Die vorliegende Arbeit soll Anregungen geben, wie die (offene) Jugendhilfe durch Empowerment resilienter gegenüber Ungleichideologien gemacht werden kann. Dazu sollen die folgenden Fragestellungen untersucht werden: Kann der Ansatz des Empowerment genutzt werden, um die Jugendhilfe widerstandsfähiger gegen Ungleichideologien zu machen? Wie kann Resilienz auf Ebene des Personals und auf Ebene der Jugendlichen of Colour gefördert werden? Kann die Förderung mithilfe des Konzepts des Empowerments gelingen?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definitionen
2.1 Person of Colour/ People of Colour
2.2 weiß sein/weiße Menschen
2.3 Empowerment
3. Resilienzförderung
4. Resilienz in der Jugendarbeit
5. Resilienzförderung auf Ebene des Teams
5.1 Notwendigkeit von Resilienz in der (offenen) Jugendhilfe auf Ebene des Personals
5.2 Resilienz in der Jugendarbeit auf Ebene des Personals
5.3 Dimensionen des psychologischen Empowerments
5.4 Bezug der Ergebnisse der Empowerment-Arbeit auf die Förderung der Resilienz
5.5 Konkrete Maßnahmen des Empowerments
6. Resilienzförderung auf Ebene der Jugendlichen of Colour
6.1 Notwendigkeit von Resilienz in der (offenen) Jugendhilfe auf Ebene der Jugendlichen of Colour
6.2 Resilienzförderung auf Ebene der Jugendlichen of Colour
6.3 Bezug Resilienzförderung & Empowerment auf Ebene der Jugendlichen of Colour
6.4 Konkrete Maßnahmen des Empowerments auf Ebene der betroffenen Jugendlichen
7. Resümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit der Ansatz des Empowerments dazu beitragen kann, die (offene) Jugendhilfe widerstandsfähiger gegen Ungleichideologien zu gestalten und Resilienz sowohl auf Ebene des Personals als auch auf Ebene der Jugendlichen of Colour zu fördern.
- Grundlagen von Resilienz und Empowerment
- Resilienzförderung innerhalb professioneller Teams der Jugendarbeit
- Psychologisches Empowerment als Interventionsstrategie
- Konkrete Empowerment-Methoden für Jugendliche of Colour
- Umgang mit Rassismus und Diskriminierung in pädagogischen Kontexten
Auszug aus dem Buch
5.5 Konkrete Maßnahmen des Empowerments
Wenn Empowerment in einer Institution bzw. in einem Team konkret umgesetzt werden soll, gibt es nach Herringer drei Ebenen zu berücksichtigen: die Ebene der Gesamtorganisation, die Ebene der kollegialen Kommunikation und Kooperation und die Ebene der individuellen Qualifikation. (vgl. Herringer (2020): 199) Im folgenden Kapitel werden jeweils konkrete Maßnahmen für die Umsetzung des Konzeptes des Empowerments auf den einzelnen Ebenen vorgestellt. Aufgrund des Umfangs der Arbeit ist die Auflistung als nicht vollständig zu bewerten und kann lediglich als Anregung für die Weiterentwicklung im Team verstanden werden. Ein Teil der Anregungen entstammt dem Konzept „New-Work“, welches einen Versuch darstellt das psychologische Empowerment auf Ebene einer Organisation umzusetzen (vgl. Schermuly (2016): 45).
Auf der Ebene der Gesamtorganisationen stehen die Neuverteilung von Macht und Verantwortlichkeiten im Fokus. Es geht darum, die Organisation neu zu denken und die Hierarchiestufen aufzubrechen. (vgl. Herringer (2020) :199) Dies kann zum einen gelingen, indem teilautonomen Gruppen innerhalb des Teams die Möglichkeit der selbstständigen, selbstorganisierten Aufgabenbearbeitung ermöglicht wird. (vgl. Schermuly (2016): 97) Dadurch könnten auf Ebene der Resilienzförderung insbesondere die Selbstwirksamkeit und die Kontrollüberzeugung gestärkt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Entstehungsrahmen der Arbeit im Kontext aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen und definiert die zentrale Forschungsfrage zur Resilienzförderung durch Empowerment.
2. Definitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begrifflichkeiten „Person of Colour“, „weiß sein“ sowie „Empowerment“ definiert, um ein gemeinsames Verständnis für die wissenschaftliche Arbeit zu schaffen.
3. Resilienzförderung: Das Kapitel erläutert den Begriff der Resilienz als Widerstandsfähigkeit und analysiert interne sowie externe Schutzfaktoren, die den Umgang mit belastenden Situationen maßgeblich beeinflussen.
4. Resilienz in der Jugendarbeit: Hier wird eine praxisnahe Definition von Resilienz für die Jugendarbeit vorgestellt und die spezifischen Makro- und Mikrostressoren identifiziert, die in diesem Berufsfeld auftreten können.
5. Resilienzförderung auf Ebene des Teams: Dieses Kapitel untersucht die Notwendigkeit von Resilienz für Fachkräfte und prüft, inwieweit psychologisches Empowerment die Resilienz des Personals durch neue Arbeitsstrukturen stärken kann.
6. Resilienzförderung auf Ebene der Jugendlichen of Colour: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen Diskriminierungserfahrungen dieser Zielgruppe und leitet daraus notwendige Empowerment-Maßnahmen ab, die etwa durch Workshop-Konzepte umgesetzt werden können.
7. Resümee: Die Arbeit fasst zusammen, dass Empowerment ein wirksames Instrument zur Resilienzförderung darstellt, jedoch einer kontextsensiblen Umsetzung und der Ergänzung durch weitere Ansätze bedarf.
Schlüsselwörter
Resilienzförderung, Empowerment, Jugendarbeit, Rassismuskritik, Ungleichideologien, People of Colour, Selbstwirksamkeit, Diskriminierung, Organisation, Coping, Identität, Partizipation, Kompetenz, Selbstreflexion, pädagogisches Handeln.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz des Empowerment-Konzepts als Strategie zur Resilienzförderung in der offenen Jugendhilfe, insbesondere im Kontext von rassistischen Diskriminierungserfahrungen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die professionelle Resilienz des pädagogischen Personals sowie die Resilienzstärkung von Jugendlichen of Colour, jeweils unter Einbeziehung von empowermentorientierten Methoden.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist zu analysieren, ob und wie der Empowerment-Ansatz genutzt werden kann, um die Jugendhilfe widerstandsfähiger gegen Ungleichideologien zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Auswertung aktueller Fachliteratur und dem Vergleich bestehender Empowerment-Konzepte mit Anforderungen an die Resilienzförderung basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Konzepte von Resilienz und Empowerment definiert, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Resilienzförderung auf Team-Ebene und einer spezifischen Betrachtung der Jugendlichen of Colour inklusive praktischer Workshop-Beispiele.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Resilienzförderung, Empowerment, Jugendarbeit, Rassismuskritik, Selbstwirksamkeit und Diskriminierung.
Wie kann Empowerment zur Team-Resilienz beitragen?
Durch die Aufbrechung von Hierarchien, die Neuverteilung von Macht und die Förderung einer positiven Fehlerkultur können Mitarbeiter ihre Selbstwirksamkeit und Kontrollüberzeugung steigern.
Warum wird im Workshop-Beispiel der Begriff „safe-space“ verwendet?
Der geschützte Raum dient dazu, Jugendlichen of Colour eine Befreiung von Fremdbestimmung und Stereotypen zu ermöglichen und Raum für eine positive Identitätsentwicklung sowie das Erlernen von Coping-Strategien zu bieten.
- Arbeit zitieren
- Marie Laué (Autor:in), 2021, Resilienzförderung in der Jugendhilfe mithilfe von Empowerment-Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1151274