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Mütter mit kognitiver Behinderung. Die Relevanz des Themas für die soziale Arbeit

Title: Mütter mit kognitiver Behinderung. Die Relevanz des Themas für die soziale Arbeit

Academic Paper , 2020 , 8 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Leonie Höckendorf (Author)

Social Work
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In meiner Arbeit wird es darum gehen, welche Lebensgestaltungsmöglichkeiten es für Mütter mit Behinderung derzeit in Deutschland gibt und wie sich daraus eine Relevanz für unserer Arbeit als Sozialarbeiter*innen ergibt.

Dabei gehe ich insbesondere auf Frauen mit kognitiver Behinderung ein, da Frauen mit körperlichen Behinderungen ganz andere Lebenswirklichkeiten und Anforderungen an die Gesamtgesellschaft als Frauen mit kognitiver Behinderung haben.

Viele Kommilitonen, die ich dazu befragte, sind noch nie einer Mutter mit kognitiver Behinderung begegnet, da dieses Thema noch wenig in Arbeitskontexten besprochen wird. Auch ich habe zu dem Thema bisher wenig Berührungspunkte. Nun könnte man annehmen, dass es sich hierbei um ein irrelevantes Nischenthema handeln könnte, jedoch könnte dies ein Trugschluss sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsdefinition

3 Geschichtlicher Hintergrund

4 Derzeitige Hilfen

5 Thesen

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Lebensgestaltungsmöglichkeiten von Müttern mit kognitiver Behinderung in Deutschland und analysiert die sich daraus ergebende Relevanz für die professionelle Soziale Arbeit. Ziel ist es, ein Grundverständnis für diese Thematik zu schaffen, um Sozialarbeiter*innen für die Bedürfnisse dieser Zielgruppe zu sensibilisieren und eine inklusive Arbeitsweise in verschiedenen Praxisfeldern zu fördern.

  • Lebensrealitäten von Frauen mit kognitiver Behinderung
  • Geschichtliche Aufarbeitung von Elternschaft und Behinderung
  • Unterstützungsformen wie Elternassistenz und begleitete Elternschaft
  • Psychosoziale Aspekte und gesellschaftliche Stigmatisierung
  • Anforderungen an eine inklusive Soziale Arbeit

Auszug aus dem Buch

3 Geschichtlicher Hintergrund

Im Jahr 1977 gab eine der ersten Publikationen „Sollen Behinderte heiraten?“ von Kluge und Sparty zum Thema Behinderung und romantische Liebe. Allerdings sind in diesem Werk Themen wie Sexualität oder sogar Elternschaft nicht bearbeitet, da diese damals noch sehr weit weg von der Wahrnehmung der Gesamtgesellschaft war. Ein weiterer Punkt ist, dass (Zwangs-)sterilisationen als Minderjährige ohne gesetzliche Grundlage bis zum Betreuungsgesetz im Jahr 1992 passierten. Frauen mit Behinderung hatten ganz lange also gar nicht erst die Möglichkeit, eine Schwangerschaft in Betracht zu ziehen, da es bis 1992 Gang und Gäbe war, Mädchen jung sterilisierten zu lassen, trotz dessen, dass diese Praktik eigentlich schon mit Einführung des Grundgesetzes im Jahr 1914 verboten war. Die UN- Behindertenrechtskonvention, welche 2008 verfasst und ein Jahr später in Deutschland ratifizert wurde fordert nun erstmalig in Artikel 23 gleichberechtigte Teilhabe für Menschen mit Behinderung in Elternschaft. Insbesondere in Artikel 23b (vgl. BRK 2008). Es gab immer wieder zahlreiche Selbsthilfebewegungen, die schließlich 1999 in die Gründung des Bundesverbandes behinderter und chronisch kranker Eltern mündeten. Der Verband bietet Unterstützungsangebote wie Seminare für Eltern, Beratung und Vermittlungsangebote an kompetente und geschulte Ärtz*innen und Hebammen. (vgl. Pixa-Kettner, Rischner 2013: 252f)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Lebensgestaltungsmöglichkeiten von Müttern mit kognitiver Behinderung ein und beschreibt das Ziel, diese Personengruppe stärker in den Fokus der Sozialen Arbeit zu rücken.

2 Begriffsdefinition: Das Kapitel definiert den Begriff der geistigen Behinderung und betont die subjektive Komponente von Behinderung im Kontext gesellschaftlicher Barrieren und notwendiger Hilfestellungen.

3 Geschichtlicher Hintergrund: Hier wird der historische Wandel von der Nicht-Wahrnehmung von Elternschaft behinderter Menschen bis hin zu den Forderungen der UN-Behindertenrechtskonvention und der Entstehung von Selbsthilfestrukturen beleuchtet.

4 Derzeitige Hilfen: Dieses Kapitel stellt aktuelle Unterstützungsangebote wie die Elternassistenz sowie Formen der begleiteten Elternschaft vor und erläutert deren Rahmenbedingungen.

5 Thesen: Die Thesen setzen sich kritisch mit den Beweggründen für einen Kinderwunsch, der gesellschaftlichen Stigmatisierung und dem hohen Stresspotenzial durch das Hilfesystem für Mütter mit Behinderung auseinander.

6 Fazit: Das Fazit unterstreicht die wachsende Bedeutung des Themas für den Arbeitsalltag in der Sozialen Arbeit und plädiert für eine zukunftsorientierte, inklusive Handlungspraxis.

Schlüsselwörter

Mütter mit Behinderung, kognitive Behinderung, Soziale Arbeit, Elternschaft, Inklusion, Elternassistenz, Stigmatisierung, UN-Behindertenrechtskonvention, Selbstbestimmung, Hilfesystem, Lebensgestaltung, Teilhabe, Empowerment, Normalität, Erziehungskompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Lebensbedingungen von Müttern mit kognitiver Behinderung in Deutschland und der Notwendigkeit, dieses Thema stärker in die Soziale Arbeit zu integrieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Elternrechte, aktuelle Unterstützungsangebote, die gesellschaftliche Stigmatisierung sowie die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Förderung von Inklusion.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Sozialarbeiter*innen für das Thema zu sensibilisieren und ein Grundverständnis zu vermitteln, das eine barrierearme und inklusive Unterstützung von Müttern mit Behinderung ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer literaturgestützten Analyse der theoretischen Grundlagen sowie der Auswertung bestehender gesetzlicher und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, die geschichtliche Aufarbeitung, die Darstellung aktueller Hilfeformen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Thesen zu Kinderwunsch und gesellschaftlicher Ausgrenzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Inklusion, Elternassistenz, Stigmatisierung, Selbstbestimmung und Teilhabe im Kontext der Sozialen Arbeit.

Welche Rolle spielt die UN-Behindertenrechtskonvention für Mütter mit Behinderung?

Sie bildet den rechtlichen Rahmen, der erstmalig die gleichberechtigte Teilhabe an Elternschaft für Menschen mit Behinderung einfordert und somit einen Wandel im Verständnis von Elternschaft erzwingt.

Warum wird das Hilfesystem im Text als potenzielle Stressquelle identifiziert?

Das Hilfesystem erzeugt laut Autorin Druck durch stetige Überwachung, normierte Erziehungsstandards und die ständige Drohung eines Sorgerechtsentzuges, was die Lebenssituation der Mütter belasten kann.

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Details

Title
Mütter mit kognitiver Behinderung. Die Relevanz des Themas für die soziale Arbeit
College
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel; Salzgitter
Grade
1,0
Author
Leonie Höckendorf (Author)
Publication Year
2020
Pages
8
Catalog Number
V1151196
ISBN (eBook)
9783346540331
Language
German
Tags
mütter behinderung relevanz themas arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Leonie Höckendorf (Author), 2020, Mütter mit kognitiver Behinderung. Die Relevanz des Themas für die soziale Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1151196
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