Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Medicine - Other

Rechtliche Unterschiede zwischen Rettungsassistenten und Notfallsanitätern bei der Durchführung invasiver Maßnahmen

Title: Rechtliche Unterschiede zwischen Rettungsassistenten und Notfallsanitätern bei der Durchführung invasiver Maßnahmen

Term Paper , 2018 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: B.A. Michael Jünger (Author)

Medicine - Other
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit wird aus aktuellem Anlass thematisiert, welche rechtlichen Möglichkeiten Rettungsassistenten und insbesondere Notfallsanitäter bei der Durchführung invasiver Maßnahmen haben. In der Praxis erlebt man immer wieder Unklarheiten und den daraus folgenden rechtlichen Unsicherheiten bei der Behandlung am Patienten. Dies führt dann häufig zum Unterlassen der Maßnahmen und dem Warten auf den Notarzt. Darf der Rettungsassistent einen intravenösen Zugang legen? Darf der Rettungsassistent darüber Medikamente geben? Wie sieht es jetzt beim Notfallsanitäter aus? Welche Voraussetzungen müssen hierfür gegeben sein? Um unter anderem diese und noch weitere Fragen zu klären, werden die Ausbildungen zum Rettungsassistent und Notfallsanitäter vergleichend dargelegt. Daraus ergeben sich die ersten Anhaltspunkte für die Behandlungsmöglichkeiten am Patienten.

Dazu gliedert sich die Arbeit in drei Hauptkapitel. Im ersten Hauptkapitel werden die Begriffe Heilkundliche Maßnahmen, Notkompetenz und die Delegation im Vergleich zu der Substitution mittels Gegenüberstellung definiert, da diese Begriffe in der Arbeit vermehrt vorkommen. Im zweiten Kapitel werden nach einer kurzen Einführung zum Berufsbild Rettungsassistent der Ausbildungsablauf, das Ausbildungsziel und in dem selben Maß Kompetenzen und Grenzen erklärt. Abgerundet wird der zweite Themenblock durch die Darstellung der rechtlichen Betrachtungsweise. Darauf anschließend wird der Notfallsanitäter in den Unterkapiteln Ausbildungsablauf, Ausbildungsziel, sowie Kompetenzen und Grenzen untersucht. Anschließend erfolgt eine rechtliche Betrachtung der Kompetenzen. Im Anschluss daran kommt eine Auswertung der vorher genannten Ergebnisse im direkten Vergleich der beiden Berufsgruppen zueinander. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Darstellung der genannten Themen im Bezug zum Notfallsanitäter. Das Ziel dieser Arbeit ist es, Mythen aufzuklären, Wissenslücken zu schließen und eine zusammenfassende Übersicht darzustellen. Qualitativ baut diese Arbeit auf literaturgestützte Quellen, Stellungnahmen von namenhaften Experten und Gerichtsurteilen auf. Bei der intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema konnte vom Autor keine vergleichbare Arbeit gefunden werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition

2.1. Heilkundliche Maßnahmen

2.2. Notkompetenz

2.3. Delegation vs. Substitution

3. Rettungsassistent

3.1. Ausbildungsablauf

3.2. Ausbildungsziel

3.3. Kompetenzen und Grenzen

3.4. Rechtliche Betrachtung

4. Notfallsanitäter

4.1. Ausbildungsablauf

4.2. Ausbildungsziel

4.3. Kompetenzen und Grenzen

4.4. Rechtliche Betrachtung

5. Abschließendes Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die rechtlichen Diskrepanzen und Möglichkeiten nichtärztlichen Rettungsdienstpersonals bei der Durchführung invasiver Maßnahmen, mit einem besonderen Fokus auf den Vergleich zwischen dem auslaufenden Berufsbild des Rettungsassistenten und dem neuen Berufsbild des Notfallsanitäters in Deutschland.

  • Rechtliche Grundlagen und Definitionen von Notkompetenz, Heilkunde und Delegation
  • Gegenüberstellung von Ausbildungszielen und Kompetenzbereichen
  • Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen (RettAssG vs. NotSanG)
  • Bewertung der praktischen Handlungssicherheit durch den Pyramidenprozess und Standardarbeitsanweisungen
  • Haftungsfragen und rechtliche Absicherung des Personals im Einsatz

Auszug aus dem Buch

2.2. Notkompetenz

In Deutschland hat jeder Bürger die Pflicht zur Hilfeleistung, andernfalls macht man sich nach § 323c StGB der unterlassenen Hilfeleistung strafbar. Eine Verurteilung wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft. Der Rettungsdienst, namentlich hier der Rettungsassistent und der Notfallsanitäter genannt, fallen bei einer Alarmierung zu einem Notfallort zusätzlich unter die sogenannte Garantenstellung. Beide genannten widmen sich beruflich der Hilfeleistung, es gelten daher höhere Ansprüche an die Fähigkeiten (vgl. Schell o.J., unter: http://www.wernerschell.de).

Der Berufsverband für den Rettungsdienst e.V. (BVRD) beschreibt bereits im Jahr 2000, dass der Rettungsassistent dem Notfallpatienten ein Beschützergarant im Sinne des § 13 StGB - Begehen durch Unterlassen - gesetzlich garantiert. Gerade aus dem § 3 RettAssG, indem die Ausbildungsziele definiert sind, ergibt sich eine erweiterte Hilfeleistungspflicht aufgrund der erlernten Kompetenzen. Es kommt nun zu einem gravierenden Problem. Der Rettungsassistent bzw. auch hier explizit der Notfallsanitäter genannt, haben in der Ausbildung das Beherrschen invasiver Maßnahmen und das Verabreichen von Medikamenten gelernt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die rechtlichen Unsicherheiten im Rettungsdienst bei invasiven Maßnahmen und erläutert das Ziel der Arbeit, Mythen aufzuklären und Wissenslücken zu schließen.

2. Begriffsdefinition: In diesem Kapitel werden die für die Arbeit zentralen Rechtsbegriffe wie Heilkunde, Notkompetenz sowie die Unterschiede zwischen Delegation und Substitution definiert.

3. Rettungsassistent: Es wird das Berufsbild des Rettungsassistenten hinsichtlich Ausbildung, rechtlicher Einordnung und der Anwendung der Notkompetenz beleuchtet.

4. Notfallsanitäter: Dieses Kapitel analysiert das neue Berufsbild des Notfallsanitäters, seine erweiterten Kompetenzen durch den Pyramidenprozess und die rechtlichen Herausforderungen in der Praxis.

5. Abschließendes Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Berufsbildern zusammen und fordert eine rechtssichere Anpassung der gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Schlüsselwörter

Notfallsanitäter, Rettungsassistent, Notkompetenz, Heilkunde, Arztvorbehalt, invasive Maßnahmen, NotSanG, RettAssG, Garantenstellung, Pyramidenprozess, Delegation, Substitution, Notfallrettung, Rechtsunsicherheit, Rettungsdienst.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die rechtliche Situation nichtärztlicher Rettungskräfte in Deutschland bei der Durchführung medizinischer Maßnahmen, insbesondere unter dem Aspekt des Arztvorbehalts.

Welche Berufe stehen im Zentrum der Untersuchung?

Verglichen werden der Rettungsassistent (nach RettAssG) und der Notfallsanitäter (nach NotSanG).

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die rechtlichen Möglichkeiten und Grenzen der Berufsgruppen zu klären, Wissenslücken zu schließen und die Unterschiede in der Ausbildung und Kompetenzverteilung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer literaturgestützten Analyse, die Stellungnahmen von Experten, Gesetzestexte sowie einschlägige Gerichtsurteile auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, die spezifische Betrachtung des Rettungsassistenten und Notfallsanitäters sowie eine rechtliche Auswertung beider Berufsgruppen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Notkompetenz, Delegation, Substitution, Garantenstellung und der Arztvorbehalt.

Warum ist die Abgrenzung zwischen Delegation und Substitution so wichtig?

Die Abgrenzung ist entscheidend für die Haftungsfrage; bei der Delegation behält der Arzt die Anordnungsverantwortung, während bei der Substitution das Personal die volle Eigenverantwortung trägt, was rechtlich im Rettungsdienst derzeit umstritten ist.

Welche Rolle spielt der sogenannte „Pyramidenprozess“?

Er dient als fachliche Abstimmungsgrundlage für Notfallsanitäter, um bundesweit zu definieren, welche invasiven Maßnahmen und Medikamente im Rahmen der Ausbildung gelehrt werden sollen.

Welches Bundesland wird als Vorbild für rechtssichere Regelungen genannt?

Bayern wird erwähnt, da es durch Änderungen am BayRDG und die Einführung von Standardarbeitsanweisungen (SAA) eine konstruktivere Umsetzung für die Notfallsanitäter ermöglicht hat.

Excerpt out of 27 pages  - scroll top

Details

Title
Rechtliche Unterschiede zwischen Rettungsassistenten und Notfallsanitätern bei der Durchführung invasiver Maßnahmen
College
Fliedner University of Applied Sciences Düsseldorf
Course
Rettungsdienstwissenschaften
Grade
1,3
Author
B.A. Michael Jünger (Author)
Publication Year
2018
Pages
27
Catalog Number
V1150918
ISBN (eBook)
9783346537782
ISBN (Book)
9783346537799
Language
German
Tags
Notfallsanitäter Rechtliche Grundlagen Rettungsassistent Heilkunde Delegation Substitution
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Michael Jünger (Author), 2018, Rechtliche Unterschiede zwischen Rettungsassistenten und Notfallsanitätern bei der Durchführung invasiver Maßnahmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1150918
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  27  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint