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Franz Brentano über das Verhältnis der deskriptiven Psychologie zur genetischen Psychologie

Title: Franz Brentano über das Verhältnis der deskriptiven Psychologie zur genetischen Psychologie

Term Paper , 2021 , 13 Pages

Autor:in: Lorena Gothe (Author)

Philosophy - Philosophy of the 19th Century
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Diese Arbeit soll zu Beginn Franz Brentanos Verständnis der Psychologie als Grundlagenwissenschaft und die Abgrenzung der psychischen von den physischen Phänomenen vorstellen. Es soll ein grober Überblick über Brentanos Verständnis dieser Begriffe und zu den Zusammenhängen zu seiner ersten Arbeit, der Psychologie vom empirischen Standpunkt liefern. Darauf aufbauend werden im zweiten Teil, welcher den Hauptteil dieser Arbeit darstellt, die deskriptive und die genetische Psychologie vorgestellt. Außerdem wird Brentanos Verständnis des Verhältnisses dieser zwei Disziplinen herausgearbeitet.

Franz Brentano hat mit seinem im Jahre 1874 veröffentlichten Werk Psychologie vom empirischen Standpunkt erheblich zu der Entwicklung der heutigen Psychologie beigetragen. Durch die Einführung neuer Kernbegriffe wie dem Konzept der Intentionalität beeinflusste er die Werke anderer Philosophen und Psychologen. Insbesondere Edmund Husserl übernahm Brentanos Überlegungen zu der Intentionalität oder der deskriptiven Psychologie und arbeitete diese genauer aus.

Brentanos Ziel war es, den Grundbaustein für eine neu strukturierte Wissenschaft - der Psychologie als philosophische Grunddisziplin - zu legen. Dies hat vorrangig damit zu tun, dass die Psychologie zu Brentanos Lebzeiten noch eine Disziplin der Philosophie war. Dabei griff er auf verschiedene Meinungen und Ideen anderer einflussreicher Philosophen wie Aristoteles zurück. Brentano war der Auffassung, dass die Psychologie die Grundlage von allen anderen philosophischen Disziplinen sein sollte. Sie sei am besten in der Lage, die Grundbegriffe anderer Disziplinen wie der Logik, Ethik oder Ästhetik von ihren Ursprüngen her zu klären.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführung in die Grundbegriffe

2.1 Brentanos Verständnis von Psychologie

2.2 Die Unterscheidung psychischer und physischer Phänomene

3. Die zwei Disziplinen der Psychologie und ihr Verhältnis zueinander

3.1 Genetische Psychologie

3.2 Deskriptive Psychologie

3.3 Das Verhältnis der deskriptiven Psychologie zur genetischen Psychologie

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht Franz Brentanos philosophische Konzeption einer zweigeteilten Psychologie, bestehend aus deskriptiver und genetischer Psychologie. Ziel ist es, Brentanos Verständnis dieser beiden Disziplinen, deren Abgrenzung anhand psychischer und physischer Phänomene sowie ihr gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis kritisch zu analysieren und aufzuzeigen, inwiefern Brentanos theoretischer Entwurf in sich konsistent bleibt.

  • Brentanos Definition der Psychologie als empirische Grunddisziplin
  • Die Unterscheidung zwischen psychischen und physischen Phänomenen
  • Merkmale und Methodik der genetischen Psychologie (physiologische Psychologie)
  • Merkmale und Methodik der deskriptiven Psychologie (Psychognosie)
  • Das Abhängigkeitsverhältnis zwischen deskriptiver und genetischer Psychologie

Auszug aus dem Buch

3.2 Deskriptive Psychologie

Die Deskriptive Psychologie, welche von Brentano auch „Psychognosie“ oder „beschreibende Psychologie“ genannt wurde, ist ein Teilgebiet der Psychologie, welche für den empirischen und begrifflichen Bereich der Psychologie zuständig ist. Nach Brentano weist die deskriptive Psychologie „[...] die sämtlichen psychischen Bestandteile auf, aus deren Kombination die Gesamtheit der psychischen Erscheinungen [...] sich ergibt“. Ihre Aufgabe sei es, zu klären, was sich im Bereich des Psychischen abspielt, was diesen Bereich umfasst und dies zu analysieren und zu klassifizieren. Dabei untersucht die deskriptive Psychologie in erster Linie die Psychischen Phänomene.

Die deskriptive Psychologie stellt für Brentano eine Grundlagenwissenschaft dar, welche den Ursprung der Begriffe anderer Wissenschaften klären soll. Sie versuche, so Brentano, „[...] Teile der Seelenerscheinungen zu bestimmen [und] Trennbarkeit oder Untrennbarkeit [dieser] festzustellen“. Laut Brentano ist sie deshalb eine analysierende Beschreibung unserer Phänomene.

Brentano bezeichnet die deskriptive Psychologie auch als „reine Psychologie“, da sie uns - anders als die genetische Psychologie - einen „[...] allgemeinen Begriff von dem gesamten Bereich menschlichen Bewusstseins geben [...]“ kann. Dabei basiert sie zentral auf der inneren Wahrnehmung. Das bedeutet, dass wir Menschen einen inneren Zugang zu dem Psychischen haben, welcher die Grundlage der deskriptiven Psychologie darstellt. Die deskriptive Psychologie gebe sämtliche Grundbestandteile an, „[...] aus welchen alles, was irgendwann von einem Menschen innerlich wahrgenommen wird, sich zusammensetzt, und in Verbindungsweisen, welche zwischen diesen Teilen möglich sind, aufzählt“. Das Verständnis der inneren Wahrnehmung ist wesentlich für Brentanos Verständnis der deskriptiven Psychologie. Für ihn ist die innere Wahrnehmung die einzige Wahrnehmung im echten Sinne des Wortes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in Franz Brentanos Werk und dessen Bedeutung für die Entwicklung der Psychologie sowie Definition des Forschungsziels dieser Arbeit.

2. Einführung in die Grundbegriffe: Darstellung von Brentanos Verständnis der Psychologie als empirische Wissenschaft und Erläuterung der fundamentalen Trennung zwischen psychischen und physischen Phänomenen.

3. Die zwei Disziplinen der Psychologie und ihr Verhältnis zueinander: Detaillierte Analyse der genetischen und der deskriptiven Psychologie sowie Untersuchung ihres wechselseitigen Abhängigkeitsverhältnisses.

4. Fazit: Kritische Reflexion über die Konsistenz und praktische Anwendbarkeit von Brentanos Konzeption einer zweigeteilten Psychologie.

Schlüsselwörter

Franz Brentano, Deskriptive Psychologie, Genetische Psychologie, Psychische Phänomene, Physische Phänomene, Innere Wahrnehmung, Intentionalität, Intentionale Inexistenz, Psychognosie, Empirische Psychologie, Bewusstsein, Grundlagenwissenschaft, Physiologische Psychologie, Evidenz, Wissenschaftstheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt Franz Brentanos theoretischen Entwurf einer Psychologie, die er in zwei Teilbereiche gliedert: eine deskriptive und eine genetische Psychologie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition der Psychologie als Wissenschaft, die Abgrenzung psychischer von physischen Phänomenen sowie die wissenschaftstheoretische Verortung der Deskription gegenüber der genetischen Kausalanalyse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Brentanos Konzeption der zwei Disziplinen sowie deren Verhältnis zueinander darzulegen und kritisch zu prüfen, ob Brentano sein Ziel einer einheitlichen methodologischen Basis für die Psychologie erreicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer philologischen Textanalyse der primären Werke Brentanos, insbesondere der „Psychologie vom empirischen Standpunkt“ und der „Deskriptiven Psychologie“.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Abgrenzung der psychischen von physischen Phänomenen sowie die detaillierte Charakterisierung der deskriptiven Psychologie und der genetischen Psychologie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Brentano, Deskriptive Psychologie, Genetische Psychologie, Psychische Phänomene, Intentionale Inexistenz und Innere Wahrnehmung.

Wie unterscheidet Brentano psychische von physischen Phänomenen?

Psychische Phänomene sind durch intentionale Inexistenz charakterisiert und durch innere Wahrnehmung zugänglich, während physische Phänomene der äußeren Wahrnehmung unterliegen und den Naturwissenschaften zugeordnet werden.

Warum hält Brentano die deskriptive Psychologie für unverzichtbar?

Für Brentano bildet die deskriptive Psychologie die notwendige Basis für die genetische Psychologie, da man die Ursachen psychischer Phänomene erst dann erforschen kann, wenn man die Beschaffenheit der Phänomene selbst durch deskriptive Analyse geklärt hat.

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Details

Title
Franz Brentano über das Verhältnis der deskriptiven Psychologie zur genetischen Psychologie
Author
Lorena Gothe (Author)
Publication Year
2021
Pages
13
Catalog Number
V1151148
ISBN (eBook)
9783346539632
ISBN (Book)
9783346539649
Language
German
Tags
franz brentano verhältnis psychologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lorena Gothe (Author), 2021, Franz Brentano über das Verhältnis der deskriptiven Psychologie zur genetischen Psychologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1151148
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