicht eine gewinnorientierte Betrachtung des Unternehmens. Dazu dient die Gewinnschwellen-Analyse. Mit ihrer Hilfe lassen sich die Beziehungen darstellen zwischen: Umsatz, Kosten, Gewinn, Menge (Produktionsstückzahl).
Die Gewinnschwellen-Analyse wird vielfach auch als Break-Even-Analyse bezeichnet. Mit dieser Analyse kann der Unternehmer die zu planende Stückzahl der Periode bei gegebenen Kostenparameter (variable und fixe Kosten) zu planen, ab dieser der Punkt erreicht ist, an dem die gesamten Kosten gleich den Erlösen des Unternehmens sind, die Schwelle von der Verlust- in die Gewinnzone. Mit Erreichen der Gewinnschwelle werden die gesamten Kosten durch die gesamten Erlöse gerade gedeckt. Hierbei ist eine bestimmte Stückzahl bei gegebenen Kosten- und Erlösparametern ursächlich. Diese Stückzahl in dieser Unternehmenssituation zu ermitteln, ist der Sinn dieser Analyse.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung und grundlegende Darstellung der Teilkostenrechnung: Einführung in die Systematik der Teilkostenrechnung, Abgrenzung zur Vollkostenrechnung und Darstellung der zentralen Aufgaben für die Unternehmenssteuerung.
2 Anwendungen der Deckungsbeitragsrechnung: Detaillierte Analyse der drei Hauptanwendungsformen der Deckungsbeitragsrechnung, inklusive der methodischen Voraussetzungen für eine einstufige, mehrstufige und relative Einzelkostenrechnung.
3 Praxisfälle der Deckungsbeitragsrechnung: Anwendung der theoretischen Modelle anhand konkreter Beispiele aus der Praxis, speziell für einen handwerklichen Betrieb und einen Kiosk.
4 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Anwendungsmöglichkeiten der Deckungsbeitragsrechnung zur Identifikation von Preisniveaus und Transparenzschaffung bei Fixkosten.
Schlüsselwörter
Deckungsbeitragsrechnung, Teilkostenrechnung, Fixkostendeckung, Direct Costing, Gewinnschwellen-Analyse, Break-Even-Point, Preisuntergrenze, Kostenträgerrechnung, Variable Kosten, Fixkosten, Kostenstellenrechnung, relative Einzelkosten, Produktionsprogramm, Unternehmenssteuerung, Kalkulationsschema
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die praktische Anwendung und methodische Ausgestaltung von Deckungsbeitragsrechnungssystemen als Instrumente für das Controlling und die betriebliche Entscheidungsfindung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind das Direct Costing (einstufig), die Fixkostendeckungsrechnung (mehrstufig) sowie die komplexere Rechnung mit relativen Einzelkosten nach Riebel.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Teilkostenrechnungen dabei helfen können, Preisuntergrenzen zu bestimmen, Fixkosten transparent zu machen und Betriebsergebnisse zielgerichtet zu steuern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deduktive Analyse theoretischer Kostenrechnungsmodelle in Kombination mit praxisnahen Fallstudien zur Illustration der Methoden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Herleitung der verschiedenen DB-Rechnungssysteme und deren praktische Anwendung an Fallbeispielen zur Sortiments- und Preissteuerung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Deckungsbeitragsrechnung, Fixkosten, Break-Even-Analyse und Preisuntergrenzen charakterisiert.
Wie wird das Fallbeispiel des Schreinerbetriebs zur Analyse genutzt?
Im Fallbeispiel Schreinerbetrieb wird die Ermittlung des Mindeststundensatzes zur Deckung der Fixkosten demonstriert, um zu entscheiden, ab wann Aufträge in die Gewinnzone führen.
Welcher Ansatz wird im Kiosk-Beispiel verfolgt?
Das Kiosk-Beispiel analysiert das Sortiment und die Personalkosten, um durch gezielte Preiserhöhungen oder Sortimentserweiterungen das Gewinnziel des Inhabers zu erreichen.
Warum ist die Unterscheidung zwischen einstufiger und mehrstufiger Rechnung wichtig?
Die einstufige Rechnung bietet eine schnelle Übersicht für kurzfristige Entscheidungen, während die mehrstufige Rechnung eine detailliertere Zuordnung von Fixkostenblöcken auf Produktebenen ermöglicht.
- Arbeit zitieren
- Maged Hassanien (Autor:in), 2021, Die Deckungsbeitragsrechnung in ihrer Anwendung. Wissenschaftlicher Aufsatz im Bereich des Rechnungswesens und Controllings, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1150518