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Die deutsche Kriegserklärung an die Vereinigten Staaten. Strategischer Plan oder bloße Machtdemonstration?

Eine Stellungnahme und Gegenüberstellung ausgewählter Forschungspositionen

Titel: Die deutsche Kriegserklärung an die Vereinigten Staaten. Strategischer Plan oder bloße Machtdemonstration?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 24 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Selina Ordner (Autor:in)

Geschichte Europas - Zeitalter Weltkriege
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die deutsche Kriegserklärung an die Vereinigten Staaten 1941 wird in der Forschung teilweise als selbstmörderisch oder idiotisch angesehen und lässt Freiraum für die wildesten Spekulationen und Thesen. Bis heute kann die Frage, aus welcher Intention heraus Deutschland den USA den Krieg erklärte, nicht eindeutig geklärt werden.

In der Arbeit werden zunächst die wichtigsten Geschehnisse vor der deutschen Kriegserklärung zusammengefasst dargestellt. Diese Schilderung vermittelt knapp den historischen Kontext und zeigt die schwierige Ausgangslage für die Forschung auf. Bis heute konnte die Geschichtswissenschaft keine eindeutige Erklärung für die Beweggründe der deutschen Kriegserklärung an die Vereinigten Staaten finden. Daher werden im anschließenden Hauptteil drei Forschungspositionen dargestellt. Eine darauffolgende Gegenüberstellung veranschaulicht die Unterschiede. Anhand dieser Forschungsmeinungen und ausgewählter Quellen folgt eine eigene Stellungnahme zu Hitlers Intentionen und Plänen bezüglich der Kriegserklärung. Die Arbeit wird mit einer Zusammenfassung abgeschlossen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die deutsche Kriegserklärung an die Vereinigten Staaten

1. Die Forschungspositionen

a. Die deutsche Initiative

b. Japan gegen Großbritannien

c. Deutschland gegen die Sowjetunion

2. Gegenüberstellung und Vergleich

3. Machtdemonstration und Propaganda

III. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Beweggründe für die deutsche Kriegserklärung an die Vereinigten Staaten am 11. Dezember 1941. Ziel ist es, durch die Analyse unterschiedlicher Forschungspositionen und historischer Quellen zu klären, ob es sich dabei um einen strategisch geplanten Schritt oder eine impulsive Machtdemonstration handelte, um den schwindenden Einfluss an der Ostfront zu kaschieren.

  • Historischer Kontext der deutsch-amerikanischen Beziehungen 1941
  • Analyse der Forschungspositionen zur deutschen Kriegserklärung
  • Die Rolle Japans im Kontext des Dreimächtepaktes
  • Der Einfluss des gescheiterten Blitzkrieges gegen die Sowjetunion
  • Machtdemonstration und propagandistische Wirkung der Entscheidung

Auszug aus dem Buch

Die deutsche Initiative

Die erste von insgesamt drei aufgeführten Forschungsmeinungen ist der Ansicht, Adolf Hitler hat mit Hilfe der Kriegserklärung versucht, eine Flucht nach vorne anzutreten. Hitler hat argumentiert, dass die Vereinigten Staaten einen kriegsähnlichen Zustand geschaffen haben. Deutschland habe den Kriegseintritt der USA nicht verhindern können, seine Wirkung jedoch abschwächen, indem Deutschland seinerseits den Krieg erklärt habe.

Doch gerade dieser Schritt nach vorne erscheint so paradox, da Hitler noch seit Beginn des Krieges jeglichen Konflikt mit den Vereinigten Staaten hat vermeiden wollen. Er hat zwar generell eine Auseinandersetzung mit den USA für möglich gehalten, hat bis dahin allerdings alle Kriegsziele in Europa gewonnen und erfüllt haben wollen. Erst nachdem Deutschland dies erreicht hatte, hat Hitler sich mit einer geeigneten Strategie den USA und ganz Nordamerika widmen wollen.

Aus diesem Grund hat Deutschland bis zum Ende des Jahres 1941 einen Kurs der Konfrontationsvermeidung verfolgt und dass, obwohl die Vereinigten Staaten mehrmals in den europäischen Krieg eingriffen haben. Präsident Roosevelt und Premierminister Churchill schlossen am 4. August 1941 die sogenannte Atlantik Charta. Darin wurde die Vernichtung des Regimes der Nationalsozialisten beschlossen. Im gleichen Jahr lieferten die Vereinigten Staaten Waffen und Material an Großbritannien, um sie auf diese Weise im Krieg zu unterstützen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Problemstellung der ungeklärten Intention hinter der Kriegserklärung dar und benennt die verwendeten Quellengattungen sowie den historischen Kontext.

II. Die deutsche Kriegserklärung an die Vereinigten Staaten: Das Hauptkapitel analysiert verschiedene Erklärungsansätze der Geschichtswissenschaft, vergleicht diese und beleuchtet die Rolle von Propaganda und Machtkalkül.

III. Zusammenfassung: Die Schlussbetrachtung fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Rolle der Fehlkalkulationen Hitlers sowie die Verknüpfung der Kriegserklärung mit dem Scheitern des schnellen Sieges im Osten.

Schlüsselwörter

Zweiter Weltkrieg, Kriegserklärung, Vereinigte Staaten, Adolf Hitler, Sowjetunion, Dreimächtepakt, Pearl Harbor, Außenpolitik, Nationalsozialismus, Propaganda, Blitzkrieg, Strategie, Japan, Machtdemonstration, Kriegseintritt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den historischen Hintergründen und den verschiedenen Forschungspositionen zur deutschen Kriegserklärung an die Vereinigten Staaten im Dezember 1941.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Außenpolitik des Dritten Reiches, die Auswirkungen des gescheiterten deutschen Angriffs auf die Sowjetunion sowie die strategische Bedeutung des Bündnisses mit Japan.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel besteht darin, die Frage zu erörtern, ob die Kriegserklärung an die USA strategisch motiviert war oder lediglich als Machtdemonstration und Verschleierung des eigenen militärischen Scheiterns diente.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer Gegenüberstellung verschiedener Forschungspositionen unter Einbeziehung zeitgenössischer Quellen wie Kriegstagebüchern und Akten zur auswärtigen Politik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Forschungspositionen (einschließlich der Rolle Japans und des Russlandfeldzuges), einen Vergleich dieser Positionen sowie eine Analyse der propagandistischen Aspekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Kriegserklärung, Zweiter Weltkrieg, Nationalsozialismus, Hitler, Strategie und Machtdemonstration.

Warum war der Ausgang des Krieges gegen die Sowjetunion für Hitler entscheidend?

Das Ausbleiben des erwarteten schnellen Sieges zwang Hitler dazu, seine strategische Planung anzupassen und die Hilfe Japans zu suchen, um die USA auf dem pazifischen Kriegsschauplatz zu binden.

Welche Rolle spielte der Angriff auf Pearl Harbor für Hitlers Entscheidung?

Der Angriff erzeugte bei Hitler Euphorie, da er glaubte, die USA würden nun durch den Krieg gegen Japan im Pazifik gebunden sein und könnten nicht mehr in Europa eingreifen.

Wurde Hitler vor der Kriegserklärung aus seinem Umfeld gewarnt?

Nein, weder der Reichstag noch die Wehrmacht versuchten, Hitler von der Kriegserklärung gegen die USA abzubringen, was im Kontrast zu früheren Entscheidungen steht.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die deutsche Kriegserklärung an die Vereinigten Staaten. Strategischer Plan oder bloße Machtdemonstration?
Untertitel
Eine Stellungnahme und Gegenüberstellung ausgewählter Forschungspositionen
Hochschule
Universität Passau
Note
2,3
Autor
Selina Ordner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
24
Katalognummer
V1150717
ISBN (eBook)
9783346535825
ISBN (Buch)
9783346535832
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kriegserklärung Zweiter Weltkrieg Vereinigte Staaten Deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Selina Ordner (Autor:in), 2020, Die deutsche Kriegserklärung an die Vereinigten Staaten. Strategischer Plan oder bloße Machtdemonstration?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1150717
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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