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Tanz als ein Mittel zur Identitätsbildung

Eine Untersuchung des Dancehall

Titre: Tanz als ein Mittel zur Identitätsbildung

Thèse de Bachelor , 2021 , 43 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Susann Holle (Auteur)

Travail Social
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Was hat Tanz für eine Funktion und damit verbundene Wirkung auf unseren Körper - somit unweigerlich auf unser Selbst? Diese Fragestellung versucht die Arbeit zu beantworten.

Da Menschen den Begriff des „Selbst“ oftmals mit dem Terminus Identität verbinden, soll als Erstes geklärt werden, was dies eigentlich bedeutet, eine eigene Identität aufzubauen. Hierbei werden der Ort der Identitätsbildung, der Körper, und die prägende Zeit der Adoleszenz eine Rolle spielen. Tanz ist oft eng verbunden mit der jeweiligen Kultur, was anhand des Beispiels des Dancehall deutlich wird. Daher war es mir ein Anliegen, vorweg auf das des Philosophen Wolfgang Welsch beschriebene Konzept der Transkulturalität als einen identitätsstiftenden Faktor einzugehen. Im nächsten Schritt nähert sich die Arbeit dem Thema Tanz zunächst im Allgemeinen und anschließend am Beispiel des Dancehall mit Beziehung auf die Merkmale von Identität und Tanz. Um von mehreren Blickwinkeln Bezug zu nehmen, folgt eine kritische Auseinandersetzung von Dancehall und Identität. Im Anschluss daran haben zwei meiner Tanzschüler_innen über ihre Erfahrungen berichtet. Hierbei habe ich bewusst auf eine quantitative Analyse und Auswertung verzichtet, um eine individuelle Wirkung auf den_die Leser_In zu ermöglichen. Abschließend stellt sich die Frage, ob Tanz und explizit der Dancehall ein Mittel zur Identitätsbildung sein und in welchen Bereichen es Anwendung finden kann. Dies kann als erster Schritt zu weiterführenden Analysen verstanden und gelesen werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitende Worte

2. Identität – eine aktuelle Annäherung

a. Identität und Adoleszenz

b. Identität und Körperarbeit

c. Identität und Transkulturalität

3. Tanz als Gegenstand kultureller und identitätsstiftender Bildung

a. Funktion und Bedeutung

b. Wirkung

4. Dancehall in Tanz und Kultur

a. Die Prägung des Dancehall durch die Kolonialzeit

b. Dancehall als Tanz

c. Step-Beispiele „myself“ und „nooddabody“

d. Dancehall als Populärkultur

5. Kritische Sichtweisen des Dancehall und deren Einfluss auf Identität am Beispiel „Vulgarität“

6. Erfahrungsberichte

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Tanz – insbesondere am Beispiel des Dancehall – als ein Mittel zur Identitätsbildung. Die Autorin verknüpft dabei persönliche Erfahrungen aus ihrer Tätigkeit als Tanzlehrerin mit theoretischen Ansätzen zu Identität, Körperarbeit und Transkulturalität, um die Funktion von Tanz als Ausdrucksmittel und identitätsstiftenden Faktor zu beleuchten.

  • Identitätsbildungsprozesse in der Adoleszenz
  • Die Rolle des Körpers als Wirkungsort und Ausdrucksmedium
  • Transkulturalität im Kontext von Tanz und Globalisierung
  • Dancehall als populärkulturelles Phänomen und Sprachrohr
  • Kritische Auseinandersetzung mit Diskursen wie Vulgarität und Sexismus

Auszug aus dem Buch

b. Dancehall als Tanz

Kaum eine Tanzkultur ist im westlichen Teil der Welt so stark vertreten und trotzdem in der Gesellschaft bisweilen noch sehr unbekannt. Dancehall (engl.: „Tanzsaal“) ist Ende der 70er Jahre/ Anfang der 80er Jahre in Jamaika entstanden und hat sich zuerst in den inner cities von Kingston, der Hauptstadt Jamaikas, entwickelt (Helber 2015: 9; Hope 2010: 13). Es ist einerseits ein Streetdance, anderseits auch eine Populärkultur. Aber was bedeuten diese zwei Termini für das Verständnis dieses Tanzes?

Als Streetdance bezeichnet es den „Tanz der Straße“. Die Straße dient als vorwiegender Raum für die Gestaltungskraft und orientiert sich dabei stark an der Musik (Helber 2015: 9; Hope 2010: 13). Diese basiert ursprünglich auf den Musikrichtungen Ska und Reggae und ist gezeichnet durch energievolle Rhythmen und tiefgehende Bässe, welche eine tanzbare Dynamik erzeugen (Tamby 2017: 4). Heutige bekannte Vertreter dieser Musikrichtung sind unter anderem Beenie Man, Chronixx, Spice und Sean Paul aus dem jamaikanischen Raum. Durch Seed, Gentleman oder Ronny Trettmann u.v.m. hat die Dancehall-Musik im deutschsprachigen Raum an Bekanntheit erlangt. Die Tanzschritte, moves genannt, beinhalten Elemente des Mento, Rocksteady und Skank. Es handelt sich hierbei nicht um ein freies Tanzen per se, eher beinhalten die moves bestimmte Schrittabfolgen, welche von einer Person und/ oder einer Tanzgruppe im Vorfeld ausgedacht und erlernt werden. Mit Blick auf den zentralen Begegnungsort „Straße“ finden hier ein ständiger Austausch und gegenseitige Interaktion statt. Wichtige Elemente der Schritte sind von allgegenwärtigen Erlebnissen im Alltag und der Geschichte Jamaikas zur Zeit der Sklaverei geprägt. (Tamby 2017: 5). Es gibt drei verschiedene Arten von Tanzschritten: female moves, male moves und ungegenderte moves.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitende Worte: Die Autorin führt in das Thema Tanz als Kommunikationsmittel ein und beschreibt ihren persönlichen Zugang sowie die methodische Verbindung von Erfahrungsbericht und wissenschaftlicher Analyse.

2. Identität – eine aktuelle Annäherung: Dieses Kapitel definiert Identität als beweglichen, stetigen Prozess und beleuchtet die Bedeutung von Adoleszenz, Körperarbeit und Transkulturalität für das Selbstbild.

3. Tanz als Gegenstand kultureller und identitätsstiftender Bildung: Hier werden die Funktionen von Tanz als Ausdrucksbewegung analysiert und die historische sowie soziale Bedeutung des Tanzens für den Menschen hervorgehoben.

4. Dancehall in Tanz und Kultur: Dieses Kapitel widmet sich der Entstehung und Entwicklung des Dancehall in Jamaika, unterteilt in die historische Prägung, die Definition als Tanz sowie als Populärkultur.

5. Kritische Sichtweisen des Dancehall und deren Einfluss auf Identität am Beispiel „Vulgarität“: Die Autorin reflektiert kritisch über Diskursinhalte wie Vulgarität im Dancehall und diskutiert deren Einfluss auf die Wahrnehmung sowie auf die soziale Identität.

6. Erfahrungsberichte: In diesem Teil werden persönliche Perspektiven von zwei Tanzschülerinnen präsentiert, die ihre Erfahrungen mit Dancehall und dessen Wirkung auf ihre Identität schildern.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt die Eignung von Dancehall als Mittel zur Identitätsbildung, betont jedoch die Notwendigkeit einer reflektierten, altersgerechten pädagogischen Anwendung.

Schlüsselwörter

Identität, Dancehall, Tanz, Körperarbeit, Transkulturalität, Adoleszenz, Populärkultur, Sozialpädagogik, Selbstbild, Ausdrucksbewegung, kulturelle Bildung, Jamaika, Empowerment, Körper, Bewegungsanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Tanz – im Speziellen die Tanzrichtung Dancehall – als Medium zur Identitätsbildung in der sozialen Arbeit fungieren kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind Identität, Adoleszenz, Körperarbeit, die Geschichte und Kultur des Dancehall sowie die kritische Reflexion gesellschaftlicher Diskurse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, ob und wie Tanz bzw. Dancehall als Mittel zur Identitätsbildung dienen kann und in welchen Bereichen der Sozialarbeit dies Anwendung finden könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine wissenschaftliche Literaturrecherche mit essayistischen Anteilen sowie subjektiven Erfahrungsberichten und Reflexionen aus der tänzerischen Praxis der Autorin.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Identität, die Funktion von Tanz, die soziokulturellen Wurzeln des Dancehall, eine Analyse kritischer Sichtweisen (z.B. Vulgarität) sowie qualitative Erfahrungsberichte von Teilnehmenden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Identität, Dancehall, Körperarbeit, Transkulturalität, Adoleszenz und kulturelle Bildung.

Wie unterscheidet sich Dancehall von anderen Tanzstilen in dieser Arbeit?

Dancehall wird als Streetdance und Populärkultur definiert, das eng mit jamaikanischer Geschichte, spezifischen sozialen Bedingungen und einer hohen Experimentierfreude bei Schritten und Mode verbunden ist.

Warum spielt die Adoleszenz eine so wichtige Rolle in der Untersuchung?

Die Adoleszenz ist laut der Autorin die Lebensphase, in der sich Menschen erstmals bewusst und kritisch mit sich selbst, ihrem Körper und ihrer Umwelt auseinandersetzen, was sie zum zentralen Untersuchungsgegenstand für Identitätsprozesse macht.

Welchen Stellenwert nimmt die „Vulgarität“ im Dancehall ein?

Die Autorin analysiert diesen Begriff als Teil eines kritischen Diskurses, betont jedoch, dass sie diesen für ihre eigene Praxis als Anlass zur reflektierten, altersgerechten Auswahl von Inhalten nutzt, anstatt das Genre pauschal abzuwerten.

Wie beeinflusst der Tanz das Selbstbild der Befragten?

Die Erfahrungsberichte zeigen, dass Dancehall den Teilnehmenden hilft, ihren Körper zu spüren, Selbstvertrauen aufzubauen, sich von festgefahrenen (oft normierten) Sportbildern zu lösen und ihre Identität freier auszudrücken.

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Résumé des informations

Titre
Tanz als ein Mittel zur Identitätsbildung
Sous-titre
Eine Untersuchung des Dancehall
Université
University of Applied Sciences Jena
Note
1,7
Auteur
Susann Holle (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
43
N° de catalogue
V1150718
ISBN (ebook)
9783346535849
ISBN (Livre)
9783346535856
Langue
allemand
mots-clé
tanz mittel identitätsbildung eine untersuchung dancehall
Sécurité des produits
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Citation du texte
Susann Holle (Auteur), 2021, Tanz als ein Mittel zur Identitätsbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1150718
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Extrait de  43  pages
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