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Zur Emanzipation und Rolle der Frau in Japan

"Die Emanzipation der Frau in Japan ist nicht so vorangeschritten wie die der Frauen im Westen"

Title: Zur Emanzipation und Rolle der Frau in Japan

Term Paper , 2008 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sibylle Herden (Author)

Sociology - Relationships and Family
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„Von nun an schreibe ich nur in der ersten Person. Ich bin eine Frau.“ Yosano Akiko (Dichterin). Fragen der Gleichberechtigung bewegen die Öffentlichkeit seit jeher. Die Doppelbelastung der Frauen zwischen Arbeitsmarkt und Familie, sowie die ungleichen Chancen des Übergangs in Berufsausbildung und Beruf beschäftigen einige Nationen noch immer. Die Sensibilität für geschlechtsspezifische Unterschiede in der Realität von Mädchen und Jungen auf der ganzen Welt ist bis heute nicht verständlich. Die Position der Frau in der japanischen Gesellschaft ist einer der Hauptunterschiede zwischen östlicher und westlicher Gesellschaft. Japanische Männer hält man für Chauvinisten, während Frauen angeblich schamvoll ausgenutzt und unterdrückt werden, obwohl sie doch eine bessere Position haben, als Frauen in den islamischen Nationen oder anderen Ländern der Welt. Dennoch sind sie zahm und duldsam mit ihren Ehemännern und männlichen Verwandten, während Mädchen ihr Lachen hinter vorgehaltener Hand verstecken. In einer Gesellschaft, in der Jahrhundertelang das konfuzianische Prinzip des dasonjohi (= noble Männer, demütige Frauen) galt, ist der Wandel schwierig und langwierig. Daher beschäftigt sich diese Arbeit mit der Rolle der Frau in der japanischen Gesellschaft und der Fragestellung, ob die Emanzipation der Frau in Japan so voran geschritten ist, wie im Westen. Einleitend möchte ich die japanische Frau in der Geschichte und in ihrer Rolle als Geisha kurz darstellen, da die japanische Geschichte einen großen Stellenwert einnimmt, um die heutige Gesellschaft Japans zu verstehen. Im Anschluss werde ich die jeweilige Position einer Japanerin im japanischen Bildungssystem beschreiben und dabei Bezug zur Schule als auch zu Universitäten nehmen. Außerdem möchte ich das Geschlechterverhältnis auf dem Arbeitsmarkt, in der Politik und in der Familie beleuchten, um die Position der Frau möglichst präzise und in unterschiedlichen Aspekten zu definieren. Besonders in der Politik scheint die Frau noch stark unterrepräsentiert zu sein. Des Weiteren werde ich im letzten Gliederungspunkt einen kurzen Abriss der Frauenbewegung in Japan geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das menschliche Kunstwerk

2.1 Geishas früher

2.2 Geishas heute

3. Frauen im japanischen Bildungssystem

3.1 Frauen im Schulsystem

3.2 Frauen an Universitäten

4. Die Rolle der Frau in der japanischen Gesellschaft

4.1 Die Blume am Arbeitsplatz

4.2 Familienleben und Frauenbewegungen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Stand der Emanzipation der Frau in der japanischen Gesellschaft im Vergleich zu westlichen Maßstäben. Ziel ist es, die strukturelle und soziale Position der japanischen Frau unter Berücksichtigung historischer Entwicklungen, des Bildungssystems, der Arbeitswelt sowie politischer und familiärer Rahmenbedingungen kritisch zu beleuchten.

  • Historische Rolle und Wandel der Geisha-Tradition
  • Stellung der Frau im japanischen Schul- und Universitätssystem
  • Geschlechtsspezifische Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt
  • Strukturen des Familienlebens und Einfluss historischer Frauenbewegungen
  • Die Auswirkungen von Gesetzesreformen auf die tatsächliche Gleichstellung

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Blume am Arbeitsplatz

Die „M-Kurve“ illustriert den allgemeinen üblichen beruflichen Arbeitsweg der heutigen Japanerin, wobei auffällt, dass die Kurve in Japan besonders ausgeprägt ist. Die Besonderheit im Lebenslauf vieler junger Japanerinnen liegt vor allem im Austritt aus dem gewählten Arbeitsplatz nach Geburt des ersten Kindes. Nach Abschluss des Colleges, der Oberschule oder der Universität nimmt sie eine Stellung an, gibt sie wenige Jahre später auf, um zu heiraten und Kinder zu bekommen und tritt gegebenenfalls wieder ins Berufsleben ein, wenn die Kinder das Schulalter erreicht haben.

Generell werden Frauen in japanischen Unternehmen selten perspektivenreiche Arbeitsplätze und qualifizierte innerbetriebliche Aus- und Weiterbildungen angeboten, eher wird ihnen nach Heirat oder Familiengründung das Ausscheiden aus dem Berufsleben nahegelegt. Die Unternehmensführung erwartet, das Frauen im Alter von 26 Jahren die Firma verlassen, um zu heiraten. Daher stellten viele Firmen bis dato nur Männer für qualifizierte Laufbahnen ein und in Betrieben, die gleiche Einstiegskonditionen für Frauen und Männer boten, wurden Männer schneller befördert und besser bezahlt.

Als Arbeiterinnen am Fließband oder als so genannte office ladies werden sie zu niedrigen Löhnen eingestellt. Office Ladies werden im Volksmund auch „die Blume am Arbeitsplatz“ genannt, da zu ihren Aufgaben lediglich Kopieren, das Servieren von Tee für männliche Kollegen oder Besuchern in Geschäftsmeetings, das Empfangen von Telefonanrufen und Textverarbeitung gehören und ihre Arbeit eher unproduktiv erscheint. Die metaphorische Bezeichnung einer Blume impliziert eine dekorative Funktion, die die männlichen Angestellten inspirieren soll, härter zu Arbeiten und ihre eigentliche Aufgabe exakt beschreibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung der Arbeit ein und beleuchtet den historischen sowie gesellschaftlichen Kontext der Frauenemanzipation in Japan.

2. Das menschliche Kunstwerk: Dieses Kapitel beschreibt den historischen Ursprung und die kulturelle Bedeutung der Geisha sowie deren Wandel in der heutigen Zeit.

3. Frauen im japanischen Bildungssystem: Das Kapitel untersucht den Zugang von Frauen zu Bildung und zeigt die geschlechtsspezifischen Unterschiede in Schulen und an Universitäten auf.

4. Die Rolle der Frau in der japanischen Gesellschaft: Der Hauptteil analysiert die prekäre Arbeitsmarktsituation von Frauen und den Einfluss des traditionellen Familienbildes sowie der Frauenbewegungen.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Emanzipation in Japan zwar existiert, jedoch im Vergleich zu westlichen Ländern langsamer voranschreitet und stark von traditionellen gesellschaftlichen Erwartungen geprägt ist.

Schlüsselwörter

Emanzipation, Japan, Frauenbewegung, Geschlechterverhältnis, Arbeitsmarkt, Bildungssystem, Geisha, Office Ladies, Familienstruktur, Diskriminierung, Gleichberechtigung, Sozialgesellschaft, Moderne, Tradition, Patriarchat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Stand der Gleichberechtigung von Frauen in Japan unter Berücksichtigung historischer und moderner gesellschaftlicher Strukturen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die historische Rolle der Geisha, das Bildungssystem, die Arbeitsmarktsituation, das Familienleben und den Einfluss von Frauenbewegungen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Kernfrage lautet, ob die Emanzipation der Frau in Japan bereits so weit vorangeschritten ist, wie es im westlichen Vergleich der Fall ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die durch statistische Daten und aktuelle gesellschaftliche Analysen gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet detailliert die Rolle der Frau in der Arbeitswelt (u.a. das Phänomen der Office Ladies) sowie die veränderte Familienstruktur und die Geschichte der japanischen Frauenbewegungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Emanzipation, Geschlechterverhältnis, Arbeitsmarkt, traditionelle Rollenverteilung und moderner sozialer Wandel.

Wie hat sich die Rolle der Geisha historisch gewandelt?

Vom männlich dominierten Ursprung in der Heian-Periode entwickelte sich die Geisha zur kulturellen Ikone, deren Rolle heute jedoch durch den Rückgang des Interesses und die Konkurrenz moderner Karrieremöglichkeiten bedroht ist.

Welche Bedeutung hat das "dasonjohi"-Prinzip?

Das konfuzianische Prinzip bedeutet „edle Männer, demütige Frauen“ und prägte über Jahrhunderte das traditionelle Rollenverständnis in Japan, was den Emanzipationsprozess bis heute erschwert.

Was ist unter der "M-Kurve" zu verstehen?

Die M-Kurve beschreibt statistisch den typischen Lebenslauf vieler japanischer Frauen, die nach einer kurzen Berufstätigkeit meist nach der Heirat oder der Geburt des ersten Kindes aus dem Erwerbsleben ausscheiden.

Warum wird die Rolle der Frau in der Politik kritisiert?

Frauen sind in der japanischen Politik stark unterrepräsentiert, was internationale Organisationen kritisch beäugen und was Japan im internationalen Vergleich in eine niedrige Kategorie einordnet.

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Details

Title
Zur Emanzipation und Rolle der Frau in Japan
Subtitle
"Die Emanzipation der Frau in Japan ist nicht so vorangeschritten wie die der Frauen im Westen"
College
University of Frankfurt (Main)
Course
Soziale Bewegungen in Lateinamerika, Afrika und Asien
Grade
1,3
Author
Sibylle Herden (Author)
Publication Year
2008
Pages
16
Catalog Number
V115113
ISBN (eBook)
9783640167098
ISBN (Book)
9783640167258
Language
German
Tags
Rolle Frau Japan Soziale Bewegungen Lateinamerika Afrika Asien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sibylle Herden (Author), 2008, Zur Emanzipation und Rolle der Frau in Japan, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115113
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