Die Europäische Union (EU) ist eine Wertegemeinschaft, welche unter anderem das Ziel der Integration verfolgt. Die gemeinsamen Werte implizieren Demokratie, Rechtstaatlichkeit, Schutz der Menschenrechte und „good governance“ (Jünemann 2006b, S.1; vgl. Weidenfeld 2006, S.185). Der Versuch der EU liegt in der Praxisumsetzung der Werte durch ihre Mitgliedstaaten und der Verbreitung als auch Umsetzung von letzteren in Nicht-Mitgliedstaaten. Die Demokratieförderung3 ist ein Mittel zum Export der Werte und einer transitiven, langfristigen Steuerung der Einhaltung durch die EU.
1. Motivation
2. Demokratisierungsphasen
3. Instrumente und deren Implementierung
4. Diskussionsfragen
Inhaltsverzeichnis
- Motivation
- Demokratisierungsphasen
- Prä-Transitionsphase
- Liberalisierungsphase
- Transition
- Institutionalisierung
- Konsolidierung
- Instrumente und deren Implementierung
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text befasst sich mit der Demokratieförderung der Europäischen Union (EU) und analysiert die Motivation, die Phasen und die Instrumente der externen Demokratisierungspolitik. Er beleuchtet die Herausforderungen und Chancen der EU bei der Verbreitung demokratischer Werte und Strukturen in Nicht-Mitgliedstaaten.
- Motivation der EU zur Demokratieförderung
- Phasen der Demokratisierung
- Instrumente der Demokratieförderung
- Herausforderungen der Demokratieförderung
- Chancen der Demokratieförderung
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beleuchtet die Motivation der EU zur Durchführung demokratieförderlicher Maßnahmen. Es werden die sicherheitspolitischen Bestrebungen, die Legitimitätskrise in den Zielstaaten und die Bekämpfung von Terrorismus als zentrale Ursachen für die externe Demokratisierungspolitik der EU dargestellt.
Das zweite Kapitel beschreibt die fünf Phasen der Demokratisierung: Prä-Transitionsphase, Liberalisierungsphase, Transition, Institutionalisierung und Konsolidierung. Es werden die spezifischen Merkmale jeder Phase sowie die Herausforderungen und Risiken des Demokratisierungsprozesses erläutert.
Das dritte Kapitel stellt die Instrumente der externen Demokratieförderung vor. Es werden sowohl positive Instrumente wie Anreize und politische Dialoge als auch negative Instrumente wie Sanktionen und Isolation beschrieben. Die EU setzt diese Instrumente ein, um die Zielstaaten zur Annahme demokratischer Strukturen zu bewegen.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Europäische Union (EU), Demokratieförderung, externe Demokratisierungspolitik, sicherheitspolitische Bestrebungen, Legitimitätskrise, Terrorismusbekämpfung, Phasen der Demokratisierung, Instrumente der Demokratieförderung, Anreize, Sanktionen, Isolation, politische Konditionalität, institutionelle Demokratieförderung, Förderung der demokratischen Zivilgesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Warum fördert die EU Demokratie in Nicht-Mitgliedstaaten?
Die Motivation liegt im Export eigener Werte, der Erhöhung der regionalen Sicherheit, der Bekämpfung von Terrorismus und der Bewältigung von Legitimitätskrisen in Zielstaaten.
Welche Phasen der Demokratisierung werden unterschieden?
Die Arbeit nennt fünf Phasen: Prä-Transition, Liberalisierung, Transition, Institutionalisierung und Konsolidierung.
Welche Instrumente setzt die EU zur Demokratieförderung ein?
Es gibt positive Instrumente (Anreize, politischer Dialog) und negative Instrumente (Sanktionen, Isolation, politische Konditionalität).
Was versteht man unter "Good Governance"?
Es bezeichnet eine verantwortungsvolle, transparente und effiziente Regierungs- und Verwaltungsführung unter Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien.
Was ist "politische Konditionalität"?
Dabei knüpft die EU materielle Vorteile oder Kooperationen an die Bedingung, dass der Zielstaat bestimmte demokratische oder menschenrechtliche Standards einhält.
- Quote paper
- Etienne Pflücke (Author), 2008, EU-Demokratieförderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115120