Einsendeaufgabe zu Selbstwirksamkeitserwartung und Chronischen Erkrankungen mit einem Fallbeispiel eines Beratungsgesprächs.
Selbstwirksamkeitserwartung, auch Kompetenzerwartung genannt, bezieht sich auf die subjektive Gewissheit, neue oder schwierige Anforderungssituationen aufgrund eige-ner Kompetenzen bewältigen zu können. Dabei handelt es sich nicht um Routineaufgaben, sondern eher um jene, die eine große Selbstdisziplin zur Bewältigung voraussetzen.
Chronische Krankheiten zählen heute zu den häufigsten und bedeutsamsten Gesundheitsproblemen in den Industriestaaten. Hierbei gelten Rückenschmerzen als häufigstes Gesundheitsproblem der Deutschen, da diese in der Lebensqualität enorm einschränken und eine immense Krankheitslast erzeugen.
Anhand des Transtheoretischen Modells nach Prochaska und DiClemente kann der Prozess der Verhaltensänderung von dem zu Beratenden Herrn F. dargestellt werden.
Das Transtheoretische Modell (TTM) gilt als bedeutendstes Modell in der Gesundheitspsychologie zur Erklärung von Verhaltensänderungen.
Inhaltsverzeichnis
1 SELBSTWIRKSAMKEITSERWARTUNG
1.1 Definition „Selbstwirksamkeitserwartung“
1.2 Befragung zur „sportlichen Aktivität“
1.3 Vergleich zweier Studien zum Thema „Selbstwirksamkeitserwartung“
2 LITERATURRECHERCHE „CHRONISCHE ERKRANKUNGEN“
2.1 Definition „chronische Erkrankungen“
2.2 Theoretische Grundlagen der chronischen Krankheiten
2.3 Entstehung chronischer Krankheiten
2.4 Daten und Zahlen zu chronischen Erkrankungen
2.5 Präventions- und Interventionsmaßnahmen
3 BERATUNGSGESPRÄCH ANHAND FALLBEISPIEL 2
3.1 Prozess der Verhaltensänderung
3.2 Rolle des Beraters
3.3 Gesprächsverlauf
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das psychologische Konstrukt der Selbstwirksamkeitserwartung theoretisch zu fundieren und in Bezug auf die praktische Gesundheitsberatung zu beleuchten. Dabei wird insbesondere untersucht, wie chronische Erkrankungen – mit Fokus auf chronische Rückenschmerzen – entstehen, statistisch verbreitet sind und welche Rolle eine professionelle Beratung bei der Verhaltensänderung von Betroffenen einnimmt.
- Grundlagen und Definition der Selbstwirksamkeitserwartung
- Wissenschaftliche Analyse chronischer Erkrankungen und deren Prävention
- Anwendung des Transtheoretischen Modells in der Gesundheitsberatung
- Praktische Fallstudie eines Beratungsgesprächs zur Schmerzbewältigung
Auszug aus dem Buch
1.1 Definition „Selbstwirksamkeitserwartung“
Selbstwirksamkeitserwartung, auch Kompetenzerwartung genannt, bezieht sich auf die subjektive Gewissheit, neue oder schwierige Anforderungssituationen aufgrund eigener Kompetenzen bewältigen zu können. Dabei handelt es sich nicht um Routineaufgaben, sondern eher um jene, die eine große Selbstdisziplin zur Bewältigung voraussetzen. Da die Selbstwirksamkeitserwartung individuell ausgeprägter Überzeugung entspricht, erhält man einen Selbstbezug und stellt sich somit die Frage, ob man der bevorstehen den Aufgabe gewachsen ist oder ob gewisse Barrieren durch Selbstinitiative überwun den werden müssen (Schwarzer, 2004).
„Selbstwirksamkeit ist dann schwach ausgeprägt, wenn man zwar weiß, welche Kenntnisse man erwerben soll, sich aber etwa auf Grund mangelnder Begabung oder fehlender Konzentrationsfähigkeit nicht in der Lage sieht, effektiv zu lernen, sich diese Kenntnisse selbst anzueignen und sie schließlich zu beherrschen.“, Schwarzer 2004.
Nach Schwarzer (2004) stellt also die Selbstwirksamkeitserwartung neben der Hand lungs-Ergebnis-Erwartung, auch Konsequenzerwartung genannt, einer der beiden Er wartungstypen der Selbstwirksamkeit dar. Diese wiederrum ist Bestandteil der sozial kognitiven-Theorie nach Bandura (1989, 1992).
Des Weiteren wird die Selbstwirksamkeit zum einen in allgemeine- und spezifische und zum anderen in individuelle und kollektive Selbstwirksamkeitserwartung unter schieden (Bandura 1993, 1997, 200). Dazwischen liegen nach Schwarzer (2004) die sogenannten bereichsbezogenen Konzep te, wie zum Beispiel die schulbezogene Selbstwirksamkeitserwartung.
Nach Bandura gibt es vier wesentliche Theorien zum Erwerb der Handlungskompetenz beziehungsweise der Selbstwirksamkeitserwartung. Diese dienen ebenfalls zur Förde rung der eigenen Handlungskompetenz, neben eigenen Erfolgserlebnissen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 SELBSTWIRKSAMKEITSERWARTUNG: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Selbstwirksamkeitserwartung, stellt eine empirische Befragung dazu dar und vergleicht zwei wissenschaftliche Studien in ihrer Methodik und ihren Ergebnissen.
2 LITERATURRECHERCHE „CHRONISCHE ERKRANKUNGEN“: Hier werden Definitionen, theoretische Miasmenlehren, Entstehungsfaktoren sowie statistische Daten zu chronischen Krankheiten, insbesondere Rückenschmerzen, systematisch aufbereitet.
3 BERATUNGSGESPRÄCH ANHAND FALLBEISPIEL 2: Dieses Kapitel veranschaulicht den Prozess der Verhaltensänderung anhand eines konkreten Fallbeispiels und beschreibt die Rolle sowie die Vorgehensweise eines Beraters im Gespräch.
Schlüsselwörter
Selbstwirksamkeitserwartung, chronische Erkrankungen, Rückenschmerzen, Gesundheitsberatung, Transtheoretisches Modell, Verhaltensänderung, Prävention, Handlungskompetenz, Schmerzbewältigung, Gesundheitsmanagement, Coaching, Patientenorientierung, Rückenschule
Häufig gestellte Fragen
Was ist das zentrale Thema dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der psychologischen Selbstwirksamkeitserwartung und deren Anwendung in der Beratung bei chronischen Erkrankungen, mit einem speziellen Fokus auf chronische Rückenschmerzen.
Welche Themenfelder werden abgedeckt?
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Definition der Selbstwirksamkeit, die Epidemiologie chronischer Krankheiten, sowie Strategien zur Verhaltensänderung durch professionelle Beratung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen positiver Selbstwirksamkeitserwartung und Therapieerfolgen aufzuzeigen und ein praktisches Beratungssetting für Betroffene zu skizzieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einem praktischen Fallbeispiel, das mithilfe des Transtheoretischen Modells nach Prochaska und DiClemente theoretisch fundiert wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung von Selbstwirksamkeit, eine Literaturrecherche zu chronischen Krankheiten und die detaillierte Darstellung eines Beratungsgesprächs in einem Fitnessstudio.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?
Wichtige Begriffe sind Selbstwirksamkeitserwartung, chronische Rückenschmerzen, Verhaltensänderung, Gesundheitsberatung und Präventionsmaßnahmen.
Welche Rolle spielt die "Miasmenlehre" in dieser Arbeit?
Die Miasmenlehre nach Samuel Hahnemann dient als ein theoretisches Modell zur Erklärung von Entstehungsursachen chronischer Krankheiten.
Warum ist das Fallbeispiel des 58-jährigen Beamten relevant?
Es dient zur praktischen Veranschaulichung, wie eine Beratungssituation gestaltet wird, um einen Kunden in der Vorbereitungsphase einer Verhaltensänderung zu unterstützen und zu motivieren.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Psychologie des Gesundheitsverhaltens. Selbstwirksamkeitserwartung und chronische Erkrankungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1150877