In dieser Arbeit wird der psychologische Egoismus genauer beleuchtet. Zum einen wird behandelt, was er ist und aussagt, aber auch, welche Probleme durch ihn aufkommen und ob der psychologische Egoismus eine vertretbare Denkweise darstellt. Der Altruismus, das heißt Selbstlosigkeit, wird anschließend mit dem Egoismus verglichen, da er das komplette Gegenteil darstellt und viele Menschen die Aussagen des Altruismus unterstützen. Doch auch bei ihm gibt es Probleme, die bei einer genaueren Auseinandersetzung auftreten. Es gibt nämlich kaum einen Menschen, der seine eigenen Interessen immer völlig in den Hintergrund stellt und völlig selbstlos ist zum Wohl seiner Mitmenschen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Psychologischer Egoismus
2.1. Begriffsklärung
2.2. Denkweise der Egoisten
2.3. Neuinterpretation von Motiven
2.4. Thomas Hobbes
2.4.1. Kurzbiographie von Thomas Hobbes
2.4.2. Sichtweise zum psychologischen Egoismus
2.5. Probleme des psychologischen Egoismus
3. Altruismus
3.1. Begriffsklärung
3.2. Probleme des Altruismus
3.3. Echter Altruismus
3.4. Persönlichkeitsmerkmale von selbstlosen Menschen
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen psychologischem Egoismus und Altruismus. Dabei wird analysiert, inwieweit menschliches Handeln primär durch Eigennutz determiniert ist oder ob echte Selbstlosigkeit existiert, wobei die wissenschaftliche Forschungsfrage nach der Vertretbarkeit dieser Denkweisen im Kontext menschlicher Motivation im Zentrum steht.
- Grundlagen des psychologischen Egoismus und des Altruismus
- Die Philosophie von Thomas Hobbes und das negative Menschenbild
- Neuinterpretation menschlicher Motive (z. B. Spendenverhalten)
- Herausforderungen und Probleme bei der Definition von Selbstlosigkeit
- Persönlichkeitsmerkmale von altruistisch handelnden Individuen
Auszug aus dem Buch
2.5. Probleme des psychologischen Egoismus
Die Motivation und das Ziel des psychologischen Egoismus sind einfach zu verstehen aber in ein paar Aspekten irrt er sich und interpretiert das Verhalten falsch. Zum einen gibt es die Verwirrung zwischen der Selbstsucht und dem Selbstinteresse. Die meisten Menschen machen viele Dinge aus Selbstinteresse aber ohne selbstsüchtig zu handeln aber der psychologische Egoismus sagt, dass man immer aus beiden Gründen handelt. Selbstsucht ist aber ein negativ wertender Begriff, der oft benutzt wird, um das Verhalten anderer zu kritisieren. Außerdem gibt es eine Verwechslung zwischen eigennützigen Verhalten und dem Streben nach der eigenen Wohlfahrt.
Wohlfahrt kann das Ergebnis einer Handlung sein, muss aber nicht das primäre oder einzige Ziel meiner Handlung sein. Das größte Problem, das sich daraus ergibt, ist, dass nicht immer jedes Verhalten mit Eigeninteresse erklärt werden kann. Ein passendes Beispiel dazu ist das des Soldaten, der sich auf eine Granate wirft, um so zu verhindern, dass andere getötet werden. Wenn man ihn fragen würde, aus welchem Grund er dies getan hat, wäre es möglich, dass er antworten würde, er hat es getan, weil es seine Verpflichtung als Soldat ist andere zu schützen. Der psychologische Egoist würde dem Soldaten bei dieser Aussage unterstellen, er würde lügen und hätte sich sehr wohl aus Eigennutz auf die Granate geworfen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des psychologischen Egoismus ein und stellt die zentrale Gegenüberstellung zum Altruismus als Forschungsgegenstand dar.
2. Psychologischer Egoismus: Dieses Kapitel erläutert die Definition des Begriffs, die Denkweise der Egoisten sowie die maßgeblichen Theorien von Thomas Hobbes und die damit verbundenen Probleme bei der Motivinterpretation.
3. Altruismus: Hier wird der Begriff Altruismus definiert, von egoistischen Handlungen abgegrenzt und anhand von Problemstellungen sowie Persönlichkeitsmerkmalen kritisch beleuchtet.
4. Fazit: Das Fazit zieht ein Resümee über die beiden Denkweisen und plädiert für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigeninteresse und sozialer Verantwortung.
Schlüsselwörter
Psychologischer Egoismus, Altruismus, Eigennutz, Thomas Hobbes, Selbstlosigkeit, Motivation, Menschenbild, Prosoziales Verhalten, Moral, Ethik, Naturzustand, Selbstinteresse, Persönlichkeitsmerkmale, Sozialphilosophie, Wohlfahrt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und dem Vergleich zweier gegensätzlicher Verhaltenskonzepte: dem psychologischen Egoismus und dem Altruismus.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die Motivationsforschung hinter menschlichem Handeln, die Theorie von Thomas Hobbes sowie die Herausforderungen bei der Identifikation wahrhaft altruistischer Handlungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es zu erörtern, ob der psychologische Egoismus eine tragfähige Erklärung für menschliches Handeln darstellt und wo die Grenzen der Interpretation zwischen Eigennutz und Selbstlosigkeit liegen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine wissenschaftliche Literaturanalyse, die zentrale Begriffe und philosophische Konzepte theoretisch herleitet und anhand von Beispielen diskutiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Untersuchung des psychologischen Egoismus inklusive des Menschenbildes von Hobbes sowie eine tiefgreifende Betrachtung des Altruismus und dessen Abgrenzung vom Pseudoaltruismus.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Psychologischer Egoismus, Altruismus, Eigennutz, Thomas Hobbes, Selbstlosigkeit und Motivation definieren.
Wie interpretiert Thomas Hobbes den psychologischen Egoismus?
Hobbes betrachtet den Menschen im Naturzustand als grundsätzlich egoistisch und triebgesteuert, weshalb er einen starken Staat (Absolutismus) als Gesellschaftsvertrag zur Friedenssicherung für notwendig erachtete.
Warum ist laut Autorin "echter Altruismus" so schwer zu identifizieren?
Da viele Handlungen, die nach außen hin altruistisch wirken, auch einen inneren Gewinn (wie das eigene gute Gewissen oder soziale Anerkennung) bringen, unterstellen Verfechter des psychologischen Egoismus stets einen eigennützigen Hintergedanken.
- Arbeit zitieren
- Lena Baumgärtner (Autor:in), 2020, Psychologischer Egoismus. Probleme und Vergleich mit Altruismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1150632