Die übergeordnete Frage dieser Arbeit lautet, wer tatsächlich von den Reformen des New Deal profitiert hat und inwieweit Franklin D. Roosevelts Handeln vor dem Hintergrund seiner Person zu beurteilen ist.
Hierzu soll zunächst die Genese des New Deal sowie geplante Veränderungen durch Roosevelt erfasst werden, damit durch dessen Klarstellung eine Arbeitsgrundlage geschaffen wird. Im nächsten Schritt sollen die zugrundeliegenden Quellen charakterisiert werden, um diese für die nachfolgende Quellenauswertung fruchtbar zu machen. In der nachfolgenden Analyse sollen dann die verschiedenen Autoren im Hinblick auf ihre Darstellung zu Roosevelts Politik hin untersucht werden. Am Ende dieser Arbeit soll ein Fazit stehen, in dem die Kernthesen der jeweiligen Werke noch einmal gebündelt dargebracht werden.
Betrachtet man den derzeitigen Forschungsstand in Bezug auf diese Thematik, so lässt sich klar konstatieren, dass Roosevelt durchaus bestrebt war, Veränderungen im Hinblick auf die aktuelle Situation im Land durchzusetzen . Als Beispiele werden hierzu u.a. die Reformierung des Bankensystems, sowie die Verringerung der Arbeitslosigkeitsrate und den damit verbundenen Ausweg aus der Depression angeführt. Darüber hinaus wird immer wieder sein Progressivismus hervorgehoben, den er bereits in seiner ersten Amtsantrittsrede beweist, in welcher er dem Volk erklärt, „wir haben nur die Furcht zu fürchten [und] unser Land verlangt nach Handeln, schnellem Handeln“ . Darüber hinaus schien mit Roosevelt endlich ein Präsident an der Macht zu sein, der mithilfe des New Deals die Depression nun beenden und dem Volk den so sehr ersehnten Wohlstand wiederbringen würde . Doch wie ist es wirklich um die Reformen Roosevelts bestimmt? Um dies herauszuarbeiten, bedarf es einer kurzen Analyse seiner Bestrebungen zu Beginn seiner Amtszeit, welche jetzt folgen soll.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Roosevelts Bestrebungen
3. Quellencharakterisierung
3.1 Eleanor Roosevelt – Wie ich es sah
3.2 Frances Perkins – Roosevelt, wie ich ihn kannte
4. Quellenauswertung
4.1 Eleanor Roosevelt
4.2 Frances Perkins
5. Analyse
6. Fazit
7. Quellen-/Literaturverzeichnis
7.1 Quellenverzeichnis
7.2 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Reformpolitik des New Deal unter Franklin D. Roosevelt in den USA der 1930er Jahre. Ziel ist es, auf Basis zeitgenössischer Quellen zu analysieren, wer primär von den Reformen profitierte und inwieweit Roosevelts Handeln vor dem Hintergrund seiner Persönlichkeit und der damaligen politischen Herausforderungen zu bewerten ist.
- Analyse der Genesis des New Deal und der politischen Ausgangslage
- Quellenkritische Untersuchung der Werke von Eleanor Roosevelt und Frances Perkins
- Bewertung der Motive hinter Roosevelts Reformmaßnahmen
- Identifikation der primären Nutznießer der New-Deal-Programme
- Diskussion der Rolle des Staates und der Führungspersönlichkeit Roosevelts
Auszug aus dem Buch
3.1 Eleanor Roosevelt – Wie ich es sah
Als erste Quelle soll das Werk von Eleanor Roosevelt untersucht werden. Jene Urheberin war seit 1905 mit Franklin D. Roosevelt verheiratet und verfügte sowohl während, als auch nach seinem Tod über einen großen, liberalen Einfluss im Weißen Haus. Sie verfasste und veröffentlichte jenes Machwerk über ihren unter Poliomyelitis, sowie schwerer Hypertonie leidenden Ehemann nur wenige Jahre nach dessen Tod im Jahre 1945. Jene Autorin gilt sowohl in der Historiografie, als auch in Anbetracht ihrer unmittelbaren Nähe zu Franklin D. Roosevelt als eine äußerst zuverlässige Quelle über ihn, da sie aufgrund ihrer Tätigkeit als Journalistin, sowie durch ihr gesammeltes Wissen an der Seite des Präsidenten, in der Lage war, ein Werk zu vollfertigen, welches Roosevelt und seine politischen Tätigkeiten adäquat zu beschreiben in der Lage ist. Einige Quellen beschreiben das hier vorliegende Werk als ein bis dato einzigartiges Schriftstück, welches sich durch dessen Informationsgehalt – speziell in Bezug auf die Frage, inwiefern das öffentliche Leben einen Mann und seine Familie verändert – in überaus vortrefflichem Maße von anderen gängigen Werken abhebt, sowie darüber hinaus einen von Eleanor Roosevelt gelungenen Versuch darstellt, zahlreiche, sich in ihrer Art teils sehr unterscheidende Ereignisse, auf eine dokumentarische, chronologische Weise zusammenzustellen. Darüber hinaus gibt die vorliegende Quelle Aufschluss über innerfamiliäre Situationen, die Franklin D. Roosevelts nebst seines Amtes als Präsident zu bewältigen hatte. Die Quellenaussage ist als authentisch zu bezeichnen, da die aktuelle Forschung diese durch diverse Quellen zu belegen in der Lage ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung etabliert die historische Relevanz des New Deal durch einen Vergleich mit aktuellen politischen Prozessen und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Nutznießer und der Beurteilung von Roosevelts Handeln.
2. Roosevelts Bestrebungen: Dieses Kapitel skizziert die ersten 100 Tage der Amtszeit Roosevelts, die von der Bewältigung der Weltwirtschaftskrise, der Etablierung des „Brain Trust“ und der schnellen Umsetzung wegweisender Notstandsgesetze geprägt waren.
3. Quellencharakterisierung: Hier werden die Memoiren von Eleanor Roosevelt und Frances Perkins als primäre Analyseobjekte vorgestellt, wobei deren Entstehungszusammenhang und die Perspektive der Autorinnen auf Roosevelt beleuchtet werden.
4. Quellenauswertung: Die Quellen werden detailliert ausgewertet, wobei Eleanor Roosevelts Fokus auf das Private und Familiäre den analytischen Ausführungen von Frances Perkins zum politischen Wirken und zu den spezifischen Reformprogrammen gegenübergestellt wird.
5. Analyse: In der Analyse werden die Ergebnisse zusammengeführt, um die Beweggründe Roosevelts als Reformer zu deuten und zu konstatieren, dass die einfache Bevölkerung die Hauptzielgruppe und Nutznießerin der New-Deal-Reformen darstellte.
6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Roosevelt als energischer Reformer handelte, der in einer Notsituation entscheidende Impulse für die Rehabilitation des Arbeitsmarktes und des Landes setzte.
7. Quellen-/Literaturverzeichnis: Dies stellt eine Zusammenstellung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur dar, die für die wissenschaftliche Fundierung der Untersuchung herangezogen wurde.
Schlüsselwörter
New Deal, Franklin D. Roosevelt, Weltwirtschaftskrise, Reformpolitik, Eleanor Roosevelt, Frances Perkins, Brain Trust, Arbeitsmarkt, Wirtschaftsgeschichte, USA, 1930er Jahre, Progressive Politik, Regierung, Präsident, Sozialreform
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Reformen des New Deal in den USA der 1930er Jahre unter Franklin D. Roosevelt und bewertet deren Auswirkungen auf die Gesellschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die Genese des New Deal, die Analyse der politischen Maßnahmen gegen die Weltwirtschaftskrise und die Beurteilung der Rolle Roosevelts als Präsident und Reformer.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Die Arbeit möchte klären, wer tatsächlich von den New-Deal-Reformen profitierte und inwieweit das Handeln Roosevelts vor dem Hintergrund seiner Person beurteilbar ist.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine quellenkritische Analyse der Memoiren von Eleanor Roosevelt und Frances Perkins durchgeführt, um die politischen Entscheidungen des Präsidenten zu kontextualisieren.
Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?
Im Hauptteil erfolgt eine Charakterisierung der Quellen, gefolgt von einer detaillierten Auswertung und vergleichenden Analyse der Darstellungen der beiden Autorinnen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind New Deal, Franklin D. Roosevelt, Weltwirtschaftskrise, Reformpolitik, soziale Rehabilitation und ökonomische Stabilisierung.
Warum spielt der „Brain Trust“ eine so wichtige Rolle für das Verständnis des New Deal?
Das Gremium wird als essentiell für die fachliche Konsistenz und die logische Ausformulierung der zahlreichen Reform-Acts identifiziert, die in den ersten 100 Tagen umgesetzt wurden.
Wie unterscheidet sich die Perspektive von Eleanor Roosevelt von der von Frances Perkins?
Während Eleanor Roosevelt den Fokus auf persönliche Erfahrungen, den privaten Charakter und familiäre Hintergründe legt, bietet Frances Perkins eine politisch fundierte Analyse des Regierungshandelns und der wirtschaftlichen Programme.
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- Anonym (Autor), 2018, Roosevelts New Deal - Einer für alle?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1150858